Fernsehtipp für Samstag um 22Uhr40 in ARD:
"Im Visier des Bösen" = Ein Geschichtsdrama mit einer Prise Schach gewürzt.

Kurzkritik:
Die Nazis zwingen einen Philosophieprofessor, eine ehemalige Studentin aufzuspüren, in die er sich einst unglücklich verliebte. Sie soll im Besitz von Schweizer Nummernkonten sein, auf die ihr verstorbener Vater 700 Mio. Reichsmark transferierte, mit denen verfolgten Juden zur Flucht verholfen werden soll. Es gelingt demMann, einem
genialen Schachspieler, die Frau in die Enge zu treiben, und ihren
elfjährigen Sohn, ebenfalls brillanter Schachspieler, in seine Gewalt zu bringen, ohne zu ahnen, dass im Gedächtnis der Geisel die Zahlencodes
gespeichert sind. Opulente Romanverfilmung um Liebe, Verrat, Intrigen und Moral im besetzten Frankreich, inszeniert mit solider Dramaturgie und routiniertem Spannungsbogen. Sie krankt an bedeutungsschweren papiernen Dialogen, den allzu ungleichgewichtig konturierten Protagonisten sowie einem Figurentableau, das sich besonders bei der Charakterisierung der NS-Schurken weitgehend im Stereotypen erschöpft.
Das Buch zum Film:
Loup Durand: Daddy - Im Visier des Bösen (EURO 7,90)