Zitat:
Zitat von TAFKABP
@Ali
Kannst Du das konkretisieren?!
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ich hatte gerade ewig viel Wörter als Antwort auf diese Frage geschrieben und war fast fertig, da stürzt mein Computer ab. Ich hoffe du kannst verstehen, dass ich das nun nicht alles wiederhole.
Kurzfassung:
Ich habe früher wenig nachgedacht, sondern immer nur gezogen was nach irgendeinem inneren Empfinden nach, was ich einfach mal Intuition nenne, schön fand. Damit kam ich bis 1800. Dann habe ich eine Facharbeit geschrieben, dabei strukturiert und systematisch an einem Problem gearbeitet und hatte den Eindruck, dass ich so auch Schach spielen müsste. Also habe ich angefangen rational zu spielen. (kurzer Einschub: Als Trainer muss man ja auch so auch so arbeiten, da das Training ansonsten nicht gut funktioniert. Ich meine: Auf die Frage warum etwas gespielt werden sollte, darf man nicht antworten: "Weil ich das irgendwie im Gefühl hatte.") Dadurch wurde ich erstmal schlechter. Aber nun da ich schon etwas länger studiere und dieses systematisch an einem Problem arbeiten tag-täglich mache, hat sich die Umstellung gelohnt.
Meine letzte Leistung war 2028. Bei den Mannschaftswettkämpfen arbeite ich auch gerade an einer 2000er Leistung (momtentan 1971) und das obwohl ich auch nach Aussage meines Mannschaftscaptains 0,5-1 Punkt liegen gelassen habe.
Fazit: Wenn ihr den Eindruck habt, dass ihr auch, wie ich früher, nur oder fast nur intuitiv spielt und nur wenig rechnet, dann versucht euer Schach umzustellen auf rationale Gedanken, Regeln (z.B. Springer am Rand bringt Kummer und Schand) und Berechnungen.
Bei dieser Umstellung hat es mir sehr geholfen, mich intensiv mit einem Thema auseinander zu setzen. Das kann auch was schachliches sein. Ihr könntet zum Beispiel mit einer schriftlichen Ausarbeitung eines Themas, bei der ihr alles mit aufschreibt, was nötig wäre, damit ein anderer das Thema problemlos nachvollziehen kann. Oder auch nochmal eine Nummer schwerer. Ihr macht die Ausarbeitung so, dass ein Schachtrainer mit Hilfe der Ausarbeitung Schachtraining machen könnte. Dann muss man nämlich alles überflüssige weglassen und es so appassen, dass man das Thema innerhalb einer oder zwei Trainingseinheiten mit den Trainierten bearbeiten kann.
Mir ist klar, dass das sehr zeitintensiv ist, aber diese Art des Trainings hat mir sehr geholfen.
MfG
Ali