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Schachtraining für alle

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  auf und ab.... Beitrag #1 (permalink)  
Alt 08.04.2006, 16:35
Benutzerbild von ChessmasterJay
ChessmasterJay
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Registriert seit: 02.2006
Beiträge: 191
auf und ab....

Hi, ich habe nen Problem: Bei mir gehts immer auf und ab schachmäßig - auf vielfältige Art und Weise!

-Teilweise theoriehai mit 100Seiten / Tag teilweise 10Seiten/2Tage
-Teilweise total besessen von Eröffnungen + deren Studidum, teilweise total desinterresiert
-Teilweise taktik orientiert, teilweise strategischer, positioneller
-Teilweise spiele ich (für meine Verhältnisse) gutes Schach, teilweise stelle ich einzügig Figuren ein ( )

Mich würde vor allem interresieren, wie ich letzteres abschaffen oder zumindest abschwächen könnte, da es mir langsam aber sicher wirklich gegen den Strich geht mal gegen nen 1400er durch ne 5zügige Kombination zu gewinnen und teilweise gegen nen 900er nen 1zügiges matt zu übersehen bzw herbeizuführen (Bauern, den ich zuvor zum blockieren hingestellt habe weggezogen.. )...
Eben schon wieder 6loss in Folge, bin jetz pissed ( ) aber nich unkonzentriert... glaube ich bzw nicht mehr als sonst beim INternetschach.

Aber das ganze geht auch über längere Zeiträume (dieses auf-und-ab), woran kann das liegen? UNd wie kann ich es verhindern?

Würd nen screen von meiner Blitz-kurve hochladen aber geht nich, hier Eckdaten:

20spiele: 1150
50spiele: 950
100Spiele:1120
150Spiele:1130
200Spiele:1090
300Spiele:1110
310Spiele:1270
320Spiele: 1155
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  auf und ab.... Beitrag #2 (permalink)  
Alt 08.04.2006, 16:54
Ismirdochegal
Aktiver
DWZ/Elo: 1962/2161
 
Registriert seit: 06.2005
Ort: Herne
Beiträge: 36
Hallo ChessmasterJay,

Dein Post hört sich etwas bedenklich an. So halte ich das Studium von 100 Seiten Theorie am Tag doch für sehr, sehr viel. Die anderen Sachen sind mehr oder minder normal bei Spielern deiner Spielstärke und auch noch bei weit stärkeren und erfahrenen Spielern. Ich habe das Gefühl, dass du allgemien etwas unausgeglichen bist und vllt Dinge im Leben vernachlässigst, die weitaus wichtiger sind als Schach.Ich rate dir , ganz ruhig an die Sache ranzugehen, dich nicht mehr als 1-2 Stunden am Tag mit dem schach zu beschäftigen und vllt weniger im Netz zu zocken. Das Studium mit Büchern und die Teilnahme am Vereinsleben können dich eher weiterbringen. Auch die Teilnahme an einem 7-rundigen Open-Turnier mit nachfolgender intensiver Analyse der Partien kann hilfreich sein.
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  auf und ab.... Beitrag #3 (permalink)  
Alt 08.04.2006, 17:15
Benutzerbild von ChessmasterJay
ChessmasterJay
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Registriert seit: 02.2006
Beiträge: 191
hm... ok 100Seiten war vllt doch übertrieben aber 50Seiten könnens schon werden
unausgeglichen bin ich auch, aber woran du das bemerkt hat is mir ein Rätsel, hut ab ^^

Und "nur" 1-2h werdens kaum, ich bin es gewohnt viel Zeit in mein Hobby zu stecken, früher wars Fußball, dann @pc zocken und nun schach.
Weshalb ich (gerne) so viel Zeit investiere ist einfach zu verstehen: Es ist die Art, wie ich schach sehe.
Viele sehen es als Spiel, manche als Sport, manche als Kunst oder WIssenschaft. Ich sehe es in erster Linie als Wettkampf und jede verlorene Partie bringt mich zum kochen ^^

In einem Verein bin ich, in einem VErein mit einer Sektion von Kindern von 7-12 (+mich + nen 16jährigen Kumpel) und ne erwachsenen Sektion mit Männern zwischen 40 und 70, also is sowieso schonmal nicht sooo geil aber das beste, was es hier gibt^^
Und bei nem Open werde ich in naher ZUkunft nicht mitspielen, da eine zu niedrige Erst-DWZ mich sehr aufregen/erregen würde und ich wohl schnell die Lust am Spiel verlieren würde (spiele 2monate) und meinem Kontrahenten nach einer NIederlage... sagen wir mal nicht wohlgesinnt wäre..

Und wegen Nachanalyse: Ich würde mir nie von jemandem, der nicht um EINIGES stärker ist als ich sagen lassen, was ich falsch gemacht habe, da mich sowas wahnsinnig gemacht.



Ob meine Eltern mit mir zu wenig "Mensch ärger dich nicht" gespielt haben lass ich mal außen vor, noch weitere Vorschläge?



€: Ganz so süchtig, wie das nun rüberkommt bin ich aber nicht^^

Geändert von ChessmasterJay (08.04.2006 um 17:35 Uhr)
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Alt 08.04.2006, 20:50
Ralvieh
Aktiver
 
Registriert seit: 02.2006
Beiträge: 42
Wie lange spielst du ernsthaft Schach?
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  auf und ab.... Beitrag #5 (permalink)  
Alt 08.04.2006, 22:55
Benutzerbild von ChessmasterJay
ChessmasterJay
Forumsprofi
 
Registriert seit: 02.2006
Beiträge: 191
1 1/2 Monate

lala 20Zeichen bla
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Alt 08.04.2006, 23:16
Zee4
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
 
Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
Zitat:
Zitat von ChessmasterJay
hm... ok 100Seiten war vllt doch übertrieben aber 50Seiten könnens schon werden
unausgeglichen bin ich auch, aber woran du das bemerkt hat is mir ein Rätsel, hut ab ^^

Und "nur" 1-2h werdens kaum, ich bin es gewohnt viel Zeit in mein Hobby zu stecken, früher wars Fußball, dann @pc zocken und nun schach.
Weshalb ich (gerne) so viel Zeit investiere ist einfach zu verstehen: Es ist die Art, wie ich schach sehe.
Viele sehen es als Spiel, manche als Sport, manche als Kunst oder WIssenschaft. Ich sehe es in erster Linie als Wettkampf und jede verlorene Partie bringt mich zum kochen ^^

In einem Verein bin ich, in einem VErein mit einer Sektion von Kindern von 7-12 (+mich + nen 16jährigen Kumpel) und ne erwachsenen Sektion mit Männern zwischen 40 und 70, also is sowieso schonmal nicht sooo geil aber das beste, was es hier gibt^^
Und bei nem Open werde ich in naher ZUkunft nicht mitspielen, da eine zu niedrige Erst-DWZ mich sehr aufregen/erregen würde und ich wohl schnell die Lust am Spiel verlieren würde (spiele 2monate) und meinem Kontrahenten nach einer NIederlage... sagen wir mal nicht wohlgesinnt wäre..

Und wegen Nachanalyse: Ich würde mir nie von jemandem, der nicht um EINIGES stärker ist als ich sagen lassen, was ich falsch gemacht habe, da mich sowas wahnsinnig gemacht.



Ob meine Eltern mit mir zu wenig "Mensch ärger dich nicht" gespielt haben lass ich mal außen vor, noch weitere Vorschläge?



€: Ganz so süchtig, wie das nun rüberkommt bin ich aber nicht^^
Setz dich lieber einige Wochen mit einer einzigen Variante auseinander. Alles auf einmal ist zu viel und in 1-2 Jahren weißt du es eh nicht mehr, wenn du aus der praktischen Übung kommst. Viel Zeit ist gut, aber Schach kann ne schlimme Sucht werden, da muss man aufpassen. Such dir lieber nebenher noch einige andere Hobbys, damit du dich da ausgeglichen beschäftigen kannst und nicht mit Schach überladen bist, denn gerade daher kommt starker Ehrgeiz und das führt dazu, dass man am Brett den Drang zu gewinnen hat und wenn man sich selber unter Druck setzt, patzt man gerne. Einfach lockerer an Schach rangehen, denn wenn du verlierst, liegt es letzlich an dir und einem Fehler, der dich nicht zum Kochen bringen sollte, sondern eher zum Nachdenken, warum du bei der nächsten Partie besser aufpassen musst


PS1: Es heißt wohlgesonnen
PS2: Fragt sich, warum eine niedrige Erst-DWZ dich erregt?
PS3: Ich selber führe regelmäßige Analysen mit den anderen Jugendlichen [300-800 DWZPunkte unter mit] durch und lerne daraus trotzdem. Das geschieht teilweise frei aus dem Motte "Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn" oder schlichtweg daran, dass andere Spieler völlig andere Ideen entwickeln, die zwar in der Umsetzung nicht korrekt sind, vom Plan her aber teilweise stärker als meine Idee. Da empfehle ich dir wirklich, mit allen die wollen zu analysieren, denn mit wesentlich stärkeren läuft es meist darauf hinaus, dass er dir die Züge zeigt, die falsch waren, mehr für sich analysiert oder es dir einfach alles aufm Brett demonstriert. Mit gleichenstarken Spielern ist die Analyse ungleich amüsanter und abenteuerlicher, da man einfach viel rumprobiert.
PS4: Ich habe derzeit auch mal wieder ein Tief [gestern ne Remisstellung gegen 1700er verhauen ]. Bei mir hat sich das aber immer dann angekündigt, wenn ich einige Monate später aus dem Tief erwachte und meine Spielstärke angestiegen ist Nur Mut und weiterspielen, aber nen Gang zurückschalten. Ich war anfangs ähnlich wissbegierig, habe aber heute nichts mehr vom Lernen, weil ich so viel gelernt habe, dass ich vieles vergessen habe.
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Alt 08.04.2006, 23:34
Benutzerbild von ChessmasterJay
ChessmasterJay
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Registriert seit: 02.2006
Beiträge: 191
Zitat:
Setz dich lieber einige Wochen mit einer einzigen Variante auseinander.
Im Moment: skandinavisch, Colle und mit schwarz gegen 1.d4 was aber kA was^^

Zitat:
iel Zeit ist gut, aber Schach kann ne schlimme Sucht werden, da muss man aufpassen
Wäre nicht die erste Sucht

Zitat:
uch dir lieber nebenher noch einige andere Hobbys, damit du dich da ausgeglichen beschäftigen kannst und nicht mit Schach überladen bist
Hab ich, trinken, Kneipe allgemein, das grüne Zauberstroh... , ROlle fahren und im Sommer Volleyball, Basketball

Zitat:
enn gerade daher kommt starker Ehrgeiz und das führt dazu, dass man am Brett den Drang zu gewinnen hat und wenn man sich selber unter Druck setzt, patzt man gerne
Man kann lernen mit Druck umzugehen und was hast du gegen Ehrgeiz?


Zitat:
PS2: Fragt sich, warum eine niedrige Erst-DWZ dich erregt?
Erregt es dich nicht? So eine kleine, geile 3stellige DWZ.....



Zitat:
Das geschieht teilweise frei aus dem Motte "Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn" oder schlichtweg daran, dass andere Spieler völlig andere Ideen entwickeln, die zwar in der Umsetzung nicht korrekt sind, vom Plan her aber teilweise stärker als meine Idee
Naja wenn cih weiß, dass es was gibt find ich teilweise wirklich krasse Kombinationen, auch über 6-7Züge aber das finden bzw aufspüren davon ist mein Problem, aber das versuche ich im Moment durch Taktik-bücher und viele Kombinationsbeispiele langsam wett zu machen




Zitat:
PS4: Ich habe derzeit auch mal wieder ein Tie
hahahahahahahah
(ich weiß, ich bin ein *****loch )
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Alt 09.04.2006, 00:00
Zee4
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DWZ/Elo: 2052 / 2053
 
Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
Zitat:
Zitat von ChessmasterJay
1. Im Moment: skandinavisch, Colle und mit schwarz gegen 1.d4 was aber kA was^^
2.Wäre nicht die erste Sucht
3.Hab ich, trinken, Kneipe allgemein, das grüne Zauberstroh... , ROlle fahren und im Sommer Volleyball, Basketball
4.Man kann lernen mit Druck umzugehen und was hast du gegen Ehrgeiz?
5.Naja wenn cih weiß, dass es was gibt find ich teilweise wirklich krasse Kombinationen, auch über 6-7Züge aber das finden bzw aufspüren davon ist mein Problem, aber das versuche ich im Moment durch Taktik-bücher und viele Kombinationsbeispiele langsam wett zu machen
1. Das ist viel. Setz dich lieber nur mit einer Eröffnung auseinander bis du sie beherrschst und danach die nächste. Bei deiner Gegnerklasse geschieht eh nur recht wenig nach Theorie [höchstens die ersten 5-6 Züge], wonach das halb so wild sein dürfte.
2. Warum sein Leben nach Schach ausrichten? Wenn du nicht einen wirklich starken trainer hast, hast du altersbedingt zu spät mit Schach angefangen, um es wirklich erfolgreich zu spielen, daher würde ich es nicht so fanatisch betrachten. Hab ich alles schon hinter mir.
3. Hm... weiß nicht... aber irgendwie finde ich es immer traurig, wenn besonders junge Leute Kneipengänge und Drogenexesse als Hobby ansehen. Letztere scheinen sinnvoller.
4. Ja, man kann lernen mit Druck von äußeren Aspekten aus umzugehen, aber wenn man sich selber unter Druck setzt, ist es nochmal etwas ganz anderes. Auch als erträglich erlernbar, aber durch diesen Gewinntrieb kommt auch gewisse Schachblindheit vor. Gegen Ehrgeiz spricht nichts [bei dir wäre es eher der Drang zum Siegen] - Ich habe dir damit erklärt, weswegen du ständig verlierst.
5. Dinge auf dem Brett sind besonders durch Intuition aufzuspüren. Da braucht man einfach Stellungsgefühl und Spielerfahrung.. Vorgegebene Kombinationen zu finden ist nichtmals ansatzweise so kompliziert und du kannst es dir auch nicht mit dem Lesen von haufenweise Büchern beibringen.


Zur DWZ: Zwar war meine erste 1458, aber eine 3-Stellige muss auch nicht wirklich strafend sein. Ich kenne sehr viele Spieler, die mit einer sehr niedrigen DWZ angefangen haben und heute über 2000 sind.
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  auf und ab.... Beitrag #9 (permalink)  
Alt 09.04.2006, 14:59
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ChessmasterJay
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Registriert seit: 02.2006
Beiträge: 191
Zitat:
Das ist viel. Setz dich lieber nur mit einer Eröffnung auseinander bis du sie beherrschst und danach die nächste. Bei deiner Gegnerklasse geschieht eh nur recht wenig nach Theorie [höchstens die ersten 5-6 Züge], wonach das halb so wild sein dürfte.
Ich lerne (noch) nicht die Varianten (bzw wenig), sondern mehr die Grundpläne



Zitat:
2. Warum sein Leben nach Schach ausrichten? Wenn du nicht einen wirklich starken trainer hast, hast du altersbedingt zu spät mit Schach angefangen, um es wirklich erfolgreich zu spielen, daher würde ich es nicht so fanatisch betrachten. Hab ich alles schon hinter mir.
Naja wer weiß, vllt werde ich der erste Weltmeister, der mit 16 angefangen hat? Bzw ich habe shcon Ziele und/oder Träume aber sowas "wirklich großes" erwarte ich nicht



Zitat:
3. Hm... weiß nicht... aber irgendwie finde ich es immer traurig, wenn besonders junge Leute Kneipengänge und Drogenexesse als Hobby ansehen. Letztere scheinen sinnvoller.
Kneipengänge = 2Bier+Kartenspielen, Musik hören und reden also ich betrink mich egtl recht selten und Drogenexesse sinds auch nich, is ne Tüte und dann Rest vom Tag relaxen (erwarte nicht, dass du eines von beiden Ok heißt )



Zitat:
5. Dinge auf dem Brett sind besonders durch Intuition aufzuspüren. Da braucht man einfach Stellungsgefühl und Spielerfahrung.. Vorgegebene Kombinationen zu finden ist nichtmals ansatzweise so kompliziert und du kannst es dir auch nicht mit dem Lesen von haufenweise Büchern beibringen.
joah, seh ich auch so ^_°



Zitat:
Zur DWZ: Zwar war meine erste 1458, aber eine 3-Stellige muss auch nicht wirklich strafend sein. Ich kenne sehr viele Spieler, die mit einer sehr niedrigen DWZ angefangen haben und heute über 2000 sind.
doch, sehr strafend, da alle motivation weg wäre (alle, ich würd sofort alles auf ebay verscherbeln und wieder pokern gehen )
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  auf und ab.... Beitrag #10 (permalink)  
Alt 09.04.2006, 21:00
Holgi
Aktiver
DWZ/Elo: 1881
 
Registriert seit: 08.2005
Ort: Lindau
Beiträge: 44
[QUOTE=ChessmasterJay]Und "nur" 1-2h werdens kaum, ich bin es gewohnt viel Zeit in mein Hobby zu stecken, früher wars Fußball, dann @pc zocken und nun schach.
Weshalb ich (gerne) so viel Zeit investiere ist einfach zu verstehen: Es ist die Art, wie ich schach sehe.
Viele sehen es als Spiel, manche als Sport, manche als Kunst oder WIssenschaft. Ich sehe es in erster Linie als Wettkampf und jede verlorene Partie bringt mich zum kochen ^^QUOTE]

Vielleicht solltest Du Dein Hobby wechseln. Es ist leider ein Merkmal der heutigen Zeit, dass viele Leute glauben, ohne tiefgründiges Studium gewisser Dinge gleich zur Spitze gehören zu können. Treffendstes (und lächerlichstes) Beispiel: DSDS/Küblböck.
Gewöhne Dich daran, dass jemand mit 10 oder 15 Jahren Erfahrung diese Zeit Dir einfach voraus ist! Wenn Du Deinem neues Hobby längere Zeit (und Schach kann jeder länger als die meisten anderen Sportarten betreiben!) nachgehen willst, brauchst Du ein gewisses Fundament an Wissen, das Du aber erst nach und nach erlernst.
Wenn Du wirklich langfristig Erfolg haben willst, musst Du erst einmal kleine Brötchen backen. Und natürlich mit Niederlagen leben können. Denke einmal darüber nach.
Für mich ist eine Niederlage eine Niederlage, ganz klar, dass ich danach nicht in Euphorie verfalle. Aber wie sagte der alte Schachstratege Sepp Herberger: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ich schaue nach dem Spiel mit meinem Gegner die Partie an, und seine Hinweise, was ich wann anders (besser) hätte machen können sind für mich sehr wichtig (Stichpunkte machen auf dem Partieformular!). Über Leute mit der Einstellung "Wie konnte ich gegen diese Flasche verlieren" kann ich nur noch schmunzeln. Auch die Zahl der "Ich stand die genze Partie über besser"-Spieler ist etwas zurückgegangen.
Nebenbei bemerkt: Diese Spieler putzen sich mit diesen Argumenten auch selber runter, kapieren das aber nicht. Denn: Als was kann/soll/muss man jemanden bezeichnen, der gegen eine Flasche verloren hat?
Übrigens hilft es manchmal auch, Lehrgänge außerhalb seines gewohnten Umfeldes zu machen. Ich habe schon einige Lehrgänge bei Großmeistern (Wahls, Jussupow) besucht, das bringt wirklich einiges. OK - ist teilweise nicht ganz billig. Aber wer sooo viel Zeit in sein Hobby investiert...
Und noch etwas: Internet-Blitzschach ist natürlich nicht ganz ernst zu nehmen. Das ist Entspannung, etwas Neues testen, zocken, aber nicht viel mehr. Wenn Du über Deine Spielstärke Bescheid wissen möchtest, musst Du Turniere spielen. Und wenn Du Deine Spielstärke verbessern willst auch.
Noch eine Bemerkung zum Abschluss: Das ganze klingt härter als es gemeint ist. Aber wer nicht verlieren kann, wird auf Dauer keine Freude am Schach haben (es sei denn, Du spielst generell am letzten Brett in der untersten Klasse, aber wer will das schon?). Sei einfach etwas gelassener, nimm das ganze als ein Hobby, eine Nebensache! Ich hoffe, Du brauchst Schach-Erfolge nicht dazu, um ein zu geringes Selbstbewusstsein zu kompensieren.
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  auf und ab.... Beitrag #11 (permalink)  
Alt 09.04.2006, 21:11
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ChessmasterJay
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Registriert seit: 02.2006
Beiträge: 191
Also nen zu kleines Selbstbewusstsein hatte ich vor der Pupertät, jetzt nicht mehr
Und naja.... wo soll cih sonst großartig trainieren? In meinem Verein, in dem viele 6-12jährige sind und Leute, die mich hinrichten?^^
Und ne Jugendmanschaft lässt sich mit 2 16jährigen auch nicht aufstellen und wie gesagt will ich jetzt noch keine Turniere spielen, da ich keine zuuu niedrige Erst-DWZ will (Wäre jetzt an Ostern eins, gehe als ZUschauer hin).

Und naja im Moment verliere ich meist wegen einem total schlechten Zug, der dann irgendwann einfach mal so ne Figur einstellt, also irgendein Konzentrationspatzer



Zitat:
wer nicht verlieren kann, wird auf Dauer keine Freude am Schach haben
Nunja, mal sehen, wie gesagt ist der Wettkampf mein ANsporn
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  auf und ab.... Beitrag #12 (permalink)  
Alt 11.04.2006, 20:02
Holgi
Aktiver
DWZ/Elo: 1881
 
Registriert seit: 08.2005
Ort: Lindau
Beiträge: 44
Spiele am besten am Anfang in einigen Schnellturnieren. Da merkst Du schnell, wo Du etwa stehst. Und es gibt auch noch keine DWZ-Wertung.
Und zocke nicht so viel im Internet, das ist nicht spielstärke-hebend.
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