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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #1 (permalink)  
Alt 19.01.2006, 17:05
Benutzerbild von Kampfkuenstler
Kampfkuenstler
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Beiträge: 94
Copyright auf Anekdoden ???

Moin

Ich habe da eine Sammlung von Anekdoden aus der Schachwelt. Die wäre doch
bestimmt auch für Euch interessant. Allerdings habe ich keine Ahnung
wie das mit dem Copyright ist Die kommen ja bestimmt aus irgendeinem Buch.
Aber gibt es den ein Copyright auf überlieferte Geschichten ?
Eventuell kann ein Mod da was zu sagen ?
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #2 (permalink)  
Alt 19.01.2006, 17:11
Kalchas
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Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 94
Copyright

Hallo,

im Zweifel immer Quellenangaben machen.

Beim Copyright handelt es sich ja immer um Schutz von best. Eigentumsrechten. Dies kann bei mündlich überlieferten Anekdoten (Märchencharakter) vernachlässigt werden.

Geändert von Kalchas (19.01.2006 um 17:15 Uhr)
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #3 (permalink)  
Alt 19.01.2006, 17:14
Benutzerbild von Rook on Fire
Rook on Fire
Forumsvollprofi
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Registriert seit: 06.2005
Ort: NRW
Beiträge: 234
Zeig uns doch einfach deine Anekdoten

Um Zweifelsfall wird eben wieder gelöscht
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #4 (permalink)  
Alt 19.01.2006, 18:04
Benutzerbild von Kampfkuenstler
Kampfkuenstler
Sehr erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 11.2005
Ort: Osterholz-Scharmbeck
Beiträge: 94
Naja !?

Ich dacht an so etwas:

Bobby Fischer soll gesagt haben


"Es gibt nur zwei wahre Schachgenies - das andere war Wilhelm
Steinitz, der Weltmeister von 1872 bis 1894."

"Computer sind einzigen Gegner, die nicht immer eine Ausrede auf
Lager haben, wenn sie gegen mich verlieren."

"Wenn ich Weiß habe, gewinne ich, weil ich Weiß habe, wenn ich
Schwarz habe, gewinne ich, weil ich Fischer bin!"

"Am wohlsten fühle ich mich, wenn ich sehe, wie sich mein Gegner
im Todeskampf windet."

"Wie ich Weltmeister wurde" - Unter diesem Titel wollte Fischer
bereits 1963 ein Buch herausgeben. Er war felsenfest davon
überzeugt, besser als der damals amtierende Weltmeister Botwinnik
zu sein.

"Ich rechne überhaupt nicht voraus. Ich gewinne auch so."


und dann noch

Auf der Schacholympiade 1962 in Varna kam es in der Partie zwischen Fischer und Uhlmann nach 19 Zügen zu folgendem Dialog:

Fischer: "Remis!"

Uhlmann: "Es muss doch dreimal Zugwiederholung sein!"

Fischer: "Sie nehmen das Remis an, wie ich es sage, sonst spiele ich weiter und werde Sie dann schlagen." -

Uhlmann nahm´s nicht tragisch und akzeptierte das Remis.

oder auch

Bobby schreitet mit einem sehr nachdenklichen Gesicht durch den
Turniersaal. "Was ist passiert?", fragt Lombardy. "Ich stehe
schlecht", antwortet Bobby. Lombardy: "Biete doch einfach Remis
an." Bobby: "So schlecht stehe ich nun auch wieder nicht!"

Bei der Mannschaftsweltmeisterschaft 1962 in Warna wandte sich
eine Autogrammsammlerin zuerst an Fischer.. Mit seiner Unterschrift
beschrieb er die ganze Seite. Als Robert Fischer gefragt wurde, wo
denn noch Platz für die anderen Namen sei, antwortete er: "Die
anderen sind Quatsch."


Ist gefunden in einer *.PDF mit dem Namen "Anekdoten und Sprüche aus dem
Schach" Ohne Autorenangabe und Copyright. Eventuell eine private Sammlung ?

Geändert von Kampfkuenstler (19.01.2006 um 18:07 Uhr)
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #5 (permalink)  
Alt 19.01.2006, 20:15
Benutzerbild von Basti
Basti
Schachjournalist
DWZ/Elo: 1791 - 20
 
Registriert seit: 05.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 282
Wie geil
Muss ein total vom Schach Besessener sein, der sich für den größten aller Zeiten hält. Würd den gern mal kennenlernen
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #6 (permalink)  
Alt 19.01.2006, 21:57
MobyDick
Sehr Aktiver
DWZ/Elo: ~1800
 
Registriert seit: 07.2005
Ort: Steiermark, Österreich
Beiträge: 59
Hab da auch noch Einen:

Nach dem Fischer gegen Tal zum 1. mal Remis halten konnte nam er dessen Hand und "las" daraus: "und der nächste Weltmeister wird ... ein Amerikaner sein !!(Offensichtlich sich selbst meinend)" Darauf hin dreht sich Tal um und sagt: "Herzlichen Glückwunsch, Lombardy"

mfg
Moby
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #7 (permalink)  
Alt 20.01.2006, 10:05
Maheu
Aktiver
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Registriert seit: 10.2005
Ort: Luxemburg
Beiträge: 47
Blinzeln

Toller Thread! Hier noch was aus Fischers Repertoire:

"Es gibt keine einzige Frau, der ich nicht einen Springer vorgeben könnte und trotzdem gewänne."

Und dazu passend:

"Lisa Lane, amerikanische Schachmeisterin, hatte Fischer einmal als stärksten lebenden Spieler bezeichnet. Antwort: Das ist richtig, aber Lisa Lane ist eigentlich nicht in der Lage, das zu beurteilen."



Noch Fragen?
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #8 (permalink)  
Alt 20.01.2006, 10:49
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Kampfkuenstler
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Gestern aus einer Doku über Bobby.

"Es kommt nicht darauf an, zu gewinnen. Es kommt darauf an, möglichst viel
Geld damit zu verdienen."
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #9 (permalink)  
Alt 20.01.2006, 10:53
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Kampfkuenstler
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Noch ein bisschen Futter für die Augen


Sie sind noch zu jung!

Beim internationalen Turnier 1914 in Petersburg gewann der 72
jährige Großmeister James Harry Blackburne gegen den
sechzigjährigen Isidor Gunsberg. "Sie sind noch zu jung um mit mir
zu spielen." sagte Blackburne darauf scherzhaft zu seinem Partner.

Schriftsteller und Schach

"Was soll ich Ihnen zu Ehren spielen?" wurde Georg Bernhard Shaw
einmal von einem Orchesterdirigenten im Restaurant gefragt. " Es
wäre mir am liebsten, wenn Sie mit mir eine Partie Schach spielen
würden." antwortete der Spötter Shaw.

"So ein kurzer Zug!"

Wilfried Paulsen (1828-1901), der Bruder des berühmten
Schachmeisters Louis Paulsen war von Beruf Landwirt und ein
bekannter Kartoffelzüchter. Doch auch vom königlichen Spiel
verstand er so einiges und stand seinem Bruder im Können wohl nur
um weniges nach. Beim Turnier in Aachen 1868 spielte er auch
gegen Zukertort. In der Art eines bedächtigen Landmannes
überlegte er in Ruhe seine Züge, während sich der
temperamentvolle Gegner unters Publikum mischte und angeregt
mit einer reizenden jungen Dame unterhielt. Paulsen aber saß
regungslos, wie aus Stein gemeißelt am Brett. Endlich, nach 70
Minuten, "erwachte" er und führte zögernd den Zug Dd1-e2 aus.
Worauf besagte Dame spontan rief: "Mein Gott ist das ein närrisches
Spiel! Erst überlegen Sie wer weiß wie lange, dann machen Sie so
einen kurzen Zug."

Lasker

Im Frühjahr 1895 hielt Emanuel Lasker in London Vorlesungen über
das Schachspiel. Einmal wurde er von einem jungen Zuhörer
gebeten, ihm doch ein paar Tips zum Zweispringerspiel zu geben.
Lasker zeigte ihm rasch einige aktuelle Varianten. Sein Partner hörte
ihm geduldig zu. Als Lasker zum Schluß gekommen war und ihn
fragte, ob er sich nun einigermaßen auskenne mit dem
Zweispringerspiel im Nachzuge, schüttelte der andere betrübt den
Kopf und erwiderte: "Sie meinen ein ganz anderes Zweispringerspiel
als ich. Meister Blackburne spielt hin und wieder gegen mich. Dabei
gibt er mir seine beiden Springer vor, und ich komme einfach nicht
an, gegen seine verflixte Eröffnung!"

Sportberichterstattung

Der Hamburger Meisterspieler Paul Krüger (1871-1939) nahm in den
zwanziger Jahren an einem kleinen Lokalturnier teil und wurde vom
Reporter des Kreisblattes interviewt. Es stellte sich heraus, daß der
Mann von der schreibenden Zunft nicht die leiseste Ahnung von
Schach besaß, und Krüger ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen,
ihn kräftig zu veräppeln. Am nächsten Tag lasen die erstaunten
Abonnenten des Blättchens: "Die spannendste Partie der gestrigen
Runde wurde zwischen dem Hamburger Meister Krüger und
unserem Spitzenspieler M. ausgetragen. M. eröffnete als
Anziehender diesmal mit den schwarzen Steinen. Der Gast parierte
mit der gefürchteten Königstigervariante des Damenspiels, und es
gelang ihm, den König frühzeitig ins Spiel zu bringen. In einer Serie
kraftvoller Züge griff der weiße König die schwarze Dame an, jagte
sie über das Schachbrett und lockte sie schließlich in eine tödliche
Falle!"
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #10 (permalink)  
Alt 20.01.2006, 11:31
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James Bond 007
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Zitat:
Sie sind noch zu jung!

Beim internationalen Turnier 1914 in Petersburg gewann der 72
jährige Großmeister James Harry Blackburne gegen den
sechzigjährigen Isidor Gunsberg. "Sie sind noch zu jung um mit mir
zu spielen." sagte Blackburne darauf scherzhaft zu seinem Partner.
Diese Anekdote habe ich einmal sogar noch besser gesehen:

Einmal soll ein 93-jähriger Großmeister (kann mich nur nicht erinnern, wer das war) gegen einen 95-jährigen gespielt haben und als der 93-jährige gewann, meinte dieser scherzhaft: "Die Jugend hat triumphiert."
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #11 (permalink)  
Alt 20.01.2006, 19:10
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Kampfkuenstler
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Sooooo ! Hier habt Ihr noch was, als "Gute Nacht"- Lektüre


Tartakowa

Savielly Tartakower (1887-1956), promovierter Jurist von Beruf,
Schachmeister aus Berufung, gab einst in Wien eine
Simultanvorstellung. Dabei passierte es, daß er einen simplen
Figurenverlust übersah. Als er das Malheur überdachte, trat der
Kellner heran und servierte seinem Gegner einen Kaffee, den der
geistesabwesende Großmeister im Handumdrehen austrank. Sein
Kontrahent ärgerte sich so sehr darüber, daß er seinerseits einen
Offizier einbüßte. Zum Verlauf dieser Partie befragt, erklärte
Tartakower: "Zuerst stellte ich eine Figur ein, dann mein Gegner
einen Kaffee, und dieses Handicap war für ihn zu groß!'

Carl Carls

Der starke Bremer Meister Carl Carls (1880-1958) eröffnete mit den
weißen Steinen stets mit 1.c4. Das war so sicher wie das Amen in
der Kirche und in Deutschland hieß die Eröffnung mit 1.c4 deshalb
auch lange Zeit Bremer Eröffnung. Eines Tages setzte er sich zu
einem Mannschaftskampf ans Brett, griff mit Schwung nach dem c-
Bauer und mit einem Ruck flog die Spielplane in die Luft und die
darauf befindlichen Figuren quer durch den Turniersaal - mit
Ausnahme des c-Bauern. Seine Mannschaftskollegen hatten in der
Nacht diesen am Brett von Carls mit starkem Klebstoff festgeklebt.

Sämisch in Zeitnot 1

Fritz Sämisch (1896-1975), der respektable Großmeister, der fast in
jeder Turnierpartie in Zeitnot zu geraten pflegte, sollte in einer
norddeutschen Kleinstadt eine Simultanvorstellung geben. Als er
schließlich mit einiger Verspätung im Spielsaal eintraf, war seine
Kleidung ziemlich derangiert und sein Gesicht wies frische
Hautabschürfungen auf. "Um Gottes willen, was ist denn passiert?"
wurde er von seinen Schachfreunden gefragt, die ihn sofort
umringten. "Ach", meinte Sämisch, "ich war etwas spät dran und lief
in Eile über die Straße, da hat mich ein Motorradfahrer erwischt!' Da
kam eine vorwitzige Stimme aus der Runde: "Also wieder die leidige
Zeitnot!"

Sämisch in Zeitnot 2

Bei einem Turnier spielte Tröger gegen Sämisch, Sämisch
überschritt die Zeit, merkte es nicht und brütete weiter über der
Stellung. Tröger bat den Schiedsrichter "aus journalistischem
Interesse", Sämisch nicht zu stören. Er wollte herausfinden, wie
lange es dauern würde, bis er seine Zeitüberschreitung bemerkte.
Es dauerte. Endlich, nach nicht weniger als 40 Minuten blickte
Sämisch hoch, schaute auf die Uhr und reichte die Hand zur
Gratulation.

Sämisch und das Geld

Nach dem Krieg hatte Sämisch, ein Lebenskünstler ohnegleichen,
was nichts anders meint, als daß er auch mit weniger als nichts
seinen Lebensunterhalt zu bestreiten wusste oder musste, ein
bescheidenes Auskommen als Schachprofi, indem er Partien in
einem Mannschaftswettbewerb gegen Geld bestritt. Bezahlt wurde
er pro Zug und sofort. Das heißt: Nach jedem Zug bekam er eine
Mark. Der Manschaftsführer saß neben ihm und legte tatsächlich
nach jedem von Sämisch gemachten Zug eine Münze auf den Tisch.
Irgendwann ging dem Zahlmeister das Münzgeld aus. Und Sämisch
zog nicht mehr. Eiligst konnte ein Schein gewechselt, der letzte Zug
abgegolten werden. Und als die Münze den kleinen Stapel
vergrößerte, erwachte der Meister und machte seinen nächsten Zug.
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #12 (permalink)  
Alt 22.01.2006, 19:04
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Kampfkuenstler
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MOin


Noch was für den Abend.

Das Verhalten der Verlierer

"Da haben wir, was vielen zur Leitschnur dienen mag, den Bericht
von dem Zweikampf des gefürchteten Kaffehausspelers Burletzki
überliefert bekommen, der, es soll im Jahre 1908 gewesen sein,
aber die Erinnerung daran will nicht verblassen, mit dem
süddeutschen Meister Köhnlein einen Wettkampf auf 6
Gewinnpartien ausmachte. Er ging mit starkem Selbstvertrauen und
Ichgefühl (das -ch- sprach er mit lautem Gaumenlaut aus) in den
Kampf, aber die erste Partie gewann Köhnlein.

Burletzki: Ich habe einen dummen Fehler gemacht.

Die zweite Partie gewann Köhnlein.

Burletzki: Alle Partien kann man nicht gewinnen.

Die dritte Partie gewann Köhnlein.

Burletzki: Ich bin heute nicht in guter Form.

Die vierte Partie gewann Köhnlein.

Burletzki: Er spielt nicht schlecht.

Die fünfte Partie gewann Köhnlein.

Burletzki: Ich habe ihn unterschätzt.

Die sechste Partie gewann Köhnlein.

Burletzki: Ich glaube, er ist mir ebenbürtig."

(Beheim-Schwarzbach: Lobrede auf die Besiegten, in Knaurs
Schachbuch)

eben deswegen

Als der damalige Weltmeister Aljechin bei einem Spaziergang in
Paris ein kleines Café betrat, um dort eine Erfrischung
einzunehmen, bemerkte er, daß im selben Raum Schach gespielt
wurde. Nach einer Weile wurde er von einem Herrn gebeten, mit ihm
doch eine Partie Schach zu spielen. Der Weltmeister willigte ein, die
Gegner setzten sich daraufhin an einen Tisch und stellten die
Figuren auf.
“Ich gebe Ihnen einen Turm vor”, sagte der Weltmeister.
Leicht entrüstet erwiderte sein Kontrahent: “Aber wieso denn? Sie
kennen mich doch überhaupt nicht.”
“Eben deswegen!” antwortet Aljechin.

Die selbe Geschichte gibt es auch in einer anderen Form:

Nachdem Aljechin den WM-Titel von Capablance gewonnen hatte,
verbrachte Capa einiges seiner Zeit damit in einem besonderen
Café in Paris herumzuhängen. Freunde, Bekannte und andere
kamen vorbei um mit dem charismatischen Exweltmeister zu trinken
und zu spielen. Eines Tages als Capa gerade einen Kaffee trank
und die Zeitung las, blieb ein fremder an seinem Tisch stehen,
deutete auf das Schachbrett und gab ihm zu verstehen, daß er
spielen möchte. Capa war auch in Stimmung. Sein Gesicht leuchtete
auf, er legte die Zeitung zur Seite griff nach dem Brett und steckte
seine Dame in die Hosentasche. Sein Gegner (der offenbar keine
Idee hatte wer Capablanca war) reagierte leicht verärgert: "Hey! Sie
kennen mich doch gar nicht! Ich könnte sie schlagen!". Worauf Capa
sanft lächelnd antwortete: "Mein Herr, wenn Sie mich schlagen
könnten, würde ich Sie kennen."

Also wer war's nun Aljechin oder Capablanca?


Wer gewinnt?

Bei einem englischen Turnier geriet der damalige Weltmeister
Aljechin durch ein zu riskantes Spiel gegen seinen Gegner in eine
äußerst fatale Lage.
Aljechin gelang es dennoch mit viel Glück, sich bis zum Abbruch zu
retten.
Voller Stolz zeigte sein Gegner dann in der Mittagspause die
Abbruchstellung einem Dr. Tartakower und fragte diesem dann nach
einigen Erläuterungen: “Nun, was denken Sie, wer gewinnt die
Partie?”
Darauf Dr. Tartakower trocken: “Aljechin.” “Aber wieso denn? Ich
habe doch die viel bessere Stellung!”, rief Aljechins Gegner erstaunt.
Dr. T. antwortete: “Ja, aber Sie haben mich ja nicht gefragt, wer die
bessere Stellung hat, sondern wer die Partie gewinnt” und
verschwand daraufhin.
Tatsächlich konnte Aljechin die Partie letztendlich für sich
entscheiden.

Remis?

1953 sollte zwischen Najdorf und Boleslawski während ihrer
Turnierpartie in Zürich folgende Unterhaltung stattgefunden haben.
Najdorf: “Remis?”
Boleslawski: “Nein!”
Najdorf nach einiger Zeit nachdenklich: “Spielen Sie auf Gewinn?”
Boleslawski: “Nein!”
Najdorf sofort: “Also doch Remis?”
Boleslawski: “Nein!”
Najdorf: ”Spielen Sie auf Verlust?”
Boleslawski: “Nein!”
Najdorf: “Ja was wollen Sie denn?”
Boleslawski: ”Spielen!”


en passant

Zum wiederholten Mal fand ein Wettkampf zwischen der Mannschaft
eines Schachvereins und der eines Irrenhauses mit Ärzten und
Insassen statt, wobei nicht immer der Schachverein siegte!
Während des Spiels schlug ein Mitglied des Schachvereins einen
Bauern seines Gegners “en passant”.
Jener stutzte und fragte, was dies bedeuten solle.
Sein Kontrahent erklärte ihm, daß ein ganz regulärer Zug
stattgefunden habe.
Doch er ließ sich davon nicht überzeugen und sagte: ”En passant!
En passant! Nee, nee! Es mag sein, daß wir alle hier verrückt sind,
aber sooo verrückt sind wir nun doch nicht. Stellen Sie nun den
Bauern wieder hin!”.
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Alt 22.01.2006, 20:37
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  Copyright auf Anekdoden ??? Beitrag #14 (permalink)  
Alt 23.01.2006, 15:35
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Na wenns son Spaß macht


Richard Wagner

Wilhelm Steinitz war ein absoluter Verehrer des Komponisten
Richard Wagner.
Eines Tages spielte Steinitz im Wiener Schachclub einige Partien
mit einem Unbekannten.
Als sich dieser zu später Stunde mit der Bemerkung, er reise am
nächsten Morgen nach Bayreuth, um dort als Cellist im
Festspielorchester mitzuwirken, verabschiedete, rief Steinitz: ”Dann
sehen Sie ja Richard Wagner. Richten Sie den Meister bitte aus,
daß ich, der Weltschachchampion, ihn höher schätze als Mozart und
Beethoven - ja, daß ich seine Musik als den Gipfel der Kunst
ansehe!”
Wie es der Zufall wollte, trafen sich die beiden Herren einige
Wochen später erneut im Schachclub.
“Haben Sie Wagner meine Worte übermittelt?” erkundigte sich
Steinitz umgehend.
Der Cellist gab nickend zurück: ”Ja, und Wagner meinte zu mir: ”Ihr
Steinitz versteht von Musik wahrscheinlich soviel wie vom Schach!”


ein unerwarteter Erfolg

Um seine finanzielle Lage zu verbessern, spielte der Weltmeister
Steinitz regelmäßig in einem Londoner Caféhaus Schach-
Schnellpartien um Geld.
Die Beträge waren nicht so klein wie früher in Wien, meist handelte
es sich um ein englisches Pfund.
Einer seiner besten Dauerkunden war ein englischer
Geschäftsmann, der jedoch sehr schwach spielte, daher immer
verlor.
Nachdem sich dieser Spielverlauf wochenlang wiederholt hatte,
überlegte ein Freund Steinitzs, ob es nicht ratsamer sei, seinen
wohlhabenden Partner auch einmal gewinnen zu lassen, bevor jener
das Interesse am Schachspielen mit dem Weltmeister verliere und
Steinitz somit seinen besten Kunden.
Diese Überlegung erschien auch Steinitz sinnvoll und er beschloß
daraufhin, die nächste Partie zu verlieren.
So stellte er im anschließendem Spiel seine Dame ungedeckt
seinem Gegner entgegen.
Als jener dies schließlich nach sechs weiteren Zügen bemerkte und
die Dame schlug, gab Steinitz sofort auf.
Er schob die Schachfiguren zusammen und begann, sie für die
nächste Partie aufzustellen.
Davon wollte sein Gegner allerdings nichts mehr wissen.
Er schrie: ”Ich habe den Weltmeister besiegt! Ich habe den
Weltmeister besiegt!”, stürmte aus dem Caféhaus und wurde dort
nie mehr gesehen.

Schachspieler als Beruf

Während einer Zugfahrt nach London kam der Weltmeister Steinitz
mit einem - wohlhabend aussehenden - Geschäftsmann ins
Gespräch.
Im Laufe der Unterhaltung wurde Steinitz gefragt, welchen Beruf er
denn ausübe.
“Ich bin Schachspieler, mein Herr!”, lautete seine Antwort.
“Gut, aber ich wollte gern wissen, was Ihr Beruf ist”, entgegnete der
Geschäftsmann.
Daraufhin Steinitz: ”Ich spaße nicht - Schachspieler ist wirklich mein
Beruf.”
Der Gentleman, der von seiner achtjährigen Tochter begleitet wurde,
schaute äußerst ungläubig.
Doch plötzlich mischte sich die Tochter, in das Gespräch ein:
”Spielen Sie immer noch Schach?”
Steinitz lächelte und meinte: ”Freilich - und warum auch nicht?”
“Ich habe mit den Figuren gespielt”, entgegnete daraufhin die
Achtjährige, “als ich noch ganz klein war - aber jetzt spiele ich schon
lange nicht mehr damit.”

Selbstbewußtsein

Während eines Wettkampfes wurde Steinitz einmal gefragt, wie er
denn seine Chance sehe, dieses Turnier zu gewinnen.
Gesagt haben soll er: ”Ich habe die besten Aussichten, den ersten
Preis zu gewinnen - denn jeder muß gegen Steinitz spielen, nur ich
nicht!”

der Verzweiflungszug

Bei einem anstehenden Vereinswettkampf fehlte einer der beiden
Mannschaften ein Spieler.
Folglich hatte der Kapitän dieser Mannschaft für einen Ersatzspieler
zu sorgen.
Zur Verfügung stand ausgerechnet einer der schlechtesten - als
Angeber bekannter - Schachspieler.
Allerdings erschien es in jener Notsituation besser, diesen als gar
keinen Spieler einzusetzen.
Nach ungefähr einer halben Stunden des Wettkampfes betrachtete
der Kapitän die Schachstellungen seiner Vereinsmitglieder und
bemerkte - keinesfalls überrascht - daß sein ausgewählter Spieler
schon vollständig auf Verlust stand.
Im Geiste sah er diese Partie schon als verloren an.
Jedoch nach kurzer Zeit wurde ihm von seinem ausgewählten
Spieler mitgeteilt, daß er die Partie gewonnen habe.
“Aber wie war denn das nur möglich? - Sie standen doch total auf
Verlust!”, rief der Mannschaftsführer.
“Ja, natürlich”, antwortete der Spieler.
“Das habe ich auch gemerkt und so entschloß ich mich zu einem
alten Trick. Ich zog meine Dame auf den Königsflügel, setzte sie mit
Getöse auf und schrie Schach, starrte dabei auf seinen König und
griff aber gleichzeitig seine ungedeckte Dame an. Mein Gegner zog,
ohne zu überlegen, seinen König aus dem Schach und ich nahm die
Dame.”
“Und was hätten Sie gemacht, wenn Ihr Gegner die Dame getauscht
hätte?”, erkundigte sich der Kapitän.
“Aber das war ja gerade der Trick, meine Dame war nämlich auch
ungedeckt!”

Der Schlaf des Gerechten

In Bukarest fand 1949 in einem kleinen Theatersaal ein
internationales Schachturnier statt. Auf der Bühne saßen die
Schachmeister an ihren Tischen, im Hintergrund der Szene wurden
die Partien auf großen Demonstrationsbrettern nachgezogen. Die
besten Aussichten auf den ersten Preis hatten Ludek Pachmann und
Pal Benkö. Der junge damals noch für Ungarn spielende Meister war
den heiteren Seiten des Lebens nicht minder zugeneigt. Zusammen
mit Freunden hatte er die ganze Nacht in Tanzlokalen verbracht.
Wenn man bloß am nächsten Tag nicht Schach spielen müßte.
Bleich und übernächtigt saß der schwarzgelockte Ungar dem
polnischen Meister Tarnowski gegenüber. Viereinhalb Stunden
schien alles gut zu laufen. Benkö führte seine Partie durch alle
Fährnisse. Nur noch wenige Züge hatte er zu machen; seine
Bedenkzeit betrug noch genau zehn Minuten. Er stand auf Gewinn.
Doch es sollte nicht sein. Benkö rührte keine Figur mehr an. Neben
dem Schachbrett hatte er sein müdes Haupt gebettet und schlief.
Um so wacher war sein Gegner. Schweigend, mit blitzenden Augen
hielt er jeden fern, der sich dem Tisch nähern wollte. Die Vorschrift
gab ihm recht; niemand, auch der Schiedsrichter nicht, darf einen
Spieler zum Ziehen oder betätigen der Schachuhr auffordern.
Meister Löwenton leitete das Turnier als Schiedsrichter. Er tat seine
Pflicht mit Eifer und Leidenschaft. Mit beschwörenden Gesten
umkreiste er auf leisen Sohlen den Schachtisch, wo Benkö noch
immer schlief, während die Uhr tickte und der Zeiger sich hurtig und
bedrohlich dem Fähnchen näherte, dessen Fall das Ende der
Bedenkzeit anzeigt. Als Löwenton behutsam, den Blick auf den
schlafenden Benkö gerichtet, einige Schritte zurücktrat, geschah ein
Wunder, das lähmendes Entsetzten auslöste. Löwenton verschwand
wie durch Zauberei von der Bühne.
Die Zuschauer, die Spieler hielten den Atem an. Da wurde plötzlich
eine Brille sichtbar, eine Hand hob sie in die Höhe, dann tauchte das
erstaunte Gesicht des Schiedsrichters auf, der mit einiger Mühe aus
dem Souffleurkasten kroch, in den er hineingefallen war. Auch jetzt
erwachte Benkö nicht. Er verlor die Partie durch Zeitüberschreitung.

Er bedrohte ihn mit Rauchen

Großmeister A. Nimzowitsch hatte eine empfindsame und explosive
Natur. Er war in Meisterkreisen bekannt, daß er als Nichtraucher
besonders anfällig dafür war, wenn ihn ein Gegner mit
Zigarrenqualm einzunebeln versuchte. Beim Kandidatenturnier 1927
in New York hatte Nimzowitsch seinem Gegner Dr. Vidmar vor ihrer
Partie gebeten, nicht zu rauchen. Der jugoslawische Großmeister
war einverstanden, allerdings nur mit der Einschränkung, daß er nur
dann eine Zigarre nehmen würde, wenn er in eine sehr schlechte
Stellung kommen würde. Das Treffen verlief nikotinfrei- Dr. Vidmar
gewann! Der verärgerte Nimzowitsch beschwerte sich daraufhin
beim ungarischen Turnierleiter G. Maroczy, über das verdammte
Rauchen. Erstaunt erwiderte der Turnierleiter: "Aber ihr Gegner hat
doch gar nicht geraucht!" "So nicht geraucht sagen sie? Schlimmer
als das er hat mich mit Rauchen bedroht! Ständig lag die Zigarre
neben dem Schachbrett, so daß ich mir sagte machst du jetzt einen
starken Zug greift er zur Zigarre. Wie kann ich dabei die Partie
gewinnen? Und sie als Turnierleiter wissen selbst, daß die Drohung
stärker als die Ausführung ist.

Nimzowitsch

Eines Tages besuchte Nimzowitsch Israel und ging anonnym in den
ortsansässigen Lasker-Schach-Club. Natürlich fegte er jeden vom
Brett als ihm einer der älteren Kibitze sagte: "Sie sind ein sehr guter
Spieler, Ihr Stil erinnert mich ein wenig an Nimzowitsch ... ".

Geändert von Kampfkuenstler (23.01.2006 um 15:38 Uhr)
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Alt 23.01.2006, 16:59
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Basti
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