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11.01.2009, 16:05
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GM des Forums
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Weiß Eröffnung
Hallo,
Ich spiele je nach Lust und Laune verschiedene Varianten des Londoner Systems. Mein Problem ist, dass wenn schwarz konsequent auf Abtausch spielt (z.B. 1. d4 d5 2. Bf4 e6 3. e3 Bd6 oder auch später irgendwelche varianten mit La6 um den Weißfeldrigen abzutauschen und ähnliches) ich nicht verhindern kann, dass das Spiel verflacht. Es werden mir einfach in manchen Varianten zu viele Figuren abgetauscht. Ich habe ja garnicht einen großen Anspruch auf Eröffnungsvorteil aber ich möchte gerne einen komplexen Kampf im Mittelspiel, da ich dort meine Stärke sehe. Meinetwegen auch viel Theorie, das ist relativ egal. Auch gerne was exzentrisches :-) Aber nen Fuß im Zentrum wäre gut.
Könnt ihr mir vielleicht irgendeine Eröffnung empfehlen?
Ich hatte an erst an Trompowsky/Queens Bishop Attack gedacht.
Was denkt ihr dazu?
Eine andere Idee von mir war mein Londoner System einfach durch dieses Buch zu erweitern:
Starting Out: d-pawn attacks: The Colle-Zukertort, Barry and 150 Attacks
Dann könnte ich mit einer geeigneten Zufolge zum Beispiel gegen Königsindisch weiter Londoner System spielen (womit ich recht erfolgreich war - Remis gegen FM zu Beispiel) und gegen z.B. 1. d4 d5 oder 1.d4 Sf6 2.Sf3 d5 auf eines der anderen System aus dem Buch ausweichen.
Aber vielleicht habt ihr ja auch ganz andere Ideen. Ich bin denke ich Eröffnungsmäßig ein guter Allrounder, da ich mich mit relativ vielen Mittelspielstellungen auseinandergesetzt habe. Kann also mit Zugumstellungen zu anderen Eröffnung ganz gut umgehen.
Danke im Voraus
Ali
edit: Ihr solltet vielleicht wissen, dass ich mit schwarz Caro Kann und Halbslawisch spiele.
Geändert von Ali (11.01.2009 um 16:07 Uhr)
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11.01.2009, 22:15
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komplex kann es mit der englischen eröffnung werden. sie sieht vielleicht auf den ersten blick aus wie eine billige schablone-eröffnung, aber für einen positionsspieler, wie du mir zu sein scheinst, ist es geeignet.
man kann extrem viel variieren.
ich kann das buch starting out - englische geheimnisse empfehlen
auf der rückseite des buches (mir fällt kein passendes wort dazu ein  ) steht folgender text, der für das buch sowie die englische eröffnung zutrifft: Eröffnungsreihe STARTING OUT Englische Geheimnisse Neil McDonald
Dieses Buch ist ideal für alle Spieler, die die Grundlagen der Englischen Eröffnung verstehen wollen. Englisch ist ein anspruchsvolles und beliebtes Eröffnungssystem, das für jeden Spielertyp geeignet ist und zu positionellen und taktischen Mittelspielen führen kann. Viele der weltbesten Spieler, darunter Kasparow und Kramnik, haben Englisch in ihrem Eröffnungsarsenal. In diesem wegweisenden Buch erläutert Großmeister Neil McDonald die grundlegenden Prinzipien der Englischen Eröffnung und ihrer vielen Abspiele.
viel erfolg bei deiner eröffnungswah l
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14.01.2009, 07:52
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das buch das du empfiehlst erscheint mir ziemlich teuer, dafür dass das buch schon 2003 erschienen ist und unverändert ins deutsche übertragen wurde.
die literatur zur englischen eröffnung finde ich sowieso ein wenig schwierig.
entweder man kauft sich ein buch das nur einen groben überblick bietet oder ein Repertoire buch, dass einem nur eingeschränkte möglichkeiten bietet oder man muss gleich 3 bände kaufen um alle varianten zur verfügung zu haben, was aber meinen geldrahmen ein wenig sprengt. außerdem muss man sich dann erstmal einen überblick verschaffen welche variante man spielen möchte. und leider gibt es auch kaum ein aktuelles buch zu diesem thema!
das neueste was ich finde ist von 2007 und ein repertoire-buch, welches varianten mit schnellem d4 untersucht und die finde ich nit besonders toll, da mein geliebter d bauer meistens abgetauscht wird gegen einen auf c5 oder e5...
ansonsten hatte ich an englisch auch schon gedacht und gegen nen königsinder könnte ich sogar weiterhin das londoner system mit c4 spielen. da gibts eine zugumstellung hin. aber so varianten wie:
1. c4 c5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 e5
finde ich ziemlich nervig, weil der einzige plan der diese umklammerung bekämpft e3 nebst d4 ist, was das zentrum zersprengt und das risiko zu schnellen vereinfachungen erhöht. und gerade das spiel mit bauern ist eher meine stärke als spiel mit geöffnetem zentrum.
MfG Klaas
Geändert von Ali (14.01.2009 um 08:30 Uhr)
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14.01.2009, 22:43
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findest du 2003 zu alt?? ich glaube nicht, dass sich seit dem irgendwas in der theorie verändert hat.
ich besitze dieses buch selber und ich finde es nützlich, wenn man einen überblick über die ganze eröffnung hat, wenn man innerhalb der englischen eröffnung variieren will.
systeme mit frühem d4 werden dort nicht sehr ausführlich behandelt.
es geht in den meisten varianten darum, dass man mittels b4 am damenflügel angreift (auf der grundlage des soliden zentrums, da ja die mittelbauern meist zurückgehalten werden)
auf 3. ... e5 kann man übrigens ganz "normal" mit 4.g3 usw fortsetzen. vereinfacht wird hierbei nicht, da das zentrum ja geschlossen bleibt.
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15.01.2009, 19:01
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Jedes Jahr gibt es Neuerungen. Schau dir die Eröffnungsenzyklopädie an, und derein Informatoren, die dann eine Abweichung im 3000 Zug beherbergen. Aber das tut nichts zur Sache. Das Londoner System ist sogar mir als Eröffnungslusche bekannt. Darum kann ich sagen, das es bei richtiger Spielweise von Schwarz abflachen muss. Ich muss aber zustimmen, das für Komplexität Englisch sehr gut erscheint. Alle geschlossenen Systeme sind komplex. Schau dir doch einfach mal bei Wikipedia unter dem Suchbegriff ECO die Schach-Eröffnungen an, die es gibt. Schau dann unter geschlossenen Systemen und such dir was raus.
Geändert von Erathostines (15.01.2009 um 19:03 Uhr)
Grund: LRS??
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08.09.2009, 13:41
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Zitat:
Zitat von Ali
ansonsten hatte ich an englisch auch schon gedacht und gegen nen königsinder könnte ich sogar weiterhin das londoner system mit c4 spielen. da gibts eine zugumstellung hin. aber so varianten wie:
1. c4 c5 2. Nf3 Nc6 3. Nc3 e5
finde ich ziemlich nervig, weil der einzige plan der diese umklammerung bekämpft e3 nebst d4 ist, was das zentrum zersprengt und das risiko zu schnellen vereinfachungen erhöht. und gerade das spiel mit bauern ist eher meine stärke als spiel mit geöffnetem zentrum.
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Mit 2.Sf3 verbinde ich 3.d4.
Falls dir 2. Sc3 Sf6 3. g3 d5 4. cd5 Sxd5 5. Lg2 Sc7 nichts ausmacht kannste natürlich darauf verzichten.
In der http://www.schach-zeitung.de/ is ne Serie über Englisch. Da wird zuerst der Läufer vor den Springern entwickelt.
Geändert von Elisabeet (08.09.2009 um 13:44 Uhr)
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06.03.2010, 13:05
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Ich muss sagen, dass ich mitlerweile wirklich bei Englisch gelandet bin. Dazu nutze ich das Buch Grandmaster Repertoire von Marin. Echt gut.
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12.04.2010, 20:06
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Englisch ist sicher ok, aber in den Händen vieler Spieler verkommt es zu einer hoffnungslosen Schema-F Eröffnung. Ich kenn da einige so Genies, die, ganz egal was der Gegner spielt, c4, g3, Lg2, 0-0, e3, Sc3, Sge2, d3, a3, Tb1, b4.... aufs Brett hämmern. Das man so bei einem gewissem Niveau stehen bleibt, ist auch klar. 
Das Buch von Marin hab ich selbst, ist m. E. das zurzeit beste Englischbuch. Trotzdem würde ich dir empfehlen, dir auch Systeme mit frühem d4 anzuschauen. Sicher, das Spiel wird offener und etwas taktischer, aber eine ausgeprägte Tendenz zu Vereinfachungen besteht definitiv NICHT! Aber immer denselben Plan mit Weiß zu spielen wird auf Dauer einfach langweilig!
Wenn dich die offeneren Varianten von Englisch auch interessieren kann ich entweder "Geheimnisse moderner Schacheröffnungen Band 3" von Watson oder "Play the English" von Pritchett empfehlen.
Aber wie gesagt, mit dem Marinbuch kannst du eigentlich nichts falsch machen. Viel Glück noch mit Englisch!
mfg, Sprungschwein
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13.04.2010, 08:08
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Ich habe das Buch von Watson und ich muss sagen, dass er sich im Vergleich zu den ersten beiden Bänden zu sehr in die Zugumstellungsproblematik verzettelt. Ist aber trotzdem noch ein sehr gutes Buch.
Das von Pritchett hat ich auch schon mal angedacht. Ich fand nur doof, dass er im englischen Vierspringerspiel dann doch wieder g3 empfiehlt, wo er doch sonst darauf meistens verzichtet und da das doch fast die Hälfte des Buches ausmacht, weiß ich nicht, ob sich das noch lohnt.
Weißt du denn, was er so bei den "English-Indians" empfiehlt?
MfG
Klaas
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13.04.2010, 14:58
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Neuling
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Er erwähnt die Anti-Grünfeld Variante mit 5. Da4+, und gegen Nimzoindisch spielt er 4 Dc2.
Was mich stört ist, dass er nichts gegen Königsindisch oder Holländisch empfiehlt. Ich persönlich würde zwar nichts dagegen haben, gegen KID oder Holländisch zu spielen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele lieber in "englischem" Fahrwasser blieben.
Ansonsten behandelt er leider die "English Indians" eher stiefmütterlich.
Zur Vierspringervariante: er empfiehlt zwar eine Aufstellung mit Fianchetto, aber er spielt nicht die klassischen geschlossenen Varianten mit d3, a3, b4 usw. sondern ist eher auf ein frühes d4 aus um wenn möglich eine vorteilhafte Maroczy-ähnliche Struktur (mit Bauern auf c4 u e4) zu erreichen.
Dass bei Watson Zugumstellungen vielleicht etwas übertrieben werden kann schon stimmen, aber gerade bei Englisch ist es doch so, dass es wirklich an allen Ecken und Enden davon wimmelt. Ich finde also Watsons Ansatz seriöser als wenn er es so verkaufen würde, dass es auf Zugumstellungen eh nicht so ankommt (wenngleich er sicher manchmal etwas übertreibt).
Du musst aber auch bedenken dass das Buch von Watson kein Repertoirebuch ist sondern die ganze Englische Eröffnung behandelt. (Bis jetzt das einzige Buch, aus dem ich mir ein sinnvolles SCHWARZrepertoire gegen 1 c4 zusammenstellen konnte)
mfg, Sprungschwein
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