Märchenschach ist eine allgemeine Zusammenfassung für alle Schachvarianten, bei denen eine Abweichung von den gültigen Schachregeln gilt. Dabei zählen Schachvarianten wie Circe (eine geschlagene Figur wird wird auf ihrem Ursprungsfeld wiedergeboren) ebenso zum Märchenschach wie Märchenschachfiguren wie Grashüpfer (zieht wie eine Dame, benötigt aber einen Sprungbock zum Ziehen).
Besondere Anwendung findet das Märchenschach im Bereich des Problemschachs. Eine Beispiel für eine Märchenschachaufgabe habe ich weiter unten angehängt. In dieser Aufgaben gelten zwei Bedingungen, die sich vom gewöhnlichen Schach unterscheiden: Zum einen ist dies ein
Serienzüger, das heißt, Weiß zieht ohne Unterbrechung, bis Schwarz Matt setzt. In diesem Fall gilt es, eine Zugreihenfolge zu finden, in der Weiß
exakt fünf Mal hintereinander zieht, bevor
Schwarz um Zug Matt setzt. Zum anderen gilt die Bedingung
Platzwechselcirce, das bedeutet, dass bei einem Schlag einer Figur die geschlagene nicht einfach vom Brett genommen werden darf, sondern dass beide Figuren, die schlagende und die geschlagene ihre Plätze tauschen.
Die unten abgebildete Aufgabe hat zwei Lösungen, versuch doch mal, diese zu finden!