Hallo chessychess

,
zu den Eröffnungszügen sage ich mal nichts, da ist vieles auch eine Frage des persönlichen Geschmacks, nur soviel: Für 8 (Normal)Züge 52 Minuten zu investieren ist ein Luxus, der sich rächen kann, wenn wirkliche Probleme auf dem Brett zu lösen sind .
Nach dem Zug ... Le7 hätte ich mir in etwa folgende Gedanken gemacht: Meine Stellung sieht "Spanisch" aus, mein Damenflügel ist noch unentwickelt, der Lc1 muss nach e3, durch h3 Besuch auf dem Feld g4 unterbinden, danach Sd2 nach f1 und g3 und dann gucken wie es weitergeht

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Da sofortiges Le3 wegen Db2 sinnfrei wäre, hätte ich wohl 9.Lb3 gezogen, was zugleich Druck auf der Diagonalen a2-g8 macht.
Der Zug 10... d5 ist ein herber Schnitzer von deinem Gegner gewesen. Das Zentrum bei nicht abgeschlossener Entwicklung zu öffnen ist wie Fönen der
Frisur in der mit Wasser gefüllten Badewanne: in der Regel extrem gefährlich

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In der Folge bestrafst du seinen Fehler konsequent, erlaubst dir sodann mit 13. f4 und 15. Te5: statt fe: (was meines Erachtens ohne Probleme gewonnen hätte) das Prinzip der offenen e-Linie überzubetonen.
Wohl irritiert ob dieser verpassten Chance, greifst du nicht zu dem feinsinnigen 16.Lg6: (ein Angriff auf deinen Turm auf e5 scheitert an Te6

, sondern fällst mit der Tür ins Haus, indem du f5 ziehst.
Hiernach ist die Stellung zwar noch leicht vorteilhaft für dich, aber angesichts deines nicht entwickelten Damenflügels, sollte Schwarz genügend Zeit zur Konsolidierung haben.
Mit Te6: schaffst du dann materielles Ungleichgewicht zugunsten von Schwarz, der in der Folge trotz Mehrturm dermaßen zahnlos spielt

, dass es fast wieder spannend wurde (dazu hättest du aber den Te6 auch mal nehmen sollen).