Hallo Daigoro!
Meines Erachtens dient ...Lg6, ...Kh7 mittelbar der Durchsetzung eines Zentrumsdurchstoßes, indem es prophylaktisch weißes Gegenspiel abwehrt.
Es ist ja noch ziemlich viel Material auf dem Brett, die weißen Läufer schielen in Richtung des schwarzen Königs, die weiße Dame schielt nach h5 (und auf den Bauern h6, der momentan weder angegriffen noch verteidigt ist), außerdem können sich sehr schnell bald viele Turmlinien öffnen (neben d und bald e vielleicht auch noch f), die Schwarz dann nicht alle gleichzeitig und ständig kontrollieren kann, während er selbst ja über die e-Linie einfallen will. Dann nützt es Schwarz gar nichts, wenn er die e-Linie oder die zweite Reihe gewinnt, wenn sein König nicht mehr sicher ist, der ja im Moment etwas offener als der weiße steht. Auf h7 ist der König etwas weiter von den offenen Linien entfernt und deckt h6. Einzig die Diagonale b1-h7 gilt es zu kontrollieren, wo sich die Läufer ja gegenüberstehen.
Den zweiten Teil der Bemerkung halte ich für unwichtiger. Natürlich ist h3 ´ne Angriffsmarke und h6-h5+g5-g4 ein stellungsgemäßer Hebel, aber dies dürfte ggf. erst duchführbar sein, nachdem bald paar Schwerfiguren getauscht werden, was natürlich durchaus wahrscheinlich ist.
Ich hoffe, damit den Punkt getroffen zu haben und auch verständlich gewesen zu sein. Es dürfte ziemlich zeitaufwendig sein (und eventuell auch verfehlt), dies alles jetzt durch konkrete Varianten beweisen zu wollen.
tracke