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Ich hab ne Aufgabe, die ich allerdings nicht lösen kann.
Angeblich soll es Matt in drei sein, aber ich finde nur ein Matt in 4.
Könnt ihr mir helfen??
Vielleicht kennt auch der ein, oder andere die Aufgabe...
Also, ich sehe hier ein Matt in 1 Zug. Aus der Diagrammposition geht hervor, daß Schwarz zuletzt b7-b5 gezogen haben muß.
D.h. Weiß zieht 1.axb6# (e.p.)
Angeblich soll es Matt in drei sein, aber ich finde nur ein Matt in 4.
Zitat:
Zitat von minx
Also, ich sehe hier ein Matt in 1 Zug. Aus der Diagrammposition geht hervor, daß Schwarz zuletzt b7-b5 gezogen haben muß.
D.h. Weiß zieht 1.axb6# (e.p.)
Ach nein, so simpel
Ich hab´s dann auch später gesehen, es kann nur das e.p.-Matt sein.
Ich hab mir 2 Stunden lang die Zähne dran ausgebissen.
Aber ich bin nicht darauf gekommen, von hinten zu denken.
Naja, eine kleine Korrektur wäre noch anzubringen.
b5 war nicht der einzige Zug, den Schwarz hätte ziehen können...
Ja, Du hast Recht! Der letzte Zug von Weiß kann ein Schlagzug gewesen sein. Z.B. Txh7 und der Bauer auf b5 stand schon möglicherweise eine ganze Weile da. Damit gibt es aber nicht das matt mit axb e.p. Ein Matt in drei sehe ich auch nicht und Houdini auch nicht. Matt in vier passt.
Ja, Du hast Recht! Der letzte Zug von Weiß kann ein Schlagzug gewesen sein. Z.B. Txh7 und der Bauer auf b5 stand schon möglicherweise eine ganze Weile da. Damit gibt es aber nicht das matt mit axb e.p. Ein Matt in drei sehe ich auch nicht und Houdini auch nicht. Matt in vier passt.
Nein.
In Schachaufgaben ist immer Weiß am Zug.
Der letzte vorhergehende Zug kann nicht Txh7 oder ein anderer Zug von Weiß gewesen sein, sondern es muss sich um einen Zug von Schwarz gehandelt haben.
Zitat:
Zitat von postnubilaphoebus
Naja, eine kleine Korrektur wäre noch anzubringen.
b5 war nicht der einzige Zug, den Schwarz hätte ziehen können...
Doch, es war der einzige Zug.
Zitat:
Zitat von postnubilaphoebus
Aber Schwarz hätte auch einfach b6 ziehen können
Was meinst du damit?
a) Der letzte Zug war b7 nach b6: dann würde der Bauer jetzt im Diagramm nicht auf b5, sondern auf b6 stehen.
b) Der letzte Zug war b6 nach b5: kann nicht sein, weil dann der weiße König auf c5 im Schach gestanden hätte.
Also: der letzte Zug von Schwarz kann kein anderer als b7 nach b5 gewesen sein.
Das en passant Schlagen ist damit statthaft.
@HMarkus
Es bestreitet ja niemand, dass Schwarz b5 im letzten Zug gezogen hat. Ich meine nur, er hatte die Alternative b6. Das ist eine Sache der Formlulierung, jetzt verstehst du aber, was ich meine?
@HMarkus
Es bestreitet ja niemand, dass Schwarz b5 im letzten Zug gezogen hat. Ich meine nur, er hatte die Alternative b6. Das ist eine Sache der Formlulierung, jetzt verstehst du aber, was ich meine?
Jetzt verstehe ich, was du meinst.
Für die Aufgabenstellung ist es aber uninteressant.
Für alle, die das ganze vielleicht noch nicht ganz durchschauen, etwas ausführlicher:
1. In Schachaufgaben ist immer Weiß am Zug - ausgenommen den Fall, dass sich aus der Position ergibt, dass Schwarz nicht zuletzt gezogen haben kann, dann ist ausnahmsweise in der Ausgangsstellung Schwarz am Zug. (Es gibt übrigens tatsächlich Aufgaben, deren wesentlicher Inhalt genau darin besteht, genau das zu erkennen.)
2. Untersucht man die Ausgangsstellung, ergibt sich, dass diese mit Weiß am Zug nur dadurch entstanden sein kann, dass Schwarz zuletzt b7 nach b5 gezogen hat. Also ist das Schlagen en passant statthaft.
3. Dass Schwarz in der Stellung, wie sich vor b7 nach b5 darstellte, noch eine andere Zugmöglichkeit zur Verfügung stand, ist daher für die Aufgabenstellung gänzlich unerheblich.
Für die Aufgabenstellung ist es aber uninteressant.
Für alle, die das ganze vielleicht noch nicht ganz durchschauen, etwas ausführlicher:
1. In Schachaufgaben ist immer Weiß am Zug - ausgenommen den Fall, dass sich aus der Position ergibt, dass Schwarz nicht zuletzt gezogen haben kann, dann ist ausnahmsweise in der Ausgangsstellung Schwarz am Zug. (Es gibt übrigens tatsächlich Aufgaben, deren wesentlicher Inhalt genau darin besteht, genau das zu erkennen.)
2. Untersucht man die Ausgangsstellung, ergibt sich, dass diese mit Weiß am Zug nur dadurch entstanden sein kann, dass Schwarz zuletzt b7 nach b5 gezogen hat. Also ist das Schlagen en passant statthaft.
3. Dass Schwarz in der Stellung, wie sich vor b7 nach b5 darstellte, noch eine andere Zugmöglichkeit zur Verfügung stand, ist daher für die Aufgabenstellung gänzlich unerheblich.
Bei 1. ist die Formulierung "in Schachaufgaben" nicht ganz korrekt. Beim direkten Matt (also "Matt in x Zügen") ist Weiß am Zug, das stimmt. Es gibt aber auch andere Schachaufgaben.
Beim "Hilfsmatt in x Zügen" ist Schwarz am Zug.
Dabei geht es darum, dass beide Seiten so spielen, dass das Matt (des sK) im x.ten Zug erreicht werden kann ("kooperatives Matt").
Eine dritte Form ist das "Selbstmatt in x Zügen". Hier ist wieder Weiß am Zug, er zwingt den Schwarzen, so zu spielen, dass er selbst (Weiß) im x.ten Zug matt wird.