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12.06.2006, 19:17
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Einsteiger
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Registriert seit: 06.2006
Beiträge: 10
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Help wanted
Hallo ihr Schachspieler  ,
vielleicht ( und das könnte ich euch auch nicht verübeln ), habt Ihr schon genug von diesen Threads à la "Welche Eröffnung soll ich spielen ?", oder "Hilfe bei meinem Repertoire". Trotz allem hoffe ich, dass Ihr nicht gleich wegklickt, denn Ihr könnt mir sicher eine große Hilfe sein  .
Also nun zum eigentlichen Thema.
Ich habe vor rund 2 Jahren meine Liebe zum Schach entdeckt und bin daraufhin mit einem Freund in einen Schachverein eingetreten. Wir haben eine Saison mehr oder weniger mitgespielt und am Training teilgenommen und ich bin nach etwa 6 Monaten aufgrund Zeitmangels wieder ausgestiegen. Jetzt spiele ich aber noch privat im Internet ( Gameknot, Schach.de etc. ).
Habe nun allerdings ein Problem. Ich habe kein wirkliches Eröffnungsrepertoire mehr, da ich alle früheren vergessen habe ( war elends viel Theorie ) und auch keine Lust habe mir so viel neue Theorie anzueignen. Zusätzlich bin ich mir unsicher, welche Eröffnung für meinen Spieltyp richtig ist ( geht aus Gabor Kallais Buch nicht wirklich hervor ). Kurz:
Ich suche folglich ein Eröffnungsrepertoire, dass möglichst nicht so viel Theorie enthält ( als Beispiel würde für mich hier Sizilianisch oder klassisches Damengambit schonmal wegfallen ). Zusätzlich meine ich ein aktiver Spieler ( auf weiß ebenso wie auf schwarzer Seite ) zu sein. Das heißt ich mag offene Eröffnungen und ich hasse wohl nichts mehr, als nicht die Initiative im Spiel zu haben, bzw. zumindest nicht immer Angriffsmöglichkeiten offen zu haben. Genauso hasse ich es eigentlich mich einzubarrikadieren und zu warten, bis der andere angreift. Als Eröffnung für Weiß habe ich mich schon in Spanisch ( oder zumindest 1. e4 ) verliebt. Gegen Italienisch ist also auch nichts einzuwenden. Könnt ihr mir da nun Anhaltspunkte geben, oder sogar einen Vorschlag für ein Repertoire machen (da ihr zufällig ähnliche Interessen habt oder so ) ?
Nett wäre natürlich noch - sozusagen als Sahnetüpfelchen - wenn diese Eröffnungen, bzw. Antworten gut miteinander harmonieren und kompatibel sind. Das heißt, dass bei unerwarteten Veränderungen des Gegners im Stellungsaufbau auch Veränderungen vorgenommen werden können, um z.B. von spanisch auf Italienisch oder was auch immer umzuschalten. Wenn der Gegner nämlich ( was ich nunmal nicht verhindern kann ) mit sizilianisch antwortet, möchte ich ungern einfach mitspielen, da er die Theorie vermutlich enorm viel besser kennt.
Habe ich meine Frage deutlich gemacht ? Braucht Ihr noch weitere Daten, oder ähnliches ? Wäre jedenfalls nett, wenn Antworten kommen würden. Im Grunde reicht mir ja schon ein Tipp wie "also als Antwort auf d4 kann ich XYZ als aktiver Schwarzer empfehlen". Wer mehr weiß, kann jedoch auch gerne mehr schreiben  .
Gruß und Dank im Voraus,
Rise.
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12.06.2006, 19:27
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
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Eigentlich relativ einfach:
Offene Eröffnungen 
Spanisch hat sehr viel Theorie und da du das nicht magst, rate ich ab. Ich mach immer gerne Werbung für mein geliebtes Ponziani 
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.c3
Da die Eröffnung so alt ist, dass eh kaum einer die Theorie kennt, läuft das eh selten nach dieser ab. Mehr über die Eröffnung gibt es hier: http://www.gambitchess.com/ponz.htm
Als schwarzer wirst du wohl oder übel aber nicht um einiges an Theorie rumkommen, wenn du ein Repertoire mit Gegenchancen haben willst, da ich da das standard-mäßige 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 empfehle.
Falls du unübersichtliche Stellungen mit überscharfem Spiel magst, dann empfehle ich das Lettische Gambit: 1.e4 e5 2.Sf3 f5!?
Welches aber wohl als wiederlegt geht, wobei du gerade im Internet damit selten auf Widerleger treffen wirst.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Gruß
Zee4
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12.06.2006, 20:34
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Einsteiger
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Registriert seit: 06.2006
Beiträge: 10
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Ponziani, soso  .
Habe ich mich noch nie mit beschäftigt - sieht aber ganz ordentlich aus.
Habe da zwar eher so das Bedenken, dass eventuell garkeine Theorie bekannt ist und daher auch eventuelle Abweichungen des Gegners nur durch eigene Erfahrung ausgeglichen werden kann - aber immerhin. Vielen Dank für den Tip also ! Kennst Du denn Internetseiten oder Bücher, in denen etwas Theorie und der "Hauptplan", bzw. eventuelle Abweichungen erläutert sind ? Wäre sehr hilfreich. EDIT: Habe gerade gesehen, dass auf Deinem Link, Zee, auch weitere "Updates" zu finden sind. Ist denn das Buch Ponziani Power zu empfehlen ?
Wie sieht das eigentlich mit 1. d4 aus ? Was wäre denn da eine möglichst aktive Antwort für schwarz, die nicht gleich mit Theorie überhäuft ist ?
Und sehe ich das richtig, dass man bei 1. e4 folglich mit spanisch oder italienisch antworten sollte ? Gibt es denn als schwarzer keine Antwort auf 1. e4 die auch aktiv ist, aber vielleicht mit weniger Theorie als spanisch ?
Jedoch keine Zurückhaltung bitte ! Bin über jeden weiteren Tip erfreut  .
Gruß,
Rise.
Geändert von Rise (12.06.2006 um 20:37 Uhr)
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12.06.2006, 21:52
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2052 / 2053
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Registriert seit: 02.2005
Ort: Wuppertal
Beiträge: 567
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Das Buch Ponziani-Power habe ich leider nicht, aber der Plan der Zentrumseroberung mittels d2-d4 ist theoretisch gesehen ja immer direkt durchsetzbar, wenn d5 nicht kommt.
Auf der Seite werden Sf6, d5 und f5 durchgesprochen. Hin und wieder wirst du noch d6 aufs Brett kriegen. Im Endeffekt versuchen die schwarzspieler, die die Eröffnung nicht kennen, Muster aus anderen Eröffnungen zu übernehmen. Daher wirst du stets ähnliche Antworten aufs Brett kriegen. Ich hatte bislang immer nur d6,d5 und Sf6 auf dem Brett. Kann auch gerne ein paar Partien von schach.de posten.
Gegen d4 empfehle ich mein geliebtes Tschigorin 
1.d4 d5
2.c4 Sc6
Mit der Idee, e5 durchzusetzen und entgegen den weißen Plänen zu spielen. Solch ein Aufbau ist auch ohne c4 möglich, wobei c4 allerdings in den meisten Fällen kommt, bspw:
1.d4 d5
2.Sf3 Sc6
3.c4 Lg4
Und wir sind in einer der 3 Hauptvarianten
1. Variante:
1.d4 d5
2.c4 Sc6
3.d5: Dd5:
Und nun spiel weiß Sf3 oder e3 nebst Sc3. Sowohl Sf3 als auch e3 werden von schwarz mit der einzig aktiven Möglichkeit: e5! erwidert und der Sc3 wird mittels Lb4 gefesselt, wodurch harte Zentrumskämpfe entstehen können.
2. Variante:
1.d4 d5
2.c4 Sc6
3.Sf3 Lg4
Folgt:
4.e3, so ziehe ich am liebsten 4...e5, wobei 4...e6 wegen einer höheren Sicherheit im Aufbau empfohlen wird.
Folgt:
4.d5: so Lf3:
5.c6: Lc6: [5.ef3: Dd5:]
3. Variante:
1.d4 d5
2.c4 Sc6
3.Sc3 c4:
4.d5 Se5 [4...Sa5?! 5.Da4+ c6 6.b4 b5 7.Da5: Da5: 8.a5: b4 9.Se1!? d5: mit weißem Vorteil aber guten Angriffsmöglichkeiten für schwarz]
5.f4 Sd7!? [Moroszevich]
4.e4 Sb6
führt zu ausgeglichenen Stellungen, ist aber m.E die kritischste Variante für schwarz.
Zu e4:
Im Endeffekt wird man wohl nicht um ein wenig Theorie drumrumkommen, wenn man 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 spielen mag, aber das muss kein Problem sein:
Gegen Spanisch kann man eine Variante spielen, die schon früh individuell abzweigt und nicht erst im 10. Zug oder so entsteht.
Beispiele:
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Sd4 > Birds-Variante
1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 f5!? > Jaenisch-Gambit [spiele ich z.zT mit recht gutem Erfolg]
Die Hauptvarianten von Italienisch kann man einfach mit:
1.e4 e5
2.Sf3 Sc6
3.Lc4 Sf6
umgehen. Die meisten Spieler, bzw. die meisten meiner Gegner bislang, lenken hier ind das Zweispringerspiel im Nachzug ein und nach:
1.e4 e5
2.Sf3 Sc6
3.Lc4 Sf6
3.Sg5!? d5
4.d5: Sd4!
kommt man in eine unbekannte, doch solide Fritz-Variante, die nicht immer gekannt sein muss 
Ich hoffe, ich konnt wieder ein wenig helfen
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12.06.2006, 22:00
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Forumsvollprofi
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Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 225
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also ich würde dir bei weiß auch zu e4 raten, wenns wenig theorie sein soll, fällt spanisch flach, ich würde dir einfach mal die Wiener Partie ans Herz legen, die kann man recht gut mit g3 spielen und hat dann gleich wa gegen sizi (geschlossen). die stellungen sind imho nicht so positionell, sondern bieten auch aktiv einiges an potential, sind eher unbekannt und spielen sich mM recht angenehm. als schwarzer würde ich dann für holländisch leningrade tendieren, weil das doch eine gewisse ähnlichkeit entwickeln könnte und sich auch recht gut spielen lässt. auf e4 finde ichs für schwarz recht schwer eine theoriearme ausgleichsvariante zu finden, was evtl in frage käme wäre französisch rubinstein, aber da kenn ich mich nicht wirklich aus
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12.06.2006, 22:45
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Aktiver
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Registriert seit: 02.2006
Beiträge: 42
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Zitat:
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Zitat von Zee4
Plan der Zentrumseroberung mittels d2-d4 ist theoretisch gesehen ja immer direkt durchsetzbar, wenn d5 nicht kommt.
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1.e4 -Eröffnungen sind leichter zu verstehen. Als Weißer also 1.e4!
Auch bei Spanisch ist Zentrumseroberung mittels d2-d4 das Ziel. Lb5 erschwert nämlich d7-d5.
Außerdem weicht 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.Lxc6 etlicher Theorie aus.
1.d4 d5 2.c4 Sc6 ist strategisch nicht zu kompliziert.
Falls Zee4 dein Berater ist, müssen andere keine Verantwortung tragen.
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12.06.2006, 23:06
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Einsteiger
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Registriert seit: 06.2006
Beiträge: 10
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Hallo,
vorerst vielen Dank für die Antworten - vorallem Dir Zee4 für die viele Mühe, hat mir sehr geholfen  !
Also auf 1.d4 gefällt mir Tschigorin recht gut - habe jedoch mal gelesen, dass man es nur als ELO 1600+ anwenden solle (ob das stimmt oder nicht weiß ich leider nicht). Will halt nicht von einem etwas besseren Spieler dann sofort in die Pfanne gehauen werden können  . Der Vorteil scheint mir jedoch, dass Weiß nicht so enorm viel unvorhersehbares machen kann, da er durch Sc6 und Lg4 schon recht festgelegt ist. Zusätzlich scheint sie mir recht aggressiv und daher genau das richtige für meinen Spielertyp zu sein. Muss jedoch sagen, dass ich kein sonderlich guter Spieler bin (habe nicht lange genug gespielt für eine DWZ und viel Remis, aber denke nicht, dass ich herausragend gut bin). Habe außerdem teilweise Konzentrationsschwächen, was mit ein Grund war, wieso ich im Verein aufgehört habe. Wollte das nur als Begründung dafür mitgeben, weswegen ich nicht auf "komplexe, überscharfe Stellungen" aus bin. Auf 1.e4 muss ich mich wie mir scheint nun zwischen der Birds-Variante (leider nicht in Kallais Buch enthalten) und dem Jaenisch-Gambit (ebenfalls nicht enthalten) entscheiden. Nun aber mal eine Frage: Wie sieht es denn mit Antworten auf 1.e4 aus, wie z.B. der Philidor, oder Russischen Verteidigung ?
Hätte ehrlichgesagt lieber ein richtiges Gegenspiel auf 1.e4, anstelle nur um italienisch, spanisch o.ä. "herumzuspielen", bzw. "mitzuspielen". Auf Weißer Seite gefällt mir Ponziani nachwievor recht gut - muss ich jedoch erst ein paar mal spielen, um entscheiden zu können, ob mir die resultierenden Stellungen zusagen. Die Wiener Partie scheint mir recht viel Theorie zu haben (mag ein Irrtum sein, sieht bei Kallais Buch aber so aus).
Habe ich das soweit richtig zusammengefasst? Denke mal ja.
Zitat:
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Falls Zee4 dein Berater ist, müssen andere keine Verantwortung tragen.
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Hier trägt niemand die Verantwortung außer mir selbst  .
Folglich "fehlt" mir eigentlich nurnoch eine möglichst aktive Verteidigung gegen 1.e4 mit wenig Theorie  .
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12.06.2006, 23:50
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Forumsvollprofi
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Registriert seit: 12.2004
Beiträge: 225
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Zitat:
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Zitat von Rise
Hallo, Auf 1.e4 muss ich mich wie mir scheint nun zwischen der Birds-Variante (leider nicht in Kallais Buch enthalten) und dem Jaenisch-Gambit (ebenfalls nicht enthalten) entscheiden. Nun aber mal eine Frage: Wie sieht es denn mit Antworten auf 1.e4 aus, wie z.B. der Philidor, oder Russischen Verteidigung ?
Hätte ehrlichgesagt lieber ein richtiges Gegenspiel auf 1.e4, anstelle nur um italienisch, spanisch o.ä. "herumzuspielen", bzw. "mitzuspielen". philodor ist mM besser als sein ruf, würde ich birds und vor allem jaenisch auf jeden fall vorziehen, weils einfach doch ne ecke "korrekter" ist, was im prinzip bei deinem spielniveau aber nicht entscheidend sein sollte. russisch ist recht komplex und theorielastig, außerdem mM schwer wirklich aktiv zu spielen.Auf Weißer Seite gefällt mir Ponziani nachwievor recht gut - muss ich jedoch erst ein paar mal spielen, um entscheiden zu können, ob mir die resultierenden Stellungen zusagen. Die Wiener Partie scheint mir recht viel Theorie zu haben (mag ein Irrtum sein, sieht bei Kallais Buch aber so aus). also ganz ohne theorie kommt man nicht aus, musst dir aber halt überlegen, dass du ja ponzani nur gegen e5 spielen kannst, mein vorschlag wäre universell, da du gegen franz/sizi und konsorten bequem in KIA-like Stellungen leiten kannst, die der Wiener Partie doch recht ähnlich sind, also vom aufwand her würde ich das nicht so eng sehen, zumal man ja keine varianten lernen muss 
Folglich "fehlt" mir eigentlich nurnoch eine möglichst aktive Verteidigung gegen 1.e4 mit wenig Theorie  .
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die es aber nicht gibt, sonst würde die jeder spielen je aggresiver um so mehr detaillierte variantenkenntnis ist erforderlich
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13.06.2006, 00:33
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Echter Kenner
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Registriert seit: 04.2006
Beiträge: 142
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Zitat:
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Zitat von hwarangdo
die es aber nicht gibt, sonst würde die jeder spielen je aggresiver um so mehr detaillierte variantenkenntnis ist erforderlich
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Zitat:
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Zitat von Rise
Hier trägt niemand die Verantwortung außer mir selbst  .
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@Rise
Das ist die richtige Einstellung.
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13.06.2006, 00:59
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Einsteiger
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Registriert seit: 06.2006
Beiträge: 10
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Zitat:
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die es aber nicht gibt, sonst würde die jeder spielen je aggresiver um so mehr detaillierte variantenkenntnis ist erforderlich
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Wohl wahr; habe bei dem Satz "Folglich "fehlt" mir eigentlich nurnoch eine möglichst aktive Verteidigung gegen 1.e4 mit wenig Theorie." das Wörtchen "möglichst" vergessen.
Man muss also, wie du ja auch sagst, alles in Relation sehen. Ich brauche also eine Antwort auf 1.e4, die in Relation zu den anderen Antworten auf 1.e4 wenig Theorie hat und möglichst aggressiv ist. Sozusagen die Antwort, bei der das Verhältnis von Aggressivität und Simplizität in relation zu den anderen am passendsten ist. Ist vielleicht etwas kryptisch ausgedrückt, aber irgendwie kann ich solche Zusammenhänge nur so darstellen - ein altes Leiden meinerseits - ich bitte um Verzeihung  .
Falls nichtmal das möglich ist, bitte ich schlichtweg um einen Tip für die aggressivste Antwort und gebe mich damit zufrieden  .
Vielleicht gibt es ja auch irgendwo im Internet eine Aufstellung der aggressiven Antworten auf 1.e4 und seine Abweichungen ? Wenn ja wäre es nett, wenn mir das jemand posten würde.
Gruß und gute Nacht,
Rise.
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13.06.2006, 12:25
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Benutzer
DWZ/Elo: 15
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Mal ne blöde Frage; irgendwie versteh ich die Diskussion auf die Frage "Welche Eröffnung soll ich Spielen" nicht so ganz. Die Möglichkeiten einer Seite die Eröffnung zu bestimmen sind doch eher beschränkt - oder seh ich da was falsch. Ich mein die Frage "Welche Eröffnung soll ich nicht spielen" könnte ich nachvollziehen.
Zum Beispiel das Schwarz nicht Sizillianisch auf 1. e4 Anworten soll weil die Theorie recht viel ist klingt für mich einleuchten.
Aber andersrum kann ich doch nich einfach Spanisch oder Italienisch durchboxen nur weil ich das als Weiss spielen will. Wenn Schwarz zum Beispiel 1. ... c5 oder 2. ... d5 spielt wars das doch mit der Idee!?
Tropper
Geändert von Tropper (13.06.2006 um 14:08 Uhr)
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13.06.2006, 13:59
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Garry des Forums
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Das sind kleine Zusatzvarianten, die man später dazu zählen sollte, aber mal ehrlich: Was ist daran schwer, gegen 1...d5 zu spielen? Auch bei 1...c5 kann man sich ganz einfach was agressives mit wenig Theorie raussuchen:
1.e4 c5 2.f4
Ich habe ein Buch hier und habe mir einmal die Grundideen vom Big Clamp angeschaut und spiele es über Internetpartie und beim Blitzen im Verein mit über 80% weiß-Siegen.
Zu Phillidor und Russisch:
Da du scharfe Eröffnungen suchst halte ich aus eigenen Erfahrungen beide Eröffnungen für untauglich. Ich erlebe das bei mir jedenfalls immer so, dass schwarz selten einen sofortigen Gegenangriff kriegt, wie du es dir wünschst, zumal Russisch einiges an Theorie hat.
Man kann sich auch Partien über www.chessbase.de bei der Spieledatenbank anschauen. Die häufigsten Züge gelten ja für gewöhnlich als Hauptvarianten 
Ab wann Tschigorin spielbar ist kann ich leider nicht zu beurteilen, da ich mich erst mit einer DWZ von über 1600 damit auseinandergesetzt habe. Es kam mir bislang in Turnierpartien auch nur zwei Mal aufs Brett gegen eine DWZ von ca. 1633 und 1750 oder so und da habe ich mit agressivem Spiel 1,5 aus 2 Punkte geholt. Hier ist die CD-Rom von Breutigam zu empfehlen. Der gibt da wirkliche klasse Anregungen.
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13.06.2006, 14:12
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Einsteiger
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Zitat:
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Aber andersrum kann ich doch nich einfach Spanisch oder Italienisch durchboxen nur weil ich das als Weiss spielen will. Wenn Schwarz zum Beispiel 1. ... c5 oder 2. ... d4 spielt wars das doch mit der Idee!?
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Stimmt wohl, Tropper. Es gibt aber (wie Zee4 im Ansatz ja schon gezeigt hat) Möglichkeiten, das Repertoire, bzw. die Antwort, die Weiß erwartet, einzuengen. Außerdem muss man ja sagen, dass Theorie ja auch einen Sinn hat. Wenn jemand zum Beispiel die ganze Theorie für Sizilianisch auswendig kennt, dürfte er auf fasst jede Antwort von Weiß gefasst sein.
Meine Frage war daher auch nicht, welche Eröffnung ich "spielen soll". Das habe ich bewußt vermieden. Es ging mir eher um Tips für möglichst aktive, möglichst Theoriearme Antworten / Eröffnungen. Und ich sage bewußt Antworten anstelle von Eröffnung. Eine Eröffnung ist ein systematisch linear aufeinander folgender Zugablauf. Eine Antwort ist vorerst nur ein Zug, eine Idee, ein Konzept. Die Frage der "Eröffnung" stellt sich daher eigentlich nur auf Weißer Seite. Hierfür gab mir Zee4 ja auch schon den Tip mit Ponziani (hier lenkt Weiß mit c3 schon sehr früh in eine andere Richtung als die von Spanisch, Italienisch & Co. ). Auf 1.d4 fahre ich in meinen aktuellen Internetspielen mit Tschigorin auch recht gut (auch hier zwingt man Weiß durch den Zug Sc6 sehr früh in die Richtung, die man selbst haben möchte). Mein Problem ist daher "nur" die Antwort auf 1.e4. Da ich mittlerweile mitbekommen habe, dass man hier um Theorie nicht herumkommt, habe ich auch kein großes Problem mir etwas Theorie anzueignen. Bei Weiß und der Antwort auf 1.d4 habe ich ja schon recht viel Theorie vermieden und bin darüber auch sehr glücklich. Dann werde ich die Theorie für 1.e4 halt lernen.
Die Frage ist nur, ob ich auf 1.e4 "mitspielen" (folglich Spanisch, Italienisch, wasauchimmer), mit einer Verteidigung (Philidor und Russische Verteidigung) antworten, oder wie Zee4 schrieb "drumherum spielen" soll.
Ich meine auf 1.e4 gibt es ja insgesamt nicht so viele Möglichkeiten. Ich wäre ja bereit mir jede Möglichkeit einzupauken (zumindest auf so einem Niveau, dass ich nicht durch flapsige Fehler in die Pfanne gehauen werden kann).
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13.06.2006, 14:25
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Einsteiger
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Zitat:
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Ich habe ein Buch hier und habe mir einmal die Grundideen vom Big Clamp angeschaut und spiele es über Internetpartie und beim Blitzen im Verein mit über 80% weiß-Siegen.
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Habe das Buch schon hier in Frankfurt in einem großen Buchhandel gesehen. Ist dieses Anti-Sizilianisch System Buch denn zu empfehlen ? Denn etwas gegen Sizilianisch zu haben wäre natürlich schon recht nett ... zumal so viele Sizilianisch spielen. Und noch eine weitere Frage Zee4: Kennst du folgendes Buch: http://www.rochadekuppenheim.de/test/tschigorin.htm ? Ist das zu empfehlen ? Sieht eigentlich recht gut aus. Wobei die von dir empfohlene CD-ROM wohl noch angenehmer ist, da man dort die Züge gleich nachvollziehen kann. Dann bräuchte ich nurnoch eine Abhandlung für Ponziani dann wär ich schon recht glücklich. Was ich mache, wenn der andere Spanisch oder Italienisch spielt weiß ich dann zwar immernoch noch nicht, aber das kommt vielleicht mit der Zeit.
Was haltet ihr eigentlich von CD-ROMs wie dem Eröffnungstrainer von Fritz ? Dem Grunde nach ist es mir ja viel lieber, die Zugabfolgen, die es gibt, gleich auf dem Schirm nachvollziehen zu können und eventuell sogar noch begleitet mit Sprache. So ein Gesamtkompendium der Eröffnungen à la Kallai als CD-ROM hätte natürlich was  .
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13.06.2006, 14:25
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Benutzer
DWZ/Elo: 15
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Zitat:
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Zitat von Rise
Die Frage der "Eröffnung" stellt sich daher eigentlich nur auf Weißer Seite.
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Wobei GM Roman Dzindzichashvili in einem von seinen Videos mal gesagt hat das er meint das die Wahl der Eröffnung eigentlich bei Schwarz liegt und es somit für Schwarz viel einfacher ist ein Eröffnungsrepertoire aufbauen als für Weiss.
Klingt erstmal was komisch, macht aber durchaus Sinn - aber alles in allen denk ich hat keiner so richtig die Wahl.
Aber Du hast ja in deinem Posting erläutert worums Dir geht, von da aus können wir diesen kleinen Diskussionausflug auch schon wieder beenden. ;-)
Tropper
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