Zitat:
Zitat von Starfox
Reines Interesse: Du spielst 1.e4 und überall die Hauptvarianten
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Mit einigen wenigen Ausnahmen ja.
Zitat:
Zitat von Starfox
+ wenn du "klassisch" spielst offenbar auch 1. ... e5 bzw 1. ... d5
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Gegen 1. d4 spiele ich Damen- bzw. Nimzowitschindisch. Sehr nahe an den Hauptvarianten, jedoch nicht immer genau wie diese. Beispielsweise weiche ich im Dameninder, wenn es soweit kommt, 12. ... f5 anstatt Tc8 seitdem ich an
diesem Spiel teilgenommen habe. Auch im Nimzoinder gibt es einige wenige Abweichungen.
Gegen 1. e4 spiele ich Shveshnikov, das ist schon mal nicht ganz klassisch, zumal man da häufig hinter einen einzelnen Bauern rochiert, aber ich konnte dem, als ich mich mal mit dieser Eröffnung befasst habe, nicht wiederstehen.
Einzig gegen Alapin spiele ich 1. ... b6. Sozusagen als Rache, dass sie sich um die Hauptvariante herummogeln und an meinen Theoriekentnisse vorbeischleichen.^^
Gibt auch noch einige andere Abweichung, zum Beispiel im offenen Spanier, aber ansonsten spiele ich schon in der Regel Hauptvarianten.
Zitat:
Zitat von Starfox
Wirst du von dem Theoriewulst nicht erschlagen? :-/
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Nein, denn ich bin ein sehr theoretischer Schachspieler und mein Wissen reicht weit über meine Spielstärke hinaus.^^ Ich habe wohl auch ein leicht überdurchschnittliches Gedächnis, daher kann ich mir die meisten Varianten nachdem ich sie einmal angeschaut habe, schon merken.
Eigentlich ist das schlecht, wenn einer so theorielastig ist. Wenn einer auf meinem Niveau seine Spielstärke verbessern möchte, sollte er lieber Schachprobleme lösen oder seine taktischen Fähigkeiten anderweitig verbessern. Aber als ich mir dessen einst bewusst wurde und mit dem Theorielernen aufhören wollte, merkte ich, dass es noch einen anderen Grund gab zum Theorie lernen: Weil ich sie einfach schön fand. Ich finde das immer so faszinierend, wie Grossmeister die Eröffnungen spielen und dann einfach alles stimmt. Alle Figuren harmonieren, für jede Schwäche haben sie Kompensation und ein interessantes Spiel ist garantiert. Somit bin ich weiterhin Theorieliebhaber geblieben und lerne weiterhin Varianten, die wahrscheinlich auf meinem Niveau nie über den 5. Zug hinaus aufs Brett kommen werden, da meine Gegner diese Varianten niemals kennen werden.^^
Fazit: Ich bin ein Theoriesuchtie und Theorie kann mich nie erschlagen: Je mehr desto besser!
PS: Mittlerweile habe ich "experts vs the sicilian" entdeckt, was relativ gut sein soll. Kann mir einer etwas über dieses Buch sagen?