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Schachtraining privat

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  Gegnervorbereitung Beitrag #1 (permalink)  
Alt 12.02.2010, 13:33
Benutzerbild von jaymo
jaymo
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DWZ/Elo: ~1840
 
Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 27
Gegnervorbereitung

Hallo,

gibt es hier jemanden, der bereit wäre eine Gegnervorbereitung zu machen? Ich meine damit Partiematerial über einen künftigen Gegner zu suchen, eine Eröffnungsanalyse der Spiele zu machen und evtl. mögliche Schwäche im Spiel ausfindig zu machen, damit ich mich gezielt darauf vorbereiten kann. Mir selbst fehlt die Zeit mich mit der Recherche so ausführlich zu beschäftigen, wie ich das gerne würde; aber leider habe ich das Problem, dass ich in der Eröffnung häufig viel Zeit verbrauche, weil ich mir die Züge jedesmal erst "neu" überlege. Ein allumfassendes Eröffnungstraining schaffe ich zeitlich nicht, daher der Versuch, der gezielten Vorbereitung.

Bei Interesse bitte einfach PN an mich, dann könnten wir uns auch bezüglich der Rahmenbedingungen besprechen.

Gruß jaymo
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  Gegnervorbereitung Beitrag #2 (permalink)  
Alt 12.02.2010, 15:21
Benutzerbild von Erathostines
Erathostines
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DWZ/Elo: ~2100
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Sachsen (Keis Chemnitz)
Beiträge: 204
Ach das mit den Eröffnungen ist mMn gar nicht so wichtig wie immer alle behaupten. Ok bei GM´s und internationalen Turnieren schon, aber selbst ich habe kaum Plan von Eröffnungen. Des weiteren, du spielst (deiner DWZ nach zu Urteilen wahrscheinlich in irgendeiner Landesliega. Wie sollte mann da Material zu Partien deiner Gegner bekommen?! Aber wenn dir Analysen selbst schon helfen sollten, dann stell einfach mal n paar Partien rein, oder sende sie per pn an mich ich helfe gern!
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  Gegnervorbereitung Beitrag #3 (permalink)  
Alt 12.02.2010, 15:40
Benutzerbild von jaymo
jaymo
Benutzer
DWZ/Elo: ~1840
 
Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 27
Naja, es war eben meine Hoffnung, mir die Zeit zu sparen, die ich anders immer in der Eröffnung verbrate, weil ich überlege, wie das wohl richtig gespielt wird.
Für Landesliga reicht es bei mir aktuell leider nicht, mir ging es auch eher um die Vorbereitung zu einer Einzelmeisterschaft. Die Zeit, das Material meiner Gegner zusammen zu suchen, muss ich mir dann wohl doch mal am WE nehmen. Vielleicht komme ich dann auf dein Hilfeangebot zurück.
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  Gegnervorbereitung Beitrag #4 (permalink)  
Alt 13.02.2010, 13:08
TAFKABP
Schachjournalist
 
Registriert seit: 02.2010
Beiträge: 280
Jetzt mal im ernst. Wer sollte deiner Meinung nach seine Zeit für Dich investieren? Die Wahrscheinlichkeit dürfte gegen Null laufen. Trotzdem wünsche ich Dir Glück für Deine Matches.
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  Gegnervorbereitung Beitrag #5 (permalink)  
Alt 13.02.2010, 15:44
tracke
Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
 
Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
Ja, das wäre das erste Problem: Wer sollte Warum Dir bei sowas Aufwändigem helfen? Wieviel Geld willst Du denn loswerden??

Zweitens: Wer Dir helfen können sollte, müßte nicht nur Deine Gegner und ihre Partien kennen, sondern vor allem erstmal Dich! Das kann also im Prinzip nur jemand machen, der Dich gut und schon länger kennt!
Bzw. nur dieser jemand mit Dir zusammen! Schließlich kann der Tainer nur den Schüler zum und beim Training anleiten, er kann nicht an seiner statt trainieren ...

Drittens: Unterhalb des Meisterniveaus macht eine allzu gegnerzentrierte Vorbereitung (egal ob variantenbezogen oder "stilistisch")keinen großen Sinn, dafür hat jeder zuviele Schwächen und Lücken! Ich bin immer dafür, ständig (auch vor der Saison) an meinem Spiel und meinem Repertoire zu feilen.

Viertens setzt eine individuelle Vorbereitung auch voraus, daß man selbst flexibel ist! Man braucht also schon eine einigermaßen universelle Spielweise bzw. ein mindestens zweigleisiges Eröffnungsrepertoire!

- Eine neue, unbekannte und unvertraute Variante gegnerspezifisch vorzubereiten geht meistens schief, die müßte objektiv schon verdammt schlecht für den Gegner sein!
- Natürlich bereite auch ich mich immer vor:
--- Zunächst gucke ich mir an, was der Gegner mit beiden Farben so spielt!
--- Dann überlege ich mir, wie sich wohl der Gegner auf mich vorbereitet: ich habe eine extra "Metabild"-Datenbank, die alle von mir veröffentlichten Partien enthält. Wenn´s nicht gerade ein Vereinskamerad ist (der mich sowieso gut kennt), reicht das oft schon für eine gute Idee, denn mein tatsächliches Repertoire ist natürlich etwas anders (und reichhaltiger) als jenes, das man aus den von mir veröffentlichten Partien ableiten könnte!
--- Besonders aufregend wird´s nur, wenn der Gegner was Außergewöhnliches spielt: Dann heißt es speziell vorbereiten oder ausweichen! Außergewöhnliche Varianten sind aber meist nicht besonders gut; solange es nicht allzu scharf wird, bereite ich dann die Variante vor, mit der der Gegner von den üblichen Wegen meines Repertoires abweichen will. Schließlich muß ich das irgendwann sowieso wissen, wenn ich mein normales Repertoire mal spiele und irgendein anderer Gegner, auf den ich mich nicht vorbereitet habe, denselben Mist hervorholt.
--- Normalerweise spielen meine Gegner halbwegs normale Systeme (solide Hauptvarianten aber nicht unbedingt die allerletzte Mode) und ich Langweiler natürlich auch. Ich arbeite dann an jeder der zwei-drei Optionen paar Stunden lang, wobei es eher so ist, daß ich (durch das Nachspielen paar aktueller GM-Partien) mein vorhandenes Repertoire auffrische als daß ich irgendeine konkrete Stellung im 15.Zug vorbereiten würde. Dann gucke ich mir meine Optionen an und treffe schon mal eine Vorentscheidung, wobei ich meist das wähle, was der Gegner eher nicht erwartet. Meistens gelingt es mir, meine Gegner zumindest etwas zu überraschen, indem ich etwa im 9.Zug ein bißchen anderes Untersystem wähle und nicht das wiederhole, was in meinen letzten paar (veröffentlichten) Partien vorkam.

tracke
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  Gegnervorbereitung Beitrag #6 (permalink)  
Alt 13.02.2010, 16:12
Benutzerbild von Erathostines
Erathostines
Forumsprofi
DWZ/Elo: ~2100
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Sachsen (Keis Chemnitz)
Beiträge: 204
Gegnervorbereitung an sich geht natürlich schlecht, aber deinen Spielstil kann man ja an deinen Partien ersehen. Und die Eröffnung, na gut dazu hat Tracke schon genug gesagt. Aber schwächen kann man immer aufdecken und das hilft ungemein, den solche "Feher" unterlaufen einem dann kaum noch. Halt. eins noch zur Eröffnung. Sicher ist es hilfreich sich ein Repetoir an zu legen, aber übertreib es nicht. Altes ist und bleibt gut.
- Italienisch
- Spanisch
- Englisch
- Sizilianisch
- Französisch
- Damengambit

evtl.:
- Kara-Cann
- Skandinavisch
- Königsindisch

ferner:
- Urang Utan ( ja es kommt auch bei 1800 noch vor ^^)
- Russisch
- Lettisches Gambit
- Nordisches Gambit

Damit ist man schon auf fast alle Eventualitäten vorbereiten. Des weitern gillt natürlich der Hauptsatz der Eröffnung:
+ Tempo
+ Zentrum
+ wohl fühlen ^^

Ansonsten langt das soweit.
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  Gegnervorbereitung Beitrag #7 (permalink)  
Alt 14.02.2010, 20:35
Benutzerbild von jaymo
jaymo
Benutzer
DWZ/Elo: ~1840
 
Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 27
Zitat:
Jetzt mal im ernst. Wer sollte deiner Meinung nach seine Zeit für Dich investieren?
Da könnte ich genauso fragen, wer sollte denn überhaupt Zeit investieren, um jemanden zu trainieren.

Zitat:
Ja, das wäre das erste Problem: Wer sollte Warum Dir bei sowas Aufwändigem helfen? Wieviel Geld willst Du denn loswerden??
Das wäre individuell vereinbar, aber bei der ablehnenden Einstellung hier, kann ich mir mein Geld wohl auch sparen.

Zitat:
Zweitens: Wer Dir helfen können sollte, müßte nicht nur Deine Gegner und ihre Partien kennen, sondern vor allem erstmal Dich!
Um das Spiel eines Gegners zu analysieren, muss man mich nicht kennen. Auf diversen betreuten Jugendmeisterschaften funktioniert das auch sehr gut...

Zitat:
Ich bin immer dafür, ständig (auch vor der Saison) an meinem Spiel und meinem Repertoire zu feilen.
Wenn du die Zeit dafür hast, beneidenswert!

Zitat:
Viertens setzt eine individuelle Vorbereitung auch voraus, daß man selbst flexibel ist! Man braucht also schon eine einigermaßen universelle Spielweise bzw. ein mindestens zweigleisiges Eröffnungsrepertoire!
Daran würde es bei mir nicht scheitern.

Zitat:
ich habe eine extra "Metabild"-Datenbank, die alle von mir veröffentlichten Partien enthält.
Das ist ein guter Tipp.

Zitat:
--- Ich arbeite dann an jeder der zwei-drei Optionen paar Stunden lang, ...
Wo wir wieder bei Zeit wären...
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  Gegnervorbereitung Beitrag #8 (permalink)  
Alt 15.02.2010, 12:34
tracke
Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
 
Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
Hallo jaymo!

Über Deinen letzten Post mußte ich wirklich schmunzeln - mir ist wirklich nicht klar, wie du Dir das vorstellst!? Ob Du es Dir überhaupt irgendwie vorstellst, außer daß irgendjemand aus irgendeinem Grund Dir irgendwie irgendwelche Trainingsarbeit abnimmt ?!

Ich bleibe dabei, daß auf einem Niveau von "~1870" (plusminus 150 Deiner mutmaßlichen Gegner) eine allzu gegnerorientierte Vorbereitung wenig bis nichts einbringt! Nur wenn dein Gegner eine relativ obskure Nebenvariante regelmäßig spielt, lohnt es sich, dies a) vorher rauszubekommen und b) sich kurz darauf vorzubereiten (widerlegen oder ausweichen)!

Wenn Du (1) gut schachspielen kannst und (2) über ein ordentliches Repertoire verfügst, solltest Du den Gegner zwingen, sich auf Dich vorzubereiten! Und nur hin und wieder ein bißchen in Deinem nicht zu schlankem Repertoire varieren (3), um eine punktgenaue Vorbereitung auf deinen 23.Zug zu vermeiden!
Wenn diese drei Voraussetzungen nicht gegeben sind, solltest Du daran arbeiten und Dich nicht auf irgendwelche Gegner fixieren, deren Fehler und Schwächen kaum größer sind als Deine eigenen.

tracke
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  Gegnervorbereitung Beitrag #9 (permalink)  
Alt 15.02.2010, 12:50
Benutzerbild von jaymo
jaymo
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DWZ/Elo: ~1840
 
Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 27
Na dann ist doch schön, dass ich dich wenigstens erheitern konnte.

Möglicherweise kannst du das auf Grund deiner Spielstärke besser beurteilen als ich. Schade finde ich dann allerdings die Art des Kommentars nach dem Motto "Was hast du denn für schwachsinnige Vorstellungen"; ein einfaches "Meinen Erfahrungen nach, z.B. Spielniveau oder 30 Jahre Spielerfahrung…, bringt das nicht so viel. Besser ist…" wäre vollkommen ausreichend gewesen.
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  Gegnervorbereitung Beitrag #10 (permalink)  
Alt 16.02.2010, 10:03
tracke
Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
 
Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
Also ich finde, daß meine Einmischungen meist ziemlich konstruktiv sind. Und dabei sind viele hier im Forum verbreitete Ansichten oder Fragen tatsächlich relativ lächerlich: überall werden Tricks verlangt, durch die man mit wenig Einsatz zu viel Erfolg kommt.

Mich erinnert das oft an Zehnjährige, die das Fußballtraining schwänzen, weil sie keine Lust auf Schuß- und Konditionstraining haben. Und die taktischen Anweisungen des Trainers hängen ihnen sowieso zum Halse raus. Lieber kicken sie auf der Straße mit ´ner Kakaodose herum und träumen vom Einsatz in der Nationalmannschaft ...

Nichts für ungut, live long and prosper,

tracke
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  Gegnervorbereitung Beitrag #11 (permalink)  
Alt 16.02.2010, 13:22
Benutzerbild von jaymo
jaymo
Benutzer
DWZ/Elo: ~1840
 
Registriert seit: 09.2009
Beiträge: 27
Zitat:
meine Einmischungen meist ziemlich konstruktiv
So hundertprozentig scheinst du dann auch nicht von deinen Aussagen überzeugt zu sein

Da ich das zehnte Lebensjahr schon lange überschritten habe und meine aktuelle Spielstärke (auch wenn sie für dich lächerlich sein sollte) auch mit "wenig Aufwand" erreichen und seit einigen Jahren halten konnte, hätte ich eben mein letztes Turnier gerne noch mit genauso "wenig Aufwand" in der Vorbereitung gut abgeschlossen.

Btw: Suchst du nicht auch im Leben den leichten Weg etwas zu erledigen?

However you do it, keep
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  Gegnervorbereitung Beitrag #12 (permalink)  
Alt 20.02.2010, 11:23
yevonne
Aktiver
DWZ/Elo: 1700
 
Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 40
Hallo jaymo

Hallo jaymo,

ein Tipp wäre noch, immer die gleichen Eröffnungen zu spielen. Mit wachsender Erfahrung verlierst Du dann immer weniger Zeit in der Eröffnung.Vielleicht hilft auch der Vorsatz statt 20 Minuten für einen Zug nur 15 oder 10 Minuten zu überlegen.

yevonne
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  Gegnervorbereitung Beitrag #13 (permalink)  
Alt 20.02.2010, 14:53
Benutzerbild von Erathostines
Erathostines
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DWZ/Elo: ~2100
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Sachsen (Keis Chemnitz)
Beiträge: 204
Immer die gleiche Eröffnung find ich nicht so gut. Sicher, man lernt eventuell was daraus, aber es schadet nicht, wenn man zwischen 2-3 Eröffnungen varriiert, den sonst weiß der Gegner vermutlich (so was spricht sich rum), der spielt immer 1. d4 oder so. Wir haben einen in unserer dritten Mannschaft, der immer (wenn er Weis hat) 1. b4 spielt, und das mit Erfolg. Ok dazu muss man sagen, das es sich da nur um eine Bezirksklasse handelt, aber am zweiten oder dritten Brett, je nach dem wo er Weis bekommt hat er auch 1700-1800er Gegner sitzen.
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  Gegnervorbereitung Beitrag #14 (permalink)  
Alt 21.02.2010, 23:08
Abtausch
Echter Kenner
 
Registriert seit: 12.2008
Beiträge: 138
Also ich finde die Idee auch nicht schlecht, zu versuchen , möglichst oft die gleiche Eröffnung zu spielen.

Meiner Meinung nach ist es viel besser, eine Eröffnung gut zu spielen, als 2-3 nur mittelmäßig.
Diese Eröffnung sollte man dann halt für sich studieren und sich in allen Varianten und entstehenden Stellungstypen gut auskennen. Die gespielten Partien mit dieser Eröffnung sollte man gründlich analysieren und versuchen, eigene Möglichkeiten für beide Seiten zu finden und nicht einfach alles aus dem Theoriebuch gedankenlos übernehmen.

Okay - dann weiß der Gegner halt, dass ich 1.d4 spiele, aber erstens muss ich ja nicht immer dieselbe Variante spielen und zweitens kann sich der Gegner vielleicht auf meine Eröffnung vorbereiten, aber in den enstehenden Stellungstypen kenn' ich mich dann immer noch besser aus!

Wovon übrigens abzusehen ist, das ist, immer dieselbe Eröffnung oder Variante zu spielen, falls diese widerlegt oder nicht besonders gut ist.
Dann kann sich der Gegner nämlich wirklich sehr effektiv vorbereiten.
Aber selbst dann - wenn die Variante bei genauem Spiel nicht sofort verliert, kann man unter 2000-2100 - denke ich - als Experte in einer solchen Variante noch sehr gut punkten.
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  Gegnervorbereitung Beitrag #15 (permalink)  
Alt 22.02.2010, 14:24
Benutzerbild von Erathostines
Erathostines
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DWZ/Elo: ~2100
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Sachsen (Keis Chemnitz)
Beiträge: 204
Gut, was machst du aber, wenn du Schwarz hast, da bist du gezwungen 2-3 Eröffnungen zu beherschen. Und das gespiele aus dem ff, mit dem ich weiß, dass ich im 35. Zug die Dame auf e2 rücken muss ist der aller größte Schrott. Durch so was gibt man freiwillig das Denken und Analysieren der Partie auf. Das erklärt auch, warum es nur noch Strategen und kaum noch Taktiker gibt. Jeder versucht seine Eröffnungsvariante bis ins kleinste Detail zu erlernen und "denkt" schon nach den ersten drei Zügen an die Stellung, die sich in weiteren 20 Zügen ergeben "muss". Nicht das so was verwerflich sei, aber nur schlägt das bei einem Niveau unter 2700 zu 90% fehl. Ich habe schon oft erwähnt das ich kein Freund vom auswendigen lernen der Eröffnungen bin. Ich meine so was verdierbt den Spaß am Spiel selbst. Ein Zitat was auf meine gedanken dazu sehr gut passt brachte seiner Zeit schon Immanuel Kant: "Habe Mut dich deines eigen Versatndes zu bedienen!". Und da Kant sehr schlau war muss ja was dran sein ^^! Mir persönlich liegt es halt mehr sich mal von der für einen Spieler so charakteristischen Eröffnung zu entfernen, sprich, Abwechslung ins Spiel zu bringen, den sonst kann ich auch zwei Computern beim spielen zuschauen und sie nebenbei anfeuern, nach dem Motto: "Ey Fritz 11, du darfst noch nicht c4 spielen, das vermasselt die Nebenvariante von der Nebenvariante des Eröffnungssystems und deine Stellung weichst später, so im 63 Zug von dem erhofften Stellungsbild ab!".

Geändert von Erathostines (22.02.2010 um 14:27 Uhr)
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