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12.04.2010, 19:05
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Neuling
DWZ/Elo: ~1900
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Registriert seit: 04.2010
Beiträge: 7
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Eröffnungen für "Kinder"
Ich bin seit Neuestem für das Jugend(Kinder) - training in unserem Verein verantwortlich. Ich mache das zwar grundsätzlich sehr gerne und weiß auch ungefähr, um was es dabei geht, jedoch bin ich mir unsicher, was die Eröffnungen angeht.
Ich kenne mich in so ziemlich allen Eröffnungen ganz gut aus, weiß aber nicht, inwieweit Eröffnungswissen für sehr junge Spieler wirklich wichtig ist.
Natürlich bin ich mir klar darüber, dass Taktiktraining wichtiger ist. Aber den Kleinen immer zu sagen: "Das brauchst du eh nicht" ist auf Dauer auch unbefriedigend. 
Daher meine Frage: Wie weit sollten meine Erklärungen zu den Eröffnungen für die Kleinen gehen? Soll ich ihnen von mehreren Eröffnungen die Grundzüge erklären oder mich auf eine oder zwei beschränken?
PS: Es ist vielleicht hilfreich zu wissen, dass einige zwar noch sehr jung sind, aber prinzipiell schon ganz gut spielen- so im Bereich 1200- 1400 Elo
(War mir nicht sicher, ob das ins Jugendforum oder hierher gehört, aber da dort generell weniger los ist dachte ich, hier ist es sinnvoller.)
mfg, Sprungschwein
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18.04.2010, 20:48
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Einsteiger
DWZ/Elo: 1500/1600
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Registriert seit: 03.2010
Beiträge: 10
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Also in meinem Verein,wird einem auch dauernd gesagt das man 1.e4 spielen soll da man da mehr Taktik lernt.
Man kommt aber auch ohne zu Recht.
Ich finde für Jugendliche ist das Colle-Zukertort-System ein prima Eröffnung gegen alles.Da es in Colle-Zukertort nicht wirklich Varianten,sonder "nur"
Signalzüge gibt.
Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen,
Loriot
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19.04.2010, 12:27
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Totaler Kenner
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Registriert seit: 11.2008
Beiträge: 164
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Colle-Zukertort ist keine schlechte Eröffnung. Ich habe es auch gern mal gespielt und halte ein Ausweich-Repertoire mit u. A. Colle-Zukertort.
NUR: Wie du es schreibst läuft der Anfänger zu sehr Gefahr, einfach ein Standard-Schema runterzuspielen, ohne überhaupt auf das Spiel des Gegners zu achten. Am besten ist der Zukertort, wenn sich schwarz sofort auf d5, e6 und Sf6 festlegt, aber schon nach z. B. 1. d4 d5 2. Sf3 Sf6 3. e3 Lf5 versagt das Schema. Bestenfalls kennt sich Weiß hier etwas aus und stellt in den Slaven um, aber das wird wohl kaum ein Anfänger machen. Von schwarzen Aufbauten alá Königsindisch oder Holländisch, wo der Zukertort-Aufbau vollkommen witzlos ist, reden wir mal erst gar nicht. Jemand wie Jussupow, der auch mal den Zukertort spielt, hat sehr viel Erfahrung in allen anderen Eröffnungen und weiß daher, was er tut. Ein Spieler mit 1600 bis 1800 DWZ hat hoffentlich auch schon mal 1. d4 nebst 2. c4 gespielt und kennt sich vielleicht auch ein bisschen aus bzw. hat sich etwas Wissen angelesen. Aber ein Anfänger? - Da ist die Gefahr viel zu groß, dass er einfach nur unreflektiert das Schema runterspielt!
Zudem geht es auch um die Stellungstypen. Am wichtigsten sind die Stellungen mit komplett offenem Zentrum. Diese können immer aus jeder anderen Zentrumsform durch Abtäusche entstehen und müssen daher von jedem Spieler beherrscht werden! Am meisten wird man diese bekommen, wenn man sich auf die offenen Spiele (1.e4 e5) einlässt. Im Zukertort öffnet sich das Zentrum meinen Erfahrungen nach eher selten.
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22.04.2010, 18:35
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Neuling
DWZ/Elo: ~1900
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Registriert seit: 04.2010
Beiträge: 7
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Also Colle, Londoner System, Torre-angriff und Ähnliches kommt nicht in Frage. Wie Grosspatzer schon gesagt hat, führt das wahrscheinlich zu schablonenhaftem Spiel, etwas das ich meinen Kids auf keinen Fall lernen will.
Vielmehr sollen sie eine gute Einstellng entwickeln, und dazu gehört für mich nicht sich irgendwie "hinzustellen" und hoffen, dass man nix einstellen möge.
Ich hab mir inzwischen schon einige Gedanken dazu gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es Sinn macht, fürs erste noch keine Varianten zu lernen.
Ich denke ich werde ihnen als Weißer Schottisch empfehlen. Aber keine Theorie, das ist wahrscheinlich wirklich nicht nötig. Mir geht es vielmehr darum dass sie aktive, konkrete Stellungen bekommen. M.E. lernt man wohl dadurch am besten Schach zu spielen.
Mit Schwarz einstweilen e5 auf e4 und fertig.
Ich hab beim letzten Wettkampf gemerkt, dass mehr ganz einfach wirklich (noch) nicht nötig ist.
Grüße, Sprungschwein
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24.04.2010, 18:07
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Aktiver
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Registriert seit: 04.2010
Beiträge: 31
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Als ich in meinen Verein kam, wurde mir als erstes Italienisch gezeigt, weil hier halt die Grundsätze der Eröffnung (Zentrum besetzen, Figuren entwickeln etc.) gut beigebracht werden konnte.
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24.04.2010, 19:08
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Super GM des Forums
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Registriert seit: 07.2008
Beiträge: 478
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Zitat:
Zitat von linkinkev
Als ich in meinen Verein kam, wurde mir als erstes Italienisch gezeigt, weil hier halt die Grundsätze der Eröffnung (Zentrum besetzen, Figuren entwickeln etc.) gut beigebracht werden konnte.
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Ja, Italienisch (oder besser: Schottisches Gambit) halte ich auch für am sinnvollsten für Anfänger, zumal viel taktisches drin ist.
Ich erinnere mich, dass ich ziemlich übel einmal gegen einen verloren habe, der das Greco-Gambit gespielt hat- kommt davon, wenn man begeistert Bauern nimmt  . Damals kannte ich halt noch nicht die Tricks.
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26.04.2010, 20:12
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Einsteiger
DWZ/Elo: 1314dwz
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Registriert seit: 03.2010
Beiträge: 11
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colle zukertort
um noch mal auf colle-zukertort zurückzukommen
mit den eröffnungen bei kindern soll doch ereicht werden das sie im gegensatz zum gegner die eröffnung besser können als der gegner und auch bestimmte varianten sich einprägen damit sie schon in diesem wichtigen teil des schachspiels einen vorteil oder zumindest außgleich erreichen.
wenn man ihnen aber nur signalzüge angibt können sie schon in der eröffnungen schwierigkeiten bekommen und sodurchin nachteil zu kommen 
deswegen ihnen auch wirklich zugfolgen einprägen lassen
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26.04.2010, 20:34
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Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 2024/2061
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Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 236
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Zitat:
Zitat von minu13
um noch mal auf colle-zukertort zurückzukommen
mit den eröffnungen bei kindern soll doch ereicht werden das sie im gegensatz zum gegner die eröffnung besser können als der gegner und auch bestimmte varianten sich einprägen damit sie schon in diesem wichtigen teil des schachspiels einen vorteil oder zumindest außgleich erreichen.
wenn man ihnen aber nur signalzüge angibt können sie schon in der eröffnungen schwierigkeiten bekommen und sodurchin nachteil zu kommen 
deswegen ihnen auch wirklich zugfolgen einprägen lassen
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seh ich komplett anders 
in dem spielstärkebereich der hier angegeben wurde und auch ncoh einiges drüber werden partien NICHT durch besseres theoriewissen entschieden. im wesentlich sollte es sich auf 2-3 züger rauslaufen. stellungen die sowas begünstigen und grobes verständniss der eröffnung is da deutlich hilfreicher als irgendwas runter zu beten. zumal wahrscheinlich ist dass der gegner deutlich vor dem 15. zug abweicht und dann steht man da als auswendiglerner  abgesehen von wenigen außnahmen in paar gambits ist verständnis durch nix zu ersetzen.
=> signalzüge
und bitte bitte bitte kein colle o.ä. ich kenn genug "gestandene scchachspieler" so 1800+ die ihre kreativität spritzigkeit und letzten endes auch ihre ambitonen und erfolge damit getötet haben. nicht aus zu amlen welche auswirkungen sowas auf einen "frischling" hat
Geändert von Mr.X aus Y (26.04.2010 um 20:38 Uhr)
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04.05.2010, 14:53
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Neuling
DWZ/Elo: ~2100
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Registriert seit: 05.2010
Beiträge: 1
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Zitat:
Zitat von Mr.X aus Y
seh ich komplett anders 
in dem spielstärkebereich der hier angegeben wurde und auch ncoh einiges drüber werden partien NICHT durch besseres theoriewissen entschieden. im wesentlich sollte es sich auf 2-3 züger rauslaufen. stellungen die sowas begünstigen und grobes verständniss der eröffnung is da deutlich hilfreicher als irgendwas runter zu beten. zumal wahrscheinlich ist dass der gegner deutlich vor dem 15. zug abweicht und dann steht man da als auswendiglerner  abgesehen von wenigen außnahmen in paar gambits ist verständnis durch nix zu ersetzen.
=> signalzüge
und bitte bitte bitte kein colle o.ä. ich kenn genug "gestandene scchachspieler" so 1800+ die ihre kreativität spritzigkeit und letzten endes auch ihre ambitonen und erfolge damit getötet haben. nicht aus zu amlen welche auswirkungen sowas auf einen "frischling" hat
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Da stimme ich dir grundsätzlich zu. Verständnis ist wichtiger als nur die Züge kennen. Daher sollte man Anfänger die Pläne zeigen, nicht die genauen Züge (es sei den es gibt eine Eröffnungsfalle, die man beachten sollte)
Man sollte daher kleine Kindern erst klassische Eröffnungen zeigen, da sich diese auf einem klaren Schema orrientieren:
Zentrum kontrolieren - Figuren entwickeln - König in Sicherheit bringen. Im Mittelspiel spielt man dann Einfach auf Angriff.
Man sollte Anfänger bloß keine modernen Eröffnungen wie Königsindisch, Grünfeld, Pirc etc. zeigen, da sie grundsätzlich eher Ausnahmen sind (da Schwarz das Zentrum abgeben) und von daher komplizierter sind. Man sollte erst die Regel lernen, bevor man sich mit Ausnahmen beschäftigt.
Geschlossene Strukturen wie Stonewall sollte man Anfänger auch nicht beibringen, da jeder Spieler grundsätzlich angreifen können muss, auch wenn man eher posetionell spielt. Denn Matt gewinnt die Partie.
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11.10.2010, 15:49
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Einsteiger
DWZ/Elo: ca. 1500
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Registriert seit: 09.2010
Beiträge: 11
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Ich bin 14 und habe vor 9 jahren angefangen schach zu lernen, als erstes wurde mir das 4 springerspiel beigebracht (da man halt angriff aufs zentrum hat) bei einem anderen verein wird ALLEN jugendlichen der traxler gegenangriff gezeigt.
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14.10.2010, 23:31
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Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2122/----
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Registriert seit: 08.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 89
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Welche Eröffnung für Kids?
Moin,
also, als ich noch Jugendwart in unserem Verein war, habe ich wirklich gute Erfahrungen mit Schottisch gemacht. Am Anfang haben wir immer anhand von kurzen Partien oder Partiefragmenten die zehn goldenen Eröffnungsregeln durchgesprochen (ihr wisst schon: 1. Zentrum besetzen, 2. Leichtfiguren entwickeln, 3. Springer vor Läufern entwickeln, 4. zu viele und vor allem Flügelbauernzüge vermeiden, 5. kein sinnloses Mehrfachziehen mit schon entwickelten Figuren, 6. nicht die Dame zu früh ins Spiel bringen, 7. den König durch eine Rochade sichern, 8. Türme verbinden, 9. Türme auf offene oder die Mittellinien stellen, 10. planvoll die Figuren zusammenspielen und angreifen lassen.). Dann gab's eine kurze Einführung in die Theorie des Schottischen Vierspringerspiels (ohne Belgrader Gambit) und ins Schottische Gambit (nicht sehr tiefgreifend - eher auf dem Niveau: Bauernopfer für schnellere Entwicklung und raschen Königsangriff). Danach ausprobieren lassen.
Mit Italienisch habe ich keine so guten Erfahrungen gemacht. War für die Kids in den für sie interessanten Abspielen oft dann doch zu kompliziert...
Ganz verheerend war bei einem Jahrgang mal der Versuch, das Zweispringerspiel einführen zu wollen. Auch von Spanisch würde ich in diesem Alter eher abraten.
Gegen 1. d4 wirst du nichts machen können. Kinder mit eigenem Kopf wollen sich gerade auch mal nicht an das halten, was du ihnen gezeigt hast. Sie probieren alles Mögliche aus (oder verwechseln schon mal die Eröffnungszüge). Aber deshalb halte ich es noch lange nicht für nötig, ihnen auch geschlossene Spiele zu erklären. Ich erinnere mich ganz gut an eine Partie von meinen besseren Kindern, die so verlief:
X (10 Jahre) - Y (9 Jahre)
1. d4 d5
2. Sc3 Sf6
3. Sf3 Sc6
Hier stellten beide nun fest, dass 4. e4? mit nichten Schottisch ist. Also musste improvisiert werden.
4. Lf4 e6
5. Sb5 ...
Als ich nach der Partie fragte, warum er diesen Zug gemacht habe, erklärte er sinngemäß, dass er gewusst habe, dass dieser Zug gegen das Prinzips des mehrmaligen Ziehens einer schon entwickelten Figur verstoße. Aber er hat sich gedacht, dass er durch den Angriff gegen c7 den Läufer f8 bekommen werde und Schwarz dabei einen Doppelbauern erhielte, den er später angreifen könnte. Ich lobte daraufhin sein planvolles Spiel (auch wenn der Plan nicht besonders gut war).
5. ... Ld6
6. Sxd6+ cxd6
7. e3 0-0
8. Ld3 De7
9. 0-0?
Erst nach der Partie fand er nach einigem Analyseaufwand das bessere 9. Lg3, z.B. 9. ... e5 10. Le2, wonach sein oben skizzierter Plan noch möglich blieb.
9. ... e5!
Nun erkannte er das Malheur, dass er eine Figur verlieren würde. Nach langem Nachdenken entschied er sich zu...
10. Lg3 e4
11. Se1 exd3
12. Sxd3 Lf5
und Schwarz gewann nach einigem Hin und Her tatsächlich die Partie. Nach der Schlacht erklärten beide, sie hätten am Anfang die Züge verwechselt und später festgestellt, dass sie viel schwerer gute Ideen entwickeln konnten (eine Einschätzung, der ich nicht uneingeschränkt beipflichten wollte). Sie hätten nicht recht gewusst, wohin mit den Figuren. Beide erklärten, dass sie lieber wieder 1. e4 e5 spielen würden. Tja, so kann's gehen. Beide sind heute übrigens ganz gute Spieler. Einer ist bei 1. e4 geblieben, der andere spielt heute abwechselnd 1. d4 und 1. Sf3... Aber ich verliere mich in unpassenden Reminiszenzen.
Fazit: Mein Tipp lautet Grundzüge von Schottisch (und eventuell vom Schottischen Gambit). Als Alternative Das Vierspringer- oder sogar das Dreispringerspiel. Den Rest erledigt die Neugier der Kleinen von selbst...
LG von der Waterkant.
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10.11.2010, 02:15
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Kenner
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Weimar
Beiträge: 126
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Zitat:
Zitat von Dede
Ganz verheerend war bei einem Jahrgang mal der Versuch, das Zweispringerspiel einführen zu wollen.
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3. Sf6 4.Sg5 kann zur Begründung von 3. Lc5 herhalten.
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