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06.10.2010, 15:57
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Einsteiger
DWZ/Elo: 1590
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Registriert seit: 08.2010
Beiträge: 17
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Bitte um Bewertung
Hallo,
bin nach 22 Jahren absoluter Pause wieder angefangen zu spielen. Gestern habe ich folgende Partie mit schwarz in einem Gemeindepokal gespielt. Wie ist die Partie zu bewerten, habe ich da die Megafehler gemacht? Schwarz fällt mir immer noch schwer.
Ich denke das ich bei Zug 13 den Gewinn verschenkt habe, mit DH4+ hätte ich wohl ein gutes Endspiel bekommen.
1. e4 - e5
2. Sf3 - Sc6
3. Lb5 - Sf6
4. Sc4 - a6
5. La4 - b5
6. Lb3 - h6
7.d4 - Lb7
8.d5 - Sa5
9. Sxe5 - Sxb3
10. axb3 - b4
11. Sa4 - Sxe4
12. De2 - Lxd5
13. f3 - De7
14. fxe4 - Dh4+
15. g3 - Dxe4
16. Dxe4 - Lxe4
17. 0-0 - Lxc2
Einigung auf 1/2 - 1/2
bei Zug 13 hätte ich wohl besserDh4+ spielen sollen,
(habe meine Springergabel auf seine Dame übersehen  )
das hätte mir wohl ein gutes Endspiel gegeben.
LG
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06.10.2010, 20:56
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Neuling
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Registriert seit: 10.2010
Beiträge: 4
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Hallo,
ich hab mir mal deinen Vorschlag angeschaut.
13. ... Qh4+
14. g3
Nach 14. ... Nxg3 hat er 15. Ng6+ und tauscht Damen.
Oder sehe ich da etwas falsch?
Geändert von sin (06.10.2010 um 21:01 Uhr)
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06.10.2010, 21:08
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Einsteiger
DWZ/Elo: 1590
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Registriert seit: 08.2010
Beiträge: 17
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Stimmt, dann kommt bei mir Nd4 mit Drohung auf c2 oder f3. Weiß könnte Kd1 ziehen, darauf kommt Nxf3 und Bauerngewinn und einer relativ geschlossenen Stellung für schwarz. Der Springer auf a4 kommt auch nicht richtig los.
Zitat:
Zitat von sin
Hallo,
ich hab mir mal deinen Vorschlag angeschaut.
13. ... Qh4+
14. g3
Nach 14. ... Nxg3 hat er 15. Ng6+ und tauscht Damen.
Oder sehe ich da etwas falsch?
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07.10.2010, 17:12
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2122/----
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Registriert seit: 08.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 89
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Hallo Ingo,
klar kann ich mal kurz über deine Partie drüber schauen, wenn du nicht ausgefeilte, computerunterstützte Analysen erwartest... Also dann:
1. e4 - e5
2. Sf3 - Sc6
3. Lb5 - Sf6
4. Sc3 - ...
Damit lenkt Weiß von seiner "Spanisch" eröffneten Partie ins "Vierspringerspiel" über. Der objektiv beste Zug für dich wäre nun wohl 4. ... Lb4. Auch 4. ... Sd4 ist wohl ganz gut spielbar. Beide Abspiele werden in der einschlägigen Eröffnungsliteratur erörtert...
4. ... a6?!
Obwohl dieser Zug in der Spanischen Partie als einer der besten (aber auch anspruchsvollsten) gilt, genießt er im Vierspringerspiel einen eher zweifelhaften Ruf. Es ist zwar nicht völlig klar, ob er diesen schlechten Ruf zu recht hat, aber die Anmerkung zum nächsten Zug zeigt dir die Richtung, in welche die Argumentation läuft...
5. La4(?!) - ...
Das ist eher nicht der kritische Zug. Wenn Weiß einen Vorteil erreichen will, dann müsste er 5. Lxc6 spielen. Der Unterschied gegenüber der spanischen Abtauschvariante ist, dass nun der Bauer e4 vom Springer c3 gedeckt ist. Nach 5. Lxc6 dxc6 6. Sxe5 Sxe4 (Sonst hat Schwarz einfach einen Bauern weniger.) 7. Sxe4 Dd4 8. 0-0 Dxe5 9. Te1 Le6 10. d4 Df5 11. Lg5! h6 (Statt dessen reicht 11. ... Ld6? nicht, zum Beispiel: 12. g4! Dg6 - 12. ... Dd5 13. b3 b5 14. f4 mit der Doppeldrohung f4-f5 und Se4-c3 und weißem Vorteil. - 13. f4 f5 14. Sxd6+ cxd6 15. d5 und auch hier erhält Weiß heftigen Angriff...) 12. Dd3! gerät Schwarz in eine schwierige Lage. Es droht 13. Sd6+ mit Damengewinn und der König kann nicht wegrochieren. Schwarz kann natürlich versuchen, mit 12. … Kd7 eine künstliche Rochade hinzubekommen, aber das kostet Zeit, die Weiß dafür nutzen kann, eine Angriffsstellung aufzubauen. Siehe: 13. Lh4 Db5 (13. ... Te8 14. c4 Ld6 15. Tac1 Kc8 16. d5! und Schwarz hat große Probleme, zum Beispiel 16. ... cxd5? 17. cxd5 und die Fesselung in der c-Linie kostet Schwarz Material. Oder 16. ... Lxd5? 17. Sxd6+ cxd6 18. Dxf5 +-. Oder 16. ... Ld7 17. dxc6 bxc6 - 17. ... Lxc6? 18. Sxd6+ nebst 19. Dxf5 +-. - und die schwarze Königsstellung gibt Anlass zur Sorge, auch wenn sogleich 18. c5 wegen 18. ... Lxc5 19. Dxa6+ Kb8 20. Sxc5 Txe1+ 21. Txe1 Dxc5 vielleicht noch nicht wirklich furchtbar ist.) 14. Dd2 Te8 (14. ... Dxb2 15. Teb1 Da3 16. Txb7 und der schwarze König findet in absehbarer Zeit kein sicheres Plätzchen.) 15. b3 Kc8 16. c4 Dh5 17. Lg3 Td8 18. Dc3 und Weiß hat Vorteil, weil Schwarz in der Entwicklung hinterher hinkt, der schwarze König nicht besonders sicher steht und der weiße Angriff am Damenflügel nur schlecht abzuwehren ist, während die schwarzen Gegendrohungen am Königsflügel im Moment nicht real sind.
Mit dem Textzug lenkt Weiß nun wieder in die spanischen Theorie-Gefilde über (was normalerweise über 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. Sc3 erreicht wird). Der Zug Sb1-c3 war früher sogar einmal der beliebteste an dieser Stelle, aber er stellt Schwarz eigentlich vor keine großen Schwierigkeiten.
5. ... - b5
6. Lb3 - h6(?)
Das ist unnötig. Wenn Schwarz Angst vor dem Angriff gegen f7 durch Sf3-g5 hatte, so hätte er besser 6. ... Le7 spielen können, weil dann der Angriff 7. Sg5?! 0-0 8. Sxf7 Txf7 9. Lxf7+ Kxf7 Schwarz in Vorteil bringt. Doch der Reihe nach: Andere ungünstige Züge für Schwarz sind hier
a) 6. ... Lc5?! 7. Sxe5 Sxe5 8. d4 Ld6 9. dxe5 Lxe5 10. f4 Lxc3+ 11. bxc3 0-0 (11. ... Sxe4?? 12. Dd5 +-.) 12. e5 c5 13. La3 Da5 14. 0-0 Dxa3 15. exf6 c4 16. Dd5 Da5 17. fxg7 Db6+ 18. Kh1 Kxg7 19. Lxc4 ist günstig für Weiß (Aljechin - Reti, 1922).
b) 6. ... b4? 7. Sd5 (Gut ist auch 7. Sg5 bxc3 8. Sxf7 nebst 9. Sxh8.) 7. ... Sxe4 8. De2 Sd6 (8. ... Sc5 9. Sxe5 Sd4 10. Dh5 g6 11. Sxc7+! Dxc7 12. Lxf7+ Kd8 13. Dh4+ Le7 14. Dxd4 mit weißem Vorteil.) 9. Sxe5 Sd4 10. De3 S6f5 11. Df4 und auch das ist besser für Weiß.
c) Gut ist aber 6. ... Le7, zum Beispiel 7. 0-0 d6 8. a4 b4 9. Sd5 Sa5 10. La2 Sxd5 11. Lxd5 c6 12. La2 c5! 13. c3 Tb8 14. Ld5 0-0 und diese Stellung hat in der Praxis dem Nachziehenden bisher stets gute Gewinnchancen eingeräumt.
d) 6. ... d6!? Damit droht Schwarz, den wichtigen Läufer b3 einfach mittels Sc6-a5 abzutauschen. Gefährlich sieht nun 7. Sg5 aus, aber nach 7. ... d5! 8. Sxd5 Sd4 gerät irgendwie doch eher Weiß in eine hilflose Lage:
d1) 9. Se3 Sxb3 10. axb3 h6 11. Sf3 Sxe4 12. Sxe5 Df6 13. Sf3 Lb7 14. De2 0-0-0 und trotz des Minusbauern hat Schwarz eine überwältigende Angriffsstellung.
d2) 9. Sc3 Sxb3 10. axb3 h6 11. Sf3 b4 12. Se2 (12. Sd5 Sxe4 mit schwarzem Vorteil.) 12. ... Sxe4 13. d3 Sf6 14. Sxe5 Dd5 15. Sf3 Lg4 und das schwarze Läuferpaar sowie die aktiven Möglichkeiten wiegen schwerer als der weiße Mehrbauer.
d3) 9. Sxf6+ Dxf6 10. Lxf7+ Ke7! und Weiß kann den Verlust einer Figur nicht vermeiden.
7. d4?! - Lb7?
Schlecht ist auch 7. … d6?, weil a) 8. dxe5 dxe5 9. Dxd8+ Kxd8 10. Lxf7 b4 11. Ld5 genauso einen Bauern kostet wie b) 9. … Sxd8 10. Sxe5 b4 11. Sd5 oder c) 8. … Sxe5 9. Sxe5 dxe5 10. Lxf7+! Ke7 (10. … Kxf7 11. Dxd8 +-.) 11. Dxd8+ Kxd8 12. f3. Aber warum nicht 7. ... exd4 (7. ... Sxd4 8. Lxf7+ Kxf7 9. Sxe5+ nebst 10. Dxd4 kostet einen Bauern.)? Nach 8. Sxd4 geht zwar die altbekannte „Arche-Noah-Falle“ 8. … Sxd4 9. Dxd4 c5 mit der Idee c5-c4 mit Figurengewinn nicht, weil Weiß hier die Ausrede 10. De5+ hat, aber 8. … Sa5! droht wirklich c7-c5-c4 und erzwingt vor allem den Abtausch des wichtigen Läufers b3 gegen den Springer. Statt des forschen Vorgehens im Zentrum hätte Weiß besser 7. 0-0 gespielt. 7. … b4?! 8. Sd5 Sxe4? war danach nicht zu fürchten, weil der in der Mitte stecken gebliebene schwarze König dann nach 9. Te1 schneller in den Fokus der Aufmerksamkeit gerät, als ihm lieb sein dürfte.
8. d5? - … Was sprach denn gegen 8. dxe5 ? 8. … Sg4 9. Lf4 g5 10. Lg3 Lg7 11. Dd5 wohl nicht. Weder 11. … De7 12. 0-0-0 Sa5 13. Dd2 noch 11. … 0-0? 12. h3 Sa5 13. Dd4 können dann überzeugen.
8. … - Sa5
9. Sxe5 - Sxb3
10. axb3 - b4
11. Sa4 - Sxe4
12. De2? - … Nach dieser mehr oder weniger forcierten Zugfolge geht jetzt der Versuch, auf Figurengewinn entlang der offenen e-Linie zu spielen, nach hinten los. Besser war sicherlich 12. 0-0, auch wenn Schwarz mit seinem Läuferpaar in dieser offenen Stellung bereits ziemlich gut steht.
12. … - Lxd5
13. f3? - … Konsequent und schlecht. Weiß hätte immer noch rochieren sollen, was immerhin f2-f3 drohen würde. Allerdings hat Schwarz nach beispielsweise 13. … Le7 einfach einen Bauern mehr und das Läuferpaar.
13. … - De7?? Auf das bessere 13. … Dh4+ hast du ja schon selbst hingewiesen. Und als Bemerkung für sin: Klar kann Weiß nach 14. g3 Sxg3 15. Sg6+ Sxe2+ 16. Sxh4 indirekt die Damen tauschen, aber nach dem weiteren 16. … Sxc1 17. Txc1 g5 wird auch noch der Bauer f3 verloren gehen, wonach Schwarz drei Mehrbauern hat und auf Gewinn steht. Noch besser in dieser Variante ist 16. … Sd4, denn die Drohung gegen c2 erzwingt eine Deckung durch den König. Aber 17. Kd1 g5 kostet richtig Material, während 17. Kd2 Le7 18. Sg2 außer das Schlagen auf f3 auch 18. … Lxb3 19. cxb3 Sxb3+ nebst 20. … Sxa1 gestattet. Weiß wird wohl 15. Df2 (anstelle von 15. Sg6+) spielen müssen. Nach 15. … Sf5 16. Dxh4 Sxh4 17. Kf2 d6 18. Sd3 a5 19. Sd1 steht Weiß erbärmlich. Zwei Bauern weniger, der Springer a4 hat kein Feld, die Königsflügelbauern sind schwach, Schwarz hat das Läuferpaar...
14. fxe4 - Dh4+
15. g3 - Dxe4
16. Dxe4 - … Auch 16. Sf3 hätte hier zur Materialverteilung Figur für zwei Bauern geführt. Weiß hätte also Vorteil gehabt, doch das wäre auch nach der Partiefortsetzung noch möglich gewesen...
16. … - Lxe4
17. 0-0 - Lxc2
Einigung auf ½:½ (??) Wie bitte? Auf Remis geeinigt? Na, da hatte dein Gegner offenbar große Angst vor dir (bekommen) oder er hatte an dem Tag gespürt, dass er nicht gut drauf war. Nach 18. Sxf7 Tg8 19. Tf3 Lxb3 20. Sxh6 gxh6 21. Txb3 hat Schwarz doch nur zwei Bauern für die Figur!? Ich glaube, bei diesem Schluss hattest du echt Glück. Was ist nun von der Partie zu halten? Sehr lehrreich kann für dich der Anfang sein. Dort kannst du viel über Eröffnungen und Unterschiede in der Beurteilung von Zügen (a7-a6) lernen, wenn nur eine scheinbar unbedeutende Kleinigkeit anders ist. Züge wie h7-h6 solltest du vermeiden, es sei denn, sie sind unumgänglich oder führen zum Vorteil. Außerdem solltest du deine Taktik trainieren. Gerade dein Auslassen von 7. … exd4 (bzw. deine unverständliche Entscheidung statt dessen das Schlagen auf e5 zuzulassen) und vor allem 13. … Dh4+ kann durch das Lösen von Taktikaufgaben oder das Nachspielen von gut kommentierten Meisterpartien trainiert werden. Auch Bücher, die sich mit „dem richtigen Abtausch“ beschäftigen, scheinen mir geeignete Lektüre für dich zu sein. Was du ganz gut zu beherrschen scheinst (sofern man das aus einer 17-zügigen Remispartie schließen kann), ist das Gefühl für deine Figuren und deren Zusammenspiel. Noch eine letzte Bemerkung zum Schluss: Es ist bedeutend einfacher, dir noch gezielter Tipps oder Anregungen zu geben, wenn du nicht einfach die Partiezüge einstellst. Mach dir ruhig die Mühe, deine Partien selbst zu analysieren und zu kommentieren. Das soll jetzt keine Kritik nach dem Motto sein: „Mach deine Analysearbeit gefälligst selbst!“, sondern ich glaube nur, dass man aus den eigenen Partien viel lernen kann. Aber dazu ist es nötig, sich vor allem auch selbst darum zu bemühen, die Wahrheit zu erkennen. Von anderen erklärt zu bekommen, was möglich war oder geht, ist okay; es selbst zu entdecken, zehnmal effektiver! Und hab' bloß keine Angst, Fehler beim Kommentieren zu machen oder Schrott zu denken bzw. hinzuschreiben. Davor ist doch keiner gefeit. Vielleicht entdeckst du in meinen Anmerkungen auch solche Irrtümer... So what? Sieh es als Grundlage für einen Meinungsaustausch. Das bessere Argument überzeugt am Ende. Aber das heißt doch nicht, dass das bessere Argument gleich als erstes genannt werden muss. Analysiere deine Partien, stell deine Kommentare ein (auch, was du gefühlt hast, wie es dir während der Partie ging, wovor du Angst hattest, unter welchen Randbedingungen die Partie stattfand usw.) und wenn sich dann jemand anderes (wie ich beispielsweise) die Zeit nimmt, sich damit auseinanderzusetzen und an bestimmten Stellen anderer Meinung ist als du, so ergibt sich daraus vielleicht eine ebenso fruchtbare Diskussion wie es die Analyse für dich bereits war. Bitte versteh diesen Appell nicht falsch. Ich wollte damit wirklich nicht ausdrücken, dass ich die Partie nicht anschauen wollte, denn dann hätte ich's auch nicht getan. Es hat mir auch Spaß gemacht, aber ich glaube, es wäre für dich noch effektiver, wenn du zuvor deine eigenen Analysen gemacht hättest, auf die man dann eingehen kann und die du dann mit zum Beispiel meinen vergleichen kannst. In diesem Sinne – LG von der Waterkant.
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07.10.2010, 19:58
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Einsteiger
DWZ/Elo: 1590
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Registriert seit: 08.2010
Beiträge: 17
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Hallo Dede,
vielen Dank, ich werde das jetzt mal in Ruhe durchgehen. Es ist überhaupt das erste mal für mich, das ich mir die Mühe mache mir Partien von mir auf Fehler zu analysieren (zu lassen) Bisher habe ich immer fröhlich drauflos gespielt. Das hier war meine 3´te Partie bei diesen Wettkampf (bisher 2,5 Punkte) und auch erst die 5´te ernsthafte Partie seit der Pause. Ansonsten habe ich im Augenblick viel gegen mein Fritz 3 auf den PDA verloren und mir da die Züge nochmals angeschaut.
Kannst Du mir Literatur über den richtigen Abtausch empfehlen und gut kommentierte Meisterpartien muss ich mir dann mal suchen?
Danke nochmals
LG
Ingo
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08.10.2010, 00:30
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2122/----
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Registriert seit: 08.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 89
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Hi Ingo,
Buchempfehlungen? Hmmm, ich weiß ja nicht so recht, wie stark du wirklich bist. Aber ich nenne jetzt einfach mal ein paar Titel, mit denen ich entweder selbst gute Erfahrungen gemacht habe oder bei denen ich Leute persönlich kenne, die damit gut zurecht kamen...
Gut fand (und finde) ich zum Beispiel
1) Colditz, K. (2005): "Lehr-, Übungs- und Testbuch der Schachkombinationen" Edition Olms, 8. Auflage
kostet um 10 Euros
Ein Klassiker mit sehr gut verständlichen Beispielen und guter Didaktik.
Ganz interessant ist eventuell auch die Testbuch-Reihe
2a) Treppner, G.: "Testbuch der Abwicklungen und Übergänge"
2b) Treppner, G.: "Testbuch der Mittelspielpraxis"
2c) Feustel, B.: "Testbuch der Schachtaktik"
alle im Beyer Verlag, alle um 10 Euros.
Vielleicht noch etwas zu schwer für dich (manches Beispiel hat es wirklich in sich), aber auf lange Sicht lohnend. Durchaus zum mehrfachen Durchgehen geeignet, denn Übung macht den Meister...
Ebenfalls ein Klassiker ist
3) Pfleger, H. / Kurz, E. / Treppner, G.: "Schach - Zug um Zug"
Ich selbst habe damit keine Erfahrungen, aber für Anfänger und Fortgeschrittene Anfänger ist es wohl gut geeignet.
Es gibt hier noch etliches mehr auf dem Buchmarkt. Ich kenne davon vieles nicht. Vielleicht können dir hier andere im Forum hilfreichere Tipps oder Empfehlungen geben.
LG von der Waterkant.
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08.10.2010, 15:29
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Kenner
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Registriert seit: 10.2007
Ort: Hamburg
Beiträge: 114
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Zusammenfassung
Zitat:
Zitat von Dede
1. e4 - e5
2. Sf3 - Sc6
3. Lb5 - Sf6
4. Sc3 - a6?!
Wenn Weiß einen Vorteil erreichen will, dann müsste er 5. Lxc6 spielen. Der Unterschied gegenüber der spanischen Abtauschvariante ist, dass nun der Bauer e4 vom Springer c3 gedeckt ist. Nach 5. Lxc6 dxc6 6. Sxe5 Sxe4 (Sonst hat Schwarz einfach einen Bauern weniger.)7. Sxe4 Dd4 8. 0-0 Dxe5 9. Te1 Le6 10. d4 Df5 11. Lg5! h6 (Statt dessen reicht 11. ... Ld6? nicht, zum Beispiel: 12. g4! Dg6 - 12. ... Dd5 13. b3 b5 14. f4 mit der Doppeldrohung f4-f5 und Se4-c3 und weißem Vorteil. - 13. f4 f5 14. Sxd6+ cxd6 15. d5 und auch hier erhält Weiß heftigen Angriff...) 12. Dd3! gerät Schwarz in eine schwierige Lage. Es droht 13. Sd6+ mit Damengewinn und der König kann nicht wegrochieren. Schwarz kann natürlich versuchen, mit 12. … Kd7 eine künstliche Rochade hinzubekommen, aber das kostet Zeit, die Weiß dafür nutzen kann, eine Angriffsstellung aufzubauen. Siehe: 13. Lh4 Db5 (13. ... Te8 14. c4 Ld6 15. Tac1 Kc8 16. d5! und Schwarz hat große Probleme, zum Beispiel 16. ... cxd5? 17. cxd5 und die Fesselung in der c-Linie kostet Schwarz Material. Oder 16. ... Lxd5? 17. Sxd6+ cxd6 18. Dxf5 +-. Oder 16. ... Ld7 17. dxc6 bxc6 - 17. ... Lxc6? 18. Sxd6+ nebst 19. Dxf5 +-. - und die schwarze Königsstellung gibt Anlass zur Sorge, auch wenn sogleich 18. c5 wegen 18. ... Lxc5 19. Dxa6+ Kb8 20. Sxc5 Txe1+ 21. Txe1 Dxc5 vielleicht noch nicht wirklich furchtbar ist.) 14. Dd2 Te8 (14. ... Dxb2 15. Teb1 Da3 16. Txb7 und der schwarze König findet in absehbarer Zeit kein sicheres Plätzchen.) 15. b3 Kc8 16. c4 Dh5 17. Lg3 Td8 18. Dc3 und Weiß hat Vorteil, weil Schwarz in der Entwicklung hinterher hinkt, der schwarze König nicht besonders sicher steht und der weiße Angriff am Damenflügel nur schlecht abzuwehren ist, während die schwarzen Gegendrohungen am Königsflügel im Moment nicht real sind. – .
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Interessant. LG von der Waterkant zurück, denn eigentlich ist WilhelmHH mein Nick.
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