Wie meinst Du das? - besonders instruktiv sind Partien im Allgemeinen dann, wenn ein Starker auf einen Schwachen trifft, und einen Plan glasklar aufs Aug' gedrückt bekommt. Solche Begegnungen finden auch im heutigen Schach immer wieder statt.
Aber an den Klassikern ist schön, dass ein neuer Plan erst zum Erfolg führt, solange, bis Methoden zu einem effizienten Gegenspiel entwickelt werden.
Einfach zu sehen ist das z.B. an der Entwicklung der Owen Verteidigung.
1.e4 b6
2.d4 Lb7
Die erste mir bekannte Partie endet mit (Greco - N.N. - iirc)
3. Ld3 f5?!
4. ef Lxg2
5. Dh5+ g6
6. fg Sf6??
7. gh(+) Sh5
8. Lg6#
Später war die ganze Variante mit 6. ...Lg7 populär, in der Weiß einen freien h-Bauern für die Qualität erhält.......Urteil unklar - und heute gilt sie wieder als unspielbar für Schwarz (zumindest mit 3. ... f5)- wegen 6. ....Lg7 7. gh Kf8 8. Sf3!.
Worauf ich eigentlich hinauswollte ist: Durch die Kenntnis der historischen Entwicklung, versteht man die Kraft, und die Idee hinter einem Zug/Plan besser - man muß nichts auswendig lernen. Deswegen bezeichnet man historische, wichtige Partien als Klassiker.
- und meistens gewinnt der Stärkere!

- manchmal dienen sie auch dazu, einen Verteidigungsplan zu zeigen.....
- und nicht alle alten Partien entsprechen der Anforderung an einen "Klassiker"...
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edit: in komplizierterer Form heißt das dann z.B.: wenn man die Grundzüge eines spanischen Angriffes (geschl. Spanier mit weißem Sb1-d2-f1, h3, g4, Kh2, Sg3(e3) Tg1 und dann Sf5 und oder d4) aus Klassikern gelernt hat, dann muss man sich nicht mit absurden schwarzen Ideen auseinandersetzen, die nichts gegen diesen Plan leisten.