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04.02.2006, 18:42
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Sehr erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 94
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Situation im Iran
Hallo,
ich möchte ein ernstes Thema anschneiden.
Wie Ihr mit Sicherheit in Nachrichten mitbekommen habt, spitzen sich die Ergeignisse im Iran zu. Ich möchte die Situation als erstes so schildern, wie ich sie erlebe und dann um Eure möglichst begründete Meinung bitten.
Es geht um die Frage, ob der Iran die Atomkraft für nutzbar machen sollte oder nicht und was das andere Staaten abgeht.
Grundlage eines jeden Streites ist hier der Atomwaffensperrvertrag, der besagt, dass Nuklearwaffen auf die Staaten USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China Atombomben begrenzt bleiben und irgendwann auch komplett abgerüstet werden sollen. Zu den Unterzeichnern gehört auch der Iran. Nicht unterzeichnet haben Indien, Pakistan und Israel. Es ist davon auszugehen, dass sie alle faktische Atommächte sind.
Ahmadineschad, der iranische Präsident, bzw. der oberste Rechtsgelehrte, das ist der relgiöse Führer verkünden, dass der Republik Iran nicht dass Recht genommen werden darf, die Atomkraft friedlich zu nutzen. Sie haben bereits mit Russland einen Vertrag zur Fertigstellung einer Kernkraftanlage in Buschir unterzeichnet. Kritisch ist, dass der Iran auch Urananreicherung selbst durchführen möchte. Ob diese Anreicherung auch militärischen Zwecken nützen kann, weiß ich nicht.
Mein demokratisches Grundverständnis und mein persönliches Sicherheitsbedürfnis zielen da nicht unbedingt in die selbe Richtung. Sagt mal, wie sieht Eure Einschätzung der Lage aus. Wie ist die politische Stabilität im Iran einzuschätzen? Sollte ich Angst vor einem Dschihad haben? Und was wird die USA veranstalten?
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04.02.2006, 19:27
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Schachjournalist
DWZ/Elo: ~1750
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Registriert seit: 11.2004
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Beiträge: 267
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ich denke man muß um JEDEN preis (also auch um den preis von einigen tausend menschenleben) verhindern daß eine atombombe in die hand religiöser fanatiker kommt!
ein "normaler" diktator ist auf sein eigenes leibliches wohl und seine weltliche macht bedacht, ein religiöser fanatiker hat kein problem damit die welt in die luft zu jagen, sie ist ja eh nur eine vorstufe zum paradies...
heute hat iranisches radar nato-flugzeuge im iran angestrhalt, das könnte man schon fast als angriff werten...
also sanktionen, wenns sein muß krieg. KEINE TOLERANZ GEGENÜBER INTOLERANTEN (gilt im übrigen auch für die karikaturen)
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04.02.2006, 22:48
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Also, wie Kalchas mich gebeten hatte, werde ich zu dem Thema jetzt Stellung beziehen; dabei werde ich versuchen, einige Aspekte meiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Thema hier einfließen zu lassen, ohne allzusehr wie ein Fachidiot zu klingen.
Meiner Ansicht nach haben wir es im Fall des Iran, der mutmaßlich nach Atomwaffen strebt mit einem klassischen Fall eines politischen Dilemmas zu tun. Der Iran schickt sich an, sich Nukleartechnologie zu verschaffen, die das Land in die Lageversetzen würde, Nuklearwaffen herzustellen. Aus sicherheitspolitischen Erwägungen und um der Glaubwürdigkeit der eigenen Doktrinen willen können die USA dem nicht tatenlos zusehen. Andererseits existiert keine realistische miltärische Option.
Zu den Motiven iranischer Nuklearrüstung: Auch wenn die bisherigen Handlungen Irans eine Nuklearrüstung nicht zweifelsfrei beweisen, scheint sie doch aus mehreren Gründen plausibel. Iran sieht sich von verschiedenen Nuklearmächten umgeben und ist von den USA auf der "Achse des Bösen" verortet worden, womit es ein Kandidat für "regime change" wird. Hier, und weniger im direkten Bestreben Israel zu vernichten leigt das Hauptinteresse der iranischen Führung an Atomwaffen; denn wie das Beispiel Nordkorea zeigt, verleihen Nuklearwaffen eine gewisse Immunität, während der Irak angegriffen wurde, eben weil man sich relativ sicher sein konnte, daß er übe rkeine wirklich gefährlichen Mengen an WMDs (Weapons of Mass Destruction= Massenvernichtungswaffen) verfügt. Trotz Ahmadinedschads apokalyptischer Rhetorik ist die iranische Führung größtenteils sehr realistisch und diesseitig eingestellt und keineswegs an ihrem eigenen Ende interessiert. Auch darf bezweifelt werden, inwieweit Ahmadinedschad als der eigentliche Entscheidungsträger des Irans zu sehen ist. Als große Unbekannte muß z.Zt. der technische Fortschritt des iranischen Atomprogramms angesehen werden: Die Schätzungen, wann Iran über eine einsatzfähige Atombombe verfügt reichen von "in 6 Monaten" bis "in 10 Jahren".
Zu den Konsequenzen im Falle iranischer Nuklearbewaffnung: Auch wenn man also davon ausgeht, daß die iranische Führung nicht aus religiös-apokalyptischer Motivation sofort einen Nuklearkrieg beginnen würde, ergeben sich doch eindeutige Konsequenzen: Vermutlich würden mehrere Staaten der Region um des strategischen Gleichgewichts willen ebenfalls Nuklearwaffen anstreben; realistische Kandidaten hierfür wären v.a. Saudi-Arabien, die Türkei und Ägypten. V.a. wäre "der Westen" aber gezwungen das iranische Regime anzuerkennen und zu stabilisieren, damit die Atomwaffen im Falle von Unruhen und Umsturz nicht in die falschen Hände gelangen.
Zu den militärischen Optionen: Entgegen anderslautender Rhetorik bestehen keine realistischen militärischen Optionen; das erklärt teilweise auch die westliche Nervosität im Umgang mit der Problematik.
Eine flächendeckende Invasion und ein Sturz des Regimes sind generell ausgeschlossen. Iran ist mehr als 3 mal so groß wie der Irak und militärisch wesentlich stärker. Die Kapazitäten hierfür bestehen also schlichtweg nicht. Als zweites Szenario erscheinen begrenzte Luftschläge gegen einzelne Einrichtungen. Auch in diesem Falle würde sich die Situation der Amerikaner und Briten im Südirak grundlegen wandeln, da mit erheblichen Angriffen von Seiten schiitischer proiranischer Milizen wie der "Armee des Mahdi" und den "Badr Brigaden" zu rechnen wäre. Gleiches gilt für israelische Angriffe, die nur mit amerikanischer Billigung stattfinden könnten. Vor allem aber muß bezweifelt werden, ob solche Angriffe eine nukleare Bewaffnunbg efektiv verhindern könnten. Der Iran ist technologisch weit fortgeschritten und besitzt über das ganze Land verteilte Anlagen. Vermutlich würde das Programm also nur zurückgeworfen werden, dafür die Lage im Falle einer erfolgreichen Bewaffnung zusätzlich verschärft.
Meine (wenig optimistische) Einschätzung: Der Westen wird die iranische Nuklearbewaffnung geschehen lassen. In der Folge wird er das Regime stützen müssen, welches somit absolut gefestigt wäre und nach innen einen umso repressiven Kurs fahren könnte. Die Folgen für die Bevölkerung Irans liegen auf der Hand. In der Weiteren Folge wären verschiedene autoritäre Regime auf der Welt zu einem ähnlichen Kurs ermutigt und die Zahl inoffizieller Atommächte wird weiter zunehmen.
So noch weitere Fragen zur Lage in Iran, Irak und Nahost bestehen, beantworte ich sie gerne.
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05.02.2006, 01:35
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beinahe ein Schachjournalist
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Registriert seit: 01.2005
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Zitat:
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Zitat von nikolajewitsch
Also, wie Kalchas mich gebeten hatte, werde ich zu dem Thema jetzt Stellung beziehen; dabei werde ich versuchen, einige Aspekte meiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Thema hier einfließen zu lassen, ohne allzusehr wie ein Fachidiot zu klingen.
Meiner Ansicht nach haben wir es im Fall des Iran, der mutmaßlich nach Atomwaffen strebt mit einem klassischen Fall eines politischen Dilemmas zu tun. Der Iran schickt sich an, sich Nukleartechnologie zu verschaffen, die das Land in die Lageversetzen würde, Nuklearwaffen herzustellen. Aus sicherheitspolitischen Erwägungen und um der Glaubwürdigkeit der eigenen Doktrinen willen können die USA dem nicht tatenlos zusehen. Andererseits existiert keine realistische miltärische Option.
Zu den Motiven iranischer Nuklearrüstung: Auch wenn die bisherigen Handlungen Irans eine Nuklearrüstung nicht zweifelsfrei beweisen, scheint sie doch aus mehreren Gründen plausibel. Iran sieht sich von verschiedenen Nuklearmächten umgeben und ist von den USA auf der "Achse des Bösen" verortet worden, womit es ein Kandidat für "regime change" wird. Hier, und weniger im direkten Bestreben Israel zu vernichten leigt das Hauptinteresse der iranischen Führung an Atomwaffen; denn wie das Beispiel Nordkorea zeigt, verleihen Nuklearwaffen eine gewisse Immunität, während der Irak angegriffen wurde, eben weil man sich relativ sicher sein konnte, daß er übe rkeine wirklich gefährlichen Mengen an WMDs (Weapons of Mass Destruction= Massenvernichtungswaffen) verfügt. Trotz Ahmadinedschads apokalyptischer Rhetorik ist die iranische Führung größtenteils sehr realistisch und diesseitig eingestellt und keineswegs an ihrem eigenen Ende interessiert. Auch darf bezweifelt werden, inwieweit Ahmadinedschad als der eigentliche Entscheidungsträger des Irans zu sehen ist. Als große Unbekannte muß z.Zt. der technische Fortschritt des iranischen Atomprogramms angesehen werden: Die Schätzungen, wann Iran über eine einsatzfähige Atombombe verfügt reichen von "in 6 Monaten" bis "in 10 Jahren".
Zu den Konsequenzen im Falle iranischer Nuklearbewaffnung: Auch wenn man also davon ausgeht, daß die iranische Führung nicht aus religiös-apokalyptischer Motivation sofort einen Nuklearkrieg beginnen würde, ergeben sich doch eindeutige Konsequenzen: Vermutlich würden mehrere Staaten der Region um des strategischen Gleichgewichts willen ebenfalls Nuklearwaffen anstreben; realistische Kandidaten hierfür wären v.a. Saudi-Arabien, die Türkei und Ägypten. V.a. wäre "der Westen" aber gezwungen das iranische Regime anzuerkennen und zu stabilisieren, damit die Atomwaffen im Falle von Unruhen und Umsturz nicht in die falschen Hände gelangen.
Zu den militärischen Optionen: Entgegen anderslautender Rhetorik bestehen keine realistischen militärischen Optionen; das erklärt teilweise auch die westliche Nervosität im Umgang mit der Problematik.
Eine flächendeckende Invasion und ein Sturz des Regimes sind generell ausgeschlossen. Iran ist mehr als 3 mal so groß wie der Irak und militärisch wesentlich stärker. Die Kapazitäten hierfür bestehen also schlichtweg nicht. Als zweites Szenario erscheinen begrenzte Luftschläge gegen einzelne Einrichtungen. Auch in diesem Falle würde sich die Situation der Amerikaner und Briten im Südirak grundlegen wandeln, da mit erheblichen Angriffen von Seiten schiitischer proiranischer Milizen wie der "Armee des Mahdi" und den "Badr Brigaden" zu rechnen wäre. Gleiches gilt für israelische Angriffe, die nur mit amerikanischer Billigung stattfinden könnten. Vor allem aber muß bezweifelt werden, ob solche Angriffe eine nukleare Bewaffnunbg efektiv verhindern könnten. Der Iran ist technologisch weit fortgeschritten und besitzt über das ganze Land verteilte Anlagen. Vermutlich würde das Programm also nur zurückgeworfen werden, dafür die Lage im Falle einer erfolgreichen Bewaffnung zusätzlich verschärft.
Meine (wenig optimistische) Einschätzung: Der Westen wird die iranische Nuklearbewaffnung geschehen lassen. In der Folge wird er das Regime stützen müssen, welches somit absolut gefestigt wäre und nach innen einen umso repressiven Kurs fahren könnte. Die Folgen für die Bevölkerung Irans liegen auf der Hand. In der Weiteren Folge wären verschiedene autoritäre Regime auf der Welt zu einem ähnlichen Kurs ermutigt und die Zahl inoffizieller Atommächte wird weiter zunehmen.
So noch weitere Fragen zur Lage in Iran, Irak und Nahost bestehen, beantworte ich sie gerne.
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Ich befürworte klar einen Militärschlag. Je länger man wartet umso mehr muss man damit rechnen, dass Iran die Bombe bekommt und Israel wirklich versucht "auszulöschen". Die Amerikaner haben sehr wohl die Kapazitäten, Iran anzugreifen - evtl. in einer Koalition mit befreundeten Staaten. Appeasement wäre jedenfalls ganz falsch - man muss den muslimischen Staaten zeigen, dass Atomwaffen keine Option sind. Wenn der Iran seine Vernichtung will, kann er sie gerne haben. Die AMis werden den gesamten arabischen Raum neu ordnen, mit Gewalt oder ohne. Syrien wird auch bald im Visier sein. Und das Öl kann nur förderlich sein, ein wiedererstarkendes Russland sowie die Gefahr aus China in Schach zu halten. Ich kann es kaum erwarten, den ersten amerikanischen Soldaten in Teheran zu sehen. Die Mullahs betteln ja förmlich um einen Einm*****. Nur zu. Unsere amerikanischen Freunde sind stark genug, das zu leisten. Bei Krawallen in Deutschland / Frankreich sollte man hart durchgreifen - ich wäre sehr dafür, die Mummenschanzen auszuweisen. Wir sind christlich geprägt, da haben andere Religionen wenig zu suchen. Deutschland überfremdet sowieso immer mehr und dann enden wir mit französischen Zustaenden. Nein Danke.
Geändert von Cresspahl (05.02.2006 um 01:37 Uhr)
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05.02.2006, 02:24
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Schachjournalist
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Zitat:
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Zitat von nikolajewitsch
So noch weitere Fragen zur Lage in Iran, Irak und Nahost bestehen, beantworte ich sie gerne.
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bist du echt der meinung daß ein militärschlag unmöglich wäre? zwischen nato und iran besteht ein technik-unterschied von bestimmt 30 jahren, oder? der eigentliche krieg wäre ein kinderspiel, problematisch ist das was danach kommt
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05.02.2006, 12:56
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
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@ berserksgangr
Natürlich sind die Nato-Staaten dem Iran militärisch überlegen, daran besteht kein Zweifel. Das Beispiel Irak zeigt aber die Schwierigkeiten eines solchen Einsatzes und der Iran ist wie gesagt deutlich größer und stärker.
Die Einsatzfähigkeit der US-Armee wird generell überschätzt, da viele Menschen einfach Truppenstärken von über einer Million sehen und denken, die könnte man dann mal eben einsetzten. Faktisch ist die US- Armee mit dem Einsatz von 140.000 Soldaten an der Grenze ihrer Kapazität angelangt. Bereits bei diesem Einsatz gibt es erhebliche Ausrüstungsprobleme (Stichwort gepanzerte Fahrzeuge). Desweiteren beeinträchtigt berits dieser Krieg erheblich die Rekrutierung von Soldaten. Ein weiterer Konflikt nur desselben Ausmaßes würde massive Truppenabzüge aus anderen Regionen voraussetzen und in der Folge z.B. Südkorea nahezu schutzlos hinterlassen.
Zitat aus einer Studie des AEI (des neokonservativen Think-Tanks, der maßgeblich mit für den Irakkrieg geworben hatte, also nicht gerade im Verdacht steht, allzu "weich" in der Hinsicht zu sein):
"...9 out of the Pentagon's 10 divisions are either in Iraq, training to go out there, or recuperating after coming back."
Daher ist ein Angriff auf den Iran im Moment auch unter den eingeschworenen Falken in der US-Politik keine realistische Option. Erst eine weitgehende Beruhigung der Lge im Irak würde gewisse Kapazitäten hierfür freisetzen.
@ cresspahl
Ich finde die Verknüpfung des Themas der Ausschreitungen in Paris mit diesem Thread etwas unglücklich, werde hier jetzt aber nicht näher drauf eingehen. Auch den Begriff der Überfremdung halte ich für xenophob und inakzeptabel.
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05.02.2006, 13:36
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Schachjournalist
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Zitat:
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Zitat von nikolajewitsch
@ berserksgangr
Natürlich sind die Nato-Staaten dem Iran militärisch überlegen, daran besteht kein Zweifel. Das Beispiel Irak zeigt aber die Schwierigkeiten eines solchen Einsatzes und der Iran ist wie gesagt deutlich größer und stärker.
Die Einsatzfähigkeit der US-Armee wird generell überschätzt, da viele Menschen einfach Truppenstärken von über einer Million sehen und denken, die könnte man dann mal eben einsetzten. Faktisch ist die US- Armee mit dem Einsatz von 140.000 Soldaten an der Grenze ihrer Kapazität angelangt. Bereits bei diesem Einsatz gibt es erhebliche Ausrüstungsprobleme (Stichwort gepanzerte Fahrzeuge). Desweiteren beeinträchtigt berits dieser Krieg erheblich die Rekrutierung von Soldaten. Ein weiterer Konflikt nur desselben Ausmaßes würde massive Truppenabzüge aus anderen Regionen voraussetzen und in der Folge z.B. Südkorea nahezu schutzlos hinterlassen.
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heutzutage geht es doch nicht mehr um truppenstärken. es geht darum daß ein amerikanischer high-tech panzer 100 iranische mittelaltermodelle abgeschossen hat bevor die überhaupt sehen wo er sich befindet.
es geht darum daß ein amerikanischer stealth-bomber jedes beliebige ziel praktisch ohne eigenes risiko bombardieren kann.
was helfen 1.000.000 leute mit kalaschnikov, wenn der gegner die lufthoheit und viel modernere waffen hat?
das regime zu entmachten wäre eine sache von einigen wochen, problematisch wären natürlich die anschläge und entführungen die danach kommen
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05.02.2006, 14:01
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Generell war an diesem Wochenende in der Gegend viel los auf den Straßen.
beim Freitagsgebet wurden sie heiß gemacht und dann ging die Randale gegen Europäer los.
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05.02.2006, 14:25
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beinahe ein Schachjournalist
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Zitat:
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Zitat von nikolajewitsch
@ cresspahl
Ich finde die Verknüpfung des Themas der Ausschreitungen in Paris mit diesem Thread etwas unglücklich, werde hier jetzt aber nicht näher drauf eingehen. Auch den Begriff der Überfremdung halte ich für xenophob und inakzeptabel.
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Naja, geht es mir darum, dass die Moslems immer weiter gehen mit ihrer religösen Indoktrinierung. Und die Gutmenschen in Europa machen das brav und klaglos mit, aus Angst davor, als intolerant zu gelten. Beispiel: Bei mir im Stadtteil wird an einem Tag das Schwimmbad für die moslemischen Frauen gesperrt, alles verhangen damit man von aussen nicht reinschauen kann und die Nichtmoslems haben keinen Zutritt. Solche Sachen sind einfach eine Frechheit. Oder die Schule in Berlin, in der auf dem Schulhof wieder das schöne Deutsch gesprochen werden muss - hiergegen protestierten natürlich sofort die Türkenverbände. Dass aber die Beherrschung einer Sprache Voraussetzung zum erfolgreichen Schulbesuch ist, übersehen sie. Ich halte die Karikaturen in der dänischen Zeitung für richtig, genauso wie eine Intervention im Iran, die Ausweisung von Hasspredigern, Guantanmo und die kritischen Fragen an Moslems bei Einbürgerungsverfahren, wie es derzeit in BW praktiziert wird. Die Gutmenschen, die herumlaufen mit ihrem Claudia Roth Gedächtnisgesicht und immer darauf bedacht sind, pc zu sein, gehen mir auf die Nerven. Wer hierher (nach Europa kommt) hat sich anzupassen. Die deutsche Leitkultur ist die schlechteste nicht. Wir sind nicht weit weg von Zuständen wie in Frankreich - der MOb dort ist doch in manchen Vierteln schon mächtiger als die Polizei.
Cresspahl, der stolz darauf ist, ein Europäer zu sein
Geändert von Cresspahl (05.02.2006 um 14:28 Uhr)
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05.02.2006, 14:32
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beinahe ein Schachjournalist
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Zitat:
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Zitat von Mozart
Generell war an diesem Wochenende in der Gegend viel los auf den Straßen.
beim Freitagsgebet wurden sie heiß gemacht und dann ging die Randale gegen Europäer los.
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Schon, die Randale in den Botschaften wurden laut amerikanischen Medien beispielsweise in Syrien billigend in Kauf genommen. Man stelle sich gleiches in Europa vor, aber von den Mullalahs ist man ja schon einiges gewohnt.
Wir koennten es ja mal so machen: Für jeden toten Europäer einen toten Moslem. Das waere nur fair. Die Moslems sollten zu ihrem Gott beten, dass den beiden Deutschen im Irak nicht der Kopf abhanden kommt. Sonst könnte sich hier mal wieder der spontane Volkszorn entladen...
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05.02.2006, 14:38
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Schachjournalist
DWZ/Elo: ~1750
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ich habe neulich einen kommentar gelesen, daß die europäer bwz "der westen" viel zu bescheiden wäre. man sieht sich selbst schon fast als verdorben und wertelos an. dies führt schon teilweise zu falsch verstandener toleranz gegenüber leuten, die unsere westlichen werte nicht achten!
der westen steht für allgemeine schulpflicht, trennung von staat und kirche, aufklärung, philosophie, technischen fortschritt, menschenrechte, gleichberechtigung und freie entfaltung der persönlichkeit.
diese heiligen werte der menschlichkeit haben viele jahrtausende gebraucht um zu reifen und wir sollten sie uns auf gar keinen fall von ewig gestrigen (seien es religiöse fanatiker, neonazis oder sonst irgenein pack) einschränken lassen!
ein europäer darf stolz sein auf das was die welt europa verdankt! wir brauchen uns nicht von kulturen kritisieren lassen, die ihre frauen unterdrücken oder kleinen mädchen die schamlippen abschneiden!
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05.02.2006, 14:41
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Schachjournalist
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Zitat:
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Zitat von Cresspahl
Wir koennten es ja mal so machen: Für jeden toten Europäer einen toten Moslem. Das waere nur fair. Die Moslems sollten zu ihrem Gott beten, dass den beiden Deutschen im Irak nicht der Kopf abhanden kommt. Sonst könnte sich hier mal wieder der spontane Volkszorn entladen...
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jetzt gehst du aber mehr als zu weit!
wozu dieses "auge um auge zahn um zahn" denken führt kannst du in isreal sehen. palästinenser bombt 10 israelis weg, israelis bomben 10 moslems weg usw...
abgesehen davon daß der westen sicherlich deutlich mehr moslems getötet hat als umgekehrt. wenn in europa eine autobombe hochgeht und 10 menschen tötet steht das in allen zeitungen. wenn die amis irgendwas bombardieren und dabei 50 unschuldige töten interessiert das keinen...
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05.02.2006, 14:50
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beinahe ein Schachjournalist
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Zitat:
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Zitat von berserksgangr
jetzt gehst du aber mehr als zu weit!
wozu dieses "auge um auge zahn um zahn" denken führt kannst du in isreal sehen. palästinenser bombt 10 israelis weg, israelis bomben 10 moslems weg usw...
abgesehen davon daß der westen sicherlich deutlich mehr moslems getötet hat als umgekehrt. wenn in europa eine autobombe hochgeht und 10 menschen tötet steht das in allen zeitungen. wenn die amis irgendwas bombardieren und dabei 50 unschuldige töten interessiert das keinen...
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Die Amis haben die Iraker von einem Diktator befreit (und die Welt von einem Sicherheitsrisiko) und wie wird ihnen gedankt? Mit tausenden Bombenanschlägen. Und der Westen bzw. Amerika wird für so etwas wie Guantanamo kritisiert. Naja. Iran kann mit Atomwaffen Israel vernichten, aber dann werden sie eben von Amerika eingeäschert. Der Iraner wird nicht so blöd sein, das zu riskieren, aber fanatisch genug waere er.
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05.02.2006, 14:56
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Schachjournalist
DWZ/Elo: ~1750
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Zitat:
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Zitat von Cresspahl
Die Amis haben die Iraker von einem Diktator befreit (und die Welt von einem Sicherheitsrisiko) und wie wird ihnen gedankt? Mit tausenden Bombenanschlägen. Und der Westen bzw. Amerika wird für so etwas wie Guantanamo kritisiert. Naja. Iran kann mit Atomwaffen Israel vernichten, aber dann werden sie eben von Amerika eingeäschert. Der Iraner wird nicht so blöd sein, das zu riskieren, aber fanatisch genug waere er.
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sicherlich haben sie den irak befreit (und ich denke das war richtig - obwohl religiöse regime sicherlich gefährlicher sind wie weltliche ala' saddam), aber ein unschuldiger ist nunmal auch ein unschuldiger.
das 10 jährige kind aus bagdad hat keinem etwas getan, genausowenig wie die meisten die am 11. september im wtc waren...
viele leute aus dem westen denken zu einseitig: wenn du im irak leben würdest und deine familie wäre durch eine amerikanische bombe gestorben (auch wenn es ein versehen war) würdest du vielleicht auch voller haß gegen amerika sein und einen bombenanschlag planen...
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05.02.2006, 14:58
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Sehr erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 94
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Ich hatte nicht vor mit meiner Frage eine Diskussion in Gang zu bingen, die zum Teil mit Stammtischrhetorik geführt wird.
Ick kann nur jeden auffordern, seinen Beitrag mit dem Kopf zu überprüfen, nachdem der Bauch ihn geschrieben hat.
Unabhängig davon bin ich davon überzeugt, dass einzig ein genauere Kenntnis der Einzelheiten zu richtigen Ergebnissen führt.
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