|
» Karten |
|
|
» Benutzer (724)
» Schach-Vereine etc. (9)
» Ereignisse (0)
|
|
Wenn du dich kostenlos registrierst kannst du neue Themen verfassen, an Umfragen teilnehmen und vieles mehr. Falls Du bei der Registrierung oder Anmeldung Probleme hast, dann kontaktiere uns.
 |
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 1 ( permalink)

13.12.2006, 00:29
|
 |
Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
|
|
Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
|
|
|
Eröffnungen "begreifen" lernen...
Also ich bin im Moment ein wenig Verzweielt, was mein Schach angeht. Ich spiele nur noch Schrott und das schlimmste daran ist, dass es schon in der eröffnung losgeht. Die meisten meiner Partien werden schon in der Eröffnung entschieden und zwar meist zu meinem Nachteil. Wenn ich dann doch mal gewinne, dann liegt es am Gegner, der nicht gewinnen "wollte" (  ). Aber ich habe kaum Eröffnungen, wo ich nicht schon in den ersten 10 Zügen grobe Fehler drin habe.
Heute wieder! Ich denke spielst mal Sizilianisch, weil nach so einem Verlauf einer Vereinsmeisterschaft (2/6) ist die letzte Partie auch egal. Also ruhig aggressiv nach vorn. Und, bereits im neunten Zug war "Rückzug" angesagt während der Gegner sich fröhlich weiter entwickeln konnte. Dass ich dann eine Figur gewonnen habe tröstet wenig. In einer verlorenen Stellung bot ich Remis und bekam es unerwarteter Weise. Hier kann die Partie eingesehen werden.
Also irgendwie ist bei mir momentan der Wurm drin, aber es ist halt bezeichnend für mien Spiel, dass ich schon die größten Probleme in der Eröffnung mache. Deshalb die Frage: Wie kann ich effektiv Eröffnungstraining betreiben? Ich denke hierbei nicht an Varianten auswendig lernen, weil das nicht hilft, wenn man nicht begreift, warum die Züge gespielt werden, die gespielt werden.
gibt es ein (Eröffnungs)Buch, dass nicht nur Varianten vermittelt, sondern auch genau erklärt, was da gerade passiert?
Habe zu Hause das große Buch der Schacheröffnungen. Allerdings ist es von 1977 und nicht wirklich ausführlich, was Erläuterungen angeht.
Geändert von chessychess (13.12.2006 um 00:48 Uhr)
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 2 ( permalink)

13.12.2006, 12:00
|
|
GM des Forums
|
|
Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 449
|
|
mal eben Sizilianisch spielen weil es eh egal ist kann eigentlich nicht gutgehen. Ei also nicht zu hart zu dir.
Effektives Eröffnugstraining von Dworetzki schon glesen? Gibt einen guten Einblick in die Eröffnungslehre. Sieh es dir mal an, ich hab es im Moment verliehen.
Wenn es konkret um Sizilianisch gehen soll, dann kriegst du vielleicht noch "Im sizilianischen Labyrinth" von Polugajewski aus dem Sportverlag. Habe ich bei einem Schachturnier für 5 Euro mitgenomen und steht oft auf den Listen der Angebote. Kurzer Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
1.Teil
Geheimisse der sizilianischen Strategie
1.Kapitel
Dynamik der Bauernstruktur: Vor-u. Nachteile schwacher Bauern, Im Vertrauen auf die Mehrheit, Das Blockadeverfahren
2.Kapitel
Kampf um zentrale Felder: Der Punkt d5, Der Punkt e5
3.Kapitel
Sizilianische Heerstraßen (c-Linie u. d-Linie)
4.Kapitel
Der Wert der Figuren (konkret auf Sizilianisch bezogen, wie alles im Buch)
5.Kapitel
Strategische Opfer! Bauern-, Figuren-, Qualitäts-, Damenopfer
2.Teil
Endspielsilhouetten
1.Kapitel
Die Lebenslinie
2.Kapitel
Die Stärke des Läuferpaares
3.Kapitel
Leichtfiguren im Widerstreit
Da steht zB unter 5.Kapitel/Strategische Opfer/Figurenopfer:
"Strategische Opfer eines Springers oder Läufers auf b5 sind für Ws ein wahrer Leckerbissen. Nachdemer 3 Baern für die Figur und ein räumliches übergewicht erhielt(zu dem nicht unwesentlich der Besitz der d-Linie beitägt), versucht er in der Regel, die Wirkung der generischen Kräfte zu beschränken, um ascließend allmählich seine Bauernarmada in Bewegung zu setzen ... Damentausch ... a,b,c-Bauern kühn vorrücken ... In einer Reihe von Fällen ist die typische weiße natürlich umstritten. Alles hängt davon ab, wie wirksam das genrische Figurenspiel ist. Gelingt es Sw, dieses voll zr Entfaltung zu bringen, werden die weißen Freibauern faktisch z einem Koloß auf tönernen Füßen."
Dann folgt die Partie Rauser-Makagonow als eine der ersten Partien in denen dieses Figurenopfer vorkam. Im Kommentar zur Partie Bronstein-Najdorf steht witzigerweise zu 16.... 0-0? : "Es kann sein, daß der argentinische Großmeister darauf rechnete, nach der kurzen Rochade einen Figurendruck auf die weißen Bauern am Damenflügel zu entwickeln. Dieser Plan ist indes verfelt. Bedeutend stärker war 16... 0-0-0! um durch g7-g5-g4 Gegenchancen zu bekommen und den König in den Kampf gegn die furchtgebietenden Freibauern einzubeziehen." Siehste, dies hast du selbst erkannt, kein Grund also die Hoffnug fahren zu lassen.
Mit Büchern dieser Art lernst du alle strategischen und taktischen Motive welch fürd ie spezielle Eröffnung typisch sind. Das erhöht die Schlagkraft im Mittelspiel und der Sinn so manches Erönungszuges erschließt sich von selbst. Auch in den entsehenden Endspielen weißt du auf was es ankommt. Nebenbei kannst du dieses Arsenal an schachlichen Mitteln in anderen Eröffnungen, falls ähnliche Stellungen entstehen, sehr gut gebrauchen. Du hast dann einfachehr gute "Einfälle".
Den chesspoitionstrainer kan ich dir auch ans Herz legen. Aber die Züge selbst einpflegen. Ermöglicht ein Auswendiglernen der ersten Züg quasi nebenbei.
Und eben eine enge Auswahl treffen und e rst nach und nach das Repertoire erweitern.
Zu guter letzt, vielleicht stehst du auch kurz vor einem Leitungssprung, da hat man manchmal das Gefühl es geht nix vorwärts 
War mal wieder zu lang
Gruß
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 3 ( permalink)

13.12.2006, 19:54
|
 |
Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
|
|
Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
|
|
Danke für den Beitrag, den ich keineswegs zu lang finde. 
Ich muss gestehen, dass ich mich bislang nie mit Eröffnungen befasst habe, was darin resultiert, dass ich von denen, die ich spiele, nur so um die 6 Züge kenne, meist auch nur die der Hauptvariante. Was es aber mit der Eröffnung im Einzelnen auf sich hat, weiß ich leider überhaupt nicht, oder nur sehr vage. (Übrigens ist der Tipp lang zu rochieren in meiner angesprochenen Partie von unserem Vorsitzenden (DWZ 2118  ), mit dem ich danach kurz analysiert habe).
Auf Sizilianisch bin ich nur gekommen, weil mein Gegner gern Gambit spielt und das Morra-Gambit bei ihm in dieser Vereinsmeisterschaft bereits vorkam. Also hab ich mich darauf vorbereitet mit Hilfe von Jeremy Silman: "Winning With The Sicilian Defence", und mir die Stellung für Schwarz nach 12 Zügen gefallen hat. Aber dem ist er nach 3..e6 ausgewichen, leider.
Ansonsten hab ich bislang Königs-Indisch, oder Grünfeld mit Schwarz gespielt. Neuerdings gefällt mir auch Slawisch gut (dank Kramnik), weil mir die Eröffnung recht flexibel scheint. Hatte online aber (30 bis 90 Minuten Spiele) bislang keinen Erfolg mit. Die Eröffnung erschließt sich mir irgendwie gar nicht.
Ein spezielles Repertoire an Eröffnungen will ich mir auch gar nicht aufbauen. Aber ich würde schon gern ein Buch haben, wo ich die gängigsten Eröffnungen quasi für "Dummies" erklärt bekomme. Meist stehen nur Varianten da, aber das ist mir zu wenig. Viele Züge erschliessen sich einem tatsächlich, weil sie logisch und auf unmittelbare Drohungen hin gespielt werden. Aber es sind immer auch, gerade in den Hauptvarianten viele strategische Züge dabei, die sich einem 1400er nicht erschliessen. Und das würde ich gerne Nachlesen können. So wie Silman es in seinem Buch (siehe oben) zum Teil sehr gut macht. Am Beispiel Smith-Morra-Gambit heißt es da zum späten Entwickeln des Königsspringers nach f6, dass man dadurch der Entwicklung des weißen Läufers nach g5 vorbeugt und weiß so zwingt, entweder lange mit der Entwicklung des Läufers zu zögern, oder ihn auf ein weniger aktives Feld entwickeln zu müssen. Oder am Beispiel 9..Ld7. Die Ideen sind folgende: Man geht eventuellen Problemen in der D-Linie aus dem weg (weiß hat bereits einen Turm auf d1 stehen), der schwarze Turm kann seinerseits nach c8 gestellt werden, der Läufer unterstüzt den Springer auf c6 und erleichtert es späteres b7-b5 durchzusetzen, oder aber ermöglicht es der Dame auf das sichere Feld b8 zu gehen, um von dort aus e5 zu kontrollieren. Das sind so Dinge, die sich mir nicht erschliessen, nicht auf diesem Niveau das ich habe. Dass muss man mir dann schon sagen und so ein Buch, eben mit allen gängigen Eröffnungen, suche ich. Falls es sowas gibt, würde ich es mir sofort zu Weihnachten gönnen  .
ps. Zur verdeutlichung hier die Zugfolge:
1.e4 c5
2.d4 cxd4
3.c3 dxc3
4.Sxc3 Sc6
5.Sf3 d6
6.Lc4 e6
7.0-0 Le7
8.De2 a6
9.Td1 Ld7
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 4 ( permalink)

13.12.2006, 21:19
|
|
GM des Forums
|
|
Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 449
|
|
|
Hallo chessy,
Wie gesagt, "Effektives Eröffnungstraining" um die sytematische Herangehensweise an Eröffnungen kennen zu lernen. Zwar jetzt kein Nachschlagewerk wie Du es suchst aber das brauchst Du auch gar nicht.
Dann als Beispiel mal für 5 Euro "Im sizilianischen Labyrinth". Da sind die für den Sizilianer wichtigen Dinge erklärt und Du hast eine Referenz wie ein gutes Eröffnungsbuch aussieht.
Ich bin zwar kein Sizilianer aber ich versuchs mal in der Kurzfassung. Ich schau mir bei einer Eröffnung immer die Bauernstruktur an. Ruhig mal die Figuren wegstellen und sehen was da so stehen bleibt. über die Bauern von Sw kann man sagen, daß sie eigentlich keine Schwäche haben. Das ist fürs Endspiel schon mal sehr gut. Allerdings mußte sie ja irgendwann mal ziehen wenn du Fortschritte machen willst und deswegen kann dies sehr flüchtig sein. Außerdem besitzt du wenig Raum, deswegen kann Db8 ein gutes Feld sein. Wie du sagst schaut sie nach e5. Aber auch nach b5. Gleich, warum das wichtig ist. Grundsätzlich wäre aber eine aktivere Stellung wünschenswert. Ist also nicht unbedingt das Lieblingsfeld, vielleicht aber notwendig. Zurück zu den Bauern. Welchen Vorstoß mußt du durchsetzen? Wenn nur die Bauern da stehen ist es leicht: d5. Das heißt: Wenn du d5 durchsetzt hast du Ausgleich im Sizilianer. Das ist erstmal der Generalplan.Jetzt stellst du fest, daß dazu meist b5 nötig ist und das macht den Sizilianer schwierig, dies manchmal nur mit Bauernopfer geht. Dann stellst du weiter fest, daß der weiße e-Bauer, bei d5, vorbeiziehen kann und dies deinen Königsflügel einengt und einen Angriff mit Bauerndurchbruch, eventuel f4-f5, in der Luft liegt. Das kann für dich bedeuten du mußt e4 fixieren - deswegen oft e5 und dann d5. Dies macht natürlich d5 schwieriger und Sw muß meist dynamisch vorgehen. Ws übrigens auch. Er kommt auch oft nicht ohne Opfer aus. Darum dreht sich der Kampf an den Flügeln und im Zentrum. Und danach hat sich erstmal die ganze Armee zu richten. irgendwie b5,eventuell e5 und d5 und du stehst mindestens gleich. Dann fallen die beiden halboffenen Linien auf. Da gehören die Türme hin. Auf der c-Linie steht meist der Sc3 rum. Der träumt immer davon sich auf d5 zu opfern, uns damit lahmzulegen und die Schleußen auf den König zu öffnen. Deswegen und weil wir sonst vielleicht nicht weiterkommen überlegen wir auch immer ein Qualiopfer auf c3. Bei unserer Bauernstruktur und dazu noch eine eventueller Bauerngewinn auf c3 oder a3 und wir brauchen das Endspiel selbst dann nicht verlieren. Und, daß man auf b5 unter Umständen gar keine Figur gewinnt sondern auch 3 Bauern verlieren kann weißt du ja jetzt auch schon. Jetzt kannst du eigentlich schon ganz gut eigene Pläne schmieden und die zugehörigen Züge finden. Damit fällt das planlose Spiel weg und du weißt worum sich der Kampf dreht. Das sind dann zwangsläufig die Hauptvarianten.
Beim Slawen versuchst du es ganz ähnlich. Die Bauernstruktur gibt da auch schon erste Anhaltspunkte. Mit c6,d5 verband man bei ihrer "Entstehung" die Hauptidee den Läufer gleich herauszulassen und den d-Bauern zu überdecken. Im Damengambit mußte man sich ja lange mit dem weißen Läufer quälen, hier nicht. Das heißt unser idealer Befreiungsvorstoß wäre e5. Da wir meist zu e6 gezwungen werden wird es auf c5 rauslaufen. Also c5 gut durchgedrückt verheißt den Ausgleich. Der c6 Bauer eröffnet aber noch mehr Möglichkeiten. Man kann auf c4 nehmen und droht gleich mit b5 den Bauern zu halten (vorläufig). Solange wir uns da für nichts entschieden haben herrscht Platzmangel. Vielleicht etwas Figurentausch anstreben und die Felder für die Türme ergeben sich dann auch. Wenn du was zum Slawen wissen willst, da kenne ich mich ein wenig besser aus als im Sizilianer. Du mußt in der Eröffnung von Anfang an selbstständig denken, sonst wachst du nach ein paar auswendigen Zügen auf unbekanntem Terrain auf. Ob du deine Ideen jetzt mit wenig Risiko oder mit wilder Taktik durchsetzen willst, liegt an dir. Noch was zu deiner Vorbereitung.
.
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 5 ( permalink)

13.12.2006, 21:39
|
|
GM des Forums
|
|
Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 449
|
|
Bei deiner Vorbereitung bist du zu arg auf deinen Gegner fixiert. Wenn der Morra spielt und du dich darauf vorbereitest dann hoffentlich nur wenn du auch sonst c5 spielst. Ansonsten ist es Zeitverschwendung und zudem riskant, ich gehe mal davon aus er war stärker, sich auf seinem Lieblingsterrain zu messen. Wenn er stärker ist und die Partie nicht gleich den Titel bedeutet wird er sie gegen dich wahrscheinlich gar nicht spielen. Warum soll er seine stärkste Waffe auspacken. Aber gut, ich empfehle dir nur auf die Farbe zu achten und schön wäre noch seinen ersten Zug zu wissen. Jetzt kannst du Leerlauf vermeiden und die Partievorbereitung deckt sich auch mit deiner schachlichen Entwicklung. Und, wie du selber schreibst, macht es wenig Sinn zu wissen, daß der L auf d7 eventuell gut steht weil er b5 unterstützt wenn du gar nicht weißt warum du b5 spielen willst. Machs nicht komplizierter als es ist. Und such dir Partien alter Meister. Hier kommen die Ideen und Pläne noch in "reiner" Form vor. Durch das Nachspielen des Mittel- und Endspiels lernst du mehr über die Eröffnung als durchs auswendig lernen von Varianten. In den moderneren Partien ist meist so viel Dynamik im Spiel, so daß es oft schwer fällt den Ursprung zu entdecken.
Seit der WM spiel ich wieder lieber gegen Slawisch. Fühle mich (Topalow) auch irgendwie inspiriert 
.
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 6 ( permalink)

14.12.2006, 00:39
|
 |
Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
|
|
Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
|
|
|
Wegen Dworetzki bin ich mir nicht sicher. Habe vor zwei Jahren das "Effektive Endspieltraining" von gleichen Autoren zum Geburtstag bekommen und bin mit dem Buch einfach überfordert. Es setzt schon gute Endspielkenntnisse voraus, wie in der Einleitung geschrieben und ist wirklich sehr technisch. Eine Rezension zu dem Eröffnungsbuch sagte aus, dass dort hauptsächlich Partien von Spitzengroßmeistern gut kommentiert würden und man weniger "Eröffnungstipps" bekäme. Weiß nicht, ob das für mich so hilfreich sein kann. Zumindest ist es wohl nicht das, wonach ich suche. Werde es mir aber morgen nochmal in einer Buchhandlung in die Hand nehmen.. .
Geändert von chessychess (14.12.2006 um 00:44 Uhr)
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 7 ( permalink)

14.12.2006, 01:02
|
|
Einsteiger
|
|
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 11
|
|
|
Auf mich wirkt der Verzicht auf Sf6 künstlich. Hast du denn vorher schon mal 1.-c5 gespielt?
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 8 ( permalink)

14.12.2006, 01:41
|
 |
Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
|
|
Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
|
|
|
Punkt1: Wenn du die Beiträge hier gelesen hättest, wüßtest du, dass ich gewöhnlich nicht Sizilianisch spiele und sogar, was ich sonst so mit Schwarz spiele.
Punkt2: Warum ich c5 gespielt habe, habe ich ebenfalls erläutert.
Punkt3: Im Morra-Gambit ist es Ziel von Schwarz die Entwicklung von Springer nach f6 hinauszuzögern. Warum hab ich ebenfalls erläutert. Da ich mich darauf vorbereitet habe, habe ich verständlicherweise mein nicht vorhandenes Wissen um diese Eröffnung duch die Vorbereitung aufzuwerten versucht, und wenigstens etwas strategisches Wissen umzusetzen, auch wenn es nicht zum Gambit kam. Immerhin war es trotzdem Sizilianisch und Lg5 mag ich grundsätzlich nicht, auch in anderen Eröffnungen. Künstlich ist es deswegen m.E. nicht, weil weiß auf g5 aktiv steht, wogegen der Läüfer auf g3/f4/e3 manchmal Probleme hat seine Wirksamkeit zu entfalten.
Falls du Ablehnung spürst, so lass dir sagen, dass solche nichtssagenden Einzeiler nach jahrelangem Wirken in Foren provozierend auf mich wirken. Hilfreich sind sie in keinem Fall.
Geändert von chessychess (14.12.2006 um 01:43 Uhr)
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 9 ( permalink)

14.12.2006, 02:54
|
|
Einsteiger
|
|
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 11
|
|
Zitat:
|
Zitat von chessychess
Ansonsten hab ich bislang Königs-Indisch, oder Grünfeld mit Schwarz gespielt. Neuerdings gefällt mir auch Slawisch gut (dank Kramnik),...
Ein spezielles Repertoire an Eröffnungen will ich mir auch gar nicht aufbauen.
|
Zu 1.e4 habe ich nichts gelesen.
Meine Hauptwirkungsstätte sehe ich bei der Partie.
Geändert von Basti (14.12.2006 um 14:51 Uhr)
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 10 ( permalink)

14.12.2006, 15:05
|
|
GM des Forums
|
|
Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 449
|
|
Zitat:
|
Zitat von RatDad
Zu 1.e4 habe ich nichts gelesen.
Meine Hauptwirkungsstätte sehe ich bei der Partie.
|
@ratdad
warum schreibst du es dann icht in Sizilianisch falsch gespielt rein? Und dan wäre es einfach besser wenn du auch schreibst _warum_ du etwas besser, bzw. gekünstelt fndest.
@chessy
In dem Buch werden auch die Gedankengänge erläutert. Der Sinn und Zweck von Entwicklungszügen. Warum sind gesunde Entwicklungszüge oft sinnvoller als auswendig gelernte Variante?. Ich vermute da liegt dein Problem. Wenn du aber schon weißt was du konkret spielen willst, dann besorg dir ein Buch oder eine cd uber die Eröffnung. Da hast du es dann genau. Wie in dem sizilianischen Labyrnth als Bsp gesehen. Tja, und Endspiele sind un mal das erste was zu lernen ist.
Ich will dir das mal verdeutlichen. Als ich damals, und das ist schon einpaar Jahrzente her, mit Spanisch begann hab ich mir folgende Notizen gemacht. Ob die mittlerweile anders gespielt werden tut nichts zur Sache.
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5
falls a6 dann 4.Lxc6? dxc6 5.Sxe5 Dd4 zB 6.Sf3 De4+ 7.De2 Dxe2+ 8.Kxe2
also 4.La4 b5? 5.Lb3(!) und Sw hat schwachen Dameflügel
4.... Sf6 Entwicklung mit Gegenangriff 5.0-0 Sxe4 nimmt Scheinopfer an 6.d4 (greift e5 an; schlagen auf d4 wegen Te1 nicht gut) b5 (um 6esselung nach d5 zu verhndern) 7.Lb3 d5 8.dxe5 Le6 deckt d5 mit Entwicklung.
Bewertung: Anteile am Zenrum etwa gleich;Entwicklung etwa gleich;Figurenstellung wegen Se4 für Sw etwas besser aber durch Sbd2 und Dc2 leicht angreifbar(sh. Hübner-Kortschnoi)
dann gehts weiter mit 5.0-0 Le7 (statt Sxe4 Entwicklung)
(auf Lc5 6.Sxe5! nebst d4 oder 6.c3 nebst d4 sh Lasker-Steinitz)
6.Te1 (möglich auch 6.d3 od Sc3 aber besser ist Te1 nebst c3,d4 u Lc2) b5 0-0 8.c3 d6 9.h3(?!) (hier wegen d4 Lg4 besser h3) Sa5 (?) Springer steht meistens abseits besser Lb7 oder bereits h6!) 10. Lc2 c5 11.d4 Ws hat Figur mehr am Königsflügel
9.... Lb7 10.d4 Te8 11.a4! Lf8 12.d5 Sa5 (?) sh oben
Jetzt kommtnoch eine Partie Hübner-Kortschnoi mit Sb1-d2-f1-e3-f5 (genau der Sringer fehlt dem Sw da er auf a5 steht). Dann eine Lasker-Tarrasch 1916 und Lasker-Steiitz. Klar habe ich dann beim ersten Marshalangriff noch gedacht ich hätte einenBaern gewonnen  aber ich denke die reicht als Eröffnungswissen bis zu DWZ... (will ja nicht frech werden  ) Die übergänge ins Mittelspiel siehs du an den Partie und auch die Endspiele. Die mußt du aber seperat trainieren. Mit diesem "Eröffnungswissen habe ich jahrelang gespielt un ich denke mehr braucts auch ect nicht. Wenn du dann noch zu deiner Eöffnung sammelst was du brauchen kannst wird der Ordner schnell dicker. Deine Notizen verbesserst und ergänzt du noch und fertig ist dein Eröffnungsbuch. Das merkst du dir dann auch besser als Variante xy auf Seite 120. Damals gab es noch keine PCs, deswegen fehlt mir dazu der Vergleich, aber ich denke die Methode ist sogar besser als alles in einer chessbase datei zu haben. Damit sich dann einer besser auskennt mußt du schon ene Spezialisten erwischen. Was solls, kostet einen Punkt und er kommt in den Ordner. Wichtig die eigenen Partien an der richtigen Stelle mit abheften. Das ist meine Persönliche Meinung aber damit bist du einem Eöffnungshopper  überlegen. Zeit mich auf einen Gegner einzustellen, zumindest eine ungewohnte Eröffnung wegen ihm zu spielen, hast du dann eigenlich gar nicht. Ihr könnt mich steinigen aber mehr muß manvon einer Eröffnung gar nicht wissen.Bevor man hier mhr macht muß das Endspiel "sitzen" und dann kommt erst mal Mittelspiel,was ohne Endspielkenntnisse erst recht nicht funktionieren kann. Einem Freund in deiner Klasse predige ich das schon ewig aber er sagt immer ich würde schon noch sehen, daß er mit seiner Methode auch noch ans Ziel kommt. Ich fürchte fast er stirbt vorher 
.
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 11 ( permalink)

14.12.2006, 17:48
|
 |
Garry des Forums
DWZ/Elo: DWZ: 1643
|
|
Registriert seit: 12.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 944
|
|
|
Ja irgendwann mal hat hier schon mal jemand etwas ähnliches geschrieben und ich habe auch schon daran gedacht, Eröffnungen mir quasi selbst zu erarbeiten. Der Lerneffekt ist sicherlich sehr gut, denn so "begreift" man die jeweilige Eröffung, statt nur Variantenbäume zu lernen und zu memorieren. Aber ich fürchte da hab ich im Moment überhaupt keine Zeit für.
Bist du dabei komplett ohne Literatur ausgekommen?
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 12 ( permalink)

14.12.2006, 23:20
|
|
Forumsvollprofi
|
|
Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 225
|
|
|
vielleicht sollte man sich, wenn man literatur nutzt, auf die wirklich besprochenen eröffnungen stürzen, habe jetzt zum beispiel endlich mal die zeit genommen das buch classical sicilian aus der chess explained reihe durchzugucken und ich bin echt begeistert, es wird versucht recht chronologisch den klassischen sizi zu erklären, warum welche figur wo gut/schlecht steht, was dann auch dazu führt, wann man gut überleiten kann etc. zB kommt im klassischen sizi der springer auf c6, wenn du es jetzt schaffst sw die meisten sinnvollen züge zu nehmen und er nur mit a6 in eine najdorf like stellung kann, steth der springer auf c6 schlecht, weil er eher nach d7 gehört. mit solchen erklärungen ist das buch aufgebaut, es werden recht aktuelle partien zu den unterschiedlichen varianten kommentiert, aber sehr viel in wortform. würde ich jedem empfehlen, der sizi wirklich spielen mag, weil viele systeme doch von bauernstrukturen recht ähnlich sind, bzw teilweise aus dem klassischen sizi entstanden sind, damit lernst du imho wirklich was über sizi/mittelspiel allgemein.
meine meinung.
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 13 ( permalink)

15.12.2006, 07:15
|
|
GM des Forums
|
|
Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 449
|
|
|
Du brauchst Bücher wie von Hwarangdo und mir beschrieben.
Ganz ohne wird es nicht gehen. Und Schach in Worte fassen geht nur bei elementaren Dingen. Wenn man tiefer eindringt braucht man exakte Varianten. Solche selbst zu finden, die dann auch jeder Kritik standhalten, erfordern dann schon Kapaziäten. Da fehlt mir die Kompetenz. Aber dies ist ja in dieser Phase noch gar nicht nötig.
Komplett selbst erarbeiten geht nicht. Du mußt deine Notizen mit der Hilfe von Büchern ergänzen und versuchen Beispiele für die Anmerkungenzu finden. Die Zeit die du zB für das Moragambit verbraucht hast, hättest du hierfür nutzen können. Gerade bei knapperZeit halte ich diese Vorgehensweise für effektiver. Und du hast auch nach Jahren mit deinem Ordner die Möglichkeit schnell das wesentliche nachzusehen und nebenbei kannst du deine Entwicklung Revue passieren lassen. Sonst hast du hier dies und dort jenes gelesen. Dann gehts wieder von vorne los. Probiers einfach mal, ich denke es ist nich umsonst bzw. verlorene Zeit.
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 14 ( permalink)

19.12.2006, 10:28
|
|
GM des Forums
|
|
Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 449
|
|
|
@chessy
Wieviel Zeit hast du denn für Schach?
@all
Würde mich mal interessieren wieviel Zeit ihr für Schach aufbringt? Tips für Verbesserungen sind davon ja abhängig.
Man muß sich doch erstmal vergegewertigen wievel Zeit man für Schach aufwenden kan, bzw. will?
Wieviele Stunden pro Tag/Woche oder Monat?
Wieviel Stunden davon für ernste Partien?
Wieviel für eigene Parieanalysen allein oder mit besseren Spielern?
Wieviel Stunden bleiben für das Training?
Und wieviel Zeit für Eröffnung, Mittel- u. Endspiel?
Ansonsten geht man a immer von verschiedenen Voraussetzungen aus. Und man muß sich auch darüber im klaren sein, daß bei wenig Zeit, kaum Verbesserungen möglich sind. Wenn man nicht genug Zeit für die Endspiele hat macht es keinen Sinn mehr als die ersten 5 Züge einer Eröffnung anzusehen.
|
Eröffnungen "begreifen" lernen... Beitrag # 15 ( permalink)

20.12.2006, 23:30
|
 |
IM des Forums mit 2 GM-Normen
DWZ/Elo: 2053
|
|
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 426
|
|
mein Tipp:
offene Stellungen anstreben - und tempobolzen 
egal wie alt man ist - als Schachkind (Neuling oder relativ schwacher Spieler) - muß man die Geschichte des Schachs in Zeitraffer durchlaufen......
D.h. man muß erst lernen unter Materialopfer auf ein schnelles Matt zu spielen und eine gewisse taktische Festigkeit zu erreichen, bevor man sich auf andere Facetten des Spiels konzentriert.
wie willst Du irgendeine Eröffnung lernen, wenn Dein Gegner Dich jedesmal in den ersten 5 Zügen anhüpft wie ein Panther?
- ich hätte da ein paar Vorschläge:
Weiß: 1.e4
- gg. 1....e5 2. d4 ed und 3. c3 (mit und ohne zurücknehmen im Falle von dxc)
oder Italienisch mit 4.c3
(gg. Russisch vielleicht 3. Sxe5 d6 4. Sxf7!? Kxf7 5. d4 (kannst dir mal überlegen, wieso jetzt Sxe4 nicht gut geht  )
gg. 1.... c5
Morra 2.d4 cxd 3.c3
oder verzögertes Flügelgambit: 2.Sf3 .. beliebig 3. b4
usw.....
dabei lernst Du erst mal spielen......... unter 1600 würd' ich Varianten keine besondere Bedeutung beimessen......
**************
ich denke die Zurdnung ELO zu massivster (und am leichtesten auszumerzender) Schwäche ist ungefähr so.....
- 1600 (ev. 1700) ELO - ständige plumpe taktische Überseher an der Tagesordnung, selbst einfache Kombinationen haben oft massive Löcher.... alle 20 Züge (oder eher) bleibt irgendwas stehen...... (wenn zwei solche gg.einander spielen, wird vieles davon nicht sichtbar - aber wehe - man spielt eine Kategorie rauf!) Massnahme: Taktiktraining (lösen von zu Beginn einfachen Stellungen - Fischers Schachtraining, dann Kotow - Schachtaktik, bis Grundlinienkombinationen, Gabelkniffe, ersticktes Matt usw. sitzen) und Schnellschach (ev. Blitzen, aber ja nicht Bullet!)
- 1850 (1900) taktisch oft schon recht versiert, aber positionell oft echte Katastrophen - Spiel am falschen Flügel, Abtäusche zu den eigenen Ungunsten..... im Spiel untereinander ist das oft schon sehr unauffällig - aber wehe --> s.o. 
Massnahme: studieren strategischer Pläne - Unterscheidung der Flügel in Stossflügel, und den ruhigen - eine Stellung zusammenhalten (d.h. einen Zug finden, der einen nicht zu sehr obligiert, und warten was der Gegner tut, ohne sich umzubringen........) Training und Analyse mit 200+ ELO stärkeren - und zuhören!
tja - to be continued (aber nicht von mir - denn da bin ich selbst - und weiß es oft nicht!  )
Geändert von Angie (20.12.2006 um 23:53 Uhr)
|
 |
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Thema bewerten |
|
|
Andere Themen im Forum Schach - Eröffnung / Figurenentwicklung
|
| Thema |
Datum |
Autor |
Antworten |
Letzter Beitrag |
Komplettes Eröffnungsrepertoire für Schwarz
Komplettes Eröffnungsrepertoire für Schwarz: Wie dem Threadtitel schon entnehmen zu ist, suche...
|
12.11.2007 |
Dark Silence |
14 |
28.02.2009 10:54 |
Suche Eröffnung gegen d4
Suche Eröffnung gegen d4: Hallo, vielleicht kann mir jemand einen Tipp...
|
10.10.2007 |
Cpt. Bligh |
24 |
25.02.2009 15:30 |
Eröffnung für anfänger
Eröffnung für anfänger: Hallo,
seit einigen monaten spiele ich ab...
|
19.03.2007 |
aldous |
73 |
29.09.2008 23:54 |
Eröffnung?!
Eröffnung?!: hallo!
also ich bin recht neu und denke das die...
|
24.05.2004 |
Knubbel |
29 |
01.08.2004 00:07 |
Bibliothek zu diesem Thema gesucht
Bibliothek zu diesem Thema gesucht: Also ich meine damit, dass ich einen Text suche,...
|
21.02.2004 |
MutenRoshi |
1 |
21.02.2004 10:30 |
|