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16.06.2004, 17:47
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Hobbyspieler
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Registriert seit: 06.2004
Beiträge: 15
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Tarrasch-Regel?
Hallo,
weiß jemand, was die sogenannte Tarrasch-Regel besagt? Sie taucht im Zusammenhang mit Endspielen in einem Buch voll von Endspielstellungen auf. Das Buch ist von Laszlo Polgar, dem Vater der Polgar-Schwestern. Er ist nicht gerade für Wortkommentare bekannt, also steht auch keine Erklärung für diese Regel.
Kann mir jemand die Tarrasch-Regel bitte erklären?
Vielen Dank im Voraus
Nimzo
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16.06.2004, 18:54
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Schachjournalist
DWZ/Elo: 1400
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Delmenhorst
Beiträge: 278
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War das nicht so was wie, dass man seine Türme hinter freibauern stellen soll oder so?
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17.06.2004, 16:55
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Hobbyspieler
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Registriert seit: 06.2004
Beiträge: 15
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Danke! Das könnte gemeint sein, da immer derjenige gewinnt, der seinen Turm hinter den Bauern bringen kann, bzw. derjenige mit Bauernvorteil, dem dies nicht gelingt, nur ein Remis erzielt.
Nimzo
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17.06.2004, 19:23
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Schachjournalist
DWZ/Elo: 1400
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Delmenhorst
Beiträge: 278
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Nur weil jemand es schafft seinen Turm hinter eine Freibauern zu bringen, hat er doch nicht gleich gewonnen. Was ist wenn ein gegnerischer turm von der anderen Seite dagegen hält und der Gegner es schaftt seinen König schneller an den Freibauern zu bringen? Dann hat man doch nicht trotzdem noch gewonnen.
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18.06.2004, 09:33
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Hobbyspieler
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Registriert seit: 06.2004
Beiträge: 15
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Polgars Buch behandelt v.a.Extremfälle, um die Berechtigung der Regel herauszuarbeiten. Mit deinem geschilderten Fall hast du natürlich Recht, Giga Green.
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19.06.2004, 18:00
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Seinen Turm einfach von der anderen Seite dagegen stellen, ist aber ein schwerer Fehler.
Eigene Freibauern werden von hinten verteidigt, gegnerische werden von hinten angegriffen.
Stell dir alleine vor, der Turm blockiert den Bauern, wird aber dann vom gegnerischen König vertrieben usw. Das passiert nicht, wenn man den Bauern von hinten angreift.
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20.06.2004, 08:25
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Schachjournalist
DWZ/Elo: 1400
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Delmenhorst
Beiträge: 278
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In einem reinen Turmendspiel, wie will ich dann den gegnerischen Freibauern von hintern angreifen, wenn der dort schon vom gegnerischen Turm gedeckt wird?
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20.06.2004, 09:41
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1875
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Registriert seit: 04.2004
Ort: irgendwo in Nrw
Beiträge: 501
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Im Grunde habt ihr beide Recht, denn Türme gehören hinter die eigenen und hinter die feindlichen Bauern. Allerdings gibt es immer wieder Situationen, in denen es nicht möglich ist, und dann gibt es meist nur noch die Möglichkeit den Bauern von vorne anzugreifen. Es ist zwar nicht korrekt, aber meistens der einzige Ausweg. Wenn z.B. Weiss seinen Freibauern mit dem Turm von hinten deckt, hat schwarz noch eine Chance, wenn er den Bauern von vorne angreift und sein König, als erster dran ist. Aber im Allgemeinen gehören die Türme hinter die Bauern, da sie zum Blockieren eines einzelnen Bauern viel zu wertvoll sind.
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21.06.2004, 18:11
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Wenn bereits der gegnerische Turm dort steht, geht es natürlich nicht mehr, ich hielt das nicht für erwähnenswert.
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23.06.2004, 08:51
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GM im Verlieren
DWZ/Elo: 1873/2008
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Registriert seit: 04.2004
Ort: Kindberg-Cryza
Beiträge: 483
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da muss ich enforcer recht geben!!
aber das mit dem bauernvorteil halte ich nicht immer für ausschlaggebend oft kann man mit einem minusbauern bei maximaler aktivität der figuren gewinnen!!
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11.08.2004, 16:36
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Turnierspieler-Autor
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Registriert seit: 04.2004
Ort: Dresden
Beiträge: 183
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turmendspiel
manchmal hilft es aber auch nicht, wenn der gegnerische turm hinter dem freibauern steht und der eigene vor ihm. nehmen wir mal an:
weiß: g2,Kh2,Tb7,b6
schwarz: f4,Kg4,Tb1
weiß am zug spielt 1.Tb8!, denn schwarz ist gegen 2.b7 nebst schachs des Turmes gegen den könig und anschließender umwandlung des bauern b7 machtlos, z.B.:
1.Tb8! Kf5 2.b7 Ke6 3.Te8+ Kd7 4.b8D+-
auch der zwischenzug 1...f3 nützt nach 2.gf+ (nicht 2.b7? f2) K:f3 3.b7 Tb2+ 4.Kh3 Tb1 5.Tf8+ nebst b8D nichts
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11.08.2004, 17:10
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Man, das hast du dir ja mal toll ausgedacht, ehrlich.
Und stell dir die gleiche Stellung mal mit 2 weißen Damen vor, dann siehts gleich noch schlimmer aus. Sowas kann man doch nicht als ernstes Beispiel nehmen.
Ok, hier eine elementare Stellung, die wirklich deutlich macht, wieso der Turm nicht vor den Bauern gehört.
weiß: Kg3, Tb8, Bauer b7
schwarz: Kg7, Tb4
Das ist nämlich remis und eben deshalb, weil der Turm vor dem Bauern steht und nicht dahinter, wie er sollte.
Klar, dass man jetzt argumentieren könnte: Aber wenn weiß jetzt 2 Türme hätte, würde schwarz verliren, OBWOHL ja der Turm vor dem Bauern steht, wäre aber schwachsinnig, nicht wahr?
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11.08.2004, 17:27
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FM des Forums
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Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
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Ich glaube Eric ging es in diesem Fall um das Motiv des Schachs durch einen Turm vor einem Bauern auf der 7ten. Es geht hier um einen Tempogewinn.
Stellung:
Weiß Ba7, Ta8, Kh1
Schwarz Th2, Kh3
ist gewonnen durch Th8+ und anschließendem a8D. Soweit das Beispiel von Eric.
Mit schwarzem König auf der 7ten klappt es nicht mehr so einfach. Angenommen schwarz: Kh7 statt Kh3
Weiß findet keinen Tempozug oder sonstigen Trick um den Bauern umzuwandeln. Den Turm abzulösen klappt übrigens auch nicht. -> Remis
Dritter Fall: schwarzer Kd7 statt Kh7
Hier gewinnt Schwarz durch Th8. Auf Txa7 käme Th7+ +-. Dies ist die sogenannte Umgehung. Schwarz kann auch kein ewiges Schach geben, das sich der König irgendwann seinem Peiniger nähert und auf jeden anderen Zug a8D folgt.
Das zum Turm vorm Freibauern auf der 7ten Reihe.
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11.08.2004, 17:43
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Hä? Hallo? Ich kenne die Regeln, deshalb habe ich auch dieses Beispiel gebracht, da es sich um ein remis handlet, weil der Turm blöd vor dem Bauern steht.
Das Beispiel von Eric ist dazu nicht geeignet, natürlich gewinnt hier weiß, das hat aber mit dem Thema nichts zu tun.
Mein Beispiel ginge auch anders aus, stünde der König anstatt auf g7 auf g4, man sollte schon wissen, wo der König hingehört.
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11.08.2004, 21:51
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Turnierspieler-Autor
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Registriert seit: 04.2004
Ort: Dresden
Beiträge: 183
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gut, das mag remis sein, aber du kannst dich drehen und wenden wie du willst, denn in deiner stellung ist es sowieso remis, auch wenn du die türme ,,ordnungsgemäß" aufstellst, also schwarzer turm b8 und weißer turm b4, denn dann nützt dir auch die regel mit ,,türme hinter den freibauern" gar nichts.
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