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Schach - Eröffnung / Figurenentwicklung

Fragen zum Partiebeginn



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  1. e3 [A00] Beitrag #1 (permalink)  
Alt 01.06.2009, 23:01
Noroelle
Einsteiger
DWZ/Elo: 1260-6
 
Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 10
1. e3 [A00]

Hallo!

Da 1. e3 nicht sehr häufig gespielt wird, und gerade weil es unpopulär ist, jedoch durch den Wechsel in andere Systeme sehr anziehend auf mich wirkt, würde ich gerne wissen, ob einige der folgenden Varianten spielbar sind.

Dabei kommt es mir nicht auf einen sofortigen Vorteil für Weiß an, sondern eher, dass der Schwerpunkt für den Spielentscheid letztendlich im Mittelspiel liegt, sprich, dass ich mindestens den Ausgleich erhalte, ohne zu sehr eingeschränkt zu sein.

z.B. nach

1. e3 e5 2. b3 Sc6 3. Lb2 d5 4. d4 e4

Da ich den Königsläufer eher defensiv als offensiv auf e2 fungieren lassen möchte, komme ich nicht um ein f3 herum, welches das Spiel unnötig verschärft. Nun ist mein Problem, dass ich nicht genau einschätzen kann, wielange ich den C- bzw. D-Bauernzug verzögern kann, ohne zu sehr unter Druck zu geraten.

Was also ziehen nach 3. Lb2 d5?!

4. d4 mit späterem c4 würde das Zentrum zwar besetzen, jedoch hat Schwarz sehr viel Freiraum, so kann er z.B. nach

4. d4 e5xd4 5. e3xd4 Lf5 6. c4 Sb4 schon klaren Vorteil erlangen

4. c4 statt d4 erlaubt Schwarz das Vordringen seines D-Bauerns, den er m.E. auch halten kann und wird, wodurch Weiß wieder start unter Druck geraten kann, z.b. dadurch, dass der fianchettierte Läufer nur noch passiv am Spiel teilnimmt.

Nun: Ist es möglich 1. e3 2. b3 3. Lb2 zu spielen, oder sollte ich, wenn ich diesen Aufbau anstrebe eher 1. b3 spielen, dann jedoch je nach Gegner nicht mehr die Möglichkeit habe in andere System über zu wechseln, ohne in Nachteil zu geraten.


Wenn nicht, wäre ein früher 1. e3 e5 2. d4 angebracht, obwohl mir dies ziemlich langweilig erscheint.
Auch möchte ich nicht unbedingt 1. e3 2. c4 3. d4 spielen und somit den Aufbau des Damengambits herstellen.

Es geht mir vorallem darum, etwas eher untypisches zu spielen, mit einigen Möglichkeiten doch noch in gebräuchlichere Varianten zu Wechseln, je nach Antwort meines Gegners auf 1. e3


Und eine letzte Frage wäre noch:

1. e3 e5 2. e4 ?

______
Noroelle
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  1. e3 [A00] Beitrag #2 (permalink)  
Alt 02.06.2009, 02:48
Benutzerbild von thinkoutsidethebox
thinkoutsidethebox
GM des Forums
DWZ/Elo: ELO 1700
 
Registriert seit: 11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 469
meiner meinung nach ist es schwachsinn sich absichtlich einen nachteil zu verschaffen
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  1. e3 [A00] Beitrag #3 (permalink)  
Alt 02.06.2009, 13:51
Gustav_Sturm
Benutzer
DWZ/Elo: 1985/2032
 
Registriert seit: 12.2007
Ort: Bayern (nähe München)
Beiträge: 23
1. e3

Hallo,

also man kann sogut wie alles spielen, nur als weisser 1.e3 ist schon recht passiv und gibt den Eröffnungsvorteil her.

Ok, auf 1. e3 e5 kannst Du vielleicht in einen Franzosen mit Tempovorsprung wechseln. Meist kommt aber mit 2. c4 eher ein Engländer oder Damengambit aus der Stellung raus.

Statt mit f3 würde ich das ganze lieber mit d3 aufknacken, vorausgesetzt, Du hast noch nicht d4 gespielt. Wo geht der Springer von g1 hin? willst Du rochieren? Grosse oder kleine Rochade?
Alles Fragen die Du Dir stellen solltest, bevor Du mit dem System anfängst. Muss der Bauer auf e4 weg, wenn der König in der Mitte bleibt? Springer nach h3 in der Hoffnung der Gegner gibt seinen guten Läufer für den Gaul und öffnet Dir eine Angriffslinie für Deinen Turm!

Vielleicht gleich eine andere Eröffnung? b4, c4, f4, g4 als Altanativen, die nicht so passiv sind!

Gib uns mal Bescheid ob Du mit 1. e3 Erfolg hast!
2. e4! ist eine Möglichkeit, Du hast nur 1 Tempo verlohren, also alle Theorie ist hin!
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  1. e3 [A00] Beitrag #4 (permalink)  
Alt 02.06.2009, 14:51
Wolfgang01
Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1886/1876
 
Registriert seit: 05.2007
Ort: Zu Hause
Beiträge: 77
Zitat:
Zitat von thinkoutsidethebox Beitrag anzeigen
meiner meinung nach ist es schwachsinn sich absichtlich einen nachteil zu verschaffen
Meiner Meinung nach ist es Schwachsinn, so einen Kommentar zu veröffentlichen, der

a) wahrscheinlich der Nettiquette widerspricht und

b) von geringer Sachkenntnis zeugt.
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  1. e3 [A00] Beitrag #5 (permalink)  
Alt 02.06.2009, 15:03
Wolfgang01
Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 1886/1876
 
Registriert seit: 05.2007
Ort: Zu Hause
Beiträge: 77
Als Weißer kann man wegen des Anzugvorteils mehr spielen wie als Schwarzer.

Trotzdem wären „normale“ Eröffnungen besser. Man kommt nicht so schnell aus dem „Konzept“ wenn die Gegner mit ähnlichen Zugumstellungen agieren wie Du.

1) e3 e5 2) e4 überläßt dem Gegner die Initiative. Es gibt so viele interessante Eröffnungen. Damit übergibst Du dem Gegner den Anzugsvorteil.

1) Sf3, 1) c4 sind viel solider und „aufbaufähiger“.

1) … Sf6 kannst Du als Schwarzspieler immer spielen, da der Zug in 99,99 % der Fälle paßt.
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  1. e3 [A00] Beitrag #6 (permalink)  
Alt 02.06.2009, 15:12
tracke
Garry des Forums
DWZ/Elo: ~2200
 
Registriert seit: 02.2004
Ort: zuhause
Beiträge: 678
Eins vorweg: Dieser Thread gehört vielleicht eher unter Eröffnungen und zwar am ehesten unter "Spezialsysteme". - Obwohl ich bis heute nie recht verstanden habe, was genau ein "Spezialsystem" ist, diese Einteilung und Benennung der Unterforen ist ein wohl ziemlich blödsinniger Geburtsfehler dieses Forums.

* * *

Kommen wir 1.e3 . Dies ist natürlich ein durchaus spielbarer Zug, der zwar nur selten in der Praxis vorkommt, dann aber oft relativ gut abschneidet. Liegt wohl weniger an den objektiven Vorzügen von 1.e3, denn Vorteil kann Weiß damit natürlich nicht erwarten, obwohl er bestimmt auch nicht schlechter steht.
1.e3 kann aber für einen erfahrenen Weißspieler, der selbst alle nur möglichen Übergänge in klassische ("theoretische") Eröffnungssysteme kennt und beurteilen kann, eine interessante Waffe sein, um einen etwas unerfahrenen Schwarzspieler auf´s Glatteis der Zugumstellungen zu locken. Und nicht nur "die Theorie" in den möglichen Systemen kennt, sondern eben auch mit den entsprechenden Bauernstrukturen und Mittelspielplänen vertraut ist.
Möglich wäre z.B.:
1.e3 e5 2.d4 exd4 3.exd4 d5 -> Französisch-Abtausch
1.e3 e5 2.c4 -> Englisch
1.e3 c5 2.d4 cxd4 3.exd4 d5 -> Caro-Kann Abtausch/Panow
1.e3 d5 2.f4 -> Bird (Klassisch oder Stonewall)
1.e3 d5 2.b4 -> Orang-Utan/Sokolsky
1.e3 d5 2.d4 -> Colle
1.e3 d5 2.Sf3 c5 3.c4 d4 -> Modernes Benoni im Anzug
1.e3 d5 2.Sf3 c5 3.c4 e6 4.d4 dxc4 -> Angenommenes Damengambit
1.e3 d5 2.Sf3 c5 3.c4 e6 4.d4 Sf6 5.Sc3 Sc6 -> Semi-Tarrasch
1.e3 d5 2.Sf3 c5 3.Lb5+ -> Bogoljubow-Indisch im Anzug
1.e3 d5 2.Sf3 Sf6 3.c4 c6 4.d4 Lf5 -> Ruhiges Slawisch
1.e3 d5 2.Sf3 Sf6 3.b3 -> Damenindisch im Anzug
1.e3 e5 2.b3 -> Nimzo-Larsen-Angriff
Die Liste ließe sich fast beliebig erweitern bzw. verfeinern. Es gibt natürlich auch selbstständige "Spezialsysteme", etwa 1.e3 e5 2.Sc3 d5 3.Dh5!?, was u.a. irgendwo mal (in Gambit59 ?) von Stefan Bücker analysiert wurde.
Psychologisch besonders unangenehm (obwohl nicht zwingend besser für Schwarz) sind vielleicht 1...g6 und 1...b6, da Weiß mit 1.e3 ja praktisch schon auf agressives Spiel verzichtet hat (e4 geht nur unter Tempoverlust und Lc1-g5 fast gar nicht).

Die Lehre daraus sollte klar sein: ERST WENN man die oben aufgeführten Systeme alle (eröffnungstheoretisch) kennt und (mittelspieltechnisch) gut spielen kann, DANN wäre 1.e3 eine interessante Idee für einzelne Partien!
Es führt nach oben kein Weg daran vorbei, sich mal mit klassischen Strukturen wie Spanisch, Französisch, Abgel.Damengambit oder Pirc/Modern/Königsindisch zu beschäftigen. Wenn man diese Systeme beherrscht, dann versteht man (direkt oder seitenvertauscht) 90% aller wichtigen Strukturen. Wenn man davon keine Ahnung hat, wird man in fast jeder Struktur einfach nicht vorankommen!

* * *

Noroelle, Deine Ausführungen zu 1.e3 e5 2.b3 zeigen auch, daß Du noch viel zu wenig allgemeines Eröffnungsverständnis hast (das man sich eben durch Studium und Spielen von Hauptvarianten aneignen muß), um 1.e3 oder ähnliches erfolgreich zu spielen.

a) Nach 1.e3 e5 sind objektiv 2.d4 und 2.c4 minimal besser als 2.b3. Das erste ist in der Tat langweilig, das zweite auch nicht der Hit, aber vielleicht die beste Wahl. (Englisch mit e3 ist m.E. etwas unterschätzt, weil die meisten Englisch-Anfänger wild auf´s Fianchettieren mit g3 sind)
b) Warum sollte Schwarz nach 1.e3 e5 2.b3 denn 2...Sc6 spielen? Obwohl das wie ein normaler Entwicklungszug aussieht, wäre 2...d5 doch bestimmt besser! 2...Sc6 ist natürlich nicht schlecht, aber warum sollte Schwarz sich bezüglich seines Damenspringers schon festlegen? 2...Sc6 kämpft nicht ums ideale Zentrum, bereitet nicht die Rochade vor und läuft eventuell nur in die Fesselung Lb5 hinein.
c) Ein Vergleich mit der Owen-Verteidigung (1.e4 b6) zeigt doch, daß es tendenziell am stärksten ist, wenn man sich mit e4/d4/Ld3 aufbaut und den Damenspringer Sc3 möglichst nicht mit Lb4 fesseln läßt (obwohl das dort mit Mehrtempo auch nicht schlecht für Weiß ist, da er ggf. das Läuferpaar erhält). - Entsprechend wird Schwarz gegen 1.e3/2.b3 versuchen, sich mit e5/d5/Ld6 aufzubauen. Dann Sf6 und schnelle Rochade. (e5-e4 ziehen möchte Schwarz nur, falls es konkreten taktischen Vorteil verheißt, oder falls es als Antwort auf d2-d4 geschieht: dann stände der Lb2 in der französischen Bauernstruktur nämlich etwas tot! Ein Abtausch über a3 Lc1-b2-a3 würde das Mehrtempo zurückgeben, Weiß würde einen farbvertauschten und etwas passiven Franzosen ohne Mehrtempo spielen! ) Muß Schwarz aber Bauer e5 decken, bevor e5-e4 gut oder Te8 möglich ist, dann besser mit De7. Oder mit dem Damenspringer b8 und dann möglichst so, daß weißes Lb5 nicht möglich oder nicht gut ist: Entweder Sbd7, oder Sc6 nach a6. Oder Sc6 nach weißem c2-c4: dann ist Lf1/e2-b5 entweder unmöglich, oder aber (nach c4-c5 oder c4xd5) die weißen Felder im weißen Lager (c2+d3) schon so geschwächt, daß Weiß es sich kaum leisten kann, seinen weißfeldrigen Läufer abzutauschen.
Ergebnis: Nach 1.e3 e5 2.b3?! d5! 3.Lb2 Ld6! ist es meines Erachtens schon Weiß, der sich Gedanken um vollständigen Ausgleich machen muß. Natürlich sind die Unterschiede klein und das Mehrtempo (im Vergleich zu Owen) hilft natürlich dabei.
d) Nun gut, nach beidseitigen Ungenauigkeiten haben wir also 1.e3 e5 2.b3?! Sc6?! 3.Lb2 d5?! erreicht (eventuell wäre, auch im Hinblick auf das Folgende, hier 3...d6 minimal stärker). Damit sind wir bei der kritischen Hauptvariante des Nimzo-Larsen-Angriffs gelandet: 1.b3 e5 2.Lb2 Sc6 3.e3 d5, wo man sich bißchen auskennen sollte, falls man das mit Weiß oder Schwarz spielen möchte. In der (sehr) speziellen Literatur dazu gibt´s einige Theorie (~100 Seiten), die ich natürlich hier jetzt nicht ausbreiten will und kann. Festhalten möchte ich nur, daß Schwarz am Zug schon etwas besser stehen würde (z.B. 4. --- a6) und Weiß das schwarze Zentrum schnellstmöglich attackieren muß. Der beste Zug für Weiß ist definitiv 4.Lb5, wonach in z.T. ziemlich scharfen Stellungen die Bewertung irgendwo zwischen "ausgeglichen", "unklar" und "kleinem weißen Vorteil" liegt.
e) Wenn man eine Struktur spielt, indem es die Stellung erfordert, seinen Königsläufer gegen den gegnerischen, das Zentrum tragende Springer abzutauschen (klassisches dynamisches Stellungsungleichgewicht: tausche Läuferpaar und weißfeldrige Anfälligkeit gegen bessere Bauernstruktur und schwarzfedrigem Druckspiel insbesondere gegen e5), dann kann man sich dem nicht einfach verweigern, weil man den Läufer "lieber defensiv" einsetzen möchte. Dann sollte man besser gleich was ganz anderes spielen! (Je besser man Schach spielt und die "Stellungserfordernisse" versteht, desto kleiner wird nunmal der Raum für den eigenen Willen/Stil)
f) Daß 4.c4 d4! sehr angenehm für Schwarz ist, hast Du richtig gesehen (oder zumindest erahnt).
g) Nach 4.d4?! spielst Schwarz natürlich nicht 4...e4?, denn dann hätte Weiß eine angenehme Französisch-Stellung! e5-e4 geschieht ohne Tempogewinn, Sc6 steht nicht optimal, Sg1-e2 möglich (steht dort auf e2 meist besser als nach Sg1-f3-d2 auf d2). Im Vergleich z.B. zur farbvertauschten Winawer-Variante 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.e5 b6 5.a3 Lf8 hat Weiß paar Tempi gewonnen (obwohl er nach Lb2-a3 eines noch wiederhergeben muß).
Nach 4.d4 kommt 4...exd4! 5.exd4 d5!, wonach ein Abtausch-Franzose mit einem völlig deplatzierten Lb2 entsteht.
h) Naja, bezüglich 1.e3 e5 2.e4?! gebe ich thinkoutsidethebox hundertprozentig recht ...

* * *

Wenn man solche Systeme erfolgreich spielen will (und nicht nur im Kaffehaus- und Blitzschach niedriger und niedrigster Qualität damit herumdümpeln möchte), dann kann man das erst, wenn man Französisch-Strukturen lange Zeit (mit Weiß oder Schwarz, egal) gespielt und studiert hat. Und auch mal ernsthaft darüber nachgedacht hat, wie man z.B. in einem klassischen 1.e4-Repertoire ein bißchen Vorteil gegen Owen herausholen kann.
Aus meinen Ausführungen (insbesondere Punkte c und g) ist hoffentlich klar geworden, daß es sich nicht irgendwie um auswendigzulernende Theorie handelt. Man muß die Strukturen verstehen, und dies geht nur, wenn man die Strukturen (und die daraus folgenden Mittelspielpläne) dort studiert, wo sie am einfachsten und klarsten in Erscheinung treten: in klassischen Hauptvarianten!

tracke
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  1. e3 [A00] Beitrag #7 (permalink)  
Alt 02.06.2009, 20:26
Noroelle
Einsteiger
DWZ/Elo: 1260-6
 
Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 10
Nun gut , dann werde ich mich mit den von dir (tracke) genannten Systemen/Varianten befassen, und dann entscheiden, ob ich nicht doch lieber wieder zu 1. e4 oder 1. Sf3 wechsel. Auch erscheint mir die Larsen Eröffnung als doch ziemlich interessante Eröffnung und Alternative ( 1. b3 2. Lb2 3. e3 ).
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  1. e3 [A00] Beitrag #8 (permalink)  
Alt 03.06.2009, 01:15
Benutzerbild von thinkoutsidethebox
thinkoutsidethebox
GM des Forums
DWZ/Elo: ELO 1700
 
Registriert seit: 11.2006
Ort: Wien
Beiträge: 469
einen unerfahrenen schwarzspieler kann man auch mit guten zügen aufs glatteis locken.
meiner meinung nach sollte halt jeder zug so stark wie möglich ausfallen.
vorallem wenn man mit 1000 dwz sowieso schon probleme hat starke züge zu spielen, muss man nicht absichtlich noch einen schwachen spielen.
a) wahrscheinlich der Nettiquette widerspricht...
ich versuche einen anfänger davon abzuhalten seine zeit zu verschwenden.
b) von geringer Sachkenntnis zeugt.
dafür braucht man nicht viel schachkenntnis
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  1. e3 [A00] Beitrag #9 (permalink)  
Alt 03.06.2009, 07:47
Gustav_Sturm
Benutzer
DWZ/Elo: 1985/2032
 
Registriert seit: 12.2007
Ort: Bayern (nähe München)
Beiträge: 23
Super

Hi, also die Ausführung von Tracke finde ich super! Danke dass Du Dir die Zeit genommen hast! Hat auch mir etwas gebracht!

Nun zur Larsen-Eröffnung 1.) b3 überlege Dir was Du willst. Willst Du angreifen, oder warten was Dein Gegner macht. Wenn Du 1.) b3 spielen willst, warum nicht gleich 1.) b4 ? Hier gibt es einige Theorie dazu und der Zug ist in Deiner Spielklasse bestimmt recht gut. Schau Dir vielleicht mal die Theorie dazu an und vergleiche die Stellungen mit 1.) b3 und schau was Dir eher zusagt und wo Du besser ins Spiel kommst.

1. e3 ist aber flexiebler, da Schwarz noch nicht weis, wo der Hase hinläuft! Musst eben nur wie von Tarcke angesprochen eine Menge Eröffnungen kennen oder ein gutes Schachgefühl haben.

Ich selbst spiele gerne e3 aber nicht im 1. Zug sondern so im 4-5 Zug beim Engländer (1. c4 ) und Orang-Utan 1. b4).
Zur Zeit spielen die aber alle Benoni in allen Varianten auf meinen Engländer, so dass ich lieber meinen 4 Bauern-Angriff spiele.
(1. c4 Sf6, 2. d4 g6 3. Sc3 Lg7, 4. e4 d6, 5. f4 ...)
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  1. e3 [A00] Beitrag #10 (permalink)  
Alt 03.06.2009, 13:46
Noroelle
Einsteiger
DWZ/Elo: 1260-6
 
Registriert seit: 06.2009
Beiträge: 10
@thinkoutsidethebox:

Naja ich denke meine DWZ sagt nicht viel aus, da ich einige Jahre Pause gemacht habe und erst dann, und deshalb auch langsamer, eine bessere DWZ bekomme, zudem sind meine Gegner meistens um einiges schwächer. Von der Leistung her, habe ich keine Probleme mit 1400-1600 mitzuhalten, jedoch fehlt es, wie man vielleicht merkt, ein wenig an Eröffnungskenntnissen, sprich die tiefgründigeren Gedanken hinter einer Eröffnung etc. .
Außerdem glaube ich nicht, dass 1. e3 direkt als schwacher Zug gesehen
werden kann. Schließlich ist einerseits der Übergang in andere Systeme möglich, und andererseits ist es Schwachsinn z.b. Spanisch 1.e3 vorzuziehen wenn es einem einfach nicht liegt.

@Gustav_Sturm:

Was 1.b4 betrifft, reißt mir diese Eröffnungen den Damenflügel zu weit auf. Ich wüsste nicht wieso er besser sein sollte als 1.b3.

@tracke:

"Hi, also die Ausführung von Tracke finde ich super! Danke dass Du Dir die Zeit genommen hast!"

find ich auch
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  1. e3 [A00] Beitrag #11 (permalink)  
Alt 11.08.2009, 12:34
Benutzerbild von Goethe
Goethe
Kenner
 
Registriert seit: 08.2006
Ort: Weimar
Beiträge: 126
Zitat:
Zitat von tracke Beitrag anzeigen
Psychologisch besonders unangenehm (obwohl nicht zwingend besser für Schwarz) sind vielleicht 1...g6
Das spricht gegen 1.e3 und für 1.b3.

1.e3 g6 2.c4 Lg7 3.Sc3 muß b3 vorbereiten.
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