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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 1 ( permalink)

18.07.2004, 18:26
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Aktiver
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Registriert seit: 06.2004
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Beiträge: 36
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Repertoire von Spitzenspielern !
Hallo,
bis zum wievielten Zug beherrscht ein starker Spieler
(ab Großmeister aufwärts) im Idealfall sein Repertoire ?
Ich habe gelesen, daß manche Spieler sämtliche Züge einer
bestimmten Eröffnung bis zum 20 - 30 Zug auswendig
kennen, egal welchen Zug der Gegner wählt.
Stimmt das ? ? ?
Gruß
Tomm
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 2 ( permalink)

18.07.2004, 19:31
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Schachjournalist
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Nicht aufjedenfall. In Sizilianisch evtl. aber auch dort nicht jeden Zug, sondern nur die meist gespielten.
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 3 ( permalink)

18.07.2004, 21:41
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Garry des Forums
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Das ist sicher in vielen Fällen der Fall. Einige Systeme gehen auch nach etwa 15 Zügen ins Endspiel über, dort wird es vermutlich etwas komplizierter.
Übrigens: Ein durschnittlicher Großmeister knapp über 2500 beherscht etwa 100 000 Züge auswendig.
Man schätzt, dass Garry Kasparov 1 000 000 Züge in seinem Eröffnungsrepertoire hat, also auswendig spielt.
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 4 ( permalink)

18.07.2004, 22:12
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Aktiver
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Registriert seit: 06.2004
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Hallo,
das ist wirklich gigantisch.
Um das alles auswendig zu lernen braucht man bestimmt Jahre.
Ich habe ein Buch über Kasparow.
Das heißt "Kasparows Schacheröffnungen".
Darin sind seine meißt gespielten Eröffnungen und sein
Repertoire.
Er beschränkt sich doch auf einige wenige Eröffungen.
Zum Beispiel spielt er offene Eröffnungen, wie Spanisch oder
Italienisch , nur sehr selten oder gar nicht, mit weiß spielt er
überwiegend d4 , mit schwarz sehr oft sizilianisch.
Natürlich hat man einen enormen Vorteil ,wenn man
bis zum Mittelspiel nicht lange zu Überlegen braucht.
Gruß
Tomm
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 5 ( permalink)

18.07.2004, 22:24
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Schachjournalist
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Man muss nicht nur weniger überlegen, sonder weiß automatisch den besten bzw. die besten Züge und macht somit nicht so viele Fehler in der Eröffnung. Kasparov spielte lange zeit die Naidorf variante im Sizilianer, wechselt momentan aber in die Scheveninger Variante, die auch Kramnik und Leko momentan am meisten spielen.
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 6 ( permalink)

19.07.2004, 13:59
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Garry des Forums
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Was heißt ,,überwiegend`` sizilianisch? Kasparov ist DER sizilianisch-Spieler. Hat schonmal jemand von euch eine seine Partien live im Internet verfolgt, bei Schach.de, oder so. Allle Zuschauer geben schon vorher e4 c5 ein und freuen sich, weil jeder weiß, dass er sizilianisch spielt und das auch, wie kein anderer. Naja, abgesehen von Anand vielleicht, der spielt ausschließlich sizilianisch und das seit 20 Jahren.
Und zu den einigen wenigen Eröffnungen: Es gab große Spieler, die haben weit weniger Eröffnungen gespielt, als Kasparov. Fischer z.B. hatte mit schwarz nur drei Haupteröffnungen, die er immer spielte.
Kapsarov aber hat viele Neuerungen in die Theorie gebracht, oft später, so nach 15 Zügen. Man bedenke nur das ,,Straßenbahn``-Bauernopfer (es heißt wirklich so), dass er zuerst spielte, damals gegen Karpow.
Man kann aber allgemein Eröffnungswissen nicht an Kasparov messen, niemand konnte je so viele Züge wie er, aber 100 000 Züge für einen ,,normalen`` GM sind ja auch schon recht viele, nicht wahr?
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 7 ( permalink)

19.07.2004, 14:47
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Aktiver
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Hallo,
mit dem großen Eröffnungswissen von Großmeistern kommst du
aber manchmal auch nicht weit.
Wenn Du gegen schwächere Spieler spielst,
dann kommt es sehr oft vor, daß dein Gegenüber nach 5, 6, oder
7 Zügen so weit von der Theorie abweicht, weil er die richtigen
Züge nicht kennt,
daß alles vorher gelernte nichts mehr nützt. 
Im Allgemeinen ist es schon besser sich auf einige wenige
Eröffnungen zu beschränken.
Aber wenn Du immer dasselbe spielst, dann wissen deine Gegner
schon im voraus was Sie spielen müssen.
Gruß
Tomm
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 8 ( permalink)

19.07.2004, 19:16
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Garry des Forums
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Aber Spitzenspieler können nicht nur die Theorie auswendig, sie wissen auch, was falsch ist und warum es so ist. Wenn jemand dann weit von der Theorie abweicht, dann wird sein Spiel zwangsweise schlechter und ein guter Spieler wird daraus Nutzen ziehen können.
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 9 ( permalink)

19.07.2004, 21:44
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FM des Forums
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Jupp, ich denke mal was du schreibst wird der Einsteiger eher können als die konkreten Züge: so sollte es zumindest sein  Bei den GMs geht das dann halt noch feiner, so dass sie zu jedem Zug wissen warum gerade dieser und auf KEINEN FALL ein anderer Zug (Übertreibung lässt grüßen  ) gespielt werden muss. Ich halte die Reihenfolge: Prinzipien - Ideen - Züge für die sinnvolle. Wir mir auch glaub keiner widersprechen *g*
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 10 ( permalink)

19.07.2004, 22:38
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Garry des Forums
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Mag es Zufall sein oder nicht, aber die Reihenfolge halte ich auch für die sinnvollste.
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 11 ( permalink)

20.07.2004, 09:18
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Schachjournalist
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Das Gambit von Kasparov wird auch als "Kasparov-Gambit" bezeichnet.
Ausserdem spielt Kasparov auch andere Sachen als nur sizilianisch. Skandinavisch, hat er früher mit vielen neuen Ideen wieder zum Leben erweckt,auch italienisch kann er, mag er.
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Repertoire von Spitzenspielern ! Beitrag # 12 ( permalink)

20.07.2004, 15:21
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Garry des Forums
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Jahaaa, sicher, viele GMs spielen auch italienisch, aber wann hat man von Kasparov italienisch in einer bedeutenden Partie gesehen? Da spielt er doch praktisch immer sizilianisch.
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