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Schach - Gambits

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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #1 (permalink)  
Alt 24.05.2009, 22:39
GM Shirov(-fan)
Aktiver
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 40
Ausrufezeichen Sind die wirklich gut??

Also auf Skandinavisch spiele ich gerne Blackmar-Diemer Gambit es entsteht eigendlich aus 1.d4 d5 2.e4 aba ich mach das hald dann 1.e4 d5 2.d4 (Spiel ich auch gegen Karo-Kann und Französisch).

Mein ziel ist dem Gegner eine Möglichst fremde Stellung zu geben in der er sich nicht gut auskennt.

Darum will ich wissen: ist das einer Variante aus diesen Eröffnungen ähnlich??

Und wie steht ihr zum Morra-Gambit ?? 1.e4 c5 2.d4 xd 3.c3??

Und wenn Schwaz das nicht annimmt wie kann er es abwehren ?? Welche "ablehnungs-Varianten" sind Populair und gut??
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #2 (permalink)  
Alt 25.05.2009, 21:14
Benutzerbild von Angie
Angie
IM des Forums mit 2 GM-Normen
DWZ/Elo: 2053
 
Registriert seit: 12.2006
Beiträge: 426
Zitat:
Zitat von GM Shirov(-fan) Beitrag anzeigen
Also:
1)
auf Skandinavisch spiele ich gerne Blackmar-Diemer Gambit es entsteht eigendlich aus 1.d4 d5 2.e4 aba ich mach das hald dann 1.e4 d5 2.d4
1a)(Spiel ich auch gegen Karo-Kann und Französisch).

Mein ziel ist dem Gegner eine Möglichst fremde Stellung zu geben in der er sich nicht gut auskennt.

Darum will ich wissen:

2ist das einer Variante aus diesen Eröffnungen ähnlich??

3) Und wie steht ihr zum Morra-Gambit ?? 1.e4 c5 2.d4 xd 3.c3??

3a)Und wenn Schwaz das nicht annimmt wie kann er es abwehren ?? Welche "ablehnungs-Varianten" sind Populair und gut??
1) geht bis zu einem gewissen Niveau ganz gut - ich hab' das jahrelang auch so getan ...... aber die Eröffnung ist (zumindest!) im Vorteilssinne anrüchig - und wenn man jahraus, jahrein sowas spielt kriegt man (vor allem in Rundenturnieren) den gegenteiligen Effekt zusammen....... die Gegner suchen sich eine der (relativ vielen - leider! ) guten Varianten für S raus und sind genau null überrascht!


1a) - wird gg. Französisch schlecht gehen, weil die meisten S den e-Bauern nicht schlagen.......
- gg. Caro-Kann ist es (im Annahmefall) sogar ganz gut (imho) --> iirc Milner-Barry?!
- wobei halt praktisch jedes Caro-Kann Buch auf Seite 1 den Zug 4. ... e5(!) mit vollem Ausgleich vorschlägt.....

2) imho - Nein!

3) so ähnlich - vielleicht einen Hauch fundierter - ein "schlechtes Zeichen ist, dass beides in Partien starker Gegner (und in Fernpartien) praktisch nicht vorkommt.....

3a) 3 ... d5 und 3. .... Sf6 --> mündet in 2. c3 Sizillianisch
- und 3. ...d3 wird halt irgendwas (für beide erträgliches) - die W Mehrtempi c3 und Lxd3 sind wertarm - weil wohl beide Steine nochmal ziehen werden müssen, um "normal" zu stehen.......
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #3 (permalink)  
Alt 26.05.2009, 02:20
Moon
Neuling
DWZ/Elo: 2012/2107
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 6
Hallo erstmal

Also ich sehe die Sache ähnlich wie Angie!

All diese Gambits sind natürlich theoretisch anrüchig, aber nicht unbedingt schlecht.

Es kommt immer darauf an, auf welchem Niveau und bei welcher Bedenkzeit du das spielst! Das BDG bzw. das Morra Gambit sind in Blitz- bzw. in Schnellschachparien gar keine schlechte Wahl. In Turnierpartien würde ich sie nur bis zu einem gewissen Niveau spielen (so ca. 2000 DWZ). Darüberhinaus wirst du mesit einfach nur in schlechte Endspielpositionen geraten, weil die Spieler meist wissen, wie man gegen diese Gambits spielt und am Ende einfach den Bauern, den du geopfert hast behaupten und Weis froh sein kann, wenn er noch das Remis hält.

All diese Gambits zielen ja auf die Tatsache ab, dass man als Gegenwert für den geopferten Buern gewisse positionelle Vorteile erhält, sei es nun Raumvorteil, Zentrumskontrolle, Entwicklungsvorsprung...ect.

In deinem Fall, wo du das "BDG" gegen Französisch spielst ist dies allerdings nicht der Fall (siehe Kommentar von Angie). Damit würde ich dies auch nicht als Gambit bezeichnen, sonder ehr als Einsteller!

Wenn ich dich richtig verstanden hab, wählst du diese Gambits hauptsächlich aus dem Grund, den Gegner in eine ihm unbekannte oder zumindest unangenehme Stellung zu bringen. Warum tust du das nicht auf eine solidere Art und Weise? Beispielsweise sind Caro-Kann Spieler meist ruhige, positionelle Spieler. Diesen kannst du meist mit dem doch recht Scharfen Panow-Angriff Schwierigkeiten bereiten. Gegen den Sizi kannst du ja Alapin versuchen oder Rossolimo bzw. Moskauer Variante, sofern dir diese Stellungen behagen.

Zumindest gibt es gegen die meisten Eröffnungen auch Spielweisen bzw. Varianten, mit denen man auch Schwarzspieler in ihren Leib- und Mageneröffnungen in für sie weniger bekannte bzw. unangenehmer zu spielende Varianten locken kann.

Ich will hier natürlich nicht die Morra-Gambit oder BDG Spieler verärgern, denn dies sind durchaus spielbare Gambits, aber ganz korrekt sind sie leider nicht (aber nur dann, wenn der Gegner gegen sie spielen kann)

Ob sie nun gut oder schlecht sind lässt sich also nicht ganz eindeutig beantworten, sondern ist Maßgeblich von der Spielstärke deines Geners abhängig und, was noch wichtiger ist, ob du dich in diesen Stellungen mit einem Bauern weniger wohl fühlst. Denn Stellungen, in denen du dich wohl fühlst spielst du automatisch besser!!!

Ich hoffe ich konnt das ganze einigermaßen auf den Punkt bringen^^
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #4 (permalink)  
Alt 26.05.2009, 10:14
sufffer
Einsteiger
DWZ/Elo: 2250/2103
 
Registriert seit: 05.2008
Beiträge: 14
Das BDG ist weder widerlegt noch sonst was. Es wird nur aus einem Grunde von den Profis nicht gespielt: Unheimlig viel Theorie im Gegensatz dazu muss Schwarz nicht allzuviel lernen um ein Remis zu erreichen. Währenddessen muss Weiss teilweise 7 einzige Züge "finden" um im rennen zu bleiben. Aber gerade gegen Leute die wenig Ahnung davon haben (also bis 2200) ist es leicht anwendbar. Hab damit im Fernschach sogar eine Quote von 72% auf 133 Partien (Gegnerschnitt 2164). Also theoretisch anrüchig ist es auf keinen Fall. Im Sinne von Französisch spielst du entweder eine Super Französisch Stellung bei nicht annahme oder das ADG was eine Art verbessertes BDG darstellt. Sehe nicht wo das schlecht ist.
Es sagen viele BDG sei nicht korrekt...
Ich spiele es jetzt seit 7 Jahren im Fernschach und in Live Partien und bin noch keiner Schwierigkeit begegnet.
Wenn Schwarz auf den Bauer plädiert kann er sich oft schon verabschieden.
Ich seh hier bis jetzt nur grosses Gerede aber wie überall keine Varianten die mal konkret was vorlegen. Die Datenbank von BDG ist grösser als die vom Sizi also wenn du nicht gerade seit Jahren diese Eröffnung spielst oder dich konkret damit auseindandergesetzt hast würde ich mir mir kein urteil erlauben.
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #5 (permalink)  
Alt 26.05.2009, 13:27
GM Shirov(-fan)
Aktiver
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 40
Hab mal Fritz mit Weiß gegen sich selbst spielen lassen der Weiße gewann 3-mal und schwarz hielt einmal remis also kann es nicht so schlecht sein
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #6 (permalink)  
Alt 27.05.2009, 03:21
Moon
Neuling
DWZ/Elo: 2012/2107
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 6
Ach Jungs!

Hatte ich jemals erwähnt, dass das BDG widerlegt sei? Ich glaube nicht!

Und es ist richtig, dass schwarz oft große Probleme, in diesem doch sehr scharfen, System bekommt. Es bedarf von Schwarz sowie auch von Weiß konkrete theoretische Kenntnisse, um nicht nach den ersten 10 Zügen auf verlorenem Posten zu stehen.
Allerdings bewegt sich Weiß, bei KOREKTEM Spiel von Schwarz schon ziemlich an Messers Schneide!
Natürlich bin ich mir sicher, dass man eingefleischte BDG-Anhänger niemals davon überzeugen könnte, dass dieses Gambin nicht korrekt sei

Zur Sache mit dem Bauern behaupten, hatte ich mich übrigens auf das Morra Gambit bezogen, in welcher der Bauer definitiv gehalten werden kann!

Zum Thema "Fritz geg. Fritz" möchte ich noch schnell erwähnen, dass das ziemlicher Blödsinn ist. Fritz ist im allgem. nicht gut in der Behandlung des BDG als Schwarzer! Deshalb wird es auch sehr gerne beim Anti-Computerschach rausgekramt! Ich hatt früher mal eine Rochade Zeitschrift, wo irgend so ein mittelmäßiger Großmeister mit dem BDG Fritz die Steine um die Ohren gehauen hat, was nicht bedeutet, dass er das mit einem Starken GM auch machen könnte! Das Resultat von 3:0,5 ist also keineswegs repräsentativ für die Korrektheit des BDG!!!

Warum Sufffer allerdings nicht sehen kann, warum das BDG geg. Französisch nicht zum gewünschten Erfolg führt, verstehe ich auch nicht.

Im Allgemeinen sollte jeder eine gewisse Objektive Sicht bezüglich seiner eigenen Eröffnung bewahren, was Sufffer eigentlich auch tut! Jedes Eröffnungssystem hat seine Stärken und seine Schwächen, und das ist beim BDG nicht anders.

P.S. Dass das BDG eine größere Datenbank besitzt, als Sizilianisch halte ich für ein Gerücht!

Geändert von Moon (27.05.2009 um 03:31 Uhr)
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #7 (permalink)  
Alt 27.05.2009, 07:43
sufffer
Einsteiger
DWZ/Elo: 2250/2103
 
Registriert seit: 05.2008
Beiträge: 14
Zitat:
In deinem Fall, wo du das "BDG" gegen Französisch spielst ist dies allerdings nicht der Fall (siehe Kommentar von Angie). Damit würde ich dies auch nicht als Gambit bezeichnen, sonder ehr als Einsteller!
Wo isn das ein Einsteller? Das würde ja bedeuten das 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Le3 widerlegt ist.
Zitat:
All diese Gambits sind natürlich theoretisch anrüchig
Gib mir doch mal ne konkrete Zugfolge wo du meinst was jetzt schlecht wäre usw ich sehe hier immer noch nur ne Behauptung aber keinerlei Beweise.
Ich habe auch mal ein Engine Turnier gemacht und die Engine die ein Eröffnungsbuch mit BDG von mir erhalten hatte hatte auch gewonnen xD
Das liegt einfach daran das Engines gerade Gambit Stellungen nicht verstehen. Dies ist auch der Grund warum ich fernschach Partien damit soviel Erfolg habe da viele Engines die Stellungsbewertung selbst nach einer Stunde immer noch nicht richtig sehen.
Zitat:
Warum Sufffer allerdings nicht sehen kann, warum das BDG geg. Französisch nicht zum gewünschten Erfolg führt, verstehe ich auch nicht.
Dann zeigs mir doch
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #8 (permalink)  
Alt 27.05.2009, 10:47
GM Shirov(-fan)
Aktiver
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 40
Ausarten??

Das wird Ja ein richtiger BDG-Disput

Ach und wenn Fritz mit Schwarz die stellung nicht kapiert wiso soll er es dann mit Weiß können??

Geändert von GM Shirov(-fan) (27.05.2009 um 10:56 Uhr)
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #9 (permalink)  
Alt 27.05.2009, 12:19
Mr.X aus Y
Forumsvollprofi mit Prädikat
DWZ/Elo: 2024/2061
 
Registriert seit: 09.2006
Beiträge: 236
Zitat:
Zitat von sufffer Beitrag anzeigen
Wo isn das ein Einsteller? Das würde ja bedeuten das 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Le3 widerlegt ist.

Gib mir doch mal ne konkrete Zugfolge wo du meinst was jetzt schlecht wäre usw ich sehe hier immer noch nur ne Behauptung aber keinerlei Beweise.
so wie ich das sehe kann man nicht alles dass nicht gut ist sofort konkret mit irgendeiner zugfolge widerlegen. v.a. nicht in einem so frühen stadium der partie. aber man steht halt einfach sch****.
sicherlich bietet das BDG in der praxis und unterhalb eines gewissen niveaus oder einer gewissen bedenkzeit enorme praktische chancen (beim blitzen spiele ich auch das ziemlich ähnliche DDG) aber fakt ist nach xe5 liegt es wenn dann an weiß zu beweisen dass der mehrbauer nichts bringt und nicht umgekehrt

Geändert von Mr.X aus Y (27.05.2009 um 19:56 Uhr)
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #10 (permalink)  
Alt 28.05.2009, 07:37
sufffer
Einsteiger
DWZ/Elo: 2250/2103
 
Registriert seit: 05.2008
Beiträge: 14
So ******* kanns net sein wenns ein Fernschachmeister Kramer es nicht schafft über ein Remis rauszukommen (3-1 ausgegangen) gegen mich.^^
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #11 (permalink)  
Alt 28.05.2009, 13:34
GM Shirov(-fan)
Aktiver
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 40
Hab euch wiederlegt

gegen Französisch wäre es dann 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sf3 dxe 4.f3

Es gibt auch 1.d4 d5 2.e4 dxe 3.Sf3 Hauptvariante und wenn hier Schwarz e6 zieht wäre er wieder in Vorteil oder?? Wenn es gegen Französisch ein Einsteller wäre hättest du das BDG wiederlegt und das ist unrealistisch
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #12 (permalink)  
Alt 28.05.2009, 14:44
sufffer
Einsteiger
DWZ/Elo: 2250/2103
 
Registriert seit: 05.2008
Beiträge: 14
Richtig
Wie gesagt gegen franze spielt man eigentlich eher 3.Le3 (anstatt Sc3) wegen besserem Aufbau.
Ansonsten isses ncihts anderes als 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 de: 4.f3 ef: 5.Sf3: (oder 1.d4 d5 2.e4 de: 3.Sc3 Sf6 4.f3 ef: 5. Sc3: e6) Ganz normaler ziemlich passiver Aufbau gegen ein BDG.
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #13 (permalink)  
Alt 28.05.2009, 16:59
Moon
Neuling
DWZ/Elo: 2012/2107
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 6
^^ ist echt lustig euch beiden zuzuhören, wie ihr euer BDG verteidigt! Respekt! Soviel Vertrauen in so eine Eröffnung zu haben, da gehört schon was zu!

Nur weil du damit nen Fernschachmeister besiegt hast, hatt das noch gar nix zu bedeuten! Du hast mit dem BDG einfach nur deshalb Erfolg, weil du deinem Gegner Theoretisch überlegen bist und dich in den entstehenden Stellungstypen besser auskennst. Es hat schon seinen Grund, warum es auf Meisterebene selten gespielt wird! Eben genau aus dem Grund, weil Schwarz bei korrektem Spiel leicht ausgleicht! Da könnt ihr beide auch nichts dran rütteln! Die Erfolge des BDG in der Praxis, sollte es mal gespielt werden, sind natürlich groß, aber auch nur weil Weiß dem Gegner meist Theoretisch überlegen ist.

Würde es häufiger gespielt werden würden sich auch viel mehr Schwarzspieler damit auseinandersetzen und die Statistik würde dann ganz anders aussehen.

Und noch ein kleiner Kommentar zu GM Shirov(-fan): Warum Fritz die Stellungen mit Weiß besser behandelt liegt jawohl auf der Hand. Fritz hat halt seine Stärke im Aktiven Spiel und im Angriff und nicht in der Verteidigung! Ganz einfach!

Spielt lieber sauberes Schach! Da lernt man mehr bei, als bei Gambits!!!

Geändert von Jumbo (30.05.2009 um 13:53 Uhr) Grund: unakzeptables Schlusswort
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #14 (permalink)  
Alt 28.05.2009, 18:23
GM Shirov(-fan)
Aktiver
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 40
Diemer selbst war sehr erfolgreich damit willst du es gegen ihn versuchen wirst du scheitern weil er besser ist als du fakt ist wenn er besser als du spielt wird er keine Eröffnung spielen die Schwach ist. da hast du dein haha

Mein Lehrer (2095elo/spielt Mittelgambit) hat auch gesagt das es gut ist.


Aber was gegen 1.e4 d5 2.d4 dxe 3.Sf3 e5 ??

Geändert von GM Shirov(-fan) (28.05.2009 um 18:56 Uhr)
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  Sind die wirklich gut?? Beitrag #15 (permalink)  
Alt 29.05.2009, 00:02
Moon
Neuling
DWZ/Elo: 2012/2107
 
Registriert seit: 05.2009
Beiträge: 6
@ GM Shirov(-fan): Deine Logik hinkt da irgendwie ein wenig! Nur weil jemand, der eine höhere Spielstärke besitzt als ich das spielt muss es doch nicht zwangsläufig heißen, dass es gut ist!? Allerdings auch nicht, dass es schlecht ist. Es gibt auch GM, die wesentlich anrüchigere Varianten Spielen, welche theoretisch gesehen, wirklich zweifelhaft sind, aus Gründen, welche nur sie selbst wissen. Das heißt doch lange nicht, dass dadurch eine Eröffnung oder eine Variante gut wird!

Ich sags jetzt zum letzten Mal: Ich habe nicht gesagt, oder wollte es zumindest nicht, dass das BDG schlecht sei oder wiederlegt, oder sonst was... Das BDG ist bestimmt noch eines der Gambits, welches noch am korrektesten ist. Es gibt noch so viele ungeklärte Fragen im BDG und Variante, welche noch nicht vollständig ausanalysiert sind. Es gibt GM's, welche sagen, dass Weiß nicht genug Kompensation, für den "vorerst" geopferten Bauer erhält und es gibt GM's welche das Gegenteil behaupten.

Ich bin kein GM und möchte mir daher auch über die Wertigkeit des BDG's kein Urteil erlauben! Ich habe lediglich die allgemeine Ansicht, welche in GM Kreise herumgeht wiedergegeben. Und diese ist nunmal, dass Schwarz nach heutigem theoretischen Stand leichter zum Ausgleich kommt. Und diese Meinung wird auch von GM's vertreten, welche eine höhere Spielstärke besitzten, als dein geliebter Herr Diemer (nur um nochmal auf deine Logik von vorhin zurück zu kommen)

Vieleicht wird in einigen Jahren die Meinung zum BDG geändert und ergibt vieleicht sogar Vorteil für Weiß, vieleicht wird es auch wiederlegt? Who knows.

Jede Eröffnung ist Geschmacksache und ihr könnt es auch gerne spielen, wenn ihr wollt. Ich will nix gegen sagen.

Aber nur weil dein Trainer, welcher übrigens in der gleichen Spielstärkeliga spielt wie ich, sagt, dass das Mittelgambit gut ist hat das noch gar nix zu sagen. Ich behaupte objektiv von mir mit meiner Elo von 2100, dass ich ein Patzer bin und verglichen mit den ganz Großen der Welt gar keine Ahnung von Schach habe, und das gleiche behaupte ich auch von deinem Trainer!

Natürlich lässt man sich gern von seinem Trainer beeinflussen, besonder dass, wenn er um einiges Stärker ist, als man selbst, aber man sollte schon eine gewisse Objektive Sicht auf die Dinge bewahren und nicht einer einzelnen Person blind vertrauen, und sich auch eigene Gedanken zu einem Thema machen. Es gibt ja auch GM's, die Französisch verabscheuen und behaupten, dass es Mist sei und dann gibts wieder die anderen...naja ihr wisst schon!

Spiel das BDG, wenn es dir gefällt und es deinem Stil entspricht, und du wirst bestimmt erfolgreich sein, aber mir gefällt es persönlich nicht und ich würde damit wohl nix anfangen können.

Warum hast du den Threat hier eigentlich aufgemacht und wolltest wissen, ob das gut ei oder nicht, wenn du doch schon die ganze Zeit dir deine Meinung schon gebildet hattest??? Das hättest du dir auch schenken können, da Schachspieler sowieso nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Ich kann dir zur Beruhigung auf den Weg mitgeben, dass das BDG auf jedenfall Spielbar ist, jedenfalls solange niemand das Gegenteil bewiesen hat und es ist mit Sicherheit besser als das Mittelgambit!

Aber jetzt heult mir nicht wieder die Ohren voll von wegen...aber mein Trainer sagt...und Kasparov hat es auch mal in ner Schnellschachpartie gespielt... oder sonst was! Warum Großmeister Eröffnungen spielen hat nicht immer nur den Grund, weil sie der Meinung sind, dass es das Beste sei, sondern auch als Überraschung, weil sie sich in den entstehenden Mittelspielstellungen gut zurechtfinden, weil sie Taktisch oder Strategisch besser sind...ect. Das sollte man auch immer beachten!

Ich würde dir allerdings vorschlagen nicht nur Gambits zu spielen, sonst bist du dein ganzes Leben lang nur mit den gleiche Spielsituationen konfrontiert. Zur Steigerung deiner Spielstärke empfehle ich dir auch andere Eröffnungen, in denen du net unbedingt am Anfang einen Bauern opferst auszuprobieren. Du kannst mir ja mal dein vollständiges Eröffnungsrepertiore posten, damit ich mal schauen kann.

So, jetzt bist du hoffentlich zufrieden und kannst den Threat hier endlich schließen!

Geändert von Moon (29.05.2009 um 00:11 Uhr)
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