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Schach - Eröffnung / Figurenentwicklung

Fragen zum Partiebeginn



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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #1 (permalink)  
Alt 10.08.2005, 16:53
Scipio
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
auf mich angepasstes Repertoire

Hallo,

ich habe vor mir ein komplett neues Repertoire zusammenzubasteln.

Momentan spiele ich mit weiß Bird/Holländisch, mit schwarz einen HOlländer ( Leningrader, falls alles normal läuft) und Aljechin ( Kengis : 4. Sf3 dxe5 aufs Hauptsystem).

Von d4-Sachen habe ich leider keine Ahnung und kann nichtmal die Einleitungszüge der jeweiligen Eröffnungen.
Von e4 habe ich schon eher ein klein bisschen Ahnung, aber eigentlich auch nicht.

Okay, Anforderungen an der Repertoire :

Es sollte nicht zu umfangreich sein, im Gegenzug dafür würde ich mir fast alle Stellungstypen antun.
Es muss als weißer in jedem Fall! Vorteil erbringen und mal mindestens 53Prozent in der Datenbank haben...
Es soll komplett auf Hauptvarianten aufbasieren, kein Fuschzeug.
Gambits etc. wären sehr schön, aber ich nehme an, so etwas gibt es nicht so oft in den Hauptvarianten und mit meinen Ansprüchen in Sachen Erfolgsquote.
Ich will nicht auf Englischsprachige Literatur angewiesen sein.
Es soll einigermaßen gut zueinander passen.
Es soll mehrere gute GM´s ( 2600+) geben, die die Eröffnung regelmäßig spielen.
Hohe Remisquote etc. würde mich auch nicht abschrecken, da ich gegen Schwächere immernoch meine Fuscheröffnungen spielen kann.

Als schwarzer habe ich schon gefunden, dass ich weiterhin den Leningrader spielen werde und zusätzlich abgelehntes Damengambit.
Weiterhin will ich entweder 1.e4 mit 1...e5 entgegen oder mit c5 oder mit e6.
Auf 1.e4 e5 2. Sf3 will ich entweder Sc6 oder Sf6 entgegnen.
Von Sizilianern habe ich nicht die geringste Ahnung, nie mit weiß offen gespielt, nie mit schwarz gespielt, absolut neues Terrain.
Den Franzosen würde ich ggf. mit 1.e4 e6 2. d4 d5 3. Sc3/Sd2 dxe spielen...

Als Weißer überlege ich an 1. e4 oder 1. c4, jedoch weiß ich nicht, ob letzteres so praktisch ist, wenn man nie mit dem Damenbauern seine Spiele begonnen hat.
Beim Sizilianer störrt mich irgendwie, dass es nichts mit gescheitem Score gibt außer den offenen Sizilianer.
Ich habe keine Ahnung, wo ich da anfangen sollte, diesen zu lernen.
Hier wäre ein deutsches Repertoire-buch nicht unangebracht.

Anmerkung :
Ich legte meinen Schwerpunkt im Training eigentlich immer auf diverse Mittelspielstrukturen, weshalb ich mit den meisten Stellungstypen recht gut klarkomme.
Bin ein ziemlicher Egoist auf dem Schachbrett, merke nicht, wenn ich schlecht stehe, in kombinatorischer Taktik bin ich glaube ich überdurchschnittlich gut.
Charakterisieren kann ich mich jedoch eher weniger.
Mein (Schach-)Gedächtnis ist leider auch nicht das wahre, ich kann meine Partien, direkt nachdem ich sie gespielt habe, meistens nicht ohne Partieformular rekonstruieren.
Ich habe keine Ahnung von Eröffnungen ( ging bis jetzt aber recht gut ohne Eröffnungslernen), im Mittelspiel bin ich eher fit und im Endspiel glaube ich verhältnismäßig immernoch ein wenig schlechter als gleichstarke.
Mit nem Zentrum kann ich irgendwie net so recht viel anfangen, spiele lieber Angriffspartien.
kann mich aber auch irren ^^
Jedenfalls hab ich noch einiges vor in Sachen schach und stolpere zu oft der Eröffnung wegen, was mir jetzt mal Anreiz gibt, was für zu tun.
In meinem letzten Turnier stand ich in 4 von 7 Partien nach der Eröffnung pleite gegen nen schnitt von 18xx, was mir sehr zu denken gab.

okay, würde dann gerne mal zusammenhängende Vorschlage hören ( also nicht das und das ist gut, sondern es geht um die Verbindungen...).

danke!
Ulf

Geändert von Scipio (10.08.2005 um 17:17 Uhr)
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #2 (permalink)  
Alt 12.08.2005, 13:33
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Hallo,

also grosse Tips dazu hab ich nicht, aber dieses Problem beschäftig mich auch gerade.

Wenn Du bei deinen ganzen Anforderungen bleibts kommen von der Auswahl eigentlich nicht viele Eröffnungen in Betracht. Z.B. bei 1.e4: Spanisch, Russisch, Siz. mit d4 u. CK.
Nur immer mit Hauptvarianten ist das wirklich ein Wahnsinniger Aufwand, allein die Bücher von Nunn bzw. Experst geg. Sizilianisch umfassen ja schon ein paar hundert Seiten.

Du könntest ja vergleichen welche Weißeröffnungen/Varianten GMs spielen
die Aljechin u. Höllandisch im Repetoire haben.

Wenn du dir die Eröffnungen nach Stellungstypen angucks, wie machst du das dann bzw. wie suchst du die Partiene raus.
Denn dann wären ja eher Partien interessant in denen beide Seiten relativ fehlerfrei spielen bzw. versuchen ihre Pläne durch zuführen.
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #3 (permalink)  
Alt 12.08.2005, 18:33
Gorillababy
FM des Forums
 
Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
Hi,

das Problem an dieser Stelle scheint weniger die Beschränkung auf Hauptvarianten sondern eher der Ausschluss englischsprachiger Literatur. Ich habe kein einziges deutschesprachiges Eröffnungsbuch. In anderes Bereichen lässt sich da doch viel finden, aber bei Eröffnungsliteratur stößt man nur auf Exoten wie "Der Linksspringer".
Die Aussage die Partie solle eher im Mittelspiel entschieden werden lässt einen natürlich auf ein e4-Repertoire kommen. Das Problem hier wiederum ist neben der Literatur das Vorhandensein von extrem Theorieintensiven Eröffnugnen wie Sizilianisch und Spanisch. Daher würde ich dir eher zu einem d4-Repertoire raten. Du kannst allgemein gesehen eher Theorieintensive Eröffnungen etwas leichter umgehen. Das schlimmste Beispiel in dieser Hinsicht wäre momentan das Anti-Moskauer Gambit und die Botwinnik Variante. Statt dieser beiden böte sich der Meraner an um desssen theoretischen Zustand ich momentan leider nicht bescheid weiß, allerdings waren im letzten CB Magazin doch einige Partien >2600 vorhanden. Ein anderes Theoriemonster wäre die Grünfeldverteidigung. Da hätte ich leider keinen guten Ausweg, aber Momentan scheint sich in diesem Bereich nicht so viel zu bewegen wie noch vor einigen Jahren.
Naja als noch weniger Theorieintensiv wäre das Englische zu haben, wo ich allerdings unsicher bin ob gegen Igel und/oder klassisches Englisch theoretischer Vorteil zu halten ist.
Naja wie gesagt bleibt soetwas erstmal alles nur Vorstellung solange das Quellenproblem nicht gelöst ist
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #4 (permalink)  
Alt 13.08.2005, 03:42
Scipio
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
joar, ich habe schwarzeröffnungen zu Auswahl gestellt, aber ich weiß nicht, welche zusammen passen....

Vom Aljechin will ich ja unter anderem wegkommen, daher sind die Vergleiche nicht so toll...
und Holländisch...ich weiß nicht so recht, aber irgendwie scheint mir die Eröffnung etwas für sich zu sein, das man nicht mit anderen vergleichen kann ( wahrscheinlich fasziniert sich mich daher so sehr).

Wie ich partien raussuche?
Naja, stellung eingeben, in der megabase suchen ab nem gewissen Niveau...
Baum Erstellen oder Partien so angucken, oder in der Eröffnungsenzoklopädie gucken...
Jedoch mach ich das eher wirr ohne direktes System ^^

Womit könnte ich mich denn um den offenen Sizilianer drücken?

Spanisch ist weniger so das Problem, die Stellung mag ich und hab einen kleinen Videokurs von Andrew Martin dazu...
Das Problem scheint mir eher Sizilianisch zu sein.

Der Ausschluss englischsprachiger Literatur ...
Ich dachte mir, wenn ich mich auf Hauptvarianten beschränke und Eröffnungen, die vollkommen anerkannt sind, dann sollte es keine Literaturprobleme geben, kenne mich da aber nicht so aus.
Hab in meinem Leben 2 Eröffnungsbücher durchgegangen.

Theoriemonster will ich nicht ausschließen, es soll jedoch etwas sein, was man dauerhaft ein Leben lang spielen kann!
Also komplizierte Sizilianischvarianten, die weniger direkt mit Mustererkennung zu tun haben, würden mich zwar ein wenig reizen, werde ich jedoch ausschließen.

Ich verstehe nicht so ganz, für was es keine deutsche Literatur gibt...
Sizilianisch, Spanisch, Französisch scheinen auf den ersten Blick gut vertreten.
Ein Repertoirebuch würde ich notfalls auch auf Englisch lesen ( jedoch kein 6. Teiler allá Chalifman).

Das Englische wäre weniger Theorieintensiv?...mh...
1.c4 sieht auch auf den ersten Blick so aus, als würde man in den ersten Partien auch nicht gleich auf den Mund fallen

Gibts da nicht das Problem, dass man öfters d4 nachträglich spielen muss?

Wie sieht es denn mit einzelkombinationen aus...

passt sizilianisch/e5/französisch zum Holländer/Damengambit?
welche eröffnung passt zu e4?
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #5 (permalink)  
Alt 13.08.2005, 10:14
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Morgen,

gucke dir mal geg. Sizilianisch die Varianten mit 3.Lb5 an, dazu gibt es 2 sehr gute Videos von Chandler:
1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 Volume 1
1.e4 c5 2.Sf3 d6 3.Lb5+ Volume 2

Das Video von Martin ist zwar nicht schlecht, kommt aber in Punkto Erläuterungen und systhematischer Darstellung der Varianten nicht an Chandlers heran.
Es gibt einige starke GMs wie Rublewsky die das fast ausschliesslich spielen, dann wirds noch von vielen als Ausweichvariante angewandt.

Anscheinend ist das die einzige Alternative zum offenen Sizilianer, wenn ich jetzt mal deine Maßstäbe nehme.

Chandler Videos haben als Hauptvarianten:
2...Sc6 3.Lb5 e6 4.Lxc6
2...Sc6 3.Lb5 g6 4.Lxc6
2...d6 3.Lb5+ Sc6 4.d4
2...d6 3.Lb5+ Rest Maroczy

Diese Varianten finde ich eigentlich auch für schlechtere Vereinsspieler brauchbar.
Aber es gibt auch immer andere starke Variante, als z.B. das Lxc6 schlagen wie c3 u. d4 oder Gambitvarianten.

Auf 1.e4 c5 2.Sf3 e6 gibt es von Stefan Kindermann einige interessante Partieanalysen - Eine Waffe gegen Sizilianisch mit 2. ... e6 — das giftige 3. b3!?
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #6 (permalink)  
Alt 13.08.2005, 11:27
MobyDick
Sehr Aktiver
DWZ/Elo: ~1800
 
Registriert seit: 07.2005
Ort: Steiermark, Österreich
Beiträge: 59
Hi,

Schwarzrepertoireempfehlungen:
auf 1.e4

Sizilianisch:
sollte eigentlich die optimale Wahl für Angriffsspieler sein, ist jedoch sehr theroielastig...

Französisch und Caro-Kann würde ich dir nicht empfehlen; beide eher defensiv, dafür sehr solide aber für Angriffsspieler nicht so gut geeignet.

Ich selbst spiele Aljechin und 1...e5, entstehen fast immer Stellungen in denen Schwarz sicher nicht schlechter steht und beim kleinsten Fehler zuschlagen kann. (Bei Aljechin muss man allerdings etwas mehr aufpassen ) Die e4e5 Partien entwickeln sich immer nach dem selben Muster, daher ist die scheinbare Variantenvielzahl imho eher nebensächlich.

Eventuell ist skandinavisch noch zu empfehlen, es giebt hierzu einige schöne Partien u.a. von Kasparow vs. Anand wo Schwarz leicht ausgleicht und bessere Stellung erhält.

auf 1.d4 spiele ich Grünfeldindisch oder Königsindisch, kommt auf den Springerzug an (Sf3 oder Sc3 zuerst), kann ich dir beides nur aufs wärmste empfehlen, kommen immer schön verwickelte Stellungen raus.

Als weißer solltest du über den Torre-Angriff nachdenken, solider Aufbau mit guten Angriffschancen und sehr wenig Theorie ?!!!

Zu deinem Sizilianisch-Problem: Ich habs lang mit dem Grand-Prix Angriff versucht und auch sehr schöne Partien damit erhalten, aber hab dann auf die offenen Systeme mit 6.f3 umgestellt, da der Bauer f3 stütze für die Mitte und den bald folgenden Angriff mit g4, h4 ist, ergeben sich meist sehr schöne Angriffspartien

So long,
Moby
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #7 (permalink)  
Alt 13.08.2005, 17:16
Dimitrij
Aktiver
 
Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 38
Ja Sizilianisch ist schon ne Menge Arbeit. Aber es lohnt sich. Ich habe letztens angefangen mich mit einem speziellen system von schwarz gegen den offenen sizilianer zu beschäftigen. Das system heißt Basman-Sale-Variante 1.e4 c5 2.Sf3 e6 3.d4 c:d4 4.S:d4 Lc5. Es scheint sehr interessant, und es gibt dazu ein gutes Buch Link. Vielleicht ist das ja was. Es gibt dazu eine Leseprobe.
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #8 (permalink)  
Alt 13.08.2005, 19:22
Gorillababy
FM des Forums
 
Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
Hi,

wenn man um Vorteil spielen will kann man sich doch recht selten um den offenen Sizi drücken. Sweshnikow könntest du noch durch Rossolimo verhindern und dabei versuchen auf Vorteil zu spielen, aber gegen 2. ... d6 bliebe dir nichts anderes als 3. d4.
Beim Englischen kannst du oft aussuchen ob du lieber ein Hybirdreperoire oder ein Anti-Repertoire haben möchtest. Beim ersteren würdest du öfters Vorteilhaft auch d4 spielen, beim letzteren Verteidigungen, die gegen d4 konzipiert sind konsequent vermeiden. Als Repertoire Buch könnte man wohl The Dynamic English empfehlen.
Wenn du etwas klassischeres spielen möchtest, dann könnte ich dir doch ein 1. d4 Repertoire empfehlen. Auch wenn du Angriffsspieler bist denke ich ist 1. e4 ein Problem, wenn du dich nicht mit dem offenen Sizilianer auseinander setzen möchtest. Der bereits erwähnte Torre-Angriff wäre wohl eher nur als Überraschungswaffe tauglich, da man einen objektiven Vorteil wohl nur schwer nachweisen können wird.
Wie wäre es mit folgenden Ideen:
- Angenommenes Damengambit mit 7. Lb3
- Auf orthodox mit 3. ... Sf6 gleich Abtauschvariante mit 0-0-0
- Nach 3. ... Le7 in Richtung Lf4 Variante
- Slawisch mit 3. Sc3 4. e3 Zugfolge und Halbslawisch Shabalov Angriff danach
- Königsindisch Bayonettangriff
- Grünfeld moderne Abtauschvariante mit 8.Tb1
- Damenindisch Petrosiansytem oder alternativ Klassisches Nimzoindisch

Das wärs eigentlich schon. Es ist nicht wenig was man lernen müsste, aber schaffbar denke ich.

Als Schwarz würde ich für 1. e4 e5 plädieren. Das würde schön mit dem eher klassisch orientierten Reperoire zusammenpassen. Du könntest als Hauptverteidigung den Marshallangriff nehmen.
Von soetwas wie der Basman-Sale Variante halte ich weniger. Es mag sein, dass man Theorie aus dem Weg geht, aber der Gehalt scheint doch geringer, wenngleich ich erwähnen musss, das unser Wischi mit soeinem Repertoire doch scheinbar gut zurecht kommt.
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #9 (permalink)  
Alt 14.08.2005, 22:08
Scipio
Garry des Forums
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Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
@Geda

Lb5 gegen Sizilianisch ist leider nicht ganz so korrekt...
Soll zwar aus irgendwelchen Gründen noch Vorteil geben, dennoch ist der weiße Score erbärmlich.

@Moby Dick
Ich spiele ebenfalls Aljechin und kann eigentlich überhaupt nicht behaupten, dass man Ausgleich bekommt oder beim kleinstem Fehler zurückschlagen kann.
Gerade im Aljechin Hauptsystem, welches dafür wohl sehr solide ist, kann sich weiß etliche Fehler erlauben...
natürlich hätte ich mir die Eröffnung nicht angeschaut, wenn ich sie so miserabel finden würde

Skandinavisch wäre leider die Eröffnung, die ich am meisten ausschließe.
Es fehlt die Möglichkeit auf Vorteil spielen zu können und wieder so was, wo sich der weiße in der Eröffnung wie ein Depp verhalten kann und trotzdem ungestraft davon kommt

Der Grand Prix Angriff ist leider auch inkorrekt (siehe Score,
ergibt ausgleich ) und weniger so das Schach, aus dem man viel lernt.

@Gorillababy

Was ist denn Rosolimo?

Ein Hybridrepertoire ist ein Aufbau, den man gegen alles spielen kann oder wie?

Ohje, auf deine Vorschläge kann ich leider auch nur bedingt eingehen, mir fehlen da so ein wenig das Wissen zu den Namen/Ausdrücken :

Angenommenes Damengambit mit Lb3?
okay, also irgendwann auf c4 schlagen und den Läufer nach b3 stellen?
ohje, ich hab leider wirklich keine Ahnung ^^

orthodox..mh..= abgelehntes Damengambit mit e6,Sf6,Lb4?
okay, falls das so ist, lange Rochade hab ich da auch schon ein paar mal gesehen, aber konkret wüsst ich da jetzt auch nix

Le7 in Richtung Lf4, k, DAmengambit mit Lf4...

Shabalov Angriff? was ist das?

BayonettenAngriff?

Damenindisch Petrosiansytem?

--------------------------------------------------------------------
okay, danke für eure Vorschläge...
ich hab da jetzt ein wenig drüber nachgedacht und glaube, ich muss das ein wenig anders angehen....
Ich brauche einen Spieler, der mir ganz gut zusagt, wenige Eröffnungen spielt und viele Partien in der Datenbank hat...
Wäre natürlich gut, wenn das ein möglichst guter Spieler ist, damit man auch mal was kommentiertes von ihm findet...
Diesen Spieler würd ich dann einfach komplett immitieren...

Wen könnt ihr mir da empfehlen, den ihr mit Gorilla´s Repertoirevorschlägen zum Beispiel in Verbindung bringen könnt?

Natürlich kann ich da niemanden gebrauchen, der 3 mal sein Fuschergambit gespielt hat, sondern nur Leute, die regelmäßig etwas spielen und das auch gegen vorbereitete Gegner.

thx
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #10 (permalink)  
Alt 15.08.2005, 07:00
Cpt. Bligh
Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
 
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Ort: Münster
Beiträge: 2.415
Rossolimo-variante ===== 3. Lb5 im Sizilianer , alles klar ?

Als Spieler kann man natürlich, auch wenn man drüber lachen kann, Fischer empfehlen. Sein Repertoire war sehr eng und korrekt, außerdem hat er ja die spanische Abtauschvariante gespielt, super.
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #11 (permalink)  
Alt 15.08.2005, 11:02
Gorillababy
FM des Forums
 
Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
Hi Scipio. Tut mir leid wegen den vielen unbekannten Ausdrücken. Ich schreib dir wenn ich in ein paar Tagen wieder da bin was ich meine und geb dir Varianten, Quellen und Einschätzungen dazu. Bis dahin schöne Tage. Muss jetzt langsam mal losfahren.
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #12 (permalink)  
Alt 15.08.2005, 17:47
Scipio
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
Fischer ein gutes Eröffnungsrepertoire? ^^
sry, nein
Sein Aljechin zum Beispiel war grauenvoll ...

Das war zum Beispiel einer der wesentlichen Fakten, warum er von Karpow dick drufbekommen hätte ( natürlich nicht belegbar ^^)...

K, Rossolimo sieht gut aus gegen 2. ... Sc6
Hat nen guten Score und bietet glaube ich das einfacherere Spiel, schwer da in Nachteil zu kommen auf den ersten Blick.
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #13 (permalink)  
Alt 15.08.2005, 20:27
cream
Erfahrener Benutzer
DWZ/Elo: 2079/2183
 
Registriert seit: 03.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 83
Hallo Scipio,

da scheint ja eine Menge Arbeit auf Dich zuzukommen :-)
Bevor Du losm*****ierst, erstmal eine Analyse Deiner Anforderungen:

>Es sollte nicht zu umfangreich sein und
>Es soll komplett auf Hauptvarianten aufbasieren.
Ein Widerspruch, meinst Du nicht ? Weiter:

>würde ich mir fast alle Stellungstypen antun. und
>in kombinatorischer Taktik bin ich glaube ich überdurchschnittlich gut.
Na dann spiel doch Deine Stellungen. Taktische Eröffnungen sind meistens überdurchschnittlich theorielastig.

>Es muss als weißer in jedem Fall! Vorteil erbringen und mal mindestens 53Prozent in der Datenbank haben...
Daran sollte man sich nicht allzusehr festklammern, es ist viel wichtiger,
Stellung zu bekommen, in denen man sich wohl fühlt und die auch objektiv korrekt sind. Da verwundert es mich nicht, daß du gerade an Deinem Leningrader festhalten willst´, denn gerade in dieser Eröffnung sisth die schwarze Stellung ziemlich bizarr aus.

>Ich will nicht auf Englischsprachige Literatur angewiesen sein.
Auch davon würde ich mich an Deiner Stelle lösen. Ich kann es ja verstehen, daß man nicht Mittelspielbücher (die Du ja wohl meistens gelsen hast) auf Englisch lesen will, aber bei Eröffnungsbüchern steht die variantenlastige Arbeit im Vordergrund und es gibt weniger Texte. Und versteht so simple Floskeln wie "and White stand slightly better" oder etwa "and Black has strong counterplay" nicht?
Du hast bestimmt schon vom englischen Schachbuchverlag "Gambit" gehört, der hervorragende Bücher (zum Großteil Eröffnungen) herausbringt. Als "heavy user" der fantastischen Hamburger Stadtbücherei habe ich ca 15-20 Gambit-Titel mindestens mal quergelesen und ich denke die Bücher sind zu 90% gut bis sehr gut. Will heißen, Dir entgeht sehr viel, wenn Du von Anfang an darauf verzichtest.

Nun aber los:
Als Taktiker sollte Dein Hauptaugenmerk mit Weiß natürlich auf 1.e4 ! liegen.
Das von Gorillababy vorgeschlagene Repertoire ist zweifellos gfanz annehmbar, es paßt aber zu einem taktisch orientierten Spieler so gar nicht.
Orthodoxes Damengambit und Klassisches Nimzoindsch sind so ziemlich das positionellste, was es im Schach gibt. Für mich als Taktiker wären diese Eröffnung ein absolutes Greuel als Weißer.

Mit Schwarz:
Gegen 1.e4: Sizilianisch !
Ich schlage hier Sweschnikov oder Najdorf vor (spiele ich selber). Beide sind hochgradig korrekt, werden von der Weltspitze angewandt und bieten reichlich Gewinnchancen als Schwarzer.
Literatur: - The complete Sveshnikov sicilian (Yakovich, 2002, Gambit)
- Najdorf: Modern Lines (Nunn/Gallagher,1998,Batsford)
- The complete Najdorf: 6.Bg5 (Nunn,1996,Batsford)

Gegen 1.d4:: Leningrader natürlich, warum solltest Du wechseln ?
Ansonsten Grünfeld, das ist eine ähnlich dynamische Eröffnung wie Sweschnikov und Najdorf, s.o.
Literatur: - Leningrader System (Kindermann,2002,ChessGate)
- Starting out: The Grünfeld (Aagaard,?)

Wenn Du mit Weiß den Sizilianer vorgesetzt bekommst, spielst Du natürlich offen. Damit man die Arbeit nun ein weniog eingrenzen kann holt man sich:
- Experts vs. the Sicilian (Aagard (Hrsg.), 2004, Quality Chess)
Hier bekommt man für (nahezu) jede Siz-Variante ein Weiß-Abspiel mundgerecht serviert (ähnlich Nunns "Beating the Sic 3").

Welche Vor- und Nachteile bieten meine Empfehlungen nun:
Nachteile:
- Sag für die nächsten paar Monate alle Partys ab! Du weißt was zu tun ist :-)
- Hol den großen Langenscheidt nochmal aus dem Bücherschrank ! ;-)
- Spiele noch mal ein paar Runden Memory, um Dein Gedächtnis aufzupolieren.

Dem stehen viele Vorteile gegenüber:
- Dein Eröffnungsrepertoire paßt zu Deinem taktischen Stil !
- Es ist dynamisch, aktiv und erfolgversprechend. Alles sind halboffene Eröffnungen.
- Die Eröffnungen kann man auch in 20 Jahren noch spielen.
- Du wirst nie wieder eine Eröffnung komplett aus dem Repertoire werfrn müssen.
Am wichtigsten aber ist:
- Du spielst Eröffnungen, in denen man sehr viel über das Schach lernt.

Hoffe, Dir geholfen zu haben.
MfG cream
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #14 (permalink)  
Alt 18.08.2005, 14:53
Gorillababy
FM des Forums
 
Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
Hi,

cream hat wohl recht, wenn er sagt, dass 1. e4 besser für einen Taktiker geeignet ist, aber ich wollte deine ganzen Bedingungen wenigstens nicht gleich zu 100% verwursten. Übrigens empfehle ich ihm keineswegs das Othodoxe Damengambit zu spielen, sondern Lf4- und Abtauschvariante.

1. d4 d5 (1... Nf6 2. c4 e6 (2... g6 3. Nc3
Bg7 (3... d5 4. cxd5 Nxd5 5. e4 Nxc3 6. bxc3 Bg7 7. Nf3 c5 8. Rb1 {
Grünfeldindisch mit 8. Tb1}) 4. e4 d6 5. Nf3 O-O 6. Be2 e5 7. O-O Nc6 8. d5 Ne7
9. b4 {KI - Bayonett Angriff}) 3. Nc3 Bb4 4. Qc2 {Klassisches Nimzoindisch} (4.
Nf3 {oder alternativ Kasparov Variante.})) 2. c4 e6 (2... dxc4 3. Nf3 Nf6 4. e3
e6 5. Bxc4 c5 6. O-O a6 7. Bb3 {Angenommes DG mit 7. Lb3}) (2... c6 3. Nc3 Nf6
4. e3 e6 5. Nf3 Nbd7 6. Qc2 (6. Bd3 {Alternativ Meraner}) 6... Bd6 7. g4 {
Anti-Meraner Shabalov Angriff}) 3. Nc3 Be7 (3... Nf6 4. cxd5 exd5 5. Bg5 {
Abtauschvariante mit späterem 0-0-0}) 4. Nf3 Nf6 5. Bf4 {DG Lf4 Variante} *

Das ist aus Fritz rauskopiert nachdem ich die Varianten alle benannt habe. Ich habe übrigens das Damenindische rausgenommen, da das Zugumstellungsprobleme geben würde und statt dessen die Wahl zwischen Nimzoindisch klassisch oder Kasparov Variante gelassen.
Es liegt an dir was du lieber möchtest. Der Vorschlag von Cream ist natürlich Spitze, aber das braucht wirklich viel Zeit.
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  auf mich angepasstes Repertoire Beitrag #15 (permalink)  
Alt 18.08.2005, 21:14
MobyDick
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Nun, Cream hat im großen und ganzen recht, aber

Najdorf und Grünfeld sind zwei der grötßen Theroiemonster überhaupt...

Außerdem wird Grünfeldindisch oft sher posizionell entschieden (Unterminierung des Zentrums), deshalb würde ich dir Königsindisch empfehlen. Gibts ne wunderbare Einführungs-DVD (auch von Andrew Martin)
wo er ein paar wunderschöne Angriffe zeigt.

Als Angriffsspieler wirst du aber nicht um den offenen Sizilianer herumkommen,
Als weißer würde ich den Englischen Angriff spielen (zu empfehlendes Buch dazu *klicksi*)
Als Schwarzer evtl Paulsen, Scheveninger, sicher nicht so theroielastig wie
Najdorf mit fast so guten chancen

so long
Moby
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