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20.01.2006, 18:47
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Definition Endspiel
Meine Frage: Gibt es eine allgemein anerkannte Definition, wann das Endspiel beginnt? Und wenn ja, wie lautet sie? Und wenn nein, wo würdet ihr die Trennlinie ziehen?
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20.01.2006, 22:01
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Echter Kenner
DWZ/Elo: 1529
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Registriert seit: 03.2004
Ort: Köln
Beiträge: 137
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Ebenso wie die Trennlinie zwischen Eröffnung und Mittelspiel scharf gezogen weden kann,ist auch der Übergang im vom Mittel- zum Endspiel oft verschwommen.Die Endspielphase wird durch die folgenden zwei Punkte markiert:1)Einiger Materialabtausch muss stattgefunden haben,und 2)die wichtigen Merkmale des Mittelspiels,wie die Bedeutung überlegenen Figurenspiels und/oder Angriffsaussischten gegen den feindlichen König,müssen fehlen.
Diese Definition des Endspiels stammt aus dem Buch "Die Macht des Köigs im Schach",von Edmar Mednis.
Die bloße Abwesenheit der Damen genügt niemals, um den Beginn des Endspiels anzuzeigen.Die Damen sind ein wichtiger Teil des Endspiels.Sind eine große Zahl Figuren getauscht worden und die Könige sind ungefährdet - dann darf man zuversichtlich sein,sich in einem Endspiel zu befinden.
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21.01.2006, 05:36
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Aktiver
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Registriert seit: 09.2005
Beiträge: 42
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Zitat .und die Könige sind ungefährdet
Beispiel:
Weiss TK Schwarz K.....ein Typisches Endspiel
Ich denke schon....das da der schwarze König doch recht gefährdet ist   
sorry ..ich weiß das du das nicht so gemeint hast...aber bei diesem satz konnte ich nicht anders 
Gruss
Burkhard
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21.01.2006, 10:28
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beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2025
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 254
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da musst du einen unterschied machen, denn es gibt 2 typen endspiele: solche die für eine seite technisch gewonnen ist (eben z.b. TK vs. K) und solche die eben noch nicht technisch gewonnen sind.
die die nicht technisch gewonnen sind ist der könig meist ungefährdet. (z. B. Bauernendspiel, sobald aber eine seite einen bauern verwandeln kann (und die andere nicht), geht das spiel in ein technisch gewonnenes endspiel (DK vs. K) über, wo der könig dann natürlich wieder gefährdet ist  )
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21.01.2006, 15:59
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Mmmmhhhh, also die Gefährdung des Königs halte ich auch für ein schwammiges Kriterium; es gibt viele (auch nicht eindeutig gewonnene) Endspiele mit vielen Möglichkeiten des Schachgebots, v.a. wenn die Damen noch involviert sind.
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21.01.2006, 22:24
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Wir sollten Endspielenzyklopädien zu Rate ziehen, welche Mehrfachfiguren-Endspiele die erfasst haben. 3-4 Figuren ohne D sollte jede Seite haben dürfen.
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26.01.2006, 20:16
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Wie ich so drüber nachdenke: Man könnte das Kriterium der Königssicherheit dahingehend abwandeln, daß man sagt, das Endspiel beginnt, wenn der König als aktive Spielfigur wichtig wird und i.d.R. seinen durch die Rochade eingenommenen Platz verläßt... ist allerdings auch nicht wirklich wasserdicht.
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26.01.2006, 23:13
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 84
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- die Übergangsphase vom Mittelspiel ins Endspiel habe ich für mich noch nicht endgültig definiert
- beim reinen Endspiel tendiere ich zur Definition: "Das reine Endspiel beginnt dann, wenn das Material derart reduziert wurde, das der Ausgang des Spiels von einem Computer ausgerechnet werden kann".
Was haltet ihr davon?
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26.01.2006, 23:26
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 410
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Ich find den Ansatz gut, also auf die Reduktion der Komplexität abzuzielen; Ich denke aber, daß es auch viele Mittelspielpositionen gibt, in denen ein Ende ausrechenbar ist; entweder durch erzwungenes Matt oder, weil entscheidender Materialvorteil erzielt werden kann und in der Position danach eine Fortsetzung erzwingbar ist. Außerdem gibt es auch Endspielpositionen, bei deren Bewertung Computer erstaunliche Schwächen zeigen.
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26.01.2006, 23:40
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Zitat:
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Zitat von LucySky
- beim reinen Endspiel tendiere ich zur Definition: "Das reine Endspiel beginnt dann, wenn das Material derart reduziert wurde, das der Ausgang des Spiels von einem Computer ausgerechnet werden kann.
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Wieviel Zeit willst du ihm denn geben?
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27.01.2006, 18:58
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 84
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Hallo Wilhelm,
Zeit für den Computer ist nicht das Problem, denn ich meine immer die momentanen auf Grund der Technikleistung möglichen Berechenbarkeit. Also heute etwa 5er Steine. Also, die Computer werden immer Leistungsfähiger und können sich von "hinten" ins Endspiel vorentwickeln - da gibt es sicherlich eine Grenze, wegen der Komplexität. Immer das, was technisch gerade möglich ist, ist die Basis für die Definition des Endspiels. Ob das eine sinnvolle Definition ist, weiß ich auch noch nicht 100%ig, aber einen gewissen Charme hat sie schon - oder?
@nikolajewitsch: Wenn sich Matt im Mittelspiel abzeichnet, dann fällt Endspiel einfach aus. Da wo im Mittelspiel eine gewonnene Abwicklung entdeckt wird, wird m.E. ins Endspiel abgewickelt. Abwicklung = Übergangsphase ins Endspiel; nach Abwicklung beginnt dann das "reine Endspiel". Wenn Computer Endspiele ausrechnen können, dann sind Fehler ausgeschlossen! Damit dürften Deine Argumente der vorgeschlagenen Definition eigentlich auch nichts mehr anhaben - oder ?
Gruß
Lucy
Geändert von LucySky (27.01.2006 um 19:03 Uhr)
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28.01.2006, 00:39
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beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2025
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 254
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diese definition ist ja wohl absoluter quatsch. sollen alle stellungen mit mehr als 5 steinen (oder von mir aus 6) keine endspiele mehr sein?
kauf dir mal ein endspielbuch oder willst du behaupten dass eine stellung in der nur könige + bauern vorkommen (mehr als 6 steine insgesamt) kein endspiele sind?
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28.01.2006, 15:01
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 84
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Mein lieber blotto,
bleibt doch bitte sachlich und reg dich nicht gleich so auf. Wenn du einen Vorschlag für die gesuchte Definition hast, dann teil uns das doch einfach einmal mit.
Sachlich betrachtet sind deine Einwände natürlich zu berücksichtigen und sicherlich auch nicht verkehrt. Nur, eine Defintion haben wir damit noch nicht. Was feststeht: Wenn die Engines eine Brettstellung komplett ausrechnen können, dann haben wir definitiv eine Endspielstellung erreicht!
Gruß
Lucy
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29.01.2006, 23:01
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beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2025
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Registriert seit: 07.2005
Beiträge: 254
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sorry für meinen beitrag, aber ich habe selten einen so "komischen" vorschlag für eine endspiel-definition gehört. demnach haben sie im jahre 1900 noch gar keine endspiele gespielt. und im jahre 3000 (schätzung  ) ist die partie vom 1. zug an ein endspiel.
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30.01.2006, 07:58
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 84
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Momentan überblicke ich nicht, ob es rein mathematisch betrachtet jemals in Aussicht steht, Schach komplett zu berechnen - ich vermute mal nicht. Also wird es auch im Jahr 3000 noch Eröffnungen und Mittelspiele geben.
In der Zeit "vor dem Computer" wurden sicherlich Endspiele gespielt, aber eher unbestimmt und ohne strenge Definition. Dem Praktiker ist das sowieso egal, weil er emotional/intuitiv ergründet, wann ein Endspiel vorliegt bzw. er in ein solches übergeht. Und Endspiel-Training (in den von Dir genannten Büchern) findet immer mit sehr wenigen Steinen auf dem Brett statt.
Ich weiß nicht, warum du so ein Problem hast, wenn im Zuge der Entwicklung des Wissen des Menschen ab einem gewissen Zeitpunkt z.B. genauere Definitionen möglich werden. Warum sollen wir diese dann nicht aussprechen? Dass man in diesem Falle die Defintion um 1900 noch nicht kannte ist weniger tragisch, da man zu dem Zeitpunkt auch noch nicht zum Mond fliegen konnte.
Andererseits will ich mich auf meine Idee auch gar nicht unbedingt festlegen, nur bisher gab es keine exakten Vorschläge für eine Defintion und gegen meine Idee keine inhaltliche Kritik. Polemik führt uns da inhaltlich nicht weiter.
In diesem Sinne eine angenehme neue Woche...
Gruß
Lucy
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