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Eröffnungen auswendig lernen!!! Beitrag # 1 ( permalink)

04.11.2006, 22:01
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: im Aufbau
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Registriert seit: 07.2006
Ort: Mertesheim (Pfalz)
Beiträge: 57
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Eröffnungen auswendig lernen!!!
Hallo!
Ich spiele seit etwa einem Jahr ernsthaft Schach ( davor war ich schon fünf Jahre im Verein! Aber mit Nachwuchsförderung war da halt garnix) und möchte mich gerne verbessern. Also habe ich mir "Amateur wird Meister" besorgt und zunächst nicht verstanden(Was ist denn ein "rückständiger" Bauer?). Im Laufe der Zeit kamen andere Bücher hinzu. (Wie zum Beispiel die zwei Anfänger-Bücher von Markus Spindler oder "Schnellkurs der Schacheröffnungen, Praxis" von Konikowski) Auch sonst habe ich viel für mein Schachspiel getan, mir Taktikaufgaben besorgt und bin auf Turniere gegangen (in diesem Jahr bis jetzt! vier Open-Turniere, davon zwei typische Wochenend-Turniere). Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich mich schachlich und DWZ-mäßig nicht verbessert hätte, aber irgendwie stehe ich doch unter dem Eindruck, dass andere Spieler, die (meiner Meinung nach) nur irgendwelche obskuren Eröffnungen auswendig lernen, die sie aber gar nicht verstehen, noch viel mehr viel schneller und einfacher erreichen, ohne einen Finger krumm zu machen. Letztens hatte ich auch einen Gegner ohne DWZ, der bis zum 10. Zug einer Partie von mir aus dem gleichen Turnier folgte (gegen 1800er!). Zwar habe ich die Partie gewonnen, aber so Dinge nervén mich einfach.
Habt ihr Erfahrungen damit? Könnt ihr solche Eröffnungslernerei empfehlen oder ist Schachverständnis doch wichtiger? Mache ich irgendetwas falsch?
Gruß Mertesheimer
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Eröffnungen auswendig lernen!!! Beitrag # 2 ( permalink)

04.11.2006, 22:36
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 71
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Wie wäre es denn mit einem gesunden Mittelweg? Natürlich geht es über Deinen eingeschlagenen Weg mit viel Praxisbezug, aber: Du must alles, was andere schon gefunden haben, selber noch mal neu durchleben. Und wenn Dein Gegner das schon kennt, hast Du eben ein Problem. Also entweder völlig neben der Theorie herspielen oder - Eröffnungstraining.
Du hast doch schon das Buch vom Jerzy Konikowsky über die Eröffnungen. Hieraus kann man doch die Grundideen ableiten - mehr als die ersten 10 Züge musst Du Dir nicht anschauen, wichtiger ist, dass Du verstehst, worum es in der Eröffnung geht (typische Stärken/Schwächen, Angriffspläne/Verteidigungsideen etc). Ist übrigens auch immer gut, hierüber mal mit einem stärkeren Spieler mal zu reden - verbale Wissensvermittlung kommt bei den meisten einfach besser rüber als Ablesen aus dem Buch. Versuch auch nach den Partien mit Deinen Gegnern und anschließend zuhause zu analysieren!
Und dann gilt Dein schon eingeschlagener Weg: Spielen, Spielen, Spielen.
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Eröffnungen auswendig lernen!!! Beitrag # 3 ( permalink)

05.11.2006, 16:01
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Forumsprofi
DWZ/Elo: ~2100
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Sachsen (Keis Chemnitz)
Beiträge: 204
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Ohne langes herumschreiben, Er hat RECHT!!!
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Eröffnungen auswendig lernen!!! Beitrag # 4 ( permalink)

14.11.2006, 14:33
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Neuling
DWZ/Elo: DWZ 1059
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Registriert seit: 11.2006
Ort: Walldorf
Beiträge: 1
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Eröffnungen?
Hallo,
also ich muss dir da sagen, ich spiele auch erst seit ca. einem Jahr Schach und ich denke du bist da ein bisschen auf dem Holzweg... In einer Eröffnung was kann da schon passieren? egal welche Eröffnung du spielst, wenn du dich ins Mittelspiel rettest kannst du selbst gegen Spieler mit knapp 1800 DWZ oder mehr gewinnen, es sei denn du spielst schon Bezirksklasse oder Landesliga oder dergleichen. Solange du keinen bauern verlierst, oder einen doppelten isolani bauern kriegst ist alles noch drin. du musst eben auch positionell spielen, vielleicht spielst du einfach zu taktisch? es geht eben nicht nur um Material. Eine sehr wichtige Sache ist auch abtauschen: wann und wann nicht? und die INITIATIVE nicht verlieren. Vielleicht hilft es dir ja schon wenn du einfach mal ein wenig defensiver spielen. Dich einfach ruhig und sicher aufbauen...
Gruß, Martin
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Eröffnungen auswendig lernen!!! Beitrag # 5 ( permalink)

14.11.2006, 15:22
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Sehr Aktiver
DWZ/Elo: im Aufbau
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Registriert seit: 07.2006
Ort: Mertesheim (Pfalz)
Beiträge: 57
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Thread
@Maddin: Mir ging es hier nicht um die Notwendigkeit, sich intensiv in Eröffnungsvarianten einzuarbeiten (welche unter 1700DWZ definitiv nicht besteht), sondern einfach um die Frage, ob das konkrete "Variantenauswendiglernen" nicht auch einem schwächeren Spieler zumindest äußerlich (DWZ, Mannschaft) zu Erfolg verhelfen kann. Was verstehst du eigentlich unter "positionellem Spiel"? So a´la Nimzowitsch mit Hemmung,Blockade und Lavieren(an der Achse)? Oder meinst du einfach das sinnvolle Aufstellen der Figuren? Was (ohne auch bloß eine Partie von mir zu kennen (unter "Eigene Partien" findet sich hier auf der Seite eine)) lässt dich vermuten, dass ich "zu taktisch spiele"? Was soll das überhaupt heißen? Wenn eine Kombination möglich ist, dann ist sie halt möglich, wenn sie es nicht ist, nicht (oder zumindest inkorrekt). Oder meinst du "zu aggressiv"? Ich habe nicht das Gefühl, dass ich oft auf Kosten meiner Stellung objéktiv zweitklassige Verwicklungen suche. Eher im Gegenteil. Im übrigen lassen sich Stellungen mit Minusbauer und "isoliertem Doppelbauer" (das soll doch dein Kauderwelschausdruck etwa bedeuten;unter Isolani versteht man den isolierten Damenbauern, der in manchen Strukturen eine große dynamische Kraft entfalten kann) öfter halten als du denkst, manche sind sogar recht gut(in der Eröffnung naturgemäß eher als im Endspiel, zum Beispiel bei Schottisch 5...Lb4, Sizilianisch 5...Lb4; also oft dann, wenn Schwarz frühzeitig das Läuferpaar aufgibt, um die Bauern zu verdoppeln.) Ich spiele übrigens schon seit mehreren Jahren im Verein und habe auch schon einen Mannschaftskampf in der Bezirksklasse bestritten, aber erst dieses Jahr ist meine Lust am Schach richtig erwacht. Wo kommt eigentlich deine DWZ-Angabe in der 6.Zeile her? Hast du selbst schon einem 17..,18..er ein Bein stellen können? Wenn ja, würde mich die Partie dazu sehr interessieren.
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Eröffnungen auswendig lernen!!! Beitrag # 6 ( permalink)

14.11.2006, 16:06
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Schach ist doch auf unserem Niveau recht einfach !
Bei der Eröffnungswahl kommt es nicht darauf an, irgendwelche Varianten zu kennen und zu spielen. Viel wichtiger ist es, dass man irgendwann merkt, mit welchen Stellungsbildern man gut klar kommt. Auf diese Stellungsbilder sollte man aus der Eröffnung heraus spielen und genau darauf sollte auch das Repertoire ausgerichtet sein. Ich selbst spiele gegen die russische Verteidigung gerne 5.Sc3 und nicht dass häufiger vorkommende 5.d4. Natürlich ist 5.d4 ein guter Zug, aber wenn mir die dadurch entstehenden Stellungen keinen Spaß machen, macht das keinen Sinn. Mit 5.Sc3 fühle ich mich pudelwohl.
Ergo:
Schaue Dir Deine gespielten Schachpartien genau an und unterscheide zwischen den Mittelspielen, in welchen Du Dich wohl gefühlt hast und in welchen Du Dich unwohl gefühlt hast. Nun speicherst Du diese Mittelspielstellungen in eine eigene Chessbase-Datenbank ab. Nenne diese Datenbank am besten "MeineWohlfuehlStellungen.cbh". Diese Stellungs-Datenbank läßt Du nun mit Chessbase9 analysieren und Chessbase9 wird Dir eine Auswahl von Eröffnungen+Varianten anbieten, mit welchen Du Deine WohlfühlStellungen erreichst. Genau diese Eröffnungen solltest Du in Dein Repertoire aufnehmen.
Wie ich bereits sagte, ist Schach auf unserem Niveau recht einfach. Eine Wertungszahl von 1800 ist absolut kein Hexenwerk und für jeden Schachspieler innerhalb von kurzer Zeit erreichbar.
Man muss es nur richtig machen und nicht Ewigkeiten im Dunkeln rumstochern.
Brechi
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