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Facharbeit - Literatur dringend gesucht!!!! Beitrag # 1 ( permalink)

15.01.2011, 02:05
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Neuling
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Registriert seit: 01.2011
Beiträge: 3
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Facharbeit - Literatur dringend gesucht!!!!
Hallo liebe Community,
ich bin zurzeit Schüler und muss nun meine Facharbeit (12. Klasse) schreiben. Steht zwar noch nciht ganz fest, generell ist das THema aber "Funktionsweise von Schachprogrammen und wie sie das moderne Schachspiel verändern" soll heißen, dass es jetzt viel mehr Trainingsmöglichkeiten und bessere Vorbereitung gibt (siehe letzte WM etc)
Naja, um auf den Punkt zu kommen: Ich benötige dringen Literatur zum Thema!!! Optimal natürlich über Schachprogramme, aber auch gerne alles drumrum! Könnt ihr mir helfen?
Vielen Dank schonmal und falls noch jemand Tips für die Arbeit selbst hat, wäre ich sehr dankbar!
Moadieb
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Facharbeit - Literatur dringend gesucht!!!! Beitrag # 2 ( permalink)

15.01.2011, 18:51
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Hallo Moadieb!
- In welchem Fach schreibst Du denn die Arbeit? Mathe, Informatik, Geschichte/Kulturwissenschaften o.ä. , "interdisziplinär" ?
- Welches mathematische/wissenschaftliche Niveau soll die Arbeit denn haben?
- Wielange hast Du Zeit (3/6/12 Monate)? Wann beginnt die Zeit, wann muß das Thema stehen, bis wann soll die Literaturliste stehen?
- Welches Niveau hast Du in Schach, Schachgeschichte, Philosophie, Wissenschaftstheorie, Mathe, Informatik ...?
Soll es eine breite Überblicksarbeit sein ohne tiefere Theorie, ganz allgemein über Schach und Computer? So daß jeder Neuntklässler das versteht?!
Oder eher eine präzise informationstechnische Beschreibung, wie Computer Schach anders denken als Menschen (eben nicht schneller sondern eben ganz anders) und "Schachdenken mit Computern" heutzutage konkret realisiert wird (mit entsprechenden Theorie)? Man kann das eher philosophisch aufziehen ("Universalienstreit": Sind Taktik und Strategie zwei getrennte Dinge oder aufeinander reduzierbar und wenn letzteres, welches ist das Grundlegendere?) oder pragmatisch-konkret (Man nehme sich Fritz und gucke mal, wie der so funktioniert und aus welchen Unterprogrammen der besteht? Warum braucht man eine Bewertungsfunktion, was sind/waren A- bzw. B-Strategien, was ist ´ne Endspieldatenbank, wie funktioniert die Zugheuristik?)
Oder sollen die sozialen Aspekte im Vordergrund stehen: bessere/andere Trainingsmöglichkeiten, Datenbankflut, Wandel vom Vereins- zum Internetschach samt psychopathologischer Auswüchse (Ihr wisst alle, was ich meine...), Auswirkungen auf´s Spitzenschach (z.B. "Glaube" an Verteidigungsfähigkeit optisch schwieriger Stellungen wächst), Auswirkungen auf´s Fernschach, Auswirkungen auf Turnierformen (hat jemand von Euch schon mal ein teilnehmerstarkes Schweizer-System-Turnier ohne PC gepaart, möglichst mit mehreren gewichteten Kriterien?), Betrugsmöglichkeiten ("elektronisches Doping", der Fall Allwermann ...), ästhetisch-schöpferische Aspekte, Vergleiche mit Dame/Go etc.
Na, ich weiß schon, es soll keine Uni-Abschlußarbeit werden. Und eine wichtige aber gar nicht so leichte Aufgabe ist es eben, selber das Thema sinnvoll einzugrenzen!!!
Anspruchsvolle Fachliteratur gibt´s natürlich genug.
Nett zur Einführung ist vielleicht: John Nunn, Schachgeheimnisse (3.Auflage!!), viel Nützliches aus der pragmatischen Sicht eines Schachspielers, eben auch zum Umgang mit PC (aber auch sonst ein tolles Buch!!) Christian Kongsted, How to use computers to improve your chess, schon konkreter, aber mit allgemeiner historischer wie systematischer Einführung Robin Smith, Moderne Schachanalyse, wie ein guter (Fern-)Schachspieler mit PC analysiert, schon ziemlich speziell ...
(Z.B. beim Schachversand Niggemann gibt´s die Inhaltsverzeichnisse)
Es gibt doch genug Interviews mit Schachspielern (in Zeitungen, SPIEGEL etc.), gerade anläßlich der letzten WM-Kämpfe bzw. der Mensch-Computer-Matches, aber auch sonst.
Nett fand ich auch immer (allgemeinschachliche) Interview-Sammlungen wie "The day Kasparov quit", hin und wieder steht da auch mal was über den Einfluß der Computer.
Okay, erstmal
tracke
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Facharbeit - Literatur dringend gesucht!!!! Beitrag # 3 ( permalink)

16.01.2011, 10:34
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Neuling
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Registriert seit: 01.2011
Beiträge: 3
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Hey, danke für die schnelle und ausführliche Antwort.
Puh, mein Schach Niveau würde ich mal nicht als all zu hoch einschätzen. Ich spiele gerne und oft, aber bin weit davon entfernt mich als wirklich guten Schachspieler zu bezeichnen. Gegen meinen Shredder spiele ich bei 7 Sekunden Zugzeit auf ELO stufe 1600 und verliere in der Hälfte der Fälle. Schachgeschichtlich, -philosophisch, -wissenschaftlich bin ich relativ unwissend, ein bisschen Hintergrundwissen mal ausgenommen. Informatik hatte ich auch mal 2 Jahre, war auch gut, ich kann also einfachere Programierungen verstehen, bzw. nachvollziehen wie Computer so ungefähr funktionieren. Von Tunieren, Fernschach, oder generell dem Wettkampfschach habe ich leider auch keine Ahnung.
Mit all den Vorschlägen ist mir schon sehr geholfen! Natürlich ist mir klar dass ich mein Thema eingrenzen muss, deshalb erstmal hier ein kleiner Überblick: ich hab von jetzt bis zum 2. März Zeit, und die Arbeit sollte ungefähr einen Umfang von 8-12 Seiten haben, bei 8 cm Rand insegsamt.
Schon allein das heißt, dass ich nicht zu ausschweifend sein kann.
Ich scheibe in Mathe, aber da mein Lehrer weiß das ich zwar gut in Mathe bin, aber eben kein kreatives Genie, muss der Mathematische Teil nicht allzu groß sein, den gedenke ich mit den Grundprinzipien der Computerberechnungen/algorythmen abzudecken. Außerdem kennt er von Schach so grade mal die Regeln und hat schon klar gemacht, dass ihm eine breitere Arbeit lieder sei als eine spezifische.
Also er möchte eine kurze Geschichte der Schachcomputer/programme am anfang, dann muss ich ja zwangslegend erstmal erklären wie ein Computer nunmal Schach spielt (auch wenn ich davon bisher kaum Ahnung habe). Aber über meinen Vater kenne ich den Entwickler von Shredder Chess, der recht freundlich ist. Hoffentlich gewährt der mir ein paar Einblicke in die Mathematik seines Programms. Außerdem hat der mal ein ziemlich interessantes Interview gegeben, dass werde ich dann wahrscheinlich auch machen.
A/B Strategie möchte auch ganz gerne nehmen, macht ja auch Sinn im zusammenhang und ist außerdem auch laienhaft zu verstehen. Datenbanken (sowohl eröffnung als auch endspiel) möchte ich ebenfalls mit rein nehmen, außerdem kann man ja an Simultanschach von Meistern sehen, dass Professionelle Spieler mittlerweile so gut trainiert sind, dass sie zumindest in den ersten Zügen einer Partie ebenfalls auf ihre "eröffnungsdatenbank" zurückgreifen, ohne großartig nachdenken zu müssen, solange es sich nicht um seltene abwandlungen handelt (soweit zumindest mein Wissen).
Generell eben doch eher die "sozialen Aspekte" wie du sie nennst. Und dazu wie gesagt einen Grundkurs in Sachen Computerschach.
Die Bücher werde ich dann mal versuchen zu bekommen. Die Intervies und Berichte habe ich natürlich auch gelesen und kann da sicherlich das ein oder andere benutzen, aber etwa Fachliteratur sieht immer besser aus als 20 Websitelinks 
Vielen Dank,
Richard
P.S. "psychopathologische Auswüchse" ???
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Facharbeit - Literatur dringend gesucht!!!! Beitrag # 4 ( permalink)

17.01.2011, 22:15
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Hallo Moadieb!
Anbei noch einige Literaturhinweise:
Vasik Rajlich: Man versus Machine "In the decade between 1996 and 2006, man and machine waged a war of chess supremacy in a series of six well-publicized matches. Vasik Rajlich, the human brains behind today’s strongest and most popular chess engine Rybka, recounts the history of this defining decade and tell us where ‘we’ stand now."
Ein mE seeeehr guter Artikel (über mehrere Seiten), der ehrlich und fachkundig die Computer-Mensch-Wettkämpfe analysiert! Ich teile die Sicht des Autors, daß die Matches trotz der Ergebnisse keinesfalls die erbarmungslose und beliebige Überlegenheit der Blechdosen gezeigt haben. [Während der Computer 500 gute Züge macht, spielt der Mensch 20 geniale Züge, 400 sehr gute Züge, 60 gute Züge, 15 fragwürdige Züge und 5 krasse Fehler; im Ergebnis gewinnt der Comp aufgrund der menschlichen Aussetzer das Match, aber der sachverständige Experte sieht, daß Kasparov/Kramnik/etc. "eigentlich" die allermeiste Zeit deutlich besser als der Comp gespielt haben. Sollte man zur Pfichtlektüre machen für alle Fritz/Rybka-Idioten, die meinen, sich von starken Spielern strategisch nichts mehr sagen lassen zu müssen, nur weil "ihr Programm" taktisch stärker ist. Quelle:
New in Chess Magazine 01/2010 (nicht zu verwechseln mit NiC Yearbook) http://www.newinchess.com/Shop/Produ...?ProductID=442
Heft wohl in den wenigsten Bibliotheken, wohl noch erhältlich bei Schachhändlern, kostet ~10€
Harry Schaack (Hrsg.): KARL - das kulturelle Schachmagazin
Ein eher geisteswissenschaftliches Hochglanz-Magazin, das vierteljährlich erscheint und für jede Ausgabe einen Themenschwerpunkt setzt http://www.karlonline.org/home.htm4/2002 Computerschach
(mehrere Artikel) 1/2004 Sammler S. 44+45 Der Computer als Datenspeicher, der Mensch als Sammler
Interview mit Rainer Knaak (Chessbase) 3/2005 Michael Botwinnik S.42-44
Juri Awerbach: Botwinniks Schachcomputer2/2006 Zufall S.18-22
Chrilly Donninger: Tiefblaues Rauschen - Über die Bedeutung des Zufalls in der Programmierung3/2007 Saale-Schachbund und Sachsen-Anhalt S.44+45
Günter Reinemann: Eine ostdeutsche Buchgeschichte - die erste DDR-Publikation zum Computerschach3/2009 Training S.30+31 und S.38-41 Vidi, Vici - Individuelles Lernen mit Training-DVDs ;
Daheim und überall - Schachtraining im Internet4/2010 Niederlande S.41 Computerschach in Holland
Daneben enthalten die Ausgaben 4/2008 (WM Kramnik-Anand) und 2/2010 (WM Anand-Topalow) auch die üblichen Interviews mit vereinzelten Bemerkungen über die Bedeutung der Computer
Ja, und dann gibt es natürlich noch die (nicht immer ganz regelmäßig erscheinende) Zeitschrift KAISSIBER von Stefan Bücker: http://www.kaissiber.de/
Die meisten Ausgaben enthielten eine (inzwischen eingestellte) Kolumne "Computerschach" von Chrilly Donninger, die meist lehrreich und immer furchtbar lustig war. Zweimal wurde er von irgendjemandem vertreten, war auch okay. Herzzerreißende Berichte über Strategien samt Fehlern in der Schachprogramm-Entwicklung, aber auch typische Hardware-Probleme etc.
Falls Du an die Quellen nicht herankommst (bzw. wenn sie zu teuer erscheinen), Karl und Kaissiber habe ich komplett und könnte ggf. auszugsweise kopieren (gegen Erstattung von Kopien und Porto, sollte aber im einstelligen €-Bereich bleiben). Melde Dich ggf. über eine PN (persönliche Nachricht) hier im Forum.
Ansonsten (was mir auf die Schnelle noch so einfällt): http://chesscafe.com/
Diverse monatliche Kolumnen (auch und vor allem in die Archives gucken!), interessant wäre ChessBase Cafe (werbungsdurchsetzt) sowie The Kibitzer von Tim Harding, der schreibt hin und wieder auch über computerschach (z.b. Mai97).
tracke
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Facharbeit - Literatur dringend gesucht!!!! Beitrag # 5 ( permalink)

18.03.2011, 16:15
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Neuling
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Registriert seit: 01.2011
Beiträge: 3
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Hallo liebes Forum,
meine Arbeit ist soweit fertig und abgegeben, die Note erhalte ich dann in den nächsten Wochen. Wer ähnliche Literaturprobleme hat wie ich bis vor kurzen, kann mich gerne anschreiben, ich kann dann meine Literaturliste etc zur Verfügung stellen.
Liebe Grüße und vielen Dank für die schnelle und kompetente Hilfe,
Moadieb
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