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Das einzige, was man noch anmerken könnte, wäre, dass Kh1/Kh8 auch ein Wartezug sein kann, um abzuwarten, wie der Gegner sich entwickelt und im Zentrum vorgeht etc.. ! Somit musst du dich noch nicht festlegen und bleibst flexibler, bspw. was die Läuferentwicklung angeht. Sind aber nur in eher ruhigen Stellungen sinnvoll, solche "Wartezüge". In einer hochgefährlichen Sizilianer-Stellung, oder meinetwegen auch strategischen Stellungen, in denen konkrete Pläne feststehen, die verfolgt werden müssen, sollte man sehr vorsichtig sein mit einem Wartezug. Wartezüge hört sich aber irgendwie seltsam an, da sie natürlich nicht nur die Funktion haben, zu warten (abzuwarten), sondern auch, wie hier in dem Fall, den König aus der Diagonale g1-a7 und weg von der g-Linie zu nehmen. Das ermöglicht f4, ohne lästigen Schachs ausgesetzt zu sein, die wiederum Grundlage einer Kombination sein könnten. z.B. Db6+ -> Doppelangriff mit Schach auf b6 und Figur einsammeln im nächsten Zug auf b3. Sowas zum Beispiel. Auch wenn es noch nicht ersichtlich ist, ist es immer wieder sinnvoll, solche Züge zu machen, v.a. wenn diese Diagonale oder die g-Linie geöffnet werden sollen.Auch im Königsindischen geschieht der Zug oftmals (v.a. auf schwarzer Seite), um den Turm auf die g-Linie verfrachten zu können. Kb1 im Caro-Kann oder Sizilianer erklärt sich dagegen selbst, Im Sizi Angriff auf der c-Linie "entkommen", zudem den a-Bauern decken, womit der Sc3 ziehen kann, ohne den a-Bauern hängend zu hinterlassen. In diesen beiden Systemen ist Kb1 eigentlich fast nie verkehrt.
Diese Kh1/Kh8 -Geschichte zeigt einen Unterschied zw. Großmeisterschach und Amateurschach. GMs ziehen diesen Zug in der Vorraussicht, in naher Zukunft von nöten zu sein oder einfach prophylaktisch, d.h. sie spielen sehr viel planvoller mit Blick in die Zukunft und spielen nach stellungs-spezifischen Plänen.
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