Zitat:
Zitat von WilhelmH
Was hast du bisher gegen 1.d4 gespielt?
|
Dieser Frage würde ich mich anschließen. Spiel doch einfach das, was Du am besten kennst und auch sonst z.B. gegen einen Fremden spielen würde. Dann bist Du wenigstens mit der Stellung vertraut. Im schlimmsten Fall (das mag jetzt defätistisch klingen) weißt Du dann wenigstens nach der Partie, was Du falsch gemacht hast und wie/wo Du Dich verbessern mußt. Natürlich hat Dein Ex-Trainer ganz gute Chancen gegen Dich, aber das wirst Du mittel- oder gar kurzfristig sowieso nicht ändern können.
Wenn man Schach halbwegs ernsthaft betreibt, sollte man lernen, langfristiger zu denken: das gilt sowohl für die einzelne Partie (vielzügiger Plan statt kurzzügiger Falle) als auch für die Schachkarriere (echter Zuwachs an Verständnis über mehrere Monate/Jahre statt ständiges Improvisieren von Partie zu Partie bzw. von Ratingpunkt zu Ratingpunkt).
Für einzelne Partien neue Eröffnungsvarianten abseits des üblichen Repertoires vorzubereiten, geht meistens schief. Das macht nur Sinn, wenn es sich um eine relativ kurze und forcierte Variante handelt oder wenn das grundsätzliche, strategische Verständnis der Variante schon vorhanden ist (weil man sie früher schon mal gespielt hat).
Ach ja. Jede Partie wird neu aus der Grundstellung gestartet, egal wieviel Partien Ihr vorher schon gespielt habt! Und Dein Ex-Trainer hat vielleicht noch mehr Angst vor der Niederlage als Du ...
tracke