Originaltitel: LA DIAGONALE DU FOU, Frankreich/Schweiz 1983
RBB, 15.4. 22:50 - 00:25 Uhr
Es handelt sich um eine fiktive Geschichte, deren Einzelmotive aber nicht frei erfunden sind, sondern auf diverse Duelle um die Schachmeisterschaft, vor allem die zwischen Viktor Kortschnoi und Anatoli Karpow, zurück gehen: ein junger jüdischer Emigrant aus der Sowjetunion (Alexandre Arbatt) fordert den alternden Weltmeister (Michel Piccoli) heraus; das Match findet in der neutralen Schweiz statt und wird mit allen Haken und Ösen geführt, von absichtlichen Verspätungen über Hypnotiseure im Zuschauerraum bis zum Kugelschreiberklau. Als der Herausforderer 5:3 führt und nur noch einen Sieg benötigt, bringen die Sowjets dessen Frau - die nicht mit emigriert ist und die sie inzwischen in die Irrenanstalt gesteckt haben - in die Schweiz, um den Herausforderer psychisch zu belasten. Gleichzeitig erlauben sie dem alten Kardiologen und Freund des Weltmeisters - der schwer herzkrank ist - die Ausreise, die sie ihm Jahrzehnte lang verweigert hatten, da der Champ jeden anderen Arzt ablehnt. Der Titelverteidiger gewinnt die nächsten beiden Partien, kann also ausgleichen, erleidet jedoch unmittelbar nach dem 5. Sieg einen Herzinfarkt und muss den Kampf aufgeben, sehr zum Ärger des Herausforderers, der am Brett siegen wollte. Sein Kommentar: "Ich habe es ja gleich gesagt, die lassen ihn lieber verrecken als mich gewinnen." Am Ende spielt er die letzte Partie mit dem Weltmeister am Krankenbett, wobei makabrerweise das Computersignal anzeigt, dass die Herztätigkeit des Ex-Weltmeisters immer mehr nachlässt und schließlich aussetzt.