Vor einiger Zeit bin ich, eher zufällig, ans Fernschach geraten.
Schnell habe ich festgestellt, das es mir großen Spass macht, da ich auf diesem Weg gezwungen war, mich wesentlich intensiver als sonst mit meinen eigenen Partien zu beschäftigen. Auf diesem Weg habe ich schon die eine oder andere wertvolle Eröffnungsneuerung finden können.
Leider jedoch stellte ich bald fest, das die Zahl der Gegner, die nicht aus Fleisch und Blut sind, in rapidem Maß angestiegen ist.

Wenn ich gegen Fritz spielen will (was sehr, sehr selten der Fall ist), dann schalte ich ihn einfach an, und will nicht meine Zeit damit verschwenden, ihm auch noch e-Mails zu schicken.

Das die besten Engines im OTB (on the board) Schach auch für die weltbesten Spielern gefährlich geworden sind, haben die unzähligen Matches zwischen Deep Dingensbummens und Kasparow bzw. Kramnik hinlänglich bewiesen.
Was mich nun interessiert, ist die Frage, ob ihr meint dies verhält sich im Fernschach genauso? Oder kann sich bei mehr Zeit die menschliche Kreativität und Intuition noch gegen die pure Rechengewalt der Maschinen behaupten bzw. sie sogar übertrumpfen? Macht ein schneller Rechner und das neueste Prog einen guten Fernschachspieler?
Bin gespannt auf eure Meinungen!
Grüße Thomas