Hallo zusammen,
ich habe vor dieses Jahr etwas ernsthafter Schach zu trainieren und bin ein wenig am überlegen, wie ich das anstelle.
Zur jetzigen Situation: Ich bin 20 Jahre alt und habe ca 1800 (schweizer) Elo (die sind ungefähr 100 weniger wert als DWZ, glaube ich). Ich habe seit etwa 2 Jahren eine Führungszahl, vorher habe ich schon ca 2 Jahre im Club gespielt, allerdings noch keine gewerteten Partien. Ich habe damals mit 1350 angefangen, habe dann in einem Jahr mit 23 Partien 350 dazugewonnen und dann nochmals 100 im nächsten Jahr mit ähnlich vielen Partien. Mein Spielstil ist eher aggressiv, meine Stärke liegt eher im taktischen Bereich. Allerdings wirklich "eher" aggressiv und nicht "absolut", es gibt schon noch aggressivere Leute, ich spiele auch nicht immer nur die schärfsten Varianten, schon eher, aber es gibt auch etwas ruhigere Sachen in meinem Repetoire.
Ich kann also ziemlich zufrieden sein mit meinen bisherigen Steigerungen, allerdings sieht es danach aus, als ob ich langsam meinen Sättigungswert erreicht habe, wenn ich weiterhin nur sehr wenig trainiere, daher wollte ich dieses Jahr mal etwas machen um wirklich irgendwann die 2000 zu überschreiten nächstes Jahr oder so.
Jetzt frage ich mich aber, wie viel Zeit ich am besten auf was investiere auf meinem Niveau. Ich habe bisher hauptsächlich (relativ wenig) Taktikaufgaben gemacht, vor langer Zeit auch mal Eröffnungen. Eröffnungen hatten damals wenig gebracht, aber vielleicht würde es jetzt mit 1800 mehr bringen als damals mit 1350. Jetzt habe ich vor mich vor allem auf dem Bereich der Endspiele weiterzubilden, aber ich weiss nicht ganz, was ich für wie wichtig halten soll. Meint ihr, es bringt auf meinem Niveau etwas, nennenswert Zeit für Eröffnungen anzuwenden? Oder bringt es vielleicht sogar was, mich im Bereich von Strategie und positionellem Spiel weiterzubilden? Oder sollte ich mehr Grossmeisterpartien anschauen? Wieviel Prozent eurer Zeit wendet ihr auf was auf?