Abend die Damen und Herren,
hab mir grad gedacht, es wär vielleicht mal ganz sinnvoll, wenn wir ein paar Remisstellungen zusammentragen, um die Einschätzung, ob Abwickeln oder net angesagt ist, zu verbessern.
Mit der Phillidor'schen Remisstellung fang ich mal an:
IM Vergleich zur Lucenastellung zieht die Phillistellung immer (sprich: auch bei Randbauern), die Kennzeichen sind: verteidigender König auf der 8.Reihe , möglichst das Umwandlungsfeld, Turm auf der 6.Reihe, der damit verhindert, dass der weiße König (der den Bauern besitzt) die 6.Reihe betritt !
Bspl.:
weiß : Kf5, Be5, Th7
schwarz: Ke8,Ta6
das ist eine phillidorsche remisstellung
das prinzip ist das, dass schwarz möglichst verhindert, dass der weiße könig auf die 6.reihe m*****iert, was ja bekanntlich zum sieg vorrausetzung ist. gelingt es dem weißen doch, wechselt der schwarze turm auf die 1.reihe und gibt dauerschach von der grundlinie aus. findsch zwar irgendwie link, aber es gewinnt

also nochmal zur klarheit: du wackelst mit deinem turm auf der 6.reihe rum und verhinderst das eindringen des gegnerischen königs. sobald der gegner seinen bauern auf die 6.reihe vorzieht, was er irgendwann spätestens wenn ihm langweilig wird oder er einsieht dass alles andere verliert (genauso wie der bauernzug) tun wird, wechselst du mit deinem turm auf die 1. reihe (8.reihe für weiß) und gibts dauerfeuer von hinten. der könig findet kein schlupfloch und bei hartnäckigen sturrköpfen wirst du spätestens nach 50 zügen erlöst . so
ein anderes typisches remisendspiel sind die ungleichen läufer, bei denen selbst ein materialvorteil von 1 oder 2 bauern meist nich zum sieg ausreicht. die "nackten" remisendspiele (D+S gegen D, D+L gegen D usw...) hab ich weiter unten, beim Thema T gegen S schon gepostet. Nun seid ihr dran. Was sind noch typische Remisendspiele, in die man sich retten kann?
nun seid ihr dran ....