Nicht nur Schach gehört mein Herz, sondern auch dem Fussballverein meiner Heimatstadt. Dortmund!
Seit über 15 Jahren pilger ich zu den Heimspielen ins Stadion, habe viele Höhen und Tiefen miterlebt, aber was gestern durch die Medien ging hat einen echt schon getroffen. Man muss mit ansehen, wie Manager (ob sie diesen Titel überhaupt verdienen?) die Hoffnung und die Liebe einer ganzen Region an den Rand des Ruins, an den Rande der Insolvenz getrieben haben.
Fassungslos muss man sich als Fan fragen, wie es möglich gewesen ist einen soliden Verein innerhalb von wenigen Jahren durch Fehlinvestitionen -konzepte und -spekulationen finanziell so zu zerstören?
Wie weich muss der Untergrund der finanziellen Planungen gewesen sein, dass ein Scheitern in der Champions-League-Qualifikation (die Teilnahme ist ja sportlich so schlecht nicht) im Elfmerterschießenalles alles über den Haufen wirft? Warum trifft die Kirch-Krise den schwatz-gelben Verein mehr als alle anderen Vereine der BuLi zusammen?
Warum helfen in einer solchen Lage die Politiker der Stadt Dortmund ihrem in Europa wichtigstes Aushängeschild nicht? Die positiven Nebeneffekte für Stadt und Land die der Fußball mit sich brachte wurden ja auch gern mitgenommen...
Fragen über Fragen über ein Sinnbild des Scheiterns durch Kommerzialisierung des Sportes!
Bestimmt findet aber der DFb einen Grund Dortmund gleicher als gleich bei der Vergabe der Lizenz sein zu lassen...was gegenüber allen Lauterern und Dresdenern eine Frechheit wäre...muss man selbst als Dortmunder anerkennen.
Zurück bleibt der Fan und Menschen, für die der Verein bei hoher Arbeitslosigkeit eine Hoffnung und ein wenig Farbe im Alltag ist, während sich die Verantwortlichen die Taschen vollgestopft haben.