Wenn man es nicht ganz so wissenschaftlich sondern etwas leichter mag, gibt es noch eine Alternative in
Chess Openings for White, Explained
von Alburt, Dzindzichashvili, Perelshteyn
Verlag ChessInfo&Research (
USA), 2006, ~€30
Ein komplettes 1.e4-Repertoire mit
- Schottisches Gambit inkl. Überleitungen zu Italienisch oder Preussisch
- Russisch, Philidor, Lettisch,...
- Sizilianisch Grand-Prix-Angriff
- Französisch 3.Sc3
- Caro-Kann Abtauschsystem
- Aljechin Abtauschsystem
- ...
Ein schon relativ ambitioniertes und aktives Repertoire für schon leicht Fortgeschrittene (1600-2000?), das vorgibt perfekt zu sein, aber leider nur ziemlich gut ist. Viele(!!) Diagramme, man braucht kein Brett zum Lesen. Einspaltiger Satz, viel Wiederholung und Eigenlob (ein europäischer Verlag hätte die 550 Seiten ohne Informationsverlust auf 180 gedruckt). Typisch amerikanisch, aber doch sehr brauchbar. Einige Passagen sind zum Totlachen übertrieben: weil GM Dzindzi in den 1980ern paar Tage mit Kortschnoi zusammengearbeitet hat, behauptet er, seit 4 jahrzehnten der weltbeste Eröffnungstheoretiker zu sein.
Selbst wenn man nicht allen Empfehlungen folgt, findet man für sein eigenes Repertoire doch immer etwas Interessantes in den Analysen.
tracke