Vielen Dank an die Moderation dafür. Wenn gewünscht ich und vielleicht in Zukunft auch einige andere, die ich gern auch auf die Seite locke, aber bis dahin ist noch ein Stück, werden hier Schachvarianten vorstellen und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Ich selbst habe mich hauptsächlich dem recht neuen Gothic Chess (wahrnehmbar bekannt seit 2004, US-patentiert bereits im November 2002, nur auf den ersten Blick kaum anders als das 10x8 Capablanca Chess von 1940) verschrieben, welches bei mir und zumindest international vielen anderen lange zuvor sogar das klassische Schachspiel seit 1703 abgelöst hat.
Es gibt aber noch andere sehr interessante Varianten wie zum Beispiel Dark Chess. Die meisten setzen voraus, daß man dem normalen Schach einigermaßen mächtig ist, sind also nicht unbedingt etwas gleich für den Anfänger.
Wer die totale Matrix will, kann auch Cylinder Chess spielen, schlüpfriger kann Schach kaum sein, und wer echtes Battle-Feeling will, sollte es mal mit Atomic Chess probieren. Die grobstatistischen Popularitäten sind verschieden und korrelieren nicht zwangsläufig mit der wahren Beliebtheit. Zum Beispiel spielen wenige Leute Dark Chess und lieben es aber, während im Saarland viele Leute Janus-Schach spielen, aber nur wenn sie sich zu matt für richtiges Schah spielen, obwohl Janus von der Struktur her schwieriger ist.
Für den ambitionierten Spieler, der vielleicht Jahrzehnte lang der Meinung war, nie würde er er ein anderes Spiel so schön finden wie Schach, ist Gothic Chess meiner Meinung nach sehr interessant.
Ein Hemnis ist in den ersten Momenten oft, daß die Leute sich nicht vorstellen können, daß so ein jahrtausendealtes Spiel wie Schach entscheidend verbessert wurde, und natürlich sattelt FIDE nicht gleich um.
Ich bin zur Zeit ein einsamer Rufer in der Wüste, aber ich bin überzeugt, daß sich das dramatisch ändern wird. Nicht dank meiner Überredungskunst, sondern Gothic Chess spricht für sich selbst, wenn man es mal spielt oder die Partien erfahrener Spieler verfolgt, dazu dann später mal mehr, dazu ist das Unterforum glaube ich auch mit da.
Falls es jemand noch nicht gemerkt hat. Wir wenigen Gothic Chess Spieler sehen unser Lieblingsspiel nicht als Untervariante an, sondern treffen unserer Meinung nach auf die alten Fans des Schachs 64 in Augenhöhe und fordern das Spiel der Spiele heraus, seine Erhaltenswürdigkeit als angebliches Oberschach zu beweisen, was zugegeben die letzten 300 Jahre gut gelungen ist, nachdem es zuvor des öfteren Änderungen der Regeln gab und nicht überall gleich gespielt wurde. Mit frühreren historischen Varianten wie great chess und so weiter haben wir nix am Hut. Wir streben nach Perfektion, nicht nach sinnloser weiterer Komlexität ohne Funfaktor, der für uns der entscheidende ist.
Demnächt mehr über Ed Trice, den völlig durchgeknallten Erfinder dieser Capablanca-Variante, die es wirklich nicht verdient hat als solche abgestempelt zu werden.
Gothic Chess ist für mich Full Chess. Nicht, daß mir normales Schach zu einfach wäre, um den Witz zu gebrauchen, nein, Gothic Chess ist eine ganz andere Form des Schachspiels, es ist ein ganz anderes level of fun mit unendlicher strategischer Vision.
Bis bald, seid neugierig.