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04.11.2008, 16:26
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Forumsprofi
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Sachsen (Keis Chemnitz)
Beiträge: 204
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Eroffnungsenyklopädie
Hallo zusammen.
Ich bin zwar ein durchaus erfahrener schachspieler, merke aber, dass ich ohn ein großes theoriewisse, besonder in der eröffnung schon viel zeit verschwende, da ich jeden zug prüfen muss, anstatt ihn schon nach theorie zu kennen.
Deshalb suche ich eine komplette "enzyklopädie" zu allen schacheröffnungen, die ihre stärken und schwächen, als auch ihre taktischen mittel gut beleuchtet. Wenn jemand weis, wo ich so etwas bekomme schreibt bitte!
MfG Ich
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08.11.2008, 17:42
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
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Hallo Erathostines!
Es gibt eigentlich nur eine einzige Eröffnungsenzyklopädie, denn dieser Name ist natürlich geschützt!
Es handelt sich dabei um die fünfbändige Enzyklopädie der Schacheröffnungen (englisch: Encyclopedia of Chess Openings, kurz ECO) des ehemals jugoslawischen, während Balkankrieg und EU-Boykott nordzyprischen, jetzt serbischen Sahovski-Verlages in Belgrad unter der Leitung von GM Aleksandar Matanovic.
Der Verlag ist seit den 1960ern bekannt geworden durch die Informatoren (aktuell Nr.102), in denen regelmäßig (erst zweimal, später dreimal jährlich) die wichtigsten Meisterpartien veröffentlich wurden. War damals ein ungeheurer Fortschritt; vorher mußten sich die Spitzenspieler dutzende Schachzeitungen und Turnierbulletins aus aller Welt besorgen, um auf dem laufenden zu bleiben, was sowohl organisatorisch wie auch finanziell ein gewaltiger Aufwand war.
Der zusätzliche Clou der Informatoren bestand in einem äußerst geschickten, von Rabar entwickelten Eröffnungsindex, dem gemäß alle Partien angeordnet wurden. Dieser ursprünglich dreihundertteilige Index (A,D,R; jeweils 00-99) wurden nach dem einsetzenden Erfolg noch etwas verfeinert in 500 Unterkategorien (A,B,C,D,E; 00-99). Gemäß dem logischen Aufbau des Index´ kann es gar keine Lücken geben: falls tatsächlich etwas fehlt, ist es entweder absichtlich als unwichtig weggelassen worden oder es ist eine Neuerung seit der letzten Ausgabe! Die Verteilung innerhalb des Index beruht auf Meisterpartien der 1950/60er Jahre, weshalb manche Eröffnungsvarianten, die erst später populär wurden (A30= Englischer Igel; B33= Siz.-Sweschnikow; B90= Najdorf 6.Le3; D15= a6-Slawisch) in einem kleinen Indizee zusammengepresst sind, während andere Indexbereiche (C30-39= Königsgambit; D60-69= Orthodoxes Damengambit) in der heutigen Meisterpraxis kaum noch vorkommen. - Irgendwann wurde mal versucht, den Index an paar Stellen (z.B. B10/B11, Caro-Kann-2Springer) zu ändern (d.h. der modernen Meisterpraxis anzupassen); wurde aber schnell wieder aufgegeben, da nur Chaos entstand.
Die Informatoren sind ja klassifizierte Sammlungen von symbolisch kommentierten Partie und verwiesen bei Neuerungen auf frühere Ausgaben (d.h. bei Partie 171 in Informator 26 stand bei der Neuerung im 17.Zug, daß dies eine Abweichung von Partie 356 aus Informator 11 wäre). Wer eine Variante richtig anhand eines Informators studieren wollte, mußte also eigentlich auch alle früheren Ausgaben besitzen und zur Hand haben. Es heißt, daß Kortschnoi 1981 mit 5 Koffern zum WM-Kampf gegen Karpow nach Meran gefahren sei: ein Koffer mit Kleidung, drei mit Informatoren und einer mit sonstigen Schachbüchern...
Nun, um das ganze etwas übersichtlicher zu gestalten (und um Geld zu verdienen) brachte der Sahovski-Verlag schließlich die Eröffnungsenzyklopädien heraus, in denen alle bis dahin veröffentlichten Informator-Partien (und noch paar andere dazu) entsprechend den Eröffnungskennziffern tabellarisch angeordnet und bewertet wurden.
Jeder dieser fünf dicken Bände A-E (450-680 Seiten) beginnt mit einer Legende, in der die ca. 50 Informatorzeichen mehrsprachig (serbokroatisch, englisch, russisch, deutsch, französisch, spanisch, schwedisch, italienisch, chinesisch, arabisch; eine dieser Sprachen sollte der Leser beherrschen) erklärt sind. Der Theorieteil hat dann zu jedem der 100 Unterschlüssel eine Klassifikationsstellung als Diagramm und ansonsten seitenweise nur Tabellen mit endlosen Fußnoten, alles in Kurznotation mit Symbolen. Für den Außerstehenden sieht das ziemlich wirr bis abstoßend aus, aber wenn man sich erstmal bißchen in die Hyroglyphen "eingelesen" hat, ist es richtig spannend!
Nun muß man die Informator-Partien nur noch bis zur aktuellen Ausgabe der jeweiligen Enzyklopädie "zurückarbeiten". Oder aber, man hat ganz unabhängig von den Partien eine umfassende Eröffnungsübersicht mit allen wichtigen Untervarianten einer Eröffnung, ohne daß die Darstellung im Repertoiresinne gestrafft wäre. Bei jeder einzelnen Variante, die in irgendeinem Eröffnungsbuch abgehandelt wird, ist man vielleicht mit dem Eröffnungsbuch (sprachliche Kommentare, Repertoirevorschläge) besser beraten als mit der Enzyklopädie. Aber wo findet man schon den gesamten Königsinder, das gesamte Damengambit oder alle Sizilianisch-Varianten für Weiß und Schwarz objektiv abgehandelt in einem Buch (bzw. in einem der fünf Bände)? Man kann zwar auch einzelne Varianten sehr gut mit der Enzy studieren, ich schätze sie aber vor allem als Überblick bei Systemen, die ich noch nie gespielt habe.
Zur Zeit sind folgende Bände erhältlich (neu je €28-37!):
ECO A (4.Aufl. 1999): Seltenes, Reti, Englisch, Altindisch, Benoni, Holländisch
ECO B (4.Aufl. 2002): Sizilianisch, Caro-Kann, Pirc, Modern, Aljechin, Skandinavisch
ECO C (5.Aufl. 2006): Französisch, Offene Spiele
ECO D (4.Aufl. 2004): Damenbauernspiele, Slawisch, Damengambit, Grünfeld
ECO E (4.Aufl. 2008): Katalanisch, Damenindisch, Nimzoindisch, Königsindisch
Wie man sieht, werden die Bände seit den 1970ern nur nach und nach aktualisiert, topaktuell ist eigentlich immer nur ein Band, die anderen sollte man halt mit den Informatoren (oder Chessbase, NiC, TWIC) nacharbeiten, wenn man sehr tief in aktuelle Eröffnungsdiskussionen einsteigen will. Andererseits kann man sehr leicht nachschlagen, warum irgendwelche scheinbar natürlichen Untersysteme seit Jahren nicht mehr in der Meisterpraxis vorkommen.
In die typischen Zugumstellungen muß man sich auch erstmal reinarbeiten: aus dem Königsinder kann noch Modernes Benoni oder Siz-Maroczy werden (E -> A,B), aus Caro-Kann-Panov noch Damengambit, Grünfeld oder Nimzoindisch (B -> D,E) usw., folglich braucht man eigentlich auch 3 oder 4 oder besser alle Bände, auch wenn das eigene Repertoire anfangs in einen einzigen oder zwei zu passen scheint. Ist natürlich nicht ganz billig ...
Und man muß sich natürlich bewußt sein, daß es sich um hochklassiges Material für Experten und Meister (etwa ab 2000 aufwärts ?!) handelt. Zum einen werden keine grundsätzlichen Pläne mehr erklärt, zum anderen fallen viele "minderwertige", in Amateurkreisen durchaus beliebte Spielweisen einfach unter den Tisch oder werden nur in zwei Zeilen in einer 10-zügigen Variante abgehandelt. Nach dem Motto: "Wenn eine Variante in den letzten 100.000 Großmeisterpartien nicht vorkam, so ist das Beweis genug - wer zu schwach ist, um Blackmar-Diemer ohne besondere Vorbereitung am Brett zu widerlegen, kaufe doch bitte andere Bücher".
Nun gut, ich benutze die Enzyklopädien trotz Megabase und zahlreicher Monographien immer noch gerne, vor allem zu Übersichtszwecken, um mir erstmal das analytische Grundgerüst eines Eröffnungskomplexes zu erarbeiten; anschließend kann ich mich immer noch in den Datenbanken oder in spezielleren Repertoirebüchern updaten.
Inzwischen gibt es die Enzy auch im elektronischen Format, dann kann man (mit viel Arbeit!) die Tabellen durch zusätzliche Partien selbst aktualisieren. Allerdings muß man m.E. selbst ein sehr starker Schachspieler sein, um dabei die Arbeit der Sahovski-Redaktion (früher starke GMs, jetzt immer noch starke IMs) nicht zu verschlimmbessern. Außerdem arbeite ich lieber mit Büchern.
Es gibt (bzw. gab) auch eine (mehrbändige) Enzyklopädie der Schachendspiele (ECE) bzw. eine Anthologie der Schachkombinationen, in denen die Informator-Partien in Hinsicht auf Endspieltheorie bzw. kombinatorisch verwurstet wurden. Diese Produkte waren aber längst nicht so erfolgreich wie die Eröffnungs-Enzyklopädie.
Und es gibt auch ´ne (einbändige) Kleine Eröffnungs-Enzyklopädie von Sahovski, in der die fünf Originalbände zusammengekürzt wurden und die inzwischen auch veraltet ist.
* * * * * * * *
Und genug Nachahmer gibt es natürlich auch, wobei die serbischen Patentanwälte immer darauf achten, daß deren Klassifizierungssysteme dem ECO-Code und der ECO-Symbolik nicht zu nahe kommen!
Die New-in-Chess-Jahrbücher sahen als Partiesammlungen den Informatoren/Enzys ziemlich ähnlich, präsentieren seit paar Jahren das Material aber artikelweise zu mehreren Schwerpunktthemen und haben auch einen eigenen NiC-Index, der sich allerdings nie recht durchgesetzt hat.
Das englische Batsford Chess Openings ist bzw. war ein Produkt des jungen Kasparow, der zusammen mit seinem Geschäftsfreund Keene auch bißchen Geld machen wollte und seinen Namen hergab.
Auch englisch ist bzw. war die NCO (Nunn´s Chess Openings) von 1999, damals vielleicht der beste Einbänder, zumindest die Übersichten waren sprachlich. In manchen Abspiele nicht mehr sehr aktuell für 2000+-Spieler, aber immer noch gut, wird wohl leider nicht wieder aufgelegt.
Aus Amerika kommt seit den 1950ern die einbändige MCO (Modern Chess Openings), zuletzt bearbeitet von GM Nick de Firmian (z.Z. in der 15. Auflage ?). Wendet sich eher an Klubspielerniveau (1500-1900?): Offene Spiele, Gambits usw. werden etwas breiter behandelt und auch sprachlich erläutert, dafür kommen die geschlossenen Spiele und alles Strategische doch etwas sehr kurz (halt amerikanisch)
Die russischen Dinger von Kalinitschenko kenne ich nicht, nur Schachfreunde, die darauf schimpfen.
Die relativ neuen Einbänder von Kallai oder Collins haben eher einführenden Charakter; ich vermag aber nicht zu beurteilen, für welche Spielstärken die geeignet sind. Gleiches gilt für die Chessbase-DVDs von Luther/Moser.
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So, ich denke das reicht erstmal, noch Fragen?
tracke
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12.11.2008, 13:28
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Forumsprofi
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Danke erstmal für diesen kurz gehaltenen Kommentar 
Aber es gibt noch eine Frage mit retorischem Charakter. Das heißt eigentlich die enzy ist für mich nicht der Knaller, ich sollte mir eher Bücher von den einzelnen Eröffnungen kaufen, deren Theorie ich meine verstanden zu haben oder?!
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12.11.2008, 20:13
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Jupp - und (zumindest für mich war das so) ein paar Außenstehende (die möglichst stark sein sollten) verstehen oft viel besser, welche Stellungstypen Du gut behandelst - und welche man mit inkompatiblen Plänen "quält".
Ich bin so nach 15 Jahren d'raufgekommen, dass mir mein gesamtes Repertoire überhaupt nicht "passt".
- und hab' meine ganzen Wahnsinnsgambits über Bord geworfen - und auf sehr ruhige, zum Teil richtig zähe Eröffnungen umgestellt. Für mich selbst überraschend war z.B. dass ich in Stellungen mit "verzahntem" Zentrum (ala Franz. Vorstoß) für beide Seiten "vernünftige" Pläne entwarf (obwohl ich meinte, die Stellungen nicht leiden zu können, und zu mißhandeln).
Sehr hilfreich sind Schachvideos, in denen (i.d.Regel ein GM) in 3-4 Stunden die allg. Pläne seiner (das ist, denke ich sehr wichtig, wenn er sie nicht selber spielt - Hände weg) Eröffnung darlegt.
Wenn man eine Eröffnung "versteht", ist das Theorie pauken auf ein Minimum reduziert.
Ich bin bei der nachträglichen Analyse oft draufgekommen, noch viele Züge nach "Out of book" auf den Spuren der Super-GMs gewandelt zu sein (was ein gutes Zeichen ist, denke ich). Dass ich die Stellungen dann gegen ganz Starke (das beginnt für mich so bei 2350+) meist nicht zusammen halten kann, steht auf einem anderen Blatt.
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13.11.2008, 16:32
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Garry des Forums
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Zunächst eine Korrektur: Die aktuelle vierte Auflage der Enzy A erschien 2001 (und nicht 1999).
Band A wäre auch mein Kandidat für die nächste Neuauflage, hier hat sich in vielen Systemen theoretisch einiges getan (z.B Anti-Grünfeld, Englisch mit 2.g3, Ld6-Stonewall). Bin allerdings gespannt, ob von Sahovski noch viel als Printversion erscheint.
Übrigens gab es in den 1990ern auch Eröffnungs-Monographien von Sahovski, ca. 20 verschiedene zu je einem der 500 Unterindizee. Die waren auch sprachlos in Tabellenform, aber sehr tief ausgearbeitet.
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Die allermeisten Schachfreunde im Bereich 1500-2100 sind (sofern sie überhaupt etwas tun wollen, aber keinen persönlichen Trainer haben) bestimmt am besten beraten, wenn sie ihre Eröffnungsvarianten anhand der üblichen Repertoirebücher mit ausführlichen sprachlichen Erläuterungen studieren (z.B. die Starting-Out-Reihe von Everyman).
Man muß sich allerdings klarmachen, daß diese Bücher auch nicht perfekt sind: Verlag und Autor stehen unter wirtschaftlichem/zeitlichen Druck, der IM/GM-Autor analysiert auch nicht perfekt oder hat Quellen übersehen, die Repertoireauswahl der Untersysteme entspricht nicht dem Geschmack des Käufers/Lesers, eine gewisse Seitenzahl soll erreicht werden, die Analysen sollen locker&leicht&lesbar&motivierend dargestellt werden, usw. Durch all diese Punkte schleichen sich natürlich Ungenauigkeiten und Auslassungen hinein, die man umso stärker wahrnimmt, je stärker man selber ist. Und richtig starke Spieler wollen sowieso in harter Arbeit alles selbst noch mal analysieren, bevor sie die Variante spielen, verzichten dann lieber auf sprachliche Kommentare von Eröffnungsbuchschreiberlingen und arbeiten nur mit Partien, bzw. nur mit Kommentaren von Spitzenspielern, wie man sie eben in hochwertigen Schachzeitungen oder aber in Informatoren/Enzys findet.
Es ist aber bestimmt sinnvoll, sich zusätzlich eine Eröffnungsübersicht zu besorgen (wenn man das Geld dafür übrighat): Man sieht mal, mit was für Varianten man mit seinem eigenen Repertoire rechnen muß, auch wenn man das noch nie vorgesetzt bekommen hat, weil im unmittelbaren schachlichen Umfeld niemand so spielt.
Überhaupt sieht man mal, was es so alles gibt! Auch wenn man nicht alles ausprobieren kann, so kann man manche Idee aus eigentlich fremden Eröffnungen manchmal in eigenen Partien anwenden (dies ist ungefähr das, was John Watson "cross-pollination" nennt).
Und man wird auch flexibler darin, inwieweit man den Empfehlungen eines Repertoirebuches folgt. Stell Dir vor, Du willst mit Schwarz Königsindisch spielen und suchst was gegen die Fianchettovariante - da hat Schwarz so 5-10 grundsätzliche Aufbauten zur Verfügung, die sich (unterhalb des Top-Niveaus) qualitativ kaum voneinander unterscheiden, in den halbwegs aktuellen Schwarzbüchern findet man aber meist nur Pannos ...Sc6 oder Gallaghers ...a6. Wenn einem das beides nicht gefällt oder wenn man aufgrund der eigenen speziellen Zugfolge (z.B. 1.e4 g6 2.d4 c6 3.g3 Lg7 4.Lg2 d6 5.c4 etc.) einfach ein anderes Subsystem braucht, so ist man ohne Enzy o.ä. etwas aufgeschmissen, wenn man erstmal eine (schon leicht bewertende) Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten haben möchte; da nützt auch die schönste Datenbank nicht viel, solange man sich nicht einer doch etwas dubiosen Statistik ausliefern möchte.
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Noch bißchen was zu Angies Post:
Es ist richtig, daß man seinen eigenen Stil (und dazu passende Eröffnungen!) erst finden muß! Und daß man sich über seinen eigenen optimalen Stil oft ganz gewaltig täuscht! Ein Trainer (oder zumindest ein wesentlich stärkerer Spieler, +200 Minimum) kann daher oft besser weiterhelfen. Leider verstehen sich die meisten Vereinsspieler 1600-1900 als "attacking players" und ignorieren Ratschläge stärkerer Vereinskollegen, ihre Angriffe mal etwas positionell fundierter aufzubauen, weil sie das als Geschmacksfrage ansehen und nicht als Frage der Spielqualität. Einen Spielstil kann man aber natürlich erst entwickeln, wenn man ein gewisses technisches Niveau von Schach als Strategiespiel erreicht hat (~1900?); vorher und ansonsten hat man keinen positiv zu verstehenden Stil sondern höchstens ein typisches Fehlerspektrum.
Ich fand es interessant, daß die Marke "2350" für "ganz Starke" erwähnt wurde. Ziemlich genau dort sehe nämlich auch ich die "Meister-Grenze", also den Anfang der Schachfreunde, die das Spiel in all seinen Facetten wirklich meistern. Natürlich gibt es ab 2300 den FM-Titel (über MK-, NM- und die weiblichen Titel schweige ich lieber ganz) und selbst wenn man von den IMs absieht, die lange Zeit eine wesentlich höhere Elo hatten und erst im Alter abfielen, gibt es auch einige wenige "2320-IMs", die nur mal ganz kurz einen Ausrutscher nach oben hatten (etwa nach einem Budapest-Besuch). Ich habe aber bei den allermeisten Spielern ~2280-2330 den Eindruck, daß diese im Prinzip auf dem gleichen Level spielen wie die Leute mit 2100++ und auch immer noch Lücken haben, sie bringen ihr Verständnis nur etwas stärker auf´s Brett, haben mehr Zeit in eine bißchen bessere Ausarbeitung ihres Repertoires investiert oder einfach Glück gehabt mit ihren Turnieren - Nun gut, so ungefähr ...
tracke
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14.11.2008, 14:11
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Kenner
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Weimar
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Zitat:
Zitat von tracke
speziellen Zugfolge (z.B. 1.e4 g6 2.d4 c6 3.g3 Lg7 4.Lg2 d6 5.c4 etc.)
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Ein Spieler mit 2. - c6 spielt 4. -d5!? 
Zitat:
Zitat von tracke
Ich fand es interessant, daß die Marke "2350" für "ganz Starke" erwähnt wurde. Ziemlich genau dort sehe nämlich auch ich die "Meister-Grenze", also den Anfang der Schachfreunde, die das Spiel in all seinen Facetten wirklich meistern. Natürlich gibt es ab 2300 den FM-Titel (über MK-, NM- und die weiblichen Titel schweige ich lieber ganz) und selbst wenn man von den IMs absieht, die lange Zeit eine wesentlich höhere Elo hatten und erst im Alter abfielen, gibt es auch einige wenige "2320-IMs", die nur mal ganz kurz einen Ausrutscher nach oben hatten (etwa nach einem Budapest-Besuch). Ich habe aber bei den allermeisten Spielern ~2280-2330 den Eindruck, daß diese im Prinzip auf dem gleichen Level spielen wie die Leute mit 2100++ und auch immer noch Lücken haben, sie bringen ihr Verständnis nur etwas stärker auf´s Brett, haben mehr Zeit in eine bißchen bessere Ausarbeitung ihres Repertoires investiert oder einfach Glück gehabt mit ihren Turnieren -
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Das hört sich ja sehr persönlich an.
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15.11.2008, 15:11
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Garry des Forums
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Hallo Grinsekatze,
was den ersten Punkt angeht, so hast Du hoffentlich verstanden, worum es mir ging: daß man aufgrund persönlicher Vorlieben oder aufgrund des eigenen Repertoires manchmal noch andere Varianten benötigt als in Repertoirebüchern vorgeschlagene. Und daß dazu eine umfassendere Eröffnungsübersicht wie die Enyklopädie sehr nützlich bzw. sogar notwendig ist. Daß man (schachlich) bessere Beispiele findet meine vorgeschlagene Zugfolge, mag sein. Darum ging es nicht. Und außerdem spiele ich selbst sowieso kein Königsindisch.
Bezüglich des zweiten Punktes und meiner persönlichen Betroffenheit möchte ich zuerst anmerken, daß ich das Thema ja nicht begonnen habe. Zweitens beschäftige ich mich natürlich vor allem mit den schachlichen Themen, die mich interessieren, die mir nützen oder zu denen ich für andere etwas Kompetentes beisteuern kann. Mit Themen wie Anfängerunterricht oder Kunst im Schach beschäftige ich mich hier im Forum ja auch kaum. Sondern eher mit Problemen meines eigenen Spielniveaus sowie dem darunter und dem darüber.
Und dabei sollte man eben beachten, daß es für jeden Spielstärkelevel andere typische Spielweisen und andere typische Fehler gibt: Wenn man sich nicht nur immer einzelne Partien anguckt, sondern das Ganze betrachtet, dann gewinnt ein 1800er eben anders gegen einen 1500er als ein 1500er gegen einen 1200er gewinnt, und ganz anders als ein 2400er gegen einen 2100er oder ein 2700er gegen einen 2400er gewinnt (für letzteres kann ich tatsächlich nicht auf meine eigene Erfahrung verweisen)! Entsprechend verbessert man sich auf einem Level (die sind natürlich nicht millimetergenau abzugrenzen bzw. durch Ratingzahlen einzuzäunen) erstmal dadurch, daß man seine "Brettsicht" verbessert bzw. überhaupt erst gewinnt. Auf einem weiteren Level ist taktische Verbesserung besonders wichtig. Später das Verständnis von Bauernstrukturen, des dynamischen Spiels, des Übergangs EÖ/Mittelspiel, noch später (angeblich GM/IM-Grenze, da bin ich noch nicht und komme wohl auch nicht mehr dahin) des Übergang Mittelspiel/Endspiels. Natürlich ist immer alles wichtig, aber diese eindeutigen Tendenzen gibt es. Wie groß man diese Level faßt und wie genau man einen Spieler zuordnen kann, ist natürlich keine exakte Naturwissenschaft, aber das Level-Konzept ist durchaus sinnvoll und wird auch von faßt allen Tainern benützt, natürlich nicht immer expressis verbis und häufig in einer anderen Begrifflichkeit.
Worum es jetzt geht ist, daß der Mensch meist linear denkt und genauso weiterzukommen will wie er bisher erfolgreich war. Dabei macht man aber oft den Fehler, daß man auf seinem eigenen Level weiterkommen, obwohl man dieses eigentlich schon "ausgereizt" hat und eigentlich besser auf das nächste Level (genauer: auf den Anfang des nächsten Levels) wechseln müßte!
Beispiel: auf 1500-1900-Level (meinetwegen auch 1613-1932-Level, so genau kann man/ich das nicht sagen) hat man bereits die Brettsicht, kennt die wichtigsten Endspiele und kann einen großen Materialvorteil relativ sicher verwerten. Dort macht man am besten/schnellsten Fortschritte, wenn man vor allem intensiv Taktik übt und seine aktiven und scharfen Hauptvarianten (oft auf Konter ausgerichtet) gut kennt. Irgendwann (das kann bei 1750 sein oder bei 1940) kommt man so aber nicht mehr weiter. Dann ist es nötig, auf das nächste Level zu springen: Das Repertoire bezüglich Nebenvarianten und Zugumstellungen auszuarbeiten, Bauernstrukturen zu studieren oder die Spielweise der Stellung anzupassen (nicht nur zu kontern, sondern auch mal verteidigen oder auch selbst das Spiel machen und die Initiative festhalten). Noch vereinfachter gesagt hat ein 1850er die Wahl, entweder sich weiterhin im 1500-1900er-Level zu verbessern oder aber umzusteigen aufs 1800-2200er-Level, beim Sprung erstmal 20 Ratingpunkte zu verlieren, dann aber eine gute Perspektive zu haben! Die meisten entscheiden sich halt für die erste Möglichkeit, weil sie nichts anderes kennen und gegenüber Büchern und stärkeren Spielern eh mißtrauisch sind. Und weil der Level-Wechsel oft mit einem kurzfristigen Ratingverlust, mit Arbeit und dem Abschied vonn manchem Liebgewonnenen ("funzige"Eröffnungen!) verbunden ist. Und außerdem, man steigert sich ja immer noch aufgrund der Erfahrung, wenn auch immer langsamer und langsamer.
Anmerkung: Es ist interesant, einmal Kreuztabellen von Schachturnieren (auch Blitz oder Schnellschach) zu betrachten (bei der die Spieler nach erzielter Punktzahl geordnet sind), und dabei nicht nur auf die Gesamtpunktzahl einzelner Spieler zu achten sondern auch auf die Verteilung ihrer Punkte! Spieler, "die ihr Level ausgereizt haben", haben tendenziell gegen alle schwächeren Spieler gewonnen, gegen die Starken aber durchweg verloren (obwohl sie nicht verstanden haben, warum sie überspielt wurden). Solch eine Spieler hat etwa folgende Reihe: 0000=0000X1==1111111 . Ein anderer Spieler, etwa genauso stark, aber auf einem höheren Level und dort noch unten, sieht so aus: 01==1001=X0==110011 (Wenn ich das jetzt richtig gemacht habe, haben beide 9,5Punkte aus 19 Partien, aber es liegen Welten zwischen ihren Leveln).
Okay, ich hoffe der Punkt ist klargeworden. Man sollte das Level-Konzept (oder wie immer man das nennt) nicht übertreiben und zu genau zu viel hineininterpretieren, aber es ist eine ziemlich sinnvolle Betrachtungsweise.
Um auf den vorherigen Post zurückzukommen: von mir als 2200er gesehen erkenne ich viele 2201-2320er als zum selben Level gehörig, aber danach kommt irgendwann eine echte Grenze. Und natürlich sehe ich auch paar 2140er oder gar 2090er (starke Jugendliche halt), die leider im Level schon über mir liegen und mich bald auch ratingmäßig eingeholt haben werden. Das ist für mich kein Problem (und für andere kein Grund zum blöden Grinsen).
Wer solche Überlegungen für puren Blödsinn hält, bitte sehr, meinetwegen. Aber er soll sich nicht wundern, wenn er selbst trotz starker Motivation und allen Anstrengungen selbst nicht mehr richtig weiterkommt,obwohl er doch genauso trainiert wie früher auch und noch mehr...
tracke
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17.11.2008, 11:53
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Kenner
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Zitat:
Zitat von tracke
was den ersten Punkt angeht, so hast Du hoffentlich verstanden, worum es mir ging:
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klar.
Als Schwarzer liebäugel ich seit langem mit einer Universalentgegnung. Von daher sprach mich dein Beispiel an.
(2.-Lg7 ist genauer. Aber c6+d5 kann manchmal gut sein.)  bedeutet hier großes Lächeln.  ist dir also lieber.  wäre fieses grinsen gewesen.
Zitat:
Zitat von tracke
Anmerkung: Es ist interesant, einmal Kreuztabellen von Schachturnieren (auch Blitz oder Schnellschach) zu betrachten (bei der die Spieler nach erzielter Punktzahl geordnet sind), und dabei nicht nur auf die Gesamtpunktzahl einzelner Spieler zu achten sondern auch auf die Verteilung ihrer Punkte! Spieler, "die ihr Level ausgereizt haben", haben tendenziell gegen alle schwächeren Spieler gewonnen, gegen die Starken aber durchweg verloren (obwohl sie nicht verstanden haben, warum sie überspielt wurden). Solch eine Spieler hat etwa folgende Reihe: 0000=0000X1==1111111 . Ein anderer Spieler, etwa genauso stark, aber auf einem höheren Level und dort noch unten, sieht so aus: 01==1001=X0==110011 (Wenn ich das jetzt richtig gemacht habe, haben beide 9,5Punkte aus 19 Partien, aber es liegen Welten zwischen ihren Leveln).
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Ich lese heraus das beide Spieler im selben Turnier spielen.
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04.11.2009, 11:48
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Garry des Forums
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Zitat:
Zitat von tracke
[...]Und es gibt auch ´ne (einbändige) Kleine Eröffnungs-Enzyklopädie von Sahovski, in der die fünf Originalbände zusammengekürzt wurden und die inzwischen auch veraltet ist.[...]
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Nun, der Sahovski-Verlag hat für Jahresbeginn 2010 eine dritte, starkbearbeitete Neuauflage der Kleinen Eröffnungs-Enzyklopädie angekündigt!
Unter www.chesscafe.com kann man sich im Beitrag " Informant@ChessCafe.Com" vom 24.Oktober (runterscrollen) mal angucken, wie sowas aussieht - als Beispiel in der Vorabveröffentlichung dient der Klassische Königsinder (bzw. ein Teil desselben: E97, Diagramm 1 zeigt die definierende Schlüsselstellung):
Oben der ECO-Code, dann die Tabelle mit drei bewerteten (Haupt-)Varianten, anschließend die Fußnoten mit Nebenvarianten und Partieverweisen. (Im Endprodukt fehlen dann die Diagramme; die sprachlich umschriebenen Bewertungen sind dann symbolisiert, also "=" statt "equal" usw.; insgesamt dann etwa eine Seite für jeden der 500 Codes)
Der Preis wird wohl so bei 30€ liegen.
Interessierte sollten sich meine obigen Posts (vor allem #2 & #5) nochmal durchlesen, um Vor- und Nachteile einschätzen zu können. Ich denke aber, daß die Kleine EÖ-Enzyklopädie eine sehr gute (weil komplette und an Meisterpraxis orientierte) Darstellung von moderner Hauptvarianten-Theorie ist. Allerdings muß man mit solch einer Literatur selbstständig umgehen können und dazu schon über ein gewisses Grundwissen (und Grundverständnis!) in Eröffnungstheorie verfügen. Insofern dürfte (für Spieler 1700+?!) diese Kleine Eröffnungsenzyklopädie eine gute Ergänzung z.B. zur neulich erschienenen FCO sein. Dort Übersicht, Erklärungen und häufige Zugumstellungen, hier deutlich mehr harte Theorie!
tracke PS: Das Beispiel im ChessCafe-Artikel zeigt übrigens nicht den ganzen Code E97 sondern nur etwa ein Viertel des Materials zu E97.
Geändert von tracke (05.11.2009 um 08:33 Uhr)
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04.11.2009, 12:53
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Totaler Kenner
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Ich finde es auch sehr wichtig, eine solche Eröffnungsübersicht als Nachschlagewerk parat zu haben. Seit ein paar Jahren besitze ich "Nunn's Chess Openings" und fahre gut damit. Dann meinte ich kürzlich, etwas aktuelles kaufen zu müssen, wobei momentan nur die in diesem Jahr erschienene 15. Auflage von "Modern Chess Openings" erhältlich ist. Ist etwas ungewohnt aber bietet zumindest mal mit ein bisschen Text und relativ wenigen Varianten je Tabelle einen übersichtlicheren Einblick, wenngleich die Tabelle um 90° gegenüber der üblichen Darstellung gedreht ist und die Fußnoten von a bis z und dann weiter mit aa bb cc usw. gehen, normal sind Zahlen.
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04.11.2009, 12:55
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Totaler Kenner
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Nebenbemerkung; als Hobbypatzer habe ich vom Informator nur die "640 Best - 64 Golden Games" im Bestand. Eine an sich sehr schöne Partiensammlung und Repräsentation des Informators bis 1996, ABER: Diese komprimierte Notation ohne x bei Schlagzügen und ohne + bei Schachgeboten ist für mich persönlich schwer erträglich. Vielleicht geht es anderen ähnlich. Nach dem Chesscafe-Artikel zu urteilen, dürfte sich daran nichts geändert haben.
Trotz der unbestrittenen inhaltlichen Qualität ist das in Zeiten des Onlineshoppings vielleicht ein nützlicher Hinweis, da ja nicht unbedingt jeder der so ein Buch in Betracht zieht, schon in einem Informator geblättert haben muß.
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03.12.2009, 20:51
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Sehr Aktiver
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Erst einmal finde ich das gutes schach erst ab 2500 anfängt. ja ich finde man muß sein hauptaugenmerk auf takrik leben bis man 2100 erreicht dann macht man die größten fortscnritte mit büchern über positionelles schach, damit hatte ich immer probleme aber mache jetzt riesensprünge. eröffnungen zu lermen sind bis 2400 -2500 nicht ganz so wichtig, außer um zu sehen welche einem spaß macht und einem. man kriegt durcg die pläne auch neue ideen und weiß auf was zu spielen sich lohnt. ich glaube auch das man ab 2000 auch keine verbesserungen mehr im übergang zum endspiel machen kann. desweitweiteren finder ich dash die starting out reihe ein witz ist zumindestens, dash bucharest über slawisch was da drinn steht lernt man schon beim zuschaun. desweiteren ist es auch interessant das ich jetzt wo ich 2000 überschritten habe sachen alleine durchs zuschaun üerne, die ich vorher nicht mal mit ausführlichen erklärungen verstanden habe. ach ja toller bericht über den informator kannst du vielleicbt die ausgabe über endspiele und kombinationen bittr näher beschreiben ? ausserdem sollte man darüber nachdenken dash ssid nur ganz wenige bill gates aber tausende gms gibt, ich glaube das ist ein teufelskreis´, schwächere meister werden groß und öffnen die tür für noch mehr scnwächere, wie kann man da einen fm noch ernst nehmen? ps habt die partie gm gritz gegen gm christiansen gesehen? da hat christiansen einen 2700 gm besiegt die jeder 1800er intuitive spielen kann, eröffnungen sind wirklich nicht so wichtig ausser als entschuldigung für ims und fms warum sie keine gms sind.com
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06.12.2009, 01:10
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Echter Kenner
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Registriert seit: 04.2006
Beiträge: 142
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Zitat:
Zitat von tracke
der eigenen speziellen Zugfolge (z.B. 1.e4 g6 2.d4 c6 3.g3 Lg7 4.Lg2 d6 5.c4 etc.)
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Zitat:
Zitat von Goethe
Ein Spieler mit 2. - c6 spielt 4. -d5!?
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Zitat:
Zitat von Goethe
(2.-Lg7 ist genauer. Aber c6+d5 kann manchmal gut sein.)
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Sagen wir mal 2. ... Lg7 ist neutraler.
Und falls d5 ruhig gleich 3. ... d5.
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