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29.09.2011, 09:43
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Meister des Matts
DWZ/Elo: 1888
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Registriert seit: 06.2009
Ort: Deutschland
Beiträge: 287
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Nach dem Figureneinsteller 14...0-0-0?? war die Partie für Weiß glatt gewonnen.
Statt 27.h4 - was den Bauern c2 unnötig aufgibt - hätte ich 27.Le4 gespielt und anschließend Tf1 und Tf2.
Auch die Schlussstellung ist leicht gewonnen für Weiß. Einfach Te1 nebst Te6 und Txf6 und Txh6.
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30.09.2011, 15:00
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 1903
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Registriert seit: 06.2011
Beiträge: 54
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Hallo, zu erst mal, schau nicht auf meine DWZ, ich bin Jugendspieler und deswegen hängt sie mir hinterher (habe letztes Turnier 400 Pkt. dazu gewonnen).
Also, nun zu deinem Spiel. Du hast Spaß daran, Läufer zu fianchetieren (hoffe, das ist so richtig geschrieben). Allerdings bist du dann schlecht beraten, wenn du 1.e4 spielst. Fianchetierungen nach 1.e4 kommen nur äußerst selten vor. Zudem ist es zu passiv, für das aggressive 1.e4.
Es passt eher in 1.d4 Spiele. (Vielleicht ist das ja das richtige für dich. Bist du eher ein positioneller Spieler, oder haust du gern auf die Pauke? Wenn ersteres, dann probier´ doch mal 1.d4. Eine umstrittene These, die ich aber vertrete, ist, dass der Charakter sich im Spiel widerspiegelt. Wenn du also eher ruhig bist, probier´1.d4, wenn du hibbelig, aggressiv, oder sonstiges in diese Richtung bist, bleib bei 1.e4, gewöhn´dir aber das Fianchetieren ab.)
Weiterhin ist es wichtig, dass du deine Taktik verbesserst. Ich sehe nämlich nicht, was weiß nach 17. ... Sxe5 18. dxe5 Dxe5 hat.
Außerdem ist es auch wichtig (aber genieße diese Regel mit Vorsicht) in einer aggressiven Stellung (wie sie so oft nach 1.e4 ensteht) seine Figuren zu behalten, um eventuell einen durchschlagenden Angriff zu kreieren.
So ist zum Beispiel 12. Sxd7 nicht im Sinne des Angreifers.
Du hast im 15. Zug bereits eine Figur gewonnen, gratuliere. Allerdings sollte man aufpassen, selbst wenn man eine Figur gewonnen hat, danach nicht zu passiv zu spielen. Du hast immer noch eine Armee zu führen. Das heißt also, weiter angreifen, Pläne suchen, den Gegner in die Enge treiben.
Ein weiterer, wichtiger Punkt ist, nicht alles, was du schlagen kannst, sollst du schlagen. 18.dxe5? erlaubt nämlich 1. dem Gegner einen taktischen Gegenschlag (Lc5+!) und ist 2. nicht im Sinne des Vorankommens, des Angriffs. Viel besser wäre hier, Df3 zu spielen. Greift den Bauern f7 an und bindet deine Dame gut in´s Spiel ein. 19. Db1 ist ebenfalls zu passiv. Die Frage ist natürlich, wovor du Angst hast. Du kannst ja mal deine Gedanken zu den jeweiligen Zügen uns mitteilen, das wäre eine große Hilfe. Ich breche hier ab, weil ich denke, dass ich die meisten Fehler erkannt habe.
Mein Tipp erstmal, ohne deine Antwort gelesen zu haben: Löse jeden Tag ein paar Taktikaufgaben deiner Spielstärke. Dann solltest du noch ein paar Schachklassiker lesen, die unbedingt nötig sind, wenn du vorankommen willst. Sag mir, wenn ich dir Buchempfehlungen geben soll.
Geändert von postnubilaphoebus (30.09.2011 um 15:03 Uhr)
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01.10.2011, 08:05
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Einsteiger
DWZ/Elo: 1357
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Registriert seit: 12.2009
Ort: Wien
Beiträge: 19
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Danke für die Hilfe
Zu euren Zugvorschlägen:
12Sxd7 Vielleicht hätte ich eher mit dem Bauern auf h2 nach h3 ziehen sollen um dann im nächsten Zug g3-g4 zu spielen.
so hätte ich eine Drohung gegen den Läufer aufgestellt.
18dxe5 war ein Fehler
Mit Df3 zu spielen wie von dir empfohlen könnte ich mich anfreunden, aber was hältst du von Lg2-h3+ ?
Der Zug 19 Db1 ist auch ein großer Fehler meinerseits, ich hätte viel eher 19.Lb2x e5
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01.10.2011, 16:03
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Hallo Stefan,
bei all den angesprochenen taktischen Ungenauigkeiten ist es doch im Ganzen eine ganz gute Partieanlage. Wie HMarkus würde ich in erster Linie bemerken, daß Du zum Schluß mysteriöserweise nicht gewinnst - dabei hast Du nach dem Damentausch doch eine glatte Mehrfigur in sehr übersichtlicher Stellung: das sollte eigentlich ein problemloser Sieg sein, oder? "Statt 27.h4 - was den Bauern c2 unnötig aufgibt - hätte ich 27.Le4 gespielt und anschließend Tf1 und Tf2." Natürlich gewinnt die Mehrfigur auch noch später bei 1 oder 2 (oder 3?) Minusbauern, aber hier konntest Du auf einfache Weise alles decken und dann den gegnerischen Turm vertreiben oder abtauschen, wonach der Rest ein Kinderspiel sein sollte (aber natürlich auch der Übung bedarf!)
Ich weiß jetzt nicht, ob das ein spezielles psychologisches Problem während der Partie war (Anspannung, Müdigkeit) oder ob Dir noch generell die Technik fehlt bzw. nicht perfekt sitzt. SO ETWAS kann man auch sehr gut gegen Schachcomputer trainieren: Solche oder ähnliche Quasi-Gewinnstellungen (mit Mehrfigur oder 2-3 Mehrbauern) aufbauen und etwa als Schnellpartie gegen die Blechbüchse ausspielen!
Es wäre außerdem der Übersichtlichkeit im Forum wegen nett gewesen, wenn Du Dir (nach dem Kopieren von der verlinkten Partie-Seite) die Mühe gemacht hättest, die ich mir im Folgenden gemacht habe: (normale/algebraische) Notation, deutschsprachig
1. e2-e4, d7-d5 2. e4xd5, Dd8xd5 3. Sb1-c3, Dd5-a5 4. b2-b3, c7-c6 5. Lc1-b2, Lc8-f5 6. Sg1-f3, Sb8-d7 7. g2-g3, e7-e6 8. Lf1-g2, h7-h6 9. 0-0, Sg8-f6 10. d2-d4, Da5-c7 11. Sf3-e5, Lf8-d6 12. Se5xd7, Dc7xd7 13. f2-f3, g7-g5 14. Sc3-e4, 0-0-0 15. Se4xf6, Dd7-e7 16. Sf6-e4, Lf5xe4 17. f3xe4, e6-e5 18. d4xe5, Ld6xe5 19. Dd1-b1, f7-f6 20. Lb2xe5, De7xe5 21. Tf1-d1, Td8xd1 22. Db1xd1, Th8-d8 23. Dd1-e1, De5-c5+ 24. De1-f2, Dc5-e5 25. Df2-f5+, De5xf5 26. e4xf5, Td8-d2 27. h2-h4, Td2xc2 28. Lg2-e4, Tc2-e2 29. Le4-g2, g5xh4 30. g3xh4, Kc8-c7 31. h4-h5, Te2-e5 32. Lg2-h3, Te5-e2 33. Lh3-f1, Te2-d2 34. Lf1-h3 remis
oder: Kurznotation, deutschsprachig
1.e4, d5 2.exd, Dxd5 3.Sc3, Da5 4.b3, c6 5.Lb2, Lf5 6.Sf3, Sd7 7.g3, e6 8.Lg2, h6 9.0-0, Sgf6 10.d4, Dc7 11.Se5, Ld6 12.Sxd7, Dxd7 13.f3, g5 14.Se4, 0-0-0 15.Sxf6, De7 16.Se4, Lxe4 17.fxe, e5 18.dxe, Lxe5 19.Db1, f6 20.Lxe5, Dxe5 21.Td1, Txd1 22.Dxd1, Td8 23.De1, Dc5+ 24.Df2, De5 25.Df5+, Dxf5 26.exf, Td2 27.h4, Txc2 28.Le4, Te2 29.Lg2, gxh 30.gxh, Kc7 31.h5, Te5 32.Lh3, Te2 33.Lf1, Td2 34.Lh3 remis
tracke
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04.10.2011, 11:58
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: 1903
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Registriert seit: 06.2011
Beiträge: 54
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Wie ich ja bereits sagte, hängt nach 11.Se5 schlichtweg ein Bauer.
h3 macht das ganze nicht besser. Außerdem hat der schwarze Läufer sowieso h7 als Rückzugsfeld.
Von Lh3+ halte ich genauso wenig, wie von Trackes Idee, die Stellung gegen den Computer zu spielen.
Das Problem an Lh3+ ist, dass du dem schwarzen König praktisch gibst, was er will. B8 ist nämlich sicherer als c8.
Wenn man mit Schach anfängt, neigt man dazu, zu glauben, dass Schach ein immer ein aggressiver und guter Zug sei. Das ist Schwachsinn, schlag dir das aus dem Kopf. Für mich ist Schach ein Zug, wie jeder andere auch und wenn ich ihn spiele, dann muss er Sinn ergeben.
Nun zu dem Vorschlag, eine gewonnene Stellung gegen den Computer zu spielen. Das zeigt einem höchstens, wie gut Schachprogramme heutzutage sind - mehr nicht.
Was du lernen musst sind Pläne.
Und dafür empfehle ich dir: Nimzowitch - mein System.
Nimm aber keine gekürzte Ausgabe oder so.
Es ist wirklich mühsam, über Seiten hinweg nur irgendwelche Diagramme und Analysen zu sehen. Nimzowitch erzählt hin und wieder auch was drum herum, Turniergeschichten etc. Außerdem hat er, obwohl er eine recht schwierige Person war, einen gutem Humor, solche Passagen sollte man also nicht missen.
MFG
postnubilaphoebus
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04.10.2011, 14:10
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Generell ist es bestimmt nicht gut, gegen Computer zu spielen, das ist richtig.
Turnierpartien gegen moderne Programme sind ziemlich sinnlos und machen nur depressiv.
Ich sprach aber vom Ausspielen vorteilhafter bis gewonnener Stellungen.
Z.B. Turm+2Springer gegen Turm, Dame gegen Turm, Turm+5Bauern gegen T+3B, T+L+2B gegen T+3B usw., abhängig von Spielstärke und Geschmack! - So etwas zu gewinnen lernt man am besten durch Übung, man findet aber kaum einen Sparringspartner, der jederzeit und wiederholt und geduldig die verlorene Seite übernimmt und dabei auch noch relativ guten&ernsten Widerstand leistet. DAFÜR ist ein Schachprogramm nicht schlecht. (Natürlich, in gewisser Weise würde ein Mensch in manchen verlorenen Stellungen eine andere Art von Widerstand leisten als ein Computer; der Mensch würde nicht die objektiv beste Gegenwehr sondern eventuell die mit dem höchsten Bescheiß-Faktor wählen; das ist aber erstmal unerheblich)
Entsprechend kann man mit einem Comp auch das Verteidigen schlechterer aber theoretisch remiser Stellungen üben, etwa T gegen T+L.
tracke
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05.10.2011, 13:43
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Neuling
DWZ/Elo: 1902
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Registriert seit: 02.2008
Ort: Wien
Beiträge: 6
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Stellungen mit dem PC ausspielen
Stimme trackes Meinung bestimmte Stellungen gegen den PC auszuspielen bzw. analysieren völlig zu. Der Lerneffekt ist speziell bei technischen Endspielen enorm. Capablanca erzählte immer wieder wie wichtig er Endspiele für die Entwicklung eines SchachspielerIn hält.
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