Eigentlich genügt die Angabe des 1.Zuges nicht.
1.Dh5! (Zugzwang!)
1... Se5 (oder 1... Kxe3) 2.Lc5 matt.
1... Sd2 zieht beliebig (ausser e5) 2.Dh8 matt.
1... Sa1 zieht beliebig 2.Sc2 matt.
1... gxh5 2.Sf5 matt.
Beim Zweizüger geht es oftmals nicht nur um den Schlüsselzug, in manchen Zweizügern spielen auch die sog. "Verführungen" (also Züge, die nur an einer einzigen (oftmals unerwarteten) schwarzen Verteidigung scheitern) eine Rolle.
Hier z.B. 1.Dg3? dieser Zug scheitert alleine an 1... Sf4!
Es gibt Zweizüger, die den Gehalt weiter vertiefen, z.B. mit dem Thema "Mattwechsel". Stichwort "Satzmatts".
Es gibt Zweizüger, die z.B. so funktionieren:
die Verführung (die mit einem bestimmten Matt X droht) scheitert an einem bestimmten schwarzen Zug Y, im realen Spiel (der "echten" Lösung) folgt jedoch auf die Drohung (eines anderen Matts) auf den Zug Y genau dieses eine Matt X.
Man nennt so etwas "Dombrovskis Paradox" (so eins hab ich selber mal komponiert). Das sind aber nur Beispiele für eine nahezu unerschöpfliche Vielfalt, die es in der Welt der Zweizüger gibt.
Meredith gehört natürlich zu den bekannten Leuten im klassischen Problemschach, es gab viele andere mehr, viele von ihnen haben zu bekannten Themen ihren Namen beigesteuert ("Novotny-Verstellung"), manche Themen haben auch andere Namen ("Inder"). Da könnte man beliebig weitermachen...

Olli