Also, vorweg - nichts liegt mir ferner, als das österr. Schach in Verruf zu bringen, aber manche meiner Varianten ziehen das Kaffeehausschach wirklich an - auch in Turnierpartien! Heute fiel mir das folgende Partieformular aus dem Frühjahr 2008 wieder in die Hände....
W: Ich (etwa 2000) S: mein Gegner (auch etwa 2000)
1. e4 e5
2. f4 exf4
3. Sc3 Le7 (das muß wohl einem Reflex entsprungen sein - der 3. w Zug ist sehr selten, und scheinbar spielt gg. KS-gambit "Cunningham")
4. Lc4 Lh4+
5. Kf1 Se7
6. Dh5 Sg6
7. Sf3 0-0?! (so, jetzt brennts aber gleich - ich fahr erst mit der D nach h5 - und er rochiert dann dahin?)
8. d4 d6
9. g3 (er wird doch nicht die h-Linie öffnen wollen?

)
9. ... Dd7 (das verliert die Nerven, und macht endgültig ein wildes Kaffeehausgestochere aus der Partie

)
10. Sxh4 Dh3+
11. Kg1 Lg4
12. Dg5 fxg3
13. hxg3 Dxg3+
14. Sg2
und als Krönung des Ganzen gab mein (allerdings schon ziemlich genervter) Gegner, unter dem (falschen) Eindruck, dass er den Lg4 nicht mehr decken kann, auf! ( er hatte bereits rund 1:40 seiner 2h für die ersten 40 Zg. verbraucht, und seit Zug 9. keinen meiner Züge "gesehen" ).
Soviel zum Thema: "Zwei 2000er spielen eine Turnierpartie!"