mein fazit zum thema online-blitzen:
negativ:
+ das es kräfte bindet und einem vom schachtraining abhält. ich denke eine halbe schachpuzzle lösen täglich bringt wesentlich mehr (für die taktischen skills) als 3 stunden online schach pro tag. (meisten zieht man ja nur intuitiv zumind. beim blitzen).
ich glaube nicht das man sich taktisch wesentlich verbessern wird, wenn man nur blitzt. zumindest habe ich diese erfahrung gemacht. wenn etwas nicht anstregend ist, bringt's auch nix.

+ weiters wäre zu nennen: das hohe suchtpotential

. das wiederum den wiederum dazu führt, dass man mehr und mehr zeit für online-schach verplempert. wie oft bin ich schon bis spät in die nacht gesessen und hab mich wie in trance sinnlos durch partien geklickt.
positiv:
+ für das erproben und entwickeln eines eröffungsrepertoire, zum erlernen der jeweiligen mittelspielstellungen, etc. und zum entdecken von lücken und fehlern im eigenen repertoire.
+ meisten macht's doch einfach spass. ist doch das wichtigste an einem hobby. das wichtigste beim onlineblitzen ist: auf keinen fall ernstnehmen (es ist keine echte trainingsmöglichkeit).
abgesehen davon, dass online-blitzen mich vom schachtraining abhält (dieser effekt ist allerdings durchaus beachtlich) glaube ich nicht das es negative konsequenzen für mein turnierspiel hat. die lange bedenkzeit bei einer turnierpartie ist für mich nur dann gewöhnungsbedürftig, wenn viel zeit seit meiner letzten turnierpartie vergangen ist. (unabhängig vom online-blitzen)