Hallo, erstmal vielen Dank für die Blumen, und den Lob für meine Miniatur!

Jetzt stelle ich mal als Gegengewicht eine Verlustpartie rein, in der ich gegen unser Vizepräsidenten spielte mit meiner Lieblingseröffnung(Tschigorin), die er selbst auch spielt, leider aberverlor(er hatte sich allerdings doch etwas oberflächlich mit Fritz vorbereitet, ich hätte eine gute Variante spielen können mit Bauernopfer, was auch meine erste Idee war, wozu ich mich aber nicht durchdringen konnte) Danach hatte ich noch eine Chance eine unklare Stellung mit Mehrbauern zu erreichen, spätestens danach war es sehr schwierig. Ich hoffe auch, dass Experte Wischnewski was zu unser Patzerpartie schreibt. Eine meiner Meinung nach sehr lehrreiche Partie, die Fehler beiderseits demonstriert, z.B schablonenhaftes Übernehmen von Standardplänen in Nebenvarianten, allzu große Enginegläubigkeit von meinem Gegner, fehlenden Mut meinerseits und zu große Ehrfurcht vor der Vorbereitung des Gegners, von dem ich nicht erwartet hätte, dass er sich auf eine scharfe Variante einlässt, ohne sich abgesichert zu haben, was aber letztendlich falsch war. Sie demonstriert ebenfalls sehr schön eine gute Verteidigungskunst und Endspieltechnik meines Gegners, der nach der etwas zweifelhaften Eröffnung sehr gut spielte. Was mich im Nachhinein ärgert ist, dass er zumindest implizit suggerierte meine Variante widerlegt zu haben, und das mit einem aktionistischen, den Eröffnungsprinzipien widersprechenden Zug, der bei objektiver Betrachtung zu Stellungen führen kann, wo er zwar einen Bauern mehr hat, aber ich sehr gute Kompensation und anhaltende Initiative, also eine Stellung, die Weiß nicht anstreben sollte. Die Hauptvariante ist sicher besser, aber genug der vielen Worte, hier die Partie:
Suchland(2003)-Elefteriadis(1693), Werther SM, 6.Runde(Tschigorin D07)
1.Sf3(auch hier zur Vorbereitung, mein Gegner spielt normalerweise 1.d4 vermutete aber zu Recht, dass ich darauf z.B 1.c5 versuchen würde, nach 1.Sf3 c5 2.c4 kommt man aber in symmetrische Stellungen, die mir nicht gefallen, so dass er mich doch zu Tschigorin "zwingt"
1.Sc6
2.d4 d5
3.c4(hoppla ich war überrascht, mein Gegner ist eher der ruhige Typ, ich befürchtet etwas langweiliges wie 3.e3 mit einem Colle-Plan
3.Lg4(ich habe ein paar mal e5 gespielt, aber irgendwo gefällt mir die Variante nicht.
4.cxd5 Lxf3(nicht Dxd5 Sc3 und Schwarz verliert ein Tempo)
5.gxf3(Weiß kann auch exf3 spielen, was als relativ harmlos gilt, oder dxc6 um den Doppelbauern zu vermeiden, was ebenfalls zu scharfen Stellungen führt)
5.Dxd5
6.e3 e5!(ich hatte mir auch mal 0-0-0 7.Sc3 Dh5 angeschaut, was oft nur Zugumstellung bedeutet zu e6, was mein Gegner wegen seiner angeblich so starken Zufolge für besser hält, von wegen, e5 führt eben zu forcierten sehr scharfen Stellungen, obwohl Weiß das Läuferpaar erhält, sagen Sie mal ehrlich gefällt ihnen die weiße Bauernstellung noch nach dem 9. Zug, und wie siehts mit der Königssicherheit und Entwicklung aus?
7.Sc3 Lb4
8.Ld2 Lxc3
9.bxc3 Dd6(die Dame entzieht sich dem Angriff durch c4, und steht bereit nach f6-h6 zu schwenken um die weißen Schwächen am Königsflügel anzugreifen), so bis hierhin ist das eine Hauptvariante in dieser relativ seltenen Eröffnung, einigen wird sie sicher für Weiß, anderen für Schwarz nicht gefallen, die Stellung ist sicher unklar, immerhin hat sie Smyslov gegen Kasparov bei einem WM-Halbfinale gespielt, so schlecht kann sie also für Schwarz nicht sein.
10.Db3?!(sicher ist hier der übliche Zug 10.Tb1 der beste, darauf folgt am besten b6 11.f4!?exf4 12.e4 0-013.Df3 mit unklarer, scharfer Stellung wie in Kasparov-Smyslov) möglich ist auch 11.Tg1 aber Schwarz kann hier Se7! spielen, der Bauer g7 ist wohl tabu wegen Sg6. Der Textzug greift b7 an, was wollen Sie antworten?
10.b6? Meine erste Idee war diesen Bauern zu opfern, das verwarf ich aber leider. Mein Gegner hatte wohl 10.0-0-0 erwartet, was aber zu einer unschönen Variante führt 11.Tb1! b6 12Dxf7! Sf6 13Lh3+ Kb814.0-0 Tde8 etc, Schwarz hat kaum Kompensation. Viel besser hingegen und theoretisch vielleicht eine Widerlegung von Db3 ist einfach 10Se7!. Und hier lassen Sie mich über die Tücken der Vorbereitung mit Datenbanken berichten. In der Stellung ist Se7 weder der häufigste Zug(das ist 0-0-0, der aber schlecht ist) noch der erfolgreichste(das ist tatsächlich b6? der aber schlecht ist, wie wir noch sehen werden, der eine Gewinnpartie unter IMs ergab, aber es kann eben auch ein 2000er die Theorie mit Hilfe von Fritz verbessern, gerade in so seltenen Varianten. Wie soll man also finden, dass Se7 der beste Zug ist? Er wird von Fritz und Shredder favorisiert(trotz anfänglicher Skepsis), aber wenn man nur oberflächlich analysiert sieht man, dass Weiß eine Partie mit Dxb7 gewonnen hat, steht er danach aber wirklich besser? Schauen wir uns ein paar Bsp an: 10.Sge7! 11.Dxb7(11.h4(ein ambitionierter aber doch sehr riskanter Plan) 0-0! 12.h5 h6 13.Ld3 Kh8?(hier sollte Schwarz den b7 decken, aber dann steht er wirklich O.K) 14 0-0-0 ?(Dxb7 mit Vorteil) b5! 15.Dxb5 Da3+ mit Remis in F.Portisch-Kakuk, Weiß kann damit mehr als zufrieden sein.
(11.Ld3 0-0 12.0-0(das löst das Problem der weißen Königssicherheit bestimmt nicht!) Sg6 13.Kh1(Dxb7? Sh4! mit großen Problemen für Weiß) 14.Le2 exd4 15.cxd4 Tfe8 16.Tae1 Df6 17.Dd5 Sf5 18.Lc3 Tad8 19.Dc4 Sh4 20 f4? Dg6 21 Tg1 De4+ -+ Baumgartner-Klinger(man sieht die strukturellen Schwächen am Königsflügel verurteilen Weiß oft!)
0-0 12.Ld3( wohl noch das beste, weil es Dg6 verhindert, wenig überzeugend wirkt Lc4 Tab8 Da6 Dg6! oder auch sofort Da6 Tb8 De2 Tb2!, das Problem für Weiß ist, es wäre Selbstmord lang zu rochieren, was er gern wollte, und seine Türme kann er auch nicht verbinden, und sein König steht in der Mitte keineswegs sicher!) 12.Tab8( in Lentrodt-Schlager spielte Schwarz das an sich nicht schlechte Tfd8, was aber zu zögerlich ist, und später gespielt werden sollte, es folgte 13.Td1 Tab8 14.Da6 exd4 15.cxd4 Se5 16.dxe5 Dxd3 17.Dxd3 Txd3 18.Ke2 Ta3 19.Tb1 Tb6 20.Txb6 cxb6 und Weiß stand besser) 13. Da6 Df6!(um eine sehr gute Stellung zu bekommen, muss Schwarz natürlich gleich mehrere gute Züge finden, mit dem Textzung wird der Läufer von der Deckung der weißen Dame abgelenkt Le2 hätte wieder Dg6 zur Folge) 14.Le4 De6!( nun droht Sxd4 und Dh3, Schwarz hat schönes Spiel!), es könnte z.B weitergehen mit:
A).15.Tg1 Sxd4!? 16.Dxa7 Sdc6! 17.Dc5 Tfd8 mit Initiative für Schwarz
B) 15.0-0 Sxd4! 16.Dxa7(nach Dxe6 Sxe6 hat Schwarz materiell ausgeglichen wird nach Sg5 einen Läufer abtauschen und hat die leicht bessere Entwicklung und Bauernstruktur, und somit mindestens Ausgleich.) f5!(ein Schlüsselzug in vielen Varianten) 17.cxd4 fxe4 , Schwarz hat gefährliches Gegenspiel am Königsflügel
C) 15.Da4(verhindert Sxd4 aber hier steht die Dame im Abseits, auch De2 Tb2 gefällt nicht) Tfd8 16.Tg1( 16.0-0 f5! 17.Ld3 Dh6! und schon wieder droht auf d4 Bauerngewinn, der Läufer d2 hängt, gleichzeitig kann Schwarz einen plumpen Angriff am Königsflügel inszenieren, da er dort über Raumvorteil verfügt und die Türme gut schwenken können z.B Dh3, Tf6-h6 oder auch Td6-h6) Kh8!(das sich das Schwarz erlauben kann um f5 vorzubereiten, damit Weiß nicht z.B Lc2-b3 droht sagt doch schon alles über die Stellung aus, Scwharz muss nichts forcieren, Weiß steht passiv und kann sein Königsproblem auf Dauer nicht lösen!) 17.Kf1(Shredder fällt hier nichts besseres für Weiß ein) f5! und Schwarz der über die harmonischere Stellung verfügt hat sicher gute Kompensation!
Leider ging ich an dieser ersten Chance in der Partie vorbei, und ermögliche jetzt meinem Gegner seine vorbereitete Neuerung anzuwenden.
11.Tg1!(11.d5?! Sb8! 12.c4 Sd7 13.Lb4 Sc5 14.Da3 Sf6 15.Lxc5 bxc5 16.Le2 0-0 17.0-0 Tfb8 18.Tab1 a6 19.Tb3 Sd7 20.Kh1 Tb4 21.Tfb1 a5 war Kopjonkin-Zemerow, beides IMs, Weiß spielt schablonenhaft nach normalen Plänen in der Stellung und verkennt seine Zusatzmöglichkeiten, er verlor später die Partie.
11.g6 wohl erzwungen, weil Weiß nun z.B auf Sge7 Txg7 auch noch Dxf7 droht.
12.f4?!, mit diesem schablonenhaften Plan zeigt mein Gegner, dass er nicht in die Geheimnisse der Stellung eingeweiht war, ich leider auch nicht. Er spielt nach Kasparows Schema, viel stärker waren sowohl 12.0-0-0, als auch 12.Lc4 Df6 13.Da4!0-0-0(oder vielleicht sogar 13.Ld5 0-0-0 14.Tg3!?) jeweils mit Vorteil, der Textzug ist nicht stellungsgerecht
12.exf4
13. e4 Sge7? und leider erwieder ich ebenfalls mit einem schablonenhaften Zug den auch Smyslow spielte und werde der veränderten Lage nicht gerecht, und Fehler von Schwarz wiegen mehr als die von Weiß. Im Vergleich zur Stellung Kasparow-Smyslow habe ich das schädliche, schwächende Mehrtempo g6(da will der Springer hin), Weiß hat Tg1 statt Tb1 gespielt, was heißt, dass er lang rochieren muss(Kasparov rochierte kurz,es ist unklar wem das nützt) und er hat das Mehrtempo Db3, was eben schlecht ist, und nicht gut, die Dame gehört nach f3 um den Bauern f4 zu bedrohen, und im Zentrum aktiv zu sein, f4 passt nicht ins weiße Konzept. Hier hätte ich einfach 13.0-0-0! spielen müssen, das verhindert erstmal e5 wegen Sxe5! und wenn 14.0-0-0(14Dxf7? Sf6! führt zu Problemen für Weiß z.B 15.Lg2 f3! 16.Lxf3 Sxe5! 17.dxe5 Dxd2+ 18Kxf1 Dxc3 mit großen Problemen für Weiß, falls Dxf6 einfach Turm beliebig nach f8, und Schwarz gewinnt auf f3 die Figur mit Angriff gegen den nackten König zurück!) f6! das verhindert jetzt dauerhaft e5 und bereitet auch g5 vor, was Schwarz problemlos spielen könnte, Weiß wird also seinen Minusbauern nicht zurückerobern können. Nach z.B 15.Lh3+ Kb8 hat er zwar das Zentrum und das Läuferpaar, aber nichts konkretes, Schwarz wird Se7 und The8 spielen z.B, und dann hat Weiß allenfalls ausreichend Kompensation, es ist schwer für Schwarz seinen halben Mehrbauern zu nutzen, seine Stellung ist aber völlig in Ordnung.Leider geh ich an dieser meiner zweiten, und wohl letzten Chance vorbei, ab jetzt spielt mein Gegner wie ein Weltmeister!
14. e5!? konsequent, ich denke aber sicherer und sauberer wäre 14.0-0-0 gewesen, und falls dann d6 um e5 zu verhindern 15.La6! und jetzt hat plötztlich Schwarz ein Dauerproblem mit seinem König!
14.Sxe5!?(Nach z.B 14.Dd7 15.0-0-0 Sa5 16.Dc2 steht Weiß positionell deutlich besser, er gewinnt den f4 jederzeit züruck, hat das Läuferpaar, Schwarz steht gedrückt. Das Opfer ist aus der Not geboren, objektiv nicht zum Ausgleich reichend, aber die Stellung war eh schon schlecht, so gesehen ist es auch nicht die schlechteste Möglichkeit dem Gegner Probleme zu bereiten.
15.dxe5 Dxe5+
16.Le2!(Ich hatte nicht gesehen, dass nach f3 einfach 17Db5+ kommt mit Damentausch, wonach f3 fällt und Weiß auf Gewinn steht, und dachte er muss den König ziehen) 0-0-0? leider die schwächste der drei Möglichkeit den Damentausch zu verhindern, besser war 16.0-0 z.B 17.Db5 Sd5 18.0-0-0 c6! 19.Dd3 Tfd8 20.Df3 b5! Weiß steht besser, aber Schwarz hat zumindest etwas Gegenspiel am Damenflügel, vielleicht war 16.c6! am genauesten, das verhindert Db5 radikal, und erlaubt auch nicht ein Scahach auf g4 wie in der Partie, f3 droht immer noch, Weiß muss also hier 17.Kf1! ziehen, was mein Gegner aber auch sicher gefunden hätte(17.f3 0-0 18Dc4 Sd5! mit Gegenspiel, die Schwäche e3 sieht unschön aus!) nun 17.Td8, auch hier steht Weiß besser, hat aber immer noch einige Entwicklungsprobleme und immerhin die Rochade verloren.
17. Dc4! Ich dachte erst an einen Einsteller, hatte Dg4+ gar nicht gesehen, aber f4 hängt, es gibt sowieso nichts besseres, und Weiß droht zu rochieren
17.f3
18.Dg4+ Sf5( mein Gegner meinte Kb8 sei besser, aber dann folgt 19.Dxe3 Dxh2 20.0-0-0 De5 21.La6! Dd5(erzwungen!) 22.Dxd5 Sxd5 23.c4 Se7 24.Lg5 mit entscheidendem Vorteil)
19.Dxf3 The8(wohl noch das beste Dxh2 geht nicht wegen La6+ mit weißem Gewinn.
20.Lf4!( wieder der beste Zug von meinem Gegner, der wegen meiner Notantwort nach der Partie meinte, er hätte lieber 20.0-0-0?! spielen sollen, was aber sicherlich viel schlechter gewesen wäre, er wollte auf matt spielen, irgendwie sahen wir beide Sd6 einfach nicht. Also Dxe2! 21.Da8+ Kd7 22.Lf4+(mein Gegner wollte Lg5+? spielen was schlecht ist, zugegeben die Varianten hätte ich am Brett kaum gefunden Sd6 23.Lxd8 Dxa2! 24.Tge1 Da3+ 25.Kc2 Da4+ mit Remis oder unklarer Stellung, falsch ist nun 26.Kd2 wegen Df4+ 27.Kc2 Dxf2-+) Sd6 23.Db7! Dxa2(Te5! 24Txd6 Kxd6 25.Td1+ Ke6 26.Txd8 De1+27.Kc2 Df2+28.Ld2 Weiß steht besser, aber der Vorteil ist wesentlich geringer als in der Partiefortsetzung) 24.Txd6+ Ke7 25De4+!(Txd8 Da1+ 26.Kc2 Da2+ 27.Kd3 Txd8 28.Ke3 Dd2+29Kf3 Td3+ 30Le3 Txc3 ist unklar) Kf8 26.Lh6+ Kg8 27.Tgxg6!!(auch das hätte mein Gegner vielleicht nicht gesehen) fxg6 28Txg6!+ Kh8 29.Lg7+ Kg8 30.Ld4+Kf8 31.Tf6+Df7 32.Txf7+ Kxf7, Weiß hat entscheidenden Materialvorteil)
20.De4!? ich war ein klein wenig stolz auf diesen Störzug, obwohl er leider nach der Antwort meines Gegners, die ich auch sah nichts bringt, und obwohl ich eben nicht matt werde nach z.B (20.Dc5 21.Da8+ Kd7 22.Tfd1+Sd6 23.Df3, wie mein Gegner dachte, aber mit nur zwei Bauern für die Figur bei unsicherer Königsstellung steh ich objektiv auf Verlust, nun muss Weiß erstmal überlegen, Damentausch ist zweitklassig!
21.Kf1! wieder der beste Zug, nach (21.Dxe4 Txe4 22.Le3(sonst verliert Weiß gar eine Figur durch die Fesselung) Sxe3 23.fxe3 Txe3 24.Tg3!(diesen Zug sahen wir beide nicht bei der Analyse) vermeidet Weiß weiteren Bauernverlust, aber in diesem Endspiel ist sein Vorteil klein, Schwarz hat im Gegensatz zur Partiefortsetzung eine intakte Bauernstellung und bereits einen Freibauern auf f7, Weiß nur schwache Bauern, ich hätte sicher gute Remischancen gehabt.
21.Dxf3 Es gibt leider kaum Alternativen
22.Lxf3 Td3(mein Gegner meinte ich hätte erst den Springer ziehen sollen, um die Entwertung meiner Bauern zu verhindern, dann hätte ich aber keinen dritten Bauern für die Figur bekommen, und auch wegen des Läuferpaars auf Verlust gestanden.
23.Lg4! Txc3
24.Lxf5 gxf5
25.Tc1! wieder der genaueste Zug, Schwarz kann Turmtausch wegen Txc7 leider nicht verhindern, auch sofort Tg7 kam in Betracht, wäre aber nicht ganz so genau gewesen. Txc1
26.Lxc1 Te4(zäher wäre f6 gewesen, hatte ich auch überlegt, sah aber die Kombination mit der Idee Td8 nicht 27.Tg7 Td8! 28.Ke2 Td7(deckt erstmal alles) 29Tg8+Td8 30.Tg3 c5 31.Lb2 Te8+ 32.Kd3 Td3+ 33.Kc2 Td6 34 Tf3+-. letztlich gewinnt Weiß aber immer früher oder später einen der schwarzen Krüppelbauern und dann auch die Partie.
27.Tg7 Tc4
28.Lg5 Ta4(nur optisch besser wäre Th4 gewesen 29.Txf7 c5 30.Txa7 Txh2, Weiß hält die schwarzen Bauern auf, gewinnt den f-Bauern und m*****iert los.
29.Txh7 Txa2(hier steht der Turm leider sehr unglücklich!)
30.h4 Ta1+( 30.b5 31.h5 b4 32.h6 b3 33.Lf6+-, Weiß opfert seinen Läufer und m*****iert mit seinem h-Bauern durch)
31.Kg2 a5
32.Txf7 a4?
33.Txf5(h5!) a3?( Td1 34.h5 a3 35.h6 a2 36.Lf6 Td7 37.Lg7 c5 38.Tf3 +-, Weiß gewinnt den a- Bauern und hat eine glatte Mehrfigur, auch diese Stellung ist aufgabereif, obwohl der Bauer nicht durchgegangen wäre
34.Tf3! 1-0, Weiterkämpfen macht keinen Sinn, der h-Bauer geht durch(h8 unter weißer Kontrolle), der a-Bauer ist neutralisiert.
Uff viel Text, hoffentlich lesenswert