Okay, also ich schildere mal meine Erfahrungen, die natürlich nicht belegbar sind.
Also ich glaube, der beste Weg ist es einfach Endspiele und allgemeine Mittelspielstrukturen in Form von Lehrbücherdurchgehen zu erlernen.
So ab 1700 ( oder 2000?) sieht das dann schon ein wenig anders aus.
Zu den Eröffnngen : Am besten sich von besseren Leuten kurz Stellungen erklären lassen, keine Bücher dazu lesen etc.
Die kombinatorische Taktik teilen wir ein in Gabeln, Doppelangriffe, Abzugsangriffe, Spieße etc. ...
Genauso geht das eigentlich mit sonstigen Elementen im Schach.
Beispielsweise sollte man lernen, wie man in Isolanistellungen umgeht ( ob ihr sie spielt oder nicht...) oder mit Raumvorteil etc.
Dies kann man einfach viel einfacher über Lehrbücher lernen, wie über Eröffnungsbücher.
1.c4 c5 2.g3 Sf6 3.Lg2 e6 4.Sf3(! und nicht, wie ich spielte Sc3!) d5 5.cxd5 exd5 6.d4 Line
Nach Sc3 kam ich in eine schlechte Stellung rein.
Jetzt kann man sagen, hätte ich Eröffnungen gelernt, wäre das nicht passiert, aber das ist eigentlich murks, weil das Motiv kannte ich! und musste es nur Einüben.
Sowas geht über Lehrbücher wesentlich einfacher als über Eröffnungsbücher.
Die andere Sache ist eben Endspiele zu lernen.
Wer Endspiele beherrscht, macht auch in der Eröffnung keine groben Patzer, will ich mal als Theorie behaupten

Naja und zu guter letzt : Taktikaufgaben!
So 10 % unseres Trainings ist in bloßes Aufgabenlösen super investiert, will ich mal behaupten.
Abends im Bett zum Beispiel vorm Schlafengehen.
Ich finde das Buch "mein System" nicht besonders toll und hatte keine Lust es fertig zu lesen ( ich hoffe, das bricht jetzt keine Diskussion an), jedoch ist sowas genau das, was man als Anfänger baucht.
Das Buch hat mir halt zufällig nicht gefallen, aber ihr könnt bei solchen Büchern eigenlich jedesmal 100 punkte dazurechhnen, wenn ihr sie durchgegangen seid und das bringt euch keine Eröffnung so einfach...
Naja, und jetzt kann sich jeder an dem Thread interessierte doch mal fragen, wieviel prozent seines Trainings verwendet er eigentlich wirklich in Endspiele?
So ein Drittel wäre wohl nötig, aber wer trainiert bitteschön ein drittel seiner Zeit mit Endspielen?!?
Für gewöhnlich nimmt das wohl eher weit unter 10 % ein...