Ich schlage mich mit DWZ 1700 in der Bezirksklasse, habe aber Schach nie "von der Pike auf" gelernt. Anfang des Jahres habe ich meine mehr als 150 ernsten Partien gefritzt. Dabei mußte ich feststellen, daß die ganz überwiegende Zahl dieser Partien durch
grobe Patzer entschieden werden.
Schwere Fehler sollten leicht zu vermeiden sein. Hierzu habe ich mir eine Technik überlegt, die schnell und griffig sein sollte, damit ich sie in jeder Phase des Spiels anwende. Hier ist sie:
1. (Der Gegner hat gezogen)
FASS ZUF esselungsdrohung über Gabel, Linie oder Diagonale?
A bzugsdrohung der nicht bewegten Figuren?
S chachdrohung - Angriff gegen den eigen König möglich?
S chlagdrohung - was greift der Gegner an?
Z ug notiert?
U hr vom Gegner gedrückt? (Falls nicht, erst mal gemütlich nicht ziehen und weiterdenken

2. (Vor dem genauen Berechnen möglicher Züge) Die fünf F - FFFFF
F ass nix an, bevor Du Dir ganz sicher bist!
F ressen? Kann die eigene Figur auf dem neuen Feld geschlagen werden?
F esselung am alten Platz? Wird die eigene Figur zur Deckung benötigt?
F esselung auf dem neuen Feld?
F luchtfeld? Kann die gezogene Figur nach einem Angriff abziehen oder ist dann Abtausch möglich?
3. (Nach Ausführung des eigenen Zugs: ZUG
Z ug notiert?
U hr gedrückt?
G rübeln (über Wege, die Partie zu gewinnen oder die Stellung zu verstehen.
Bislang bin ich mit diesem Schema gut gefahren - nach meinem persönlichen Eindruck hat sich meine Fehlerquote verringert. Natürlich hilft dieses Schema dabei nur, grobe Fehler zu vermeiden. Mit mehreren ungenauen Zügen kan man genauso gut verlieren

.
Bei den ersten Partien habe ich für das Schema noch einiges an Zeit benötigt, ich gerate aber ohnehin fast nie in Zeitnot. Zuvor habe ich aber auch oftmals lange über Patzerzüge nachgedacht, die ich jetzt mit FFFFF vor längerem Nachdenken ausschließe.
Kennt jemand andere, bessere Konzepte oder Merksätze? Verbesserungsvorschläge? Alles Quatsch? Hört dieser Post endlich auf?