Einige Schreiber in diesem Forum sind der Meinung, dass K+2S gegen K unentschieden wäre, weil die K-Partei vorher Patt gehen würde. Ich habe eine mögliche Stellung in Scid eingegeben und folgendes herausgefunden:
2k5/8/2K5/3NN3/8/8/8/8 b - - 0 1
Weiß: Kc6; Sd5; Se5
Schwarz: Kc8
[FEN "2k5/8/2K5/3NN3/8/8/8/8 b - - 0 1"]
1...Kb8 2.Kd7 Ka8 3.Kc8 Ka7 4.Nc6+ Ka8 5.Nb6#
2SMatt.txt
Ich habe die Figuren auf´s Geradewohl hingestellt, es ist also keine "Komposition". Die Fehler, die Schwarz dafür machen muss, sehen aus meiner Sicht recht natürlich aus (nämlich nur hin- und herziehen). Wenn die unterlegene Partei also durch so wenige mögliche Fehler verlieren kann, dann müsste ein Schiedsrichter doch eigentlich die Stellung ausspielen lassen, falls einer der Spieler das verlangt, oder?
Theoretisch könnte man auch Stellungen mit anderen Leichtfiguren basteln, z. B. K+S gegen K+S; K+2S gegen K+S; K+L gegen K+S; K+L gegen K+2S, die theoretisch Remis sind, praktisch aber nicht unbedingt. Mir fallen dazu aber keine "richtigen" Stellungen ein, sondern nur solche, denen man ansieht, dass sie darauf "hingeschustert" wurden.
Einen Pflock kann ich aber schon jetzt hinein klopfen: 1. Sobald 4 oder mehr Figuren auf dem Brett sind, ist ein Hilfsmatt immer möglich.
Natürlich kann man mit König+Leichtfigur (Springer, Läufer) gegen den blanken König kein Matt machen, selbst wenn der es will. Und selbstverständlich will ich auch nicht sagen, dass 2S+K gegen K gewonnen ist. Theoretisch bleibt dieses Endspiel natürlich unentschieden.
Ok, ich weiß jetzt selbst nicht mehr, warum ich dass hier geschrieben habe, ich war nur erstaunt, dass es ein Hilfsmatt für diese Endspieltypen gibt.