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10.10.2007, 19:04
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Suche Eröffnung gegen d4
Hallo, vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.
Ich suche mittlerweile seit Jahren eine angenehme Eröffnung gegen d4.
Sie müsste folgende Kriterien erfüllen: Erstmal Korrektheit, wobei ich denke in Bereichen unter 2100 ist Spielbarkeit wichtiger als theoretische Korrektheit. Es macht nichts, wenn die Eröffnung ab 2600 zweifelhaft ist, viel wichtiger ist, dass ich mit den gestellten Aufgaben der Eröffnung umgehen kann und dass ich einigermaßen gesund stehe.
Sie müsste Möglichkeiten zu aktivem Spiel geben.
Da ich durch Studium und Arbeit wenig Zeit habe, wäre es gut, wenn es nicht zu viel Theorie wäre. Ideen und Pläne lernen, auch große Mengen, wäre kein Problem, aber Varianten pauken kann ich die nächsten Jahre nicht.
Vielleicht hat jemand eine Idee. Bisher habe ich Benoni und Grünfeld gespielt, allerdings ohne irgendwas darüber zu wissen, d4 habe ich noch nie probiert.
Dank.
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11.10.2007, 00:28
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Neuling
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Registriert seit: 10.2007
Beiträge: 4
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Zitat:
Zitat von Cpt. Bligh
Bisher habe ich Benoni und Grünfeld gespielt,
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Welches Benoni?
Das Wolga-Gambit scheint mir zu deinen bisherigen Vorlieben gut zu passen.
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11.10.2007, 11:12
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Modernes Benoni, aber wie gesagt ohne ne Ahnung zu haben. Ich stand glaube ich auch jedesmal nach der Eröffnung kaputt.
Über das WolgaGambit hab ich auch schon oft nachgedacht, dann hab ich einen Artikel von Alex Yermolinsky über diese Qc2 Variante gelesen, dann hatte ich keine Lust mehr.
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11.10.2007, 13:01
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Neuling
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Registriert seit: 10.2007
Beiträge: 4
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4.Sf3 g6 5.cxb5 a6 6.Dc2 fand ich im Internet.
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11.10.2007, 14:26
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: DWZ ca. 1750
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Registriert seit: 08.2006
Beiträge: 219
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Also ich kann dir wirklich Slawisch empfehlen. Ich spiele es selbst und bin sehr zufrieden (ach ja und Kramnik ist es auch :-) ).
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11.10.2007, 14:54
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2007
Beiträge: 84
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Ich kann dir nur zu Holländisch Leningrader System raten. Es gibt auch ein super Buch darüber: "Leningrader System: eine Waffe gegen 1.d4". Das gute daran ist, dass man sich eigentlich nur das erste Kapitel durchlesen muss, in dem die Motive für beide Seiten erläutert werden ( nur die Motive zu kennen reicht bis ca. 1900)
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11.10.2007, 17:43
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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maxquick, kannst du noch mehr zu slawisch sagen?
Über Holländisch muss ich nochmal nachdenken.
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11.10.2007, 18:08
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Wenn es vielleicht auch das abgelehte Damengambit sein darf, dann ist die Tartakower-Variante sehr interessant, geht los mit z. B.
1. d4 d5 2. c4 e6 3. Sc3 Sf6 4. Lg5 Le7 5. Sf3 0-0 6. e3 h6 7. Lh4 b6
Die Idee ist, bald c5 zu spielen und auf dxc5 mit dem B-Bauern zurückzuschlagen, die "hängenden" Bauern d5 und c5 sollen für dynamisches Spiel bei vorerst vollem Brett sorgen.
Das praktische Problem dabei ist, dass der Gegner vorher an mehreren Stellen abweichen kann: Im zweiten Zug kann er zu allen möglichen Damenbauernspielen abweichen, dann kommt noch die Abtausch-Variante hinzu, die auch recht oft aufs Brett kommt. Gespielt werden auch noch Systeme mit Lf4 statt Lg5, da muss man auch mal schauen, ...
Bei Slawisch kommen auch die ganzen Damenbauernspiele und die symmetrische Abtauschvariante hat vermutlich schon genug Spieler davon abgehalten, Slawisch zu spielen.
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11.10.2007, 18:31
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Kenner
DWZ/Elo: so 20/so 21
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Registriert seit: 03.2006
Ort: Wegberg (Nähe Mönchengladbach) / Bonn
Beiträge: 121
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Königsindisch dürfte gut gehen, wobei die Stellungstypen Geschmackssache sind. Kannst es ja mal im Schnellschach spielen, nur so um zu sehen, ob dir die Stellungen zusagen.
Ansonsten Tschigorin  was aber ohne konkrete Variantenkenntnis schwer wird. Gibt ziemlich viele Varianten (gerade die Nebenvarianten), in denen Schwarz mal eben kaputt steht, wenn er es falsch spielt. Von daher vielleicht nix für dich. Aber ich wollts eingebracht haben, bevor Zee4 es tut 
Dasselbe dürfte auch für so Sachen wie Halbslawisch oder Grünfeld gelten, die haben alle ne recht anspruchsvolle Theorie.
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11.10.2007, 21:57
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Ja diese Abweichungen. Nach d4 gibt es so viele, das ist immer sonne Sache.
Ich bin wirklich kein Freund davon, eine Partie zu gewinnen, weil man irgendwelche Tricksereien auswendig lernt, die der Gegner nicht kennt. Trotzdem finde ich es schade, wenn man die Möglichkeit, die Eröffnung zu bestimmen, nicht wahr nimmt.
..im Tschigorin steht man so komisch.....
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12.10.2007, 14:48
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Forumsvollprofi
DWZ/Elo: DWZ ca. 1750
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Registriert seit: 08.2006
Beiträge: 219
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Also wenn du mehr über Slawisch erfahren möchtest, dann schau mal hier rein: http://www.schachmatt.de/47-geschlos...-slawisch.html
Wenn dann Fragen hast dann schreib sie in den oben genannten Thread.
Allgemein kann ich dir noch folgendes sagen:
Wenn du nicht ewig Theorie pauken möchtest, dann ist Holländisch die falsche Eröffnung für dich. Schon allein die Abweichungen von Weiß im 2ten und 3ten Zug sind sehr theorielastig.
Mich persönlich hat immer die folgnede Variante davon abgehalten Königsindisch zu spielen: 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 O-O 6.Le2 e5 7.d4xe5 d6xe5 8.Dxd8 Txd8. Ich sage nicht, dass Schwarz hier schlechter steht (objektiv gesehen steht er wahrscheinlch sogar etwas besser), aber es wird jetzt für den Nachziehenden einfach schwer auf Gewinn zu spielen.
Wenn du nicht gegen Abweichungen nach d4 spielen möchtest, dann ist eine Eröffnung mit 1...d5 beginnt die beste Lösung weil man dann z.B. Trompowsky nicht mehr spielen kann.
Außerdem solltest du dir folgenden (genialen) Thread von Tracke ansehen, bevor du dich für eine Eröffnung gegen 1.d4 entscheidest: http://www.schachmatt.de/47-geschlos...a-kaufman.html
Und glaub mir, alle Slawischen (Haupt-)Verteidigungen (Klassisch, Halbslawisch, 4...a6) hätten midestens einen Schnitt von 2,0 wenn nicht besser.
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12.10.2007, 15:58
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 06.2007
Beiträge: 84
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Zitat:
Allgemein kann ich dir noch folgendes sagen:
Wenn du nicht ewig Theorie pauken möchtest, dann ist Holländisch die falsche Eröffnung für dich. Schon allein die Abweichungen von Weiß im 2ten und 3ten Zug sind sehr theorielastig.
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Ich habe bereits angemerkt, das bei normalen Varianten die Motive völlig ausreichen. Was die Abweichungen im zweiten Zug angeht:
1.) 2.h3:
Wurde einmal von Kortschnoi gespielt, wird seitdem für halbwegs spielbar gehalten (die ernst zu nehmemden). Die populärere Variante, die auf ein Matt auf g6 aus ist, ist für Schwarz m.E. leicht zu spielen, wenn er den g4 nicht schlägt  iese Variante wird fast nur gespielt weil sie von Matthias Wahls in einem Chessbase-Video vorgestellt wird.
2.) 2.Lg5:
Auch nicht schlimm. Man sollte natürlich nicht h6 und g5 sofort spielen, sondern normal mit g6 weiterspielen.
3.) 2.e4 (Stauton Gambit):
Bis ca. 1940(!) eine gefürchtete Waffe (selbst unter Großmeistern). Jetzt ist jedoch bekannt, dass Schwarz dazu neigt, die "Eröffnungsschlacht" als Sieger zu verlassen, wenn er seelenruhig den e4 mit d5 hält und im Falle von f3 diesen NICHT schlägt. Ansonsten fallen mir jetzt keine halbwegs gefährlichen Abweichungen ein.
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12.10.2007, 16:54
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alter Hase
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Halle
Beiträge: 182
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Ich empfehle Nimzo-Indisch. Wenn der Gegner es zulässt.
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12.10.2007, 23:05
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Echter Kenner
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Registriert seit: 06.2007
Beiträge: 140
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ich geh immer von slawisch in holländisch (Stonewall-variante) über.
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 e6 4.Sf3 f5
ich hab damit eigentlich gute erfahrungen. vor allen dingen hast du dann nicht die von abraxas13 genannten varianten wie z.B. 2.h3
Geändert von Marius (12.10.2007 um 23:08 Uhr)
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13.10.2007, 00:46
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@Marius: Deine Zugumstellung vom Slawischen ins Holländische ist nicht ohne und hat mir auch schon ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, wurde z. B. im Thread http://www.schachmatt.de/47-geschlos...bereitung.html mal ein wenig angerissen. Hauptproblem der Zugfolge für einen ambitionierten Schwarz-Spieler ist, wie ich bereits geschrieben habe, die Abtauschvariante im Slaven, nebenher kommen noch die ganzen Damenbauernspiele, auf die sich Schwarz einlassen muss.
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