Hallo Matthias,
ich weiß nicht wirklich, ob das das richtige Mittel ist oder dir hilft, aber vielleicht solltest du dir mehr Konzept beim Nachdenken zulegen.
Wenn du am Zug bist, solltest du vielleicht erstmal 10-15 Sekunden für einfache Kombinationen verwenden, sprich gucken, ob Springergabeln, Spieße etc. in der Luft liegen.
Seit geraumer Zeit versuche ich mir das anzutrainieren und wenn ich nicht aus dem Konzept gerate, geht das auch in der Regel.
Dummerweise, wenn ich von Zügen überrascht wurde oder durch neue Einsichten geschockt, vergesse ich manchmal die Reihenfolge.
Dieses Gucken nach einfachen Kombinationen sollte ohne große Konzentration möglich sein und du musst dich dabei ja nicht wirklich anstrengen.
Einfach ein bisschen in die Stellung herein entspannen

Das ständige Hin- und Herwechseln von Varianten ist ebenfalls nicht gerade förderlich.
Leider bin ich das beste Beispiel dafür, wie man es nicht tun sollte.
Ich rechne für gewöhnlich recht schnell und recht ungenau, aber dafür alles tausend mal durch.
Also das ist definitiv die falsche Möglichkeit, aber anders krieg ich es nicht gebacken, wobei ich schon sagen muss, dass es sich gebessert hat.
Wenn du eine gute Intuition besitzt, wird das schachspielen lockerer werden.
Diese Intuition kannst du zum Beispiel durch Erlernen von Endspielen trainieren.
Wenn du bei jedem Zug rechnest, bis du qualmst, wirst du keinen hohen Erfolg haben.
Ich denke, jeder Schachspieler braucht so ein bisschen die Gabe, nicht immer den besten Zug zu suchen, sondern sich auch mit einem gesunden zweitbesten zufrieden geben zu können.
Man muss, so denke ich, nicht alzu kreativ spielen können, wenn man einfach gesunde, logische Züge macht, bei denen man sicher sein kann, dass sie nichts groß kaputt machen.
Letzteres habe ich leider auch erst sehr spät verstanden, aber Kreatives Schach macht halt einfach mehr Spaß ^^
Ne andere Möglichkeit ist einfach viel Schnellschach zu spielen.
Ich behaupte mal, nach nem 11 Rundigen Schnellschachturnier mit meinetwegen 15 Minuten Bedenkzeit bist du mehr kaputt als nach 2 Turnierpartien...
Also genau das richtige zum Trainieren...
Mir persönlich hilft es viel zu trinken.
Apfelsaftschorle wäre zumindest ein Getränk, bei dem du nichts falsch machen kannst.
Nen Kaffee vielleicht zum Ende der Partie hin?
Guarana, Energie Drinks etc. helfen nach meinen Erfahrungen eher wenig...
Umso mehr Pausen du machst, umso mehr Gelegenheiten hast du, dich zu erholen und wohl auch umso weniger Zeit.
Da musst du aber wohl selbst das richtige Maß herausbekommen...
Ich habe das Problem, dass ich während Schach Partien kaum Hunger habe und am Ende vom Tag manchmal sehr kaputt bin, weil ich halt nix gefuttert habe...
Ich habe mir angewöhnt Obst während den Partien zu Essen ( Äpfel und Bananen).
Ein Salat vor der Schachpartie ist sicherlich auch nicht schlecht.
Okay und nochmal : Die Tipps ( besonders die Essentipps) basieren eher auf Halbwissen und persönlichen Erfahrungen.
Ich habe einige Turniere gespielt und hatte sehr oft Konzentrationsprobleme, wobei es in den letzten Jahren eigentlich eher zum Gegenteil hinging...
Daher habe ich mir auch schon ein paar Gedanken drüber gemacht.
Gruß
Ulf