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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 1 ( permalink)

27.07.2005, 06:57
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Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
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Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken
Morgen,
ich hab diese Thema angefangen weil in einer anderen Post wieder mal darüber diskutiert wurde.
Wie weit sollte ein Spieler mit z.B. DWZ 1200, 1400, 1600 etc. Eurer Meinung nach seine Eröffnungswahl vorbereiten.
Meiner Ansicht nach sollte sich Jeder etwas mit Eröffnungen befassen, ich schreib mal noch später was dazu muss jetzt auf Arbeit  .
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 2 ( permalink)

27.07.2005, 10:32
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Unter 1600 gar nicht würde ich sagen. Ich tu es auch nur minimal, darauf kommt es auch wirklich nicht an. Ich überlege mir oft am Brett noch meinen ersten schwarzen Zug.
Meiner Meinung nach sollte man sich erstjenseits der 1600 wirklich mit Eröffnungen befassen, aber auch dann nur mit den groben Plänen.
Für Eröffnungslehre hat man immer noch Zeit.
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 3 ( permalink)

27.07.2005, 11:04
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CM des Forums
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Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 355
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da ich zu den spielern unter 1600 gehöre kann ich mal was aus eigener erfahrung dazu sagen.
überhaupt keine eröffnungen zu lernen halte ich ehrlich gesagt für ziemlich leichtsinnig.
wenigstens königsind. angriff sollte man sich mal anschuane, wnen man shcon nciht lernen will,.wenn mir mein gegner franz oder sizi auftischt haut es mich zwar nicht in den ersten paar zügen weg( aber lauter kleine fehler passieren), aber wenn der gegner etwas stärker ist und man schon mit der schlechteren stellung ins mittelspiel geht, wird ein sieg echt schwer.
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 4 ( permalink)

27.07.2005, 12:34
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Forumsprofi
DWZ/Elo: 1733
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Registriert seit: 09.2004
Ort: Ostwestfalen
Beiträge: 208
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Hallo Cpt. Bligh,
schwerer Einspruch.
Wen du bei deiner Einstellung bleibst, garantiere ich dir, das du die 1700 nie erreichen wirst.
Gerade in unserem Bereich und vor allem gegen stärkere Gegner wird eine Partie meistens schon in den ersten 10 - 12 Zügen entschieden, jedenfalls positionell.
Von meinen 9 Partien in der letzten Saison (Verbandsklasse, Gegner 1500-1750) habe ich nur eine verloren, weil ich da auch nur einen groben Plan hatte und nach 12 Zügen mir eine positionelle Schwäche eingefangen habe, woran ich nach 35 Zügen dann eingegangen bin.
Bei alle anderen Partien hatte ich nach 12 Zügen Gleichstand bzw. schon den Grundstock für den Sieg gelegt.
Und das eben, weil ich immer wieder mein Eröffnungsrepertoire durchgehe und versuche, es noch besser zu verstehen.
Viele Grüße
Wilf
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 5 ( permalink)

27.07.2005, 12:41
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Naja, man muss ja nicht positionell schlecht stehen, nur weil man die Eröffnung nicht kennt. Man kann sich ja auch einfach nach entsprechenden Regeln aufbauen. Was hat man langfristig davon, wenn man die ersten Züge auswendig kennt? Nicht so viel, man kennt halt die Züge. Wenn man sich die Züge aber selbst erarbeitet, so bekommt man doch positionelles Wissen, finde ich zumindest.
Ich bin sicher die 1700 werde ich auch erreichen, ohne irgendwelche Varianten auswendig zu lernen, und das war ja die Frage, wie weit bereute ich meine Eröffnung vor.
Eröffnungen und Varianten lernen kann man dochjederzeit nachholen. Wenn man aber stattdessen Taktik und Strategie und alles andere lernt, so wird man doch ein besserer Schachspieler. Ansonsten bleibt man ein schlechterer Spieler mit ein paar Varianten im Kopf.
Aber mal sehen, ein bisschen vorbereiten tu ich mich auch, aber nicht mehr als 5 Minuten pro Eröffnung. Vielleicht erreiche die 1700 trotzdem.
Frage fällt mir auf, dass man praktisch alles auch als unfreundlich auffassen könnte, was ich geschrieben habe, war aber echt nur nett gemeint, sieht aber besserwisserisch aus. Wir sollten mehr Smileys benutzen.   
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 6 ( permalink)

27.07.2005, 13:06
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
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Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
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okay, ich will auch mal so meine Erfahrungen kurz schildern.
Eröffnungen lernen ist denke ich auf jedem Niveau ganz praktisch, jedoch sollte das keinesfalls so viel zeit wie das Training vom Mittelspiel oder Endspiel beanspruchen...
später gewinnt die Eröffnung an Wichtigkeit würde ich sagen, bis sie schließlich so ab 2,3 grob geschätzt einfach konkret studiert werden muss.
Da dürfen keine Fehler mehr in den Varianten unterlaufen und man muss einfach seine Stellung verstanden haben.
Leider kann ich dir @scrooge nur widersprechen.
Du hast Königsindischen Angriff als Eröffnung angegeben, die jeder ein wenig kennen sollte, jedoch ist gerade diese Eröffnung für mich eine sehr wenig lehrreiche.
Eröffnungen wie spanisch, Französisch, Sizilianisch ( wobei ich die eher nenne, weil die meisten Trainerr sie dazuzählen würden), Damengambit sind da schon weitaus praktischer.
Mit nem Franzosen kann man natürlich niemanden so leicht aus der Eröffnung verhauen, aber man lernt wunderbar mit seinen Figuren umzugehen.
Erst bei solchen Eröffnungen lernt man die Wichtigkeit der Initiative kennen oder die wichtigkeit des Zentrums.
Es ist für gewöhnlich so, dass das Eröffnungsstudium in seiner Wichtigkeit überschätzt wird.
Trotzdem ist ja nichts falsches dran, wenn ein Schachspieler einfach seinen Interessen nachgeht und sich zu allen möglichen Eröffnungen was anschaut.
Beispielsweise war meine letzte Eröffnungsarbeit die Kasparov DVD zum Damengambit, ohne dass ich vorhabe, es ernsthaft zu spielen...
Aber wenn du natürlich möglichst effizient trainieren willst, kann ich dir nur empfehlen, die Eröffnung vorerst zu vernachlässigen...
Es gibt "Eröffnungsbücher", die eher auf das Mittelspiel und Endspiel, welches aus der jeweiligen eröffnung entstehen kann, ausgelegt sind.
Beispielsweise habe ich neulich so einen Königsindischer-Angriff 3-Bänder gesehen ( ich glaube noch nicht veröffentlich), der die Eröffnung, das Mittelspiel und das Endspiel behandelt.
Sowas wünsche ich mir auch für meine Eröffnungen...
Meine Eröffnungsvorbereitung bestand eigentlich jeher aus praktisch gar nichts, womit ich so über die 1900 kam ( selbstverständlich musste ich dafür das Mittelspiel umso härter trainieren).
Also mein Training lag eigentlich fast ausschließlich auf allgemeinen Mittelspielstrukturen, was natürlich auch nicht das effizienteste ist, aber mir am meisten Spaß bereitete.
Erst relativ spät, hab ich erkannt, dass endspieltraining ebenfalls sehr interessant sein kann und Endspiele dazu auch noch meine größte Schwäche sind/waren.
Also mein Rat : Lern nach deinen Interessen!
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 7 ( permalink)

27.07.2005, 13:48
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beinahe ein Schachjournalist
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Registriert seit: 01.2005
Ort: Bergheim
Beiträge: 254
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Also aus meiner Erfahrung (und ich bewege mich so um die 1600) macht es schon Sinn sich mit der ein oder anderen Eröffnung etwas intensiver auseinander zu setzen. Mit intensiv meine ich aber, die grundsätzlichen Ideen einer Eröffnung verstehen..die mittel- und langfristigen Absichten die verfolgt werden. Mit intensiv ist nicht gemeint Varianten pauken..das bringt wirklich nichts in dieser Spielstärke.
Auch wenn Endspiel vielleicht wichtiger ist..ich kann Wilf nur beipflichten. Ich habe schon sehr häufig Partien gegen ebenbürtige Gegner aus der Eröffnung heraus gewonnen oder zumindest Vorteil erreicht.
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 8 ( permalink)

27.07.2005, 13:51
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Forumsprofi
DWZ/Elo: 1733
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Registriert seit: 09.2004
Ort: Ostwestfalen
Beiträge: 208
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Hallo Cpt.,
da haben wir aneinander vobeigeredet. Ich meinte nicht, ein paar Varianten auswendigzulernen.
Ein Beispiel:
Ich spiele Tschigo und habe sehr gut Unterlagen von Wischi und Bronznik, wo teilweise jeder Zug erklärt wird.
Nun erstelle ich mir selber Unterlagen, wobei ich mit meinen Worten mir die Begründung für jeden Zug notiere.(nach Möglichkeit mindesten bis zum 10-12. Zug)
So versuche ich, mir die Eröffnung zu erarbeiten und nicht auswendig zu lernen.
Das positionelle Verständnis für die Eröffnung wächst und ich weiß, was ich spielen muß ohne alles auswendig zu lernen, wenn ich die Stellung auf dem Brett habe.
Ich denke, so erschlage ich mindestens 2 Fliegen mit einer Klappe. 
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 9 ( permalink)

27.07.2005, 13:59
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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@ Calimero
Zitat:
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Ich habe schon sehr häufig Partien gegen ebenbürtige Gegner aus der Eröffnung heraus gewonnen oder zumindest Vorteil erreicht.
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Aber genau das will ich nicht. Ich halte das nicht für gut. Wieso nciht lieber wirklich spielen lernen und dadurch gewinnen? Es ist so wie mit den Eröffnungsfallen, man stellt eine wirklich dumme, auswendig gelernte Falle, der Gegner fällt darauf rein und man gewinnt. Aber wozu? Das macht doch auch keinen Spaß.
@ Wilf
Ja schon, aber wenn du dann 10 Partien damit spielst und bei 8 davon nach der Eröffnung auf Gewinn stehst, dann hat das doch nichts damit zu tun wie gut du spielst oder wie du dich entwickelst, sondern eben doch nur damit, dass du die Eröffnung kennst. Und wenn du jetzt 10 Partien spielst und bei allen in völlig unbekannte Gebiete kommst, dann wird deine Leistung doch gleich erheblich schlechtersein, eben weil du dich so sehr auf die Eröffnungen stützt.
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 10 ( permalink)

27.07.2005, 14:30
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CM des Forums
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Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 355
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Zitat:
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Zitat von Scipio
Leider kann ich dir @scrooge nur widersprechen.
Du hast Königsindischen Angriff als Eröffnung angegeben, die jeder ein wenig kennen sollte, jedoch ist gerade diese Eröffnung für mich eine sehr wenig lehrreiche.
Eröffnungen wie spanisch, Französisch, Sizilianisch ( wobei ich die eher nenne, weil die meisten Trainerr sie dazuzählen würden), Damengambit sind da schon weitaus praktischer.
Mit nem Franzosen kann man natürlich niemanden so leicht aus der Eröffnung verhauen, aber man lernt wunderbar mit seinen Figuren umzugehen.
Erst bei solchen Eröffnungen lernt man die Wichtigkeit der Initiative kennen oder die wichtigkeit des Zentrums.
E
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.ich habe mich auch nciht auf den lerneffekt bezogen sondern darauf, dass wenn man diese eröffnung spielt, einem weniger fehler am anfang unterlaufen, da KIA gegen vieles anwendbar ist
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 11 ( permalink)

27.07.2005, 14:33
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1561
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Ort: Bad Kissingen
Beiträge: 1.130
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Ich denke, Eröffnung und Mittelspiel sind keine verschiedenen Bereiche mit klar definierten Grenzen, sondern Bereiche, die fließend in einander gehen und übergreifen.
Gerade bei Eröffnungen wie Königsindisch bleibt die am Anfang entstehende Struktur sehr lange bis ins Mittelfeld hinein bestehen und wenn man in solchen Strukturen mit Hilfe eines Eröffnungsstudium wertvolle positionelle Erkenntnisse gewinnen kann, ist dies auch fürs Mittelspiel ungeheim nützlich. Außerdem tauchen viele Motive, die bestimmten Eröffnungsvarianten auftauchen, auch später im Mittelspiel auf.
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 12 ( permalink)

27.07.2005, 15:01
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beinahe ein Schachjournalist
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Registriert seit: 01.2005
Ort: Bergheim
Beiträge: 254
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Zitat:
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Zitat von Cpt. Bligh
@ Calimero
Aber genau das will ich nicht. Ich halte das nicht für gut. Wieso nciht lieber wirklich spielen lernen und dadurch gewinnen? Es ist so wie mit den Eröffnungsfallen, man stellt eine wirklich dumme, auswendig gelernte Falle, der Gegner fällt darauf rein und man gewinnt. Aber wozu? Das macht doch auch keinen Spaß.
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 Also ich spiele Schach auch mit dem Ziel gewinnen zu wollen. Und ob ich dieses über Endspiel, Eröffnung oder Erfindergeist erreiche ist doch egal...oder im Zweifel davon abhängig, was mir am meisten liegt.
Was verstehst Du denn unter "wirklich spielen lernen"? Ich denke das tu ich auch. Varianten auswendig lernen hat weniger etwas damit zu tun...da gebe ich Dir recht.
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 13 ( permalink)

27.07.2005, 15:13
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1757
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Registriert seit: 02.2004
Ort: Münster
Beiträge: 2.415
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Naja, mit spielen meine ich halt alles außer den Eröffnungen. Ich will halt für mich vermeiden, dass ich einfach auswendig lerne und dann merke, im Mittelspiel weiß ich nicht weiter. Ich denke einfach, die Züge lernen um noch mehr zu gewinnen, kann ich noch immer.
Naja, aber es stimmt schon wenn du sagst man kann Eröffnungen auch vorbereiten ohne die Züge auswendig zu lernen, insofern hast du schon recht.
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 14 ( permalink)

27.07.2005, 15:38
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beinahe ein Schachjournalist
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Registriert seit: 01.2005
Ort: Bergheim
Beiträge: 254
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Dann sind wir uns ja einig  .
Ich denke aber es ist wichtig was Du da ansprichst. In meiner oder geringerer Spielstärke kommt es vor Allem eben darauf an die Ziele/Strategien der Eröffnung zu verstehen. Varianten pauken ohne diese Ziele verstanden zu haben könnte genau in das von Dir angesprochene Gegenteil ausufern: ich habe irgendeine Stellung im Mittelspiel auf dem Brett, weil ich Sie auswendig gelernt habe, weiß aber gar nicht worauf diese Zugfolge abzielt.
Dann sich in die Partie reindenken (da ich vorab eigentlich nicht wirklich nachgedacht habe) ist sehr schwer und kann dann zu Verlust führen. Besonders heikel wird es, wenn ich dann feststelle, dass die Eröffnung gar nicht mit meiner Spielweise übereinstimmt...
Hört sich blöde an, ist mir aber auch schon mal passiert als ich falsch an das Thema Eröffnungen rangegangen bin.
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Welche Eröffnungsvorbereitung für versch. Spielstärken Beitrag # 15 ( permalink)

27.07.2005, 16:31
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FM des Forums
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Registriert seit: 02.2004
Beiträge: 372
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Hi, ich denke du, Cpt., erliegst da einer einfachen Gegenreaktion. Viele Amateure und Clubspieler überbewerten das Eröffnungsstudium. Meine Vermutung ist, dass du jetzt einfach ausgelöst durch viel pädagogisches Gebrüll das Gegenteil daraus ziehst und schließt Eröffnungen seien für dich tabu. Allerdings ist auch der falsche Weg (meiner bescheidenen Meinung nach  ). Es ist sicherlich falsch, dass dich das Auswendiglernen schlechter mache. Vielmehr ist es so, dass es mit dem eigentlichen Schach, so wie es von vielen schwächeren praktiziert wird, wenig zu tun hat. Demnach tust du für dein Schach nichts und einem alten chinesischen Sprichwort nach treibst du zurück, wenn du nicht vorwärts ruderst. Ich denke du solltest versuchen auf diesem Gebiet moderater zu werden. Es ist keineswegs schlecht mal eine kleine Variante aus dem Spanier oder dem Damengambit zu kennen und die mit dieser sehr intensiv in bezug auf Mittel-, End-, aber auch Eröffnungsspiel zu beschäftigen. Zum Problem wird das Variantenlernen, wenn die Hoffnung aufkommt allein durch Variantenstudium könne man erfolgreich aus der Eröffnung kommen und mit einem += wäre das Spiel gewonnen. Aristoteles hat gepredigt, dass die Tugend die Mitte sei und neige man zu sehr auf eine Seite der beiden dazugehörigen Extreme müsse man sich bewusst dem anderen Extrem zuneigen, damit man wieder auf die Mitte zusteuert. Klingt vielleicht ein wenig zu übertrieben, aber du kannst es mal versuchen. 
Jetzt zum Thema der des Eröffnungsstudiums und der Vorbereitung auf eine Partie.
Wir können das Eröffnungsstudium tatsächlich weiter unterteilen, nämlich in den Enzyklopädischen einblick in alle Eröffnungen, das allgemeine Eröffnungsstudium und das spezielle Eröffnungsstudium. Auch wenn das Eröffnungsstadium bestimmte Charakteristika aufweist, möchte ich hier die Eröffnungstaktik und Eröffnungsstrategie auslassen und der Taktik bzw. Strategie zurechnen, welche selbst Hauptteile des Schachstudiums sind, dennoch werden sie in jedem der drei genannte Teile Relevanz haben.
Dem Anfänger ist zuerst das allgemeine Eröffnungsstudium ans Herz gelegt sein. Er muss verstehen welche Strategien und Taktiken (der gennante Bezug) in "seinen" Eröffnungen auftauchen können. Ein Schlagwort in diesem Zusammenhang wäre "Motive". Bevor sich der Spieler aber auf ein Repertoire mit sich selbst einigen kann, muss er einen Überblick darüber haben, was er überhaupt spielen kann. Dazu kann er die Hilfe eines Trainers am meisten gebrauchen, denn er kann ihn hilfreich in die richtige Richtung stoßen und so den Aufwand, der für diesen Teil des Eröffnungsstudiums nötig ist, erheblich reduzieren. Erst ab er relativ hohen Spielstärke lohnt es sich tatsächlich Varianten breit auswendig zu lernen, denn nun ist das Verständnis für die jeweilige Eröffnung schon vorhanden und die Züge verstehen sich von selbst auch in der Partie.
Schach bleibt letztendlich eine Einheit und es darf weder über- aber auch keinesfalls unterbewertet werden welche Bedeutung die Eröffnung für das Spiel hat. Am sinnvollsten ist es natürlich Eröffnungen zu spielen, die das Schverständnis wirklich fördern. Ein grausames, aber populäres Gegenbeispiel unserer Zeit wäre der KIA, der vielen Spielern das Eröffnungsstudium erleichtert, aber auch gleichzeitig das Schachgefühl verkümmern muss. Die Eröffnungen die Scipio vorgeschlagen hat sind schon als prinzipelle richtig, ich würde die Aufstellung aber verfeinern und sagen der Anfänger solle sich mit Spanisch, dem Damengambit und Französisch beschäftigen. Hat er fortschritte gemacht kann er sich das etwas modernere Sizilianisch, den Königsinder und das Slawische anschauen. Ist er auch hier weitergekommen kann er sich mit dem Damen- und Nimzoinder, dem Igel und dem Grünfeldinder beschäftigen.
Irgendwelche Meinungen zu dieser Reihenfolge? Ich muss zugeben, dass ich sie eben nach nur kurzem Überlegen aufgestellt habe und die Schwierigkeit des Zentrumsproblems als Hauptkriterium nahm.
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