Möchte Euch meine neue "Geheimwaffe" gegen 1.d4 2. c4 vorstellen:
Das Fajarowicz-Gambit.
Habe es bisher 2x angewendet und so zwei Kurzpartien für mich entschieden. Allerdings bin ich selbst und meine Gegner nur auf einem geschätzten Niveau von DWZ 1300-1500.
Hier ein Beispiel: Bedenkzeit 5min.
1. d4 Sf6 2. c4 e5 (der Budapester Gambit-Zug)
3. dxe5 Se4 (hier zweigt das Fajarowicz-Gambit vom Budapester ab)
4. a3 d65. exd6 (hier sollte man wohl nicht schlagen)
Lxd6 6. Sd2 Sxf2 (jetzt geht's richtig los!

)
7. KxSf2 Dh4+ 8. g3 Lxg3+ (die zweite Figur wird geopfert

)
9. hxg3 (weiß muss nehmen, da sonst matt droht)
Dxh1 10. Lg2 Dh5 (schwarz hat "nur" T und B für zwei Figuren. aber die weiße Stellung ist reichlich zerschossen)
11. Sh3 O-O 12. Sf4 Dc5+ 13. Kf1 Dd4 (ein Entwicklungszug wäre hier sicher solider

)
14. e4 (viele Züge hat weiß hier nicht. Die schwarze D lähmt die ganze Armee. Allerdings muss sie auf der Hut sein, nicht einen Heldentod zu sterben)
c6 (sollte die Diagonale vor dem weißen L schützen)
15. Se2 Df6+ (hier hab ich etwas besorgt gezählt, wieviele Felder meine Liebste noch hat)
16. Sf3 Lg4 17. Lg5 (jetzt wollte er meiner Monarchin unbedingt ans Leder

)
Db2 (ob das von weiß noch geplant war? Weiß hatte zu diesem Zeitpunkt schon viel Zeit verbraucht)
18. Sh2?? (hier der entscheidende Schnitzer

)
Le2+ (mit Turmgewinn)
Aufgabe
Ohne den Fehler von Weiß im 18. Zug (hatte mit Tb1 gerechnet) wär's sicher noch sehr interessant geworden. Auf jeden Fall entspricht dieses Gambit sehr meiner Art zu spielen. Natürlich behandelt ein >1800 diese Eröffnung als Weißer ganz anders. Aber in meiner Klasse werd ich hoffentlich noch einige Siege damit einfahren.
