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04.01.2007, 12:13
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Neuling
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Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 2
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Bobby Fischer
Alle sagen immer, Bobby Fischer sei einer der größten Schachspieler aller Zeiten gewesen, das kann ich aber gar icht nachvollziehen. Was meint ihr dazu?
Analysiert ihr eigentlich bei Meisterpartien nur Gewinn-Spiele oder auch Remisen und Niederlagen?
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04.01.2007, 15:45
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Sehr erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1450+
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Registriert seit: 11.2005
Ort: Osterholz-Scharmbeck
Beiträge: 94
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Sagen das echt alle ? 
Er war jedenfalls ein sehr beeindruckender Spieler. Schau Dir mal seine Spiele an.
Dazu kommt noch wie er die " Creme de la Creme " der ( Seiner !! )
Schachwelt besiegt hat. War schon kein Schlechter.  
Ob der Beste kann man eh nicht sagen.
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05.01.2007, 00:29
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: DWZ ca. 1750
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Registriert seit: 08.2006
Beiträge: 219
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Also ich glaube die Leute sind von seiner Persönlichkeit mehr fasziniert (geblendet) als von seinem Spiel.
Er war:
- zu der Zeit der jüngste Weltmeister der Geschichte
- der erste (und letzte) Amerikaner, der Weltmeister wurde
- seit langer Zeit der erste nicht sowjet Spieler der Weltmeiter wurde (=>sehr viel Sympathie weltweit)
- der Erfinder von Fischer Schach
- ein großer Sympathieträger, weil er gegen den Willen seiner Regierung ich glaube in Jugoslavien(?) Schach gespielt hat und seit dem politisch verfolgt wird
- mit Aljechin ein Weltmeister der seinen Titel schachlich nicht verloren hat
Aber wenn man sich nur sein Spiel anschaut, finde ich seine Partien ehrlich gesagt nicht überwältigend. Er konnte gut kombinieren und hatte ein gutes positionelles Verständnis, aber gegen Karpow hätte er wahrscheinlich verloren und an Kasparow wäre er wahrscheinlich nie heran gekommen.
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05.01.2007, 00:47
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alter Hase
DWZ/Elo: 1802
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Erlangen
Beiträge: 192
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Hallo,
Zitat:
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Zitat von maxquick
Er war:
- zu der Zeit der jüngste Weltmeister der Geschichte
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Das ist falsch, Lasker (25) und Tal (23) waren jünger als Fischer (29). Du meintest wohl "jüngste Großmeister", oder?
Zitat:
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- mit Aljechin ein Weltmeister der seinen Titel schachlich nicht verloren hat
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Aljechin verlor seinen Titel 1935, holte ihn sich allerdings 1937 zurück. Insofern stimmt das auch nicht ganz.
Zitat:
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Aber wenn man sich nur sein Spiel anschaut, finde ich seine Partien ehrlich gesagt nicht überwältigend. Er konnte gut kombinieren und hatte ein gutes positionelles Verständnis, aber gegen Karpow hätte er wahrscheinlich verloren und an Kasparow wäre er wahrscheinlich nie heran gekommen.
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1. Fischer ist wohl einer der besten Kenner und Könner des Endspiels! Es dürfte nur wenige Spieler geben, die ihm das Wasser reichen können (meiner Meinung nach nur Capablanca).
2. Wie der Wettkampf gegen Karpow ausgegangen wäre ist doch sehr spekulativ. Ich glaube schon, dass Fischer gute Chancen gehabt hätte, immerhin hat er Spasski 1992 vernichtend geschlagen, obwohl er 20 Jahre keine ernsten Turnierpartien gespielt hat! Aber wie gesagt, das ist Spekulation.
Ich glaube viele Leute fasziniert an Fischer, dass er es alleine mit der sowjetischen Schachmaschinerie aufnahm und siegreich war!
Mit freundlichen Grüßen
Klaus
Geändert von klaus74 (05.01.2007 um 01:02 Uhr)
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05.01.2007, 18:39
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Einsteiger
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Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 11
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Zitat:
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Zitat von maxquick
Also ich glaube die Leute sind von seiner Persönlichkeit mehr fasziniert
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Was an einem solch ausgesprochenem Antisemiten faszinierend sein soll, verstehe ich nicht.
Zitat:
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Zitat von maxquick
- der Erfinder von Fischer Schach
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Das ist weit verbreitet, aber dennoch falsch. Siehe http://www.xs4all.nl/~timkr/chess2/diary_7.htm , Eintrag 123. Und ja, ich glaube eher Tim Krabbe als Wikipedia.
Zitat:
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Zitat von maxquick
- ein großer Sympathieträger, weil er gegen den Willen seiner Regierung ich glaube in Jugoslavien(?) Schach gespielt hat und seit dem politisch verfolgt wird
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Das war nicht gegen den Willen seiner Regierung, sondern entgegen einem UN-Embargo. Sympathien hat er dadurch keine gewonnen.
Spielerisch sprechen seine Ergebnisse allerdings für sich. Der Unterschied zwischen dem Weltranglisten ersten und zweiten war, wenn ich mich richtig an die Chessbase-Serie über historische Weltranglisten erinnere, nur Ende der 80er Jahre grösser.
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05.01.2007, 19:32
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
DWZ/Elo: 2053
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Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 426
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Fischer als Schachspieler (!!) - und als Mensch (??!) - kein Vergleich!
Wikipedia über Bobby - klick mich! Hallo Arpad! 
- geh' nicht so ruppig mit dem armen Fischer um! 
(Zitat wikipedia): Der Psychiater und ehemalige Weltklassespieler Reuben Fine, der Fischer in dieser Zeit kennenlernte, attestierte ihm später schwerwiegende, aus familiären Konflikten resultierende psychische Probleme, die zu Verhaltensauffälligkeiten führten. Laut Fine bot das Schachspiel Fischer die Möglichkeit, sich mittels seiner Erfolge für erlittene Kränkungen zu rächen und Machtphantasien auszuleben. (Zitat Ende)
Der anglikanische Begriff "Weirdo" wird den Menschen Fischer wohl ganz gut beschreiben. Seine Genialität im Schach verführt die Menschen dazu seinen Äußerungen ein besonderes Gewicht zu verleihen. In Wirklichkeit ist er als Mensch ein ziemlich psychotischer, relativ ungebildeter Typ mit einem niedrigen EQ. Außerhalb des Schachs hat er echte Schwierigkeiten ein paar normale Sätze zu formulieren, die bei seinem Gegenüber ein Interesse an einer etwaigen Kommunikation mit ihm wecken würden. Ich denke, dass er deshalb so gerne provoziert. Das ist seine Art Aufmerksamkeit zu erwecken. Jeder kennt den Typen (zumindest aus der Schulzeit), der sonst Angst hat uninteressant zu sein, und deshalb immer wieder ganz arge Sachen tut und sagt.
Fischer ist als Mensch (zumindest in öffentlichen Auftritten) wie man in Wien sagt, ein "Vollkoffer"! Er ist das genaue Gegenteil eines "glatten" Politikers, der es sich mit möglichst niemandem verscherzen will. Er läßt sich von seinen Interviewpartnern noch aufstacheln, sein ohnehin etwas krauses Weltbild noch möglichst martialisch zu formulieren.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er dem bei uns so negativ belasteten Bild eines Antisemiten entspricht. Er ist ja selbst jüdischer Abstammung. Artikel auf Chessbase, der auch Fischers Abstammung beleuchtet
Er ist in meinen Augen eines der leuchtendsten Beispiele dafür, dass die Fähigkeit wirklich gut Schach zu spielen (und darüber kann man bei ihm wohl kaum streiten  ) mit offensichtlich keiner anderen Begabung korreliert.
Das Einzige, was bei der Betrachtung der Persönlichkeiten aktueller und ehemaliger (Welt)Klassespieler auffällt ist, dass sie ein bunter Haufen schillernder "Vögel" sind (das trifft zumindest im österreichischen Schach auch auf die unteren Kategorien zu  ).
Wahrscheinlich ist die Bereitschaft sich mit Schach über Stunden und Tage, Wochen, Monate und Jahre zu beschäftigen bereits ein kräftiges Zeichen für eine leichte Abnormität! 
*******************
P.S. mein Vater z.B. dem ich in vielen Dingen total ähnlich bin, konnte trotz meiner wachsenden Begeisterung für Schach als Jugendlicher, dem Spiel nie einen echten Reiz abgewinnen. Meine Argumente, warum eine Kombination besonders schön sei, tat er mit dem Argument ab, dass dieser Eindruck nur aus meiner leicht abartigen Freude entspringt, jemandem anderen meinen Willen aufzuzwingen!  - Autsch! - dagegen ist gar nicht viel zu sagen!
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05.01.2007, 22:34
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Einsteiger
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Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 11
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Och, bin doch ganz nett zu ihm  .
Zitat:
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Zitat von Angie
mit einem niedrigen EQ
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DAS wage ich zu bezweifeln. Ihm wurder von manchen Mitmenschen ein Wert von 165 attestiert. Was ich bewundere, ist, wie er zum Weltklassespieler wurde. Die Sowjets hatten stets die besten Schachschulen, Trainer in frühen Jugendjahren, und bei Wettkämpfen ein Team von Sekundanten. Fischer schaffte es so gut wie alleine, lernte auch Russisch alleine, um Schachliteratur lesen zu können.
Zitat:
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Zitat von Angie
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er dem bei uns so negativ belasteten Bild eines Antisemiten entspricht. Er ist ja selbst jüdischer Abstammung.
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Aufgrund meherer Aussagen von ihm, die Du auf verschiedenen Stellen im Netz findest ( www.deep-chess.de hatte ich glaube ich mal die Interviews aus den Phillipinen), sehe ich ihn schon als Antisemiten. Trotz seiner Abstammung, dieser Teil ist seltsam.
Zitat:
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Zitat von Angie
Seine Genialität im Schach verführt die Menschen dazu seinen Äußerungen ein besonderes Gewicht zu verleihen
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Uneingeschränkte Zustimmung, ist leider so, und er ist nicht der einzige Fall.
Zitat:
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Zitat von Angie
der anglikanische Begriff "Weirdo"
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Ich habe mich auch schon ernsthaft gefragt, ob er heutzutage eher in der Schule Amok liefe, als Schach zu spielen. Was meinst Du?
Vorsicht mit Wiki, ich vertraue da eher auf Krabbe auf http://www.xs4all.nl/~timkr/chess/fischer.htm. Leider hat er die ganzen alten Files aus Verärgerung gelöscht, und ich habe kein back up.
Aber wir kommen vom Thema ab. Schachlich war er ganz klar einer der Größten. In seiner 72er-Form ins Jahr 2007 versetzt sehe ich ihn in den Top-10.
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05.01.2007, 22:51
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Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
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Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
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Zitat von Angie
mit einem niedrigen EQ
Zitat:
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Zitat von Arpad
DAS wage ich zu bezweifeln. Ihm wurder von manchen Mitmenschen ein Wert von 165 attestiert.
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EQ ist nicht zu verwechseln mit IQ!!
Emotionale Intelligenz somit mit dem Intelligenz Quotienten
Zitat:
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Zitat von Arpad
Aufgrund meherer Aussagen von ihm, die Du auf verschiedenen Stellen im Netz findest ( www.deep-chess.de hatte ich glaube ich mal die Interviews aus den Phillipinen), sehe ich ihn schon als Antisemiten. Trotz seiner Abstammung, dieser Teil ist seltsam.
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Was seine Abstammung angeht, so weiß man leider nicht sicher, wer Fischers Vater ist. Zwei Männer kommen in Betracht, wobei der eine eben Jude wäre. Aus diesem Grund kann man schon gar nicht sagen, wen Fischer als seinen Vater (Erzeuger) ansieht. Er hat sich dazu nie öffentlich geäußert, weiß es aber vielleicht durch seine Mutter genau(er) und ist doch nicht jüdischer Abstammung.
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05.01.2007, 22:55
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Einsteiger
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Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 11
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Zitat:
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Zitat von chessychess
Zitat von Angie
mit einem niedrigen EQ
EQ ist nicht zu verwechseln mit IQ!!
Emotionale Intelligenz somit mit dem Intelligenz Quotienten
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Ok, mein Fehler. 'tschuldigung.
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05.01.2007, 23:01
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
DWZ/Elo: 2053
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Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 426
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@ Chessychess
danke für 1) 
ad 2) Klick auf meinen Chessbaselink - da wirst Du sehen, dass seine Mutter (!) jüdischer Abstammung ist!
und überhaupt - das hab' ich grad gefunden 
"Die Anhänger des königlichen Spiels sehen ihrem Größten nach, dass der Sohn jüdischer Eltern krude antisemitische Thesen vertritt. So hätten sich die Juden gegen Elefanten verschworen, weil dessen Rüssel ein "unbeschnittenes Penis-Symbol" sei, verbreitete Fischer ernsthaft in einer seiner Radio-Hasstiraden."
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05.01.2007, 23:52
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der berühmte schmale Grat zwischen Genie und Wahnsinn! Fischer scheint allerdings schon länger nicht mehr auf diesem zu wandeln...
Bezüglich Schach: Fischer war Weltmeister bzw. glaubt selber, dass er es noch ist. 
Zu erwähnen wäre noch Fischer 6 - Larsen 0 und Fischer 6 - Taimanov 0
Nicht zu vergessen ist natürlich noch das Buch "meine 60 denkwürdigen Partien" von Fischer selbst, eines der besten Schachbücher aller Zeiten!
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23.08.2008, 14:57
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Aktiver
DWZ/Elo: 1985 / 2027
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Registriert seit: 08.2008
Ort: Kiel (Schleswig-Holstein)
Beiträge: 41
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Die Wettkampfsiege von Bobby Fischer im Jahre 1971 gegen Larsen und Taimonow waren schon eindrucksvoll. Noch höher zu bewerten ist meiner Meinung nach der 6,5:2,5 Sieg gegen Petrosjan in Buenos Aires 1971. Ich habe die meisten Partien nachgespielt, und war von den Spiel-Ideen Fischers sehr beeindruckt. Erst nach diesem Wettkampfsieg hatte Fischer sich für das legendäre WM-Match 1972 gegen Boris Spassky qualiifiziert.
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23.08.2008, 19:49
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Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
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Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
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Ich halte es für ein ziemlich schwieriges Unterfangen, DEN besten Schachpieler bestimmen zu wollen. Man kann halt historische Personen und ihre Leistungen schlecht mit gegenwärtigen Zeitgenossen vergleichen, wie soll das gehen? (Nur als analoges Problem: In praktisch jeder Naturwissenschaft weiß heutzutage jeder Student nach 6 Semestern mehr als irgendwelche Nobelpreisträger bis ~1930!)
Meiner Meinung nach sollte man eine Gruppe von ca. 25 Schachspielern auf einer höchsten Ebene lassen: alle Weltmeister, dazu noch Leute wie Philidor, LaBourdannais, Morphy, Staunton, Andersen, Tschigorin, Tarrasch, Rubinstein, Keres, Kortschnoi, Iwantschuk, ...? Eine weitere Differenzierung erscheint mir nicht sinnvoll.
Im außerschachlichen Sinne haben Fischer, Karpow und Kasparow sicherlich größere Beachtung gefunden, aber das lag halt an den Massenmedien bzw. den politischen Konstellationen.
Fischers "merkwürdige Äußerungen" (um es mal sehr vorsichtig zu formulieren) beeinträchtigen für mich seine schachliche Leistung nicht. Während seiner aktiven Zeit (die geht für mich nur bis 1972; 1992 zählt nicht) hat er auch noch nicht soviel wires Zeug geredet oder man hat es kaum beachtet.
Das Ergebnis ist für mich überhaupt kein Kriterium bei der Auswahl zu analysierender Meisterpartien.
tracke
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27.08.2008, 12:24
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Aktiver
DWZ/Elo: 1985 / 2027
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Registriert seit: 08.2008
Ort: Kiel (Schleswig-Holstein)
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Hallo Tracke,
es ist hier nicht meine Absicht zu beurteilen welcher Schachspieler der beste war oder ist. Wer sich eingehend mit der Geschichte des königlichen Spiels beschäftigt, erlangt bald die Erkenntnis, das jeder Weltmeister einen wichtigen Beitrag geleistet hat. Bobby Fischer war aber der erste Großmeister der Schach als Wettbewerb kommerziell werden ließ. Das lag nicht an seinem exzentrischen Auftreten. Der Grund für seinen Erfolg ist ein anderer. Bobby Fischer war seit Paul Morphy, der erste amerikanische Schachspieler der sich auf Internationaler Ebene behaupten konnte. Außerdem sind seine Partien eine Bereicherung für den lernenden Amateur. Bemerkenswert ist noch das Fischer zu seiner Glanzzeit nicht auf die Hilfe eines Computers zugreifen konnte, sondern in der Lage war alle Probleme alleine am Brett zu lösen.
Sicherlich müssen das heutzutage Spieler wie Kramnik, Carlsen oder Anand... auch beherrschen. Sie können sich aber wegen der PC-Schachdatenbanken viel besser auf Turniere vorbereiten.
Deshalb beschäftige ich mich heute noch gerne mit den Schachklassikern von damals.
PS: Das Ergebnis einer Partie ist für mich kein Auswahlkriterium zur Analyse. Denn sonst könnte ich hunderte von meinen gesammelten Partieformularen in die blaue Tonne werfen!
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08.07.2009, 21:07
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1886/1876
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Registriert seit: 05.2007
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Beiträge: 77
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Zitat:
Zitat von Peter Patzer
… Bobby Fischer war aber der erste Großmeister der Schach als Wettbewerb kommerziell werden ließ. …
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Bobby hat vor allem dafür gesorgt, daß Schach mehr beachtet wird und daß die Preisgelder anstiegen! Das ist wohl keinesfalls verkehrt, wenn man andere Sportarten wie Fußball oder Tennis usw. betrachtet. Dies geschah zum Teil völlig unbewußt, doch stets zielstrebig.
Ein weiteres Beispiel ist die Änderung der Kandidatenturniere von einem Rundenturnier in mehrere „Mini-Wettkämpfe“. Damit hat er den Sowjets einigen „Schneid“ genommen. Die Turniertabellen verzeichneten zwar nur Ergebnisse, doch wenn man die vielen Remispartien zwischen Tal & Petrosjan und anderen russischen GMs so betrachtet, bekam seine Behauptung den entsprechenden Nährboden.
Als Spieler gehört er zu den größten und ist ein ebenso würdiger Schachweltmeister wie es die anderen waren oder der gegenwärtige ist.
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