Um nur einige zu nennen:
"Arizona Dream"
Von Kusturica mit Johnny Depp, Faye Dunaway, Jerry Lewis, Vincent Gallo u.a.
Wunderbar verträumtes und zeiweise absurd-surreales Drama mit eingen meiner absoluten Lieblingsszenen der Filmgeschichte. Allein die Angangssequenz mit dem Schlitten, den Hunden und dem Fisch zu Iggy Pops "In the Death Car" ist grandios.
"Dead Man" Von Jim Jarmusch mit Johnny Depp
Noch ein Film mit Johnny Depp als verloren durch die Handlung stolperndem Helden. Der Film enthält nicht nur die meiner Meinung überzeugendste Darstellung des "Wilden Westens" und die realistischste Schießerei der Filmgeschichte, er erzählt auch in grandiosen Bildern und z.T. wunderbar lakonischem Humor eine Geschichte über den Mord an den Indianern und das langsame Sterben von "William Blake". Der Soundtrack von Neil Young ist atemberaubend.
"Der Sinn des Lebens" von Monty Python
Für mich der stärkste der Monty Python Spielfilme, der sich ganz in der Manier von "Flying Circus" mit an den Haaren herbeigezogenen Sprüngen zwischen den Episoden und starken Verfremdungseffekten in 7. Akten über Lebendleberspenden, tödliche Lachsschaumspeisen, piraterietreibende Versicherungsgebäude, verschollene
Fische und die Maschine mit dem "Biing" dem Sinn des Lebens nähert (der am Ende übrigens aufgelöst wird!).
Und schließlich der absolute Favorit: "Pi" von Darren Aronofsky
Vordergründig ein mit plakativer, allerdings äußerst raffinierter clipästhetik spielender cooler Thriller über einen Mathematiker, dessen Ergebnisse von Börsenmaklern und einer Kabbalistensekte gejagt werden; in Wirklichkeit eine überaus komplexe Verhandlung über die Grenzen der menschlichen Erkenntnis und die Bedeutung des göttlichen Gebots für den säkularen Diasporajuden. Der Film begleitet mich seit mehr als 8 Jahren und ich habe in ihm im Laufe der Zeit und meiner eigenen Enticklung immer neue Bedeutungsebenen entdeckt.