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Schach - Eröffnung / Figurenentwicklung

Fragen zum Partiebeginn



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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #1 (permalink)  
Alt 16.05.2005, 10:33
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz

Da es nun bald wieder "Ernst" mit Schach spielen wird hab ich mir dazu ein mal ein paar Gedanken gemacht.

Ich suche eine Eröffnung bzw. ein Eröffnungssystem mit etwa folgenden Anforderungen.
1. sollte aktiv u. korrekt sein, kein wildes Gambitspiel a la BDG
2. nach Möglichkeit sollte ihr ein einfach zu verstehende Strategie zu Grunde liegen
3.nicht zu viel Theorie *hust*

Mir ist natürlich klar das ich besonders durch 3. Abstriche machen muss bzw. dann nicht das letzte aus der Eröffnung raus hohle.
Aber leider ist mein Zeitkontingent begrenzt, na ja wie? ja Jeder selbst der arbeiten geht, Familie hat. Da ist einfach nicht die Zeit da um sich Damengambit od. Offenes Sizilianisch anzugucken. Dann spiele ich nicht allzu viele Turnierpartien und möchte dann "meine" Eröffnung schon relativ oft aufs Brett bekommen. Außer dem ist es ja in den unteren Spielklassen so das meist nie Hauptvarianten aufs Brett kommen und da finde ich es schon praktischer die Variante selber früh fest zulegen.

Ich hab jetzt mal hier im Forum gestöbert, Buchbesprechungen im I-Net/Amazon gelesen und noch im Kállai nach geguckt. Da bei hab ich mir jetzt mal folgendes rausgesucht.


Mit Weiß

1. Königsindischer Angriff
Weiß spielt Schablonen mäßig fast immer die ersten 4-5 gleichen Züge gegen Alles. Ein typischer Plan liegt auch vor, aber trotzdem gefällt mir diese Eröffnung nicht all zu gut.

2. Colle Eröffnung
Der Damenläufer wird eingesperrt, um ihn zu aktivieren muss sich Weiß eine Isolani machen. Dann ist ja Colle nur halbwegs stark wenn Schwarz d5 spielt.

3. Trompowski/Torre
Hier genau das andere Problem, wenn der Gegner d7-d5 spielt.

4. Damebauernspiel mit Lf4
Diese Variante hat ja nun nicht gerade den besten Ruf.
Ich habe das mal in ein paar Vereinspartien getestet. Die Gegner waren ganz wild drauf meine Lf4 mit Ld6 oder Sh5 abzutauschen .
Diese Variante hat mir eigentlich noch am besten gefallen.
Lässt sich das auch geg. Antworten ohne d7-d5 spielen, gibts es irgend welche Widerlegungen, Aufstellungen von Schwarz die besonders unangenehm sind?
Kennt Jemand Material über diese Eröffnung, Links od. Bücher ?

5. Weißrepertoire 1.e4 von Bangiev
Da geht’s um Varianten in denen Weiß mit f4 fortsetzt. Wiener Partie, Grand Prix A. Sizilianisch usw.
Kennt diese CD Jemand?


Mit Schwarz
wird die Sache natürlich schon wesentlich schwieriger

1.e4 d5 mit Dxd5
in einigen Partien getestet, das scheint mir von den Varianten u. Plänen noch überschaubar

1.d4
Dagegen bin ich noch völlig unschlüssig.
Wie schwierig zu verstehen ist denn Holländisch, lässt sich das gegen 1.d4, 1.c4 u. 1.Sf3 gleich gut anwenden. Ich befürchte nur das die Gegner nicht mal 2.c4, geschweige denn g3 spielen, kurz gesagt es kommt irgend eine Krautvariante auf Brett wo beide Seiten rumeiern.
So gesehen wäre vielleicht 1.d4 d5 2.c4 Sc6 besser ?

So, ich hoffe mal das ich meine Überlegungen halbwegs klar darlegen konnte.
Hat Jemand Tips od. Vorschläge, bzw. kennt Bücher, Links zu obigen Varianten.

Vorab Besten Dank!
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #2 (permalink)  
Alt 22.05.2005, 10:59
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Hoch schubs.

Weiss den keiner was dazu bzw. spielt diese Varianten, hat Bücher zu dem Thema.

Strengt Euch mal an .
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #3 (permalink)  
Alt 22.05.2005, 12:25
Cresspahl
beinahe ein Schachjournalist
DWZ/Elo: 2002/2111
 
Registriert seit: 01.2005
Ort: Heidelberg
Beiträge: 262
Zitat:
Zitat von GeDa
Hoch schubs.

Weiss den keiner was dazu bzw. spielt diese Varianten, hat Bücher zu dem Thema.

Strengt Euch mal an .

Suchst Du eine eierlegende Wollmichsau? Dann wird es natürlich schwer. Wenig theorie, einfach zu lernen, gute Angrifschancen, das sind natürlich Ansprüche, die kaum zu vereinen sind.

Ich selber spiele 1.e4 und Hauptvarianten, aber das ist ne Menge Arbeit, die ich eigentlich auch nicht immer haben will (man muss ja immer auf dem neuesten Stand sein, neue Partien in den Repertoirevarianten sichten etc) Allerdings liegen mir die Stellungen nach e4 am besten, sobald ich auf Sf3 ausweiche (meine Zweitwaffe, wenn ich Angst vor einem vorbereiteten Gegner habe) remisiere ich zwar viel, gewinne aber kaum noch .

Das mit dem Zeitmanagement ist wirklich ein Problem, Du hast es ja angesprochen (und HW Schmitt hat einen schönen Artikel veröffentlicht in Schach ?/2005, bei dem es exakt darum ging. Viel Zeit = viel Theoriekenntnis zieht Wenigzeitinhaber (so nannte er es) das Fell über die Ohren, Lösung: Chess 960!). Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass man auch mit wenig Zeit sich ein anspruchsvolles Repertoire aufbauen kann, wenn man kontinuierlich arbeitet, und sei es nur für zwei Stunden pro Woche.



Grüße
Cresspahl

Geändert von Cresspahl (22.05.2005 um 12:31 Uhr)
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #4 (permalink)  
Alt 22.05.2005, 12:30
Scipio
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
Was bist du für ein Spieler?
In welchem Partieabschnitt zeigst du deine Stärken?
Lange konzentrationsfähigkeit?
Intuitiver spieler?
taktisches Genie?
usw.

Ansonsten können die Forumsmitglieder auch nur raten....

Edit : Und das wichtigste natürlich...hast du noch vor, großartig besser zu werden? Wie alt bist du denn?

Geändert von Scipio (22.05.2005 um 12:40 Uhr)
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #5 (permalink)  
Alt 22.05.2005, 19:29
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Hier der Link zu meiner Vorstellung, oder noch mal kurz zusammen gefasst: bin Ende 30, DWZ war immer so um 1500, nach 4-5 Jahren Pause werd ich jetzt wieder aktiv in der Kreisliga/Bezirksklasse spielen.

@Cresspahl:
Das es die Eierlegende Wollmilchsau nicht gibt ist mir ja auch klar. Aber das ist eben wie Du selber auch geschrieben hast ein Zeitfrage. Mehr als 5-6 Stunden zusätzlich zum Vereinsabend hab ich auch nicht Zeit.

@Scipio:
Schwierige Fragen. Ich glaube das könnte gar kein Spieler in meinem Stärkebereich so richtig für sich selbst beantworten.
Zumindest bin ich doch eher ein aktiver Spieler.
Verbessern möchte ich mich schon noch ein bischen, z.Z. beschäftiger ich mich mit Colditz u. einem Endspielbuch von Awerbach.

Das hatte ich mal im Repertoire-Thread geschrieben
Zitat:
vor vielen Jahren hab ich folgendes gespielt, bzw. im Verein gelernt bekommen.

Mit Weiß 1.e4
1.e4 e5
2.d4 exd4
3.Lc4 ?!

1.e4 c5
2.d4 Morra

1.e4 e6
2.d4 d5
3.e5 c5
4.Sf3 cxd4
5.Ld3

1.e4 c6 Panow

Mit Schwarz
1.e4 d5
2.exd5 Sf6 Skandinavisches Gambit

1.d4 d5
2.c4 c6 Halbslawisch mit e6 u. möglicher schwarzer Bauernlawine am DF

Die Varianten sind ja teilweise dubiose, aber waren damals ganz gut spielbar, es gab es ja bei uns nur die Eröffnungsbücher aus dem Sportverlag.
Spätestens mit der Wende hat sich das dann geändert, z.B. die Variante im Morra mit Dc7 u. Sg4 wo die Weissen reihenweise eingingen od. das Skandinavische Gambit hat dann kein Weißspieler mehr verteidigt, sondern selber mit d4 u. c4 Druck gemacht.

Jetzt suche ich auch noch nach einem
vernünftigen Repertoire.
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #6 (permalink)  
Alt 22.05.2005, 23:40
Scipio
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
Das Bangievzeug würd ich nicht spielen...
zu 1. d4 kann ich dir nix erzählen, weil ich davon keine Ahnung habe...

e4-e5 : Systeme mit frühem d4 sind recht gefährlich und ich denke das richtige für die spielklasse...
Dazu kann man sowas denke ich recht intuitiv spielen und man hat nicht so viel gelegenheit ******* zu baun, wenn man seine figuren einigermaßen gut nach vorne zieht...

Morragambit...
Ich würde dir davon abraten...
Der Zeitaufwand ist recht hoch würde ich sagen und wenn du davor kein Gambitspieler warst, würd ich auch nicht wieder damit anfangen...
Einen offenen Sizilianer würde ich dir jedoch auch niccht empfehlen aus Zeitgründen...
Vielleicht ein geschlossener mit d3,g3, Lg2, Sc3, Le3, Dd2 und eventueller 0-0-0 oder kurzer 0-0 und f4...
ist denke ich recht gefährlich und du kannst schwächere gegner öfters mal schnell matten...
Außerdem ist es ziemlich unmöglich nen offenen sizilianer zu spielen ohne viel zeit in die Eröffnung zu investieren...
Es könnte andererseits auch probleme damit geben, dass du Flügelangriffe nicht alzu gewöhnt bist, die jedoch im geschlossenen sizilianer sehr wahrscheinlich aufs brett kommen...

Gegen französisch...
Ich kenne dieses Ld3 nicht...
Eine Variante, für die man keine Theoriekenntnisse im Franzosen braucht, wäre die Vorstoßvariante mit Kf1...
normale Hauptvariante, jedoch Kf1 statt 0-0...
hat den Vorteil, dass der Bauer nicht hängt und schwarz sofort genötigt wird, eigenständig zu denken...

Caro-Kann...keine Ahnung, hatte ich damals auch nie was gefunden ...
Du könntest einen Königsindischen Angriff dagegen spielen...
Jedoch würde ich diesen dann ebenfalls gegen Französisch spielen...

Auf Skandinavisch habe ich eigentlich auch keine Ahnung...

Gegen Aljechin könntest du 2. Sc3 spielen, wofür du nicht alzu viel theoriekenntnisse brauchen solltest...

Gegen Pirc, modernes Zeug vielleicht improvisieren und möglichst logisch hinstellen...
also keine 3 oder 4 Bauernangriffe, sondern so, dass man schlimmstensfalls nach der Eröffnung ausgleich hat...

Das hier soll eigentlich nichtmal ein Grundgerüst darstellen, sondern höchstens ein paar Anregungen geben...
Zusammen mit einem zwar logisch aber mager aufgebautem Eröffnungsreportie und genügend Endspielkenntnissen solltest du in der Eröffnung nicht untergehen ....

zu schwarz schreib ich dir ein andermal etwas

Edit : Bist du im Besitz von Chessbase + Datenbank?

Geändert von Scipio (23.05.2005 um 00:52 Uhr)
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #7 (permalink)  
Alt 23.05.2005, 10:25
GeDa
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Zitat:
Zitat von Scipio
Das Bangievzeug würd ich nicht spielen...
Was spricht denn gegen diese Varianten, er empfiehlt ja zu mindest immer die gleiche Aufstellung mit f4.

Zitat:
Zitat von Scipio
e4-e5 : Systeme mit frühem d4 sind recht gefährlich und ich denke das richtige für die spielklasse...
Dazu kann man sowas denke ich recht intuitiv spielen und man hat nicht so viel gelegenheit ******* zu baun, wenn man seine figuren einigermaßen gut nach vorne zieht
Ausser Spanisch fällt mir mit frühem d4 eigentlich nur Schottisch ein. Welche anderen Eröffnungen gibts da noch?

Zitat:
Zitat von Scipio
Morragambit...
Ich würde dir davon abraten...
Der Zeitaufwand ist recht hoch ...
Ja, ist zu aufwendig und viele lehnen dann mit Sf6 ab.

Zitat:
Zitat von Scipio
Vielleicht ein geschlossener mit d3,g3, Lg2, Sc3, Le3, Dd2 und eventueller 0-0-0 oder kurzer 0-0 und f4...
ist denke ich recht gefährlich und du kannst schwächere gegner öfters mal schnell matten...
Da werde ich mir ein paar Partien dazu angucken.

Zitat:
Zitat von Scipio
Eine Variante, für die man keine Theoriekenntnisse im Franzosen braucht, wäre die Vorstoßvariante mit Kf1...
normale Hauptvariante, jedoch Kf1 statt 0-0...
hat den Vorteil, dass der Bauer nicht hängt und schwarz sofort genötigt wird, eigenständig zu denken...
Welche Variante genau meinst Du da?

Zitat:
Zitat von ScipioCaro-Kann
...keine Ahnung, hatte ich damals auch nie was gefunden ...
Gibts da in der Vorstossvariante irgend einen spielbaren Seitenzweig? Aber nicht diese taktische Sc3,g4-Zeugs.

Zitat:
Zitat von Scipio
...Auf Skandinavisch habe ich eigentlich auch keine Ahnung...
Gegen Aljechin könntest ...
Gegen Pirc, modernes Zeug vielleicht improvisieren und möglichst logisch hinstellen...
Über diese Neben-Eröffnungen mache ich mir eigentlich erst mal weniger Gedanken, da sie auch recht selten gespielt werden.

Zitat:
Zitat von Scipio
Edit : Bist du im Besitz von Chessbase + Datenbank?
Fritz 7 hab ich und mir einige Partiesammlungen aus dem I-Net geladen.

Das Problem bei 1.e2-e4 ist vor allem gegen 1...e5, 1...c5 und 1...e6 effektive Varianten zu finden.
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #8 (permalink)  
Alt 24.05.2005, 13:41
Scipio
Garry des Forums
DWZ/Elo: 2095D/2123E
 
Registriert seit: 03.2004
Ort: Gelnhausen ( Hessen)
Beiträge: 681
Die vorgeschlagenen Varianten von Bangiev sind soweit ich weiß nicht unbedingt die besten und auch nicht gerade Varianten, um auch mal in eine direkt gute Stellung nach der Eröffnung zu kommen.
Oftmals machen Spieler jeder Spielklasse grobe Fehler in der Eröffnung und dazu gibst du dem Gegner nicht wirklich Gelegenheit.
Er kann sich hinstellen, wie er lust und launig ist ...
Aber ich hab mir das auch nur sehr kurz angeschaut, als dass ich konkrete Fakten nennen könnte...
Ebenfalls schaute ich es eignetlich nur so lange an, bis ich es ausgeschlossen habe aus seinem repertoire zu lernen.

Im Italienisch gibt es meines Wissens nach ebenfalls unangenehme Varianten mit d4...
Leider kenne ich mich nur so weit aus, um ein bisschen Eröffnungstraining für Kinder, ( würd ich auf ca 12-1500 schätzen) zu geben...
ich weiß keine konkreten Varianten....

Der geschlossene Sizilianer hat den Vorteil, dass die Stellung eben geschlossen ist
In geschlossenen Eröffnungen ist es nicht so schlimm, wenn du mal nicht den besten Theoriezug machst...

Zu dem Franzosen...
Wie gesagt, dass ist nur eine Variante, die man mit wenig Theorie spielen kann, recht unbekannt ist und den gegner gleich mal schockiert...

1.e4 e6 2.d4 d5 3.e5 c5 4.c3 Nc6 5.Nf3 Qb6 6.Be2 cxd4 7.cxd4 Nh6 8.Nc3 Nf5 9.Kf1 Line

Der Bauer hängt taktisch nicht ( siehe Enginevariante)und g4, Sa4-c5 liegt in der Luft...auf Dd8 Lg5...das wären so ein paar Motive...
Dein König steht ziemlich sicher, auch wenn ich nicht unbedingt die h-Linie aufmachen würde...

Einen spielbaren Seitenzweig im Vorstoß Caro-Kann...mh...
Sorry, da fragst du leider den falschen ...

Leider kann ich dir kein konkretes Buch, dass auf alle Antworten gegen e4 etwas parat hat, empfehlen, bin aber überzeugt, dass es da irgendwo etwas hübsches gibt...( Wenn auch vielleicht nicht auf deutsch...)
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #9 (permalink)  
Alt 24.05.2005, 17:24
Jensi
Kenner
DWZ/Elo: 2211/2257
 
Registriert seit: 05.2005
Beiträge: 115
Gut, also ich möchte erst einmal mit einem Vorschlag für Schwarz anfangen.

Sehr zu empfehlen finde ich hier eine Kombination aus Königsindisch und Pirc, da beide Eröffnungen eng miteinander verwandt sind. Der Vorteil an dem Aufbau ist ausserdem, dass er sich gegen fast jedes Weisse Konzept spiele lässt, wenn du einmal die ideen des Aufbaus richtig verstanden hast, der Nachteil ist, dass du im Königsindisch eventuell, je nach Variante die du für Schwarz aussuchst entweder viel Theorie kennen musst oder, wenn du die variante mit Sa6 spielst, immer auf Neuerungen schauen, da sich diese z.Z. gerade entwickelt.
Der Vorteil ist, schwächere Spieler oder auch stärkere, die die Stellung nciht verstehen, wie z.B. auf e5 abtauschen und auf der d-Linie verdoppeln, was im KI nur bedingt effektiv ist (Ausnahmen bestätigen die Regel), kann man so auch schon mal besigene oder ein Remis bekommen.

Als zweite Alternative kann ich dir mit Schwarz Systeme mit b6 Lb7 und Lb4 anbieten, die sind gegen e4 jedoch auf höherem Niveau schwerer zu spielen


Nun zu Weiss:

Grundsätzlich rate ich ja zu Hauptvarianten, aber da ich weiss, dass es sehr Zeitaufwendig ist, kann ich mich Scipio mit dem was Sizilianisch angeht nur anschließen, wnen du offen spielst und keine Ahnung hast fliegst du in der Hälfte der Partien nach 20 Zügen vom Brett.

Vielleicht eher 1. d4, hat den Vorteil, dass in diesen Stellungen ein ungenauer Zug meistens dem Schwarzen "nur" Ausgleich verschafft.
Lerne z.B. mal das Damengambit, auch wenn ich es selbst zugegebenrmassen noch nie gespielt habe, finde ich es eine interessante Struktur, die ich selbst jedoch daher auch noch nicht allzu gut beherrsche.
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  Eröffnungssytem Weiß u. Schwarz Beitrag #10 (permalink)  
Alt 24.05.2005, 17:44
GeDa
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DWZ/Elo: 1493
 
Registriert seit: 04.2005
Beiträge: 237
Dann bleiben mir mit 1.e4 also ausser Spanisch nur Schottisch und Italienisch/2 Springerspiel i.N. um wirklich auf Vorteil zu spielen.

Schottisch Mieses-Angriff war ja eine Zeit recht beliebt.

Bei dem Italienisch/2 Springerspiel-Komplex mit d4 bin ich ein bischen skeptisch. Es sind erst mal viele lange, scharfe Varianten im 2S-Spiel und bei Italienisch hab ich entweder den Möllerangriff od. 7.Ld2, der erste ist angeblich wiederlegt und Ld2 macht doch einen etwas müden Eindruck.

Ist gar nicht so einfach da eine vernünftige Lösung zu finden. Den Unterschied zu 1.d4 seh ich so das ich bei d2-d4 vielleicht eher immer die selben Aufstellungen mit Colle od. Lf4 spielen kann. Ob das dann Besser als e4 ist ist natürlich eine andere Frage.

Tracke hat ja zu dem Thema 1.e4 e5 auch einige sehr interessante Posts geschrieben.


Ich bedanke mich erst mal für die Tips, Vorschläge und Denkanstöße!


Ich werd mal noch weiter darüber Grübeln und Buchbesprechungen im INet sowie Lesermeinungen auf Amazon studieren. Die meisten seriösen Kritiker sind ja von Repertoirebüchern nicht sehr angetan.
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